Sonntag, 31. Dezember 2017

Das Licht der Insel

"Das Licht der Insel" 
von 
Jean E. Pendziwol

 


erschienen am 16.10.2017
Penguin Verlag
ISBN: 9783328101611


Inhalt:

 Elizabeth und ihre Zwillingsschwester Emily wachsen in der rauen Einsamkeit des Lake Superior auf. Ihr Vater ist Leuchtturmwärter auf Porphyry Island, einer kleinen, sturmumtosten Insel. Die beiden Mädchen sind unzertrennlich, obwohl Emily nicht spricht – doch sie hat ein bemerkenswertes Gespür für Tiere, und sie malt wunderschöne Pflanzenbilder. Ihr Bruder Charles fühlt sich für die Schwestern verantwortlich. Doch dann setzt ein schreckliches Ereignis der Idylle für immer ein Ende.

Siebzig Jahre hat Elizabeth nicht mit ihrem Bruder gesprochen, als am Ufer des Sees Charles' Boot angespült wird. Von ihm fehlt jede Spur, doch sie weiß, dass es nur einen Ort gibt, zu dem er unterwegs gewesen sein kann. Nur was hat ihn nach all den Jahren dazu gebracht, nach Porphyry zurückzukehren?


Meine Meinung:

Die Geschichte umfasst das Leben einer Leuchtturmwächterfamilie. Sie leben bescheiden und unter erschwerten Bedingungen auf einer Insel. Nach Jahren wird Elisabeth, die nun in einem Heim lebt, an das Leben der Familie erinnert. Es kommen dabei nicht nur die schönen, sondern vielmehr die dunklen Seiten ihres Lebens an die Oberfläche. Es gibt Tagebücher, die bisher verschlossen waren. Doch nun tauchen sie auf und öffnen damit die Türen zur Vergangenheit und den Familiengeheimnissen.

Die Verknüpfung von einer jungen Person aus der Gegenwart mit den Erinnerung einer älteren Frau ist als Romanvorlage nicht neu. Sie kann aber spannend sein. Diese Geschichte ist von der Idee her gut, aber die Charaktere bleiben distanziert. Man kommt als Leser nicht wirklich an sie heran. Irgendwie fühlt man sich als Beobachter, der nicht mit eingebunden wird. Aber genau dies möchte ein Leser, dabei sein und sich mittendrin fühlen, mit den Charakteren mitfühlen, mitfiedern und erleichtert aufatmen. Durch die spröden Charaktere wird dies leider verhindert.
Insgesamt ist die Geschichte gut und spannend bis zum leicht verwirrenden Ende, aber die Charaktere bleiben für mich eher emotionslos und somit nur schwer greifbar.
3 von 5 Sternen


Freitag, 29. Dezember 2017

Dame zu Fuchs

"Dame zu Fuchs"
 von 
David Garnett



 
 erschienen am 11.12.2017
 btb Verlag
192 Seiten
ISBN 9783442715572
  


Inhalt:

Die Tebricks, ein charmantes, jung verliebtes und frisch verheiratetes Paar, ziehen sich ahnungslos glücklich ins ländliche Oxfordshire zurück, um ein beschauliches Leben zu führen. Bei einem Spaziergang am Waldrand verwandelt sich Silvia Tebrick unerwartet in eine Fähe und kann trotz ihres Anstandes, ihrer Grazie und ihrer guten Erziehung den neu erlangten animalischen Instinkten nicht widerstehen. Richard tut alles in seiner Macht Stehende, um seine Füchsin zu schützen, doch all die Gefahren zu bannen wird zunehmend unmöglich.



Meine Meinung:


 Es fällt mir schwer zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben (es wird auch keine richtige Rezension, sondern nur eine Kurzmeinung). 

Das Cover hat mich direkt angesprochen und auch die Inhaltsangabe fand ich interessant. Doch die Geschichte war so strengend zäh, dass ich keinen Zugang zu ihr fand. Der Schreibstil ist (aus meiner Sicht) nicht so einfach zu lesen, da der Autor keine Kapitel, Absätze o.ä. verwendet. Gut, man darf nicht außer Acht lassen, dass das Buch erstmalig 1922 erschien und somit die Art zu schreiben auch etwas anders ist als heute. Trotzdem wurde ich mit der Geschichte nicht warm. Einige Handlungen des Mannes gegenüber seiner Frau bzw. der Fähe fand ich befremdlich und eher abstoßend als fürsorglich. Ich schaffte es leider nicht, mich in diese Geschichte hineinzuversetzen und die Gefühle der beiden Charaktere nachzuvollziehen. Für mich war es leider nicht das richtige Buch. 

1 von 5 Sternen

Montag, 18. Dezember 2017

Verfolgung

"Verfolgung" 
von 
David Lagercrantz







erschienen am 07.09.2017
Random House Audio Verlag
ISBN: 9783837138832 
2 mp3-CD = 10 Stunden 40 Minuten 
Gekürzte Lesung


Inhalt:

Im Frauengefängnis Flodberga herrscht ein strenges Regiment. Alle hören auf das Kommando von Benito Andersson, der unangefochtenen Anführerin der Insassinnen. Lisbeth Salander, die eine kurze Strafe absitzt, versucht tunlichst, den Kontakt zu vermeiden, doch als ihre Zellennachbarin gemobbt wird, geht sie dazwischen und gerät ins Visier von Benitos Gang. Unterdessen hat Holger Palmgren, Lisbeth Salanders langjähriger Mentor, Unterlagen zutage gefördert, die neues Licht auf Salanders Kindheit und ihren Missbrauch durch die Behörden werfen. Salander bittet Mikael Blomkvist, sie bei der Recherche zu unterstützen. Die Spuren führen sie zu Leo Mannheimer, einem Finanzanalyst aus sehr wohlhabendem Hause. Was hat dieser mit Lisbeth Salanders Vergangenheit zu tun? Und wie soll sie den immer schärfer werdenden Attacken von Benito und ihrer Gang entgehen? 


Meine  Meinung:

David Lagercrantz kann mich mit jeder weiteren Folge mehr überzeugen. Ich dachte anfangs, dass er es wohl nicht schaffen wird, Stieg Larsson zu ersetzen. Doch nach "Verfolgung" muss ich zugeben, dass ich mich geirrt habe. Er ersetzt ihn nicht, schafft es aber die Lücke zu schließen und die Geschichte von Mikael und Lisbeth spannend weiterzuerzählen. 

"Verfolgung" hat es in sich und sorgt für Gänsehaut und Entsetzen. Die Vergangenheit holt irgendwann jeden ein, so auch Lisbeth und ihren Betreuer. David Lagercrantz erzählt ganz langsam seine Geschichte und startet mehrere Handlungsstränge gleichzeitig. Trotzdem verliert man seinen Faden nicht und kann ihm gut folgen. Die Handlungen werden immer mehr miteinander verbunden und am Ende kommt eine erschreckende und traurige Geschichte heraus. Erschreckenderweise kann man sich gut vorstellen, dass es diese Forschung auch in der Realität geben könnte. Ich habe es nicht recherchiert, ob sich Lagercrantz an einem tatsächlichen Fall orientiert hat, aber er erzählt es so realistisch und klar, als ob es dies wirklich passiert wäre. Bis zum Schluss bleibt es spannend und irgendwie auch etwas gruselig. 

Mit Dietmar Wunder hat sich der Verlag eine starke Stimme geholt. Ihm gelingt es sehr schnell, die Charaktere zu zeichnen und sie bildlich darzustellen. Ich konnte ihm gut folgen und auch über die lange Zeit wurde ich seiner Stimme nicht überdrüssig. 

Ich hoffe, dass David Lagercrantz die Geschichte von Lisbeth und Mikael fortsetzen wird, denn er hat (wie auch Stieg Larsson) die Fähigkeit den Zuhörer sofort an sich zu binden und mitzureißen. 

5 von 5 Sternen

Dienstag, 12. Dezember 2017

Das kleine Atelier der Mademoiselle Iris

"Das kleine Atelier der Mademoiselle Iris" 
von 
Agnès Martin-Lugand

 




erschienen am 27.11.2017
  Blanvalet Verlag
ISBN 9783764505653 
287 Seiten



Inhalt:
 
Iris droht in ihrem kleinbürgerlichen Leben zu ersticken. Ihre Ehe verläuft schon lange nicht mehr glücklich, und ihr Job in einer Bank deprimiert sie. Einziger Lichtblick ist ihre Nähmaschine, mit der sie voller Herzblut wunderschöne Kleider schneidert. Nach einem Streit mit ihrem Mann reist sie kurz entschlossen nach Paris, um sich dort ihren Lebenstraum zu erfüllen und eine professionelle Ausbildung zur Schneiderin zu beginnen. Ihre ungewöhnliche neue Chefin Marthe ist sofort begeistert von ihrem Talent und bietet ihr ein kleines Atelier an. Iris' Glück scheint sich endlich zu wenden – bis sie Gabriel kennenlernt, der alles auf den Kopf stellt.


 Meine Meinung:


Das dieses Buch keine anspruchsvolle Lektüre sein wird, war mir schon vor dem Lesen klar. Aber so eine leichte Geschichte für zwischendurch kann ja auch etwas Schönes sein. Bei diesem Buch war ich jedoch schnell von Mademoiselle Iris genervt und konnte ab der Hälfte des Buches nur noch mit dem Kopf schütteln. Hier wurden alle Klischees ausgepackt, die es so gibt. Iris ist unglücklich in ihrem Beruf und in ihrer Ehe und so nimmt sie noch einmal ihren Traum in Angriff. Nun dachte ich, dass da eine schöne Geschichte rund um die verrückte Modewelt mit einem Blick hinter die Kulissen kommt und die kleine Liebesgeschichte dazu - perfekt. 

Leider durfte Iris sich in dieser Geschichte nicht weiterentwickeln. Sie kam aus der Provinz und war verhuscht, naiv und ohne Selbstbewußtsein. Auch im Laufe der Zeit blieb sie es. Erst ließ sie sich von ihrem Mann vorschreiben, was geht und was nicht und dann schrieben es ihr andere Menschen vor. Und Iris? Sie passte sich Paris an und empfand es als stark und selbstbewußt. Da muss man sich doch wundern. Was hat sich denn geändert? Von einer Abhängigkeit in die nächste Abhängigkeit zu wechseln, hat nichts mit gewachsenen Selbstbewußtsein zu tun. 

Die Autorin versucht zudem mit Gabriel und ihr die kleine Version eines berühmten Buches nachzuspielen. Aber es wirkte nur plump und so vorhersehbar, dass man schon ahnte, was kommen wird und dadurch wurde es langweilig. Die Unterwürfigkeit von Iris nervte mich schnell, denn sie war nicht, wie man vielleicht annehmen könnte 20 Jahre, sondern schon Anfang 30 und benahm sich phasenweise wie ein Teenager. Außerdem wurde ihr mangelndes Selbstbewußtsein immer wieder in kleinen Dosen der Provinz, in der sie lebte, zugeschrieben, was für ein wunderbares Klischee.

Das Ende war zwar einerseits überraschend (Marthe), aber wenig überzeugend und aus meiner Sicht auch überzogen und unglaubwürdig. Andererseits ist das eingetreten, was man schon lange ahnte (Gabriel und Iris).

Ichhabe schon einige gute Bücher von französischen Schriftstellern gelesen. Sie hatten meistens diese typische französische Leichtigkeit und den Charme, der hier völlig fehlte. Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Schade. 


2 von 5 Sternen

Sonntag, 10. Dezember 2017

Victoria & Abdul

"Victoria & Abdul" 
von 
Shrabani Basu







erschienen am 18.09.2017
  Goldmann Verlag
ISBN: 9783442159369
 352 Seiten




Inhalt:
  

Der stattliche, gut aussehende Abdul Karim war gerade vierundzwanzig Jahre alt, als er seine große Reise von Indien nach England antrat. Als Gesandter der indischen Kolonien kam er an den Königlichen Hof in London, um Ihrer Majestät Queen Victoria (Judi Dench), der Kaiserin von Indien, anlässlich ihres 50. Thronjubiläums (1887) im Haushalt zu dienen. Eine Begegnung mit dem jungen Muslim aus Agra, der Stadt des Taj Mahal, entflammte Victorias Neugier. Die auf die siebzig zugehende Monarchin erhob Abdul in den Stand des königlichen Lehrers und Sekretärs, es entwickelte sich eine intensive Freundschaft. Im Königshaus sorgte das für Spannungen, doch gegen alle Widerstände und Intrigen bestand die Queen darauf, sich auch auf Reisen stets von ihrem indischen Vertrauten begleiten zu lassen. Abdul sollte bis zu Victorias Tod nicht mehr von ihrer Seite weichen. Ein Skandal und zugleich eine zarte Liebesgeschichte.



Meine Meinung:


Die Beziehung zwischen Abdul und Victoria war einzigartig und für ihre Zeit fast schon etwas Unerhörtes. 
Das Buch nimmt sich dieser Beziehung an und erzählt die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Ich bin davon ausgegangen, dass es wie ein historischer Roman (basierend auf einer wahren Begebenheit) geschrieben ist. Durch das Cover und den Covertext wurde meine Erwartung noch einmal verstärkt. Doch das Buch ist eher ein Sachbuch als ein Roman. Man erfährt hier viele interessante Fakten und Zusammenhänge. Die Geschichte zwischen Victoria und Abdul wird aber leider recht nüchtern und trocken erzählt. Ich kam nur schwer in die Geschichte rein und wurde auch immer wieder von den vielen Daten herausgerissen. 
Die Mischung von Roman und Sachbuch fand ich leider nicht so gelungen. Wer hier einen schönen historischen Roman erwartet, wird enttäuscht sein. Wer sich jedoch gern einmal mit Queen Victoria und deren Leben auseinandersetzen möchte, könnte dieses Buch als Einstieg nehmen. 

3 von 5 Sternen

Dienstag, 5. Dezember 2017

Der Buchliebhaber


"Der Buchliebhaber" 
von
Charlie Lovett







erschienen am 20.11.2017
Goldmann Verlag
ISBN: 9783442487110
  384 Seiten



Inhalt:



Arthur Prescott ist glücklich mit seinem Leben im beschaulichen Barchester. Er unterrichtet an der Universität und verbringt seine Freizeit am liebsten in der Bibliothek der Kathedrale, deren Geschichte er recherchiert. Doch ausgerechnet seine wichtigste Quelle, das ›Buch der Ewolda‹, gilt als verschollen. Seit Jahren sucht Arthur vergebens nach dieser mittelalterlichen Handschrift, als nun auch noch ein Eindringling seine Arbeit stört: Die junge Amerikanerin Bethany ist nach Barchester gekommen, um die Bestände der Bibliothek zu digitalisieren. Ein Sakrileg in den Augen des bibliophilen Arthur. Doch Bethany erobert schließlich nicht nur Arthurs Herz, sie hilft ihm auch, das Rätsel des verschwundenen Manuskripts zu lösen.



 Meine Meinung:


Das Cover hat mich direkt angesprochen und Geschichten über Bücher und Menschen, die sich mit Büchern beschäftigen, ziehen mich magisch an. Der Covertext hat außerdem noch von einem Geheimnis gesprochen, so dass ich dieses Buch lesen musste. 

Der Schreibstil ist gut, wenn auch etwas ungewohnt. Die Charaktere sind etwas steif, aber wir sind ja auch in Barchester, nur die Amerikanerin hüpft aus der Reihe. Somit sind auch die kleinen Klischees erfüllt und diese könnten für Humor und unterhaltsame Missverständnisse sorgen. 

Der Anfang war vielversprechend und auch den Arthur mag man (auch wenn er etwas eigen ist). Die Zeitsprünge fand ich anfangs interessant und auch spannend. Die vielen geschichtlichen Zusammenhänge waren mir noch nicht bekannt und wurden sehr ausführlich von dem Autoren beschrieben. Sehr detailliert und ausschweifend erzählt der Autor seine Geschichte und verliert leider dabei an Tempo. Je weiter die Geschichte voran schreitet, desto zäher wird sie. Man bekam das Gefühl, dass der Autor eigentlich eher ein Geschichtsbuch als einen Roman schreiben wollte. Die Liebesgeschichte fand ich etwas fad und emotionslos. Sie passte auch nicht mehr so richtig in die Geschichte. Ich muss zugeben, dass ich mich ab der Hälfte des Buches durch die Seiten gequält habe. 

Bei diesem Buch war meine Enttäuschung am Ende doch recht groß. Die Idee war sehr gut, auch der Anfang des Buches hat mir gefallen, aber leider verlor sich der Autor in den Details, der Erzählstil wurde immer sachlicher und trockener und so schleppte sich die Geschichte durch die Seiten. Schade.


 2 von 5 Sternen

Freitag, 1. Dezember 2017

Zartbitter ist das Glück

"Zartbitter ist das Glück" 
von 
Anne Østby

 

erschienen am 28.08.2017
  Wunderraum Verlag
ISBN: 9783336547913
  384 Seiten



Inhalt:


Vor Kurzem hat Kat bei einem Bootsunfall ihren Mann Niklas verloren. Nach vielen Jahren des Reisens hatten die beiden Weltenbummler aus Norwegen eine Kakaoplantage auf den Fidschiinseln auserkoren, um dort Wurzeln zu schlagen. Nun steht Kat allein da, doch so schnell ist sie nicht bereit, den Traum vom Leben im Paradies aufzugeben. Voller Tatendrang schreibt sie an vier Schulfreundinnen und lädt sie ein, dem kalten Norwegen den Rücken zu kehren und mit ihr auf Fidschi einen Neuanfang zu wagen. Gemeinsam starten sie ein abenteuerliches Vorhaben: Sie wollen nicht nur Kakao anbauen, sondern auch Schokolade herstellen. Wird es den fünf Freundinnen jenseits der fünfzig gelingen, in der Südsee zu einem harmonischen Miteinander und einem glücklicheren Leben zu finden?



 Meine Meinung:



Für mich war es ein Lesevergnügen den fünf Frauen zu folgen. Es ist keine Sex in the City-Freundinnen Geschichte, sondern eine Geschichte über Frauen, wie sie uns im Alltag immer wieder begegnen. Man erkennt sich in der einen oder anderen Handlung, in manchen Erfahrungen und Situationen, die diese Frauen erlebt haben, wieder. Es sind interessante und starke Charaktere, die hier nach Jahren wieder aufeinander treffen. 

Sie sind im Rentenalter und haben bereits einiges erlebt, was sie entweder als Ballast und/oder als Freude mit sich tragen. Sie haben zusammen die Schulbank gedrückt und sich dann teilweise aus den Augen verloren. Jetzt treffen sie sich auf Fidschi wieder und müssen sich den Gedanken, den Gefühlen und der Vergangenheit stellen. Die Autorin schreibt die Geschichte in vielen kleinen Kapiteln, die immer aus einer anderen Perspektive erzählt werden. Dadurch wiederholen sich zwar einige Punkte, aber die unterschiedlichen Wahrnehmungen sind interessant und machen die Geschichte spannend. Es gibt viel zu lachen, der Humor ist wunderbar und leicht ironisch bis sarkastisch. Es wird aber auch viel be - und geweint, verpasste Chancen, große Lieben und traurige Erfahrungen. Von der Eifersucht, der Freude über das Wiedersehen, der Trauer, den Krankheiten über den Ansporn, etwas Neues zu schaffen und es sich noch einmal zu beweisen, ist alles dabei, was eine gute Geschichte ausmacht. 

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und lässt sich leicht lesen. Man taucht sehr schnell in die Geschichte ein und man kann kaum das Buch weglegen, da man wissen möchte, wie es mit den Frauen weitergeht. Für mich war es eines der besten Bücher, die ich 2017 gelesen habe.

 5 von 5 Sternen