Sonntag, 2. April 2017

Im Augenblick des Todes

"Im Augenblick des Todes" 
von 
Vincent Kliesch





  erschienen am 17.08.2015
  Blanvalet Verlag
ISBN: 9783734100543
 400 Seiten




Inhalt:

Kommissar Severin Boesherz genießt gerade seinen Spaziergang am Schlachtensee, als ein mysteriöser Mann in einer Limousine vorfährt, sich als "Ismael" vorstellt und Boesherz zu einem Ausflug einlädt. Die Fahrt endet am Tatort eines bestialischen Mordes: Ein Arzt sitzt skalpiert und ausgeweidet in seiner eigenen Praxis. Bei dem Mord handelt es sich um die exakte Kopie des einzigen Verbrechens, das Boesherz nie aufklären konnte. Offenbar will der Täter dem Kommissar gezielt eine Botschaft übermitteln – und es soll nicht die einzige bleiben. Boesherz weiß: Er muss das Rätsel lösen, bevor seine eigene Vergangenheit ihn einholt.



Meine Meinung:

Ich war schon ein Fan von Julius Kern und nun kommt Severin Boesherz. Er ist der Nachfolger von Julius Kern und schafft damit die Verbindung zu den Figuren aus der ersten kleinen Serie von Vincent Kliesch. Man trifft auf alte Bekannte und entdeckt neue Figuren, die das Buch spannend und unterhaltsam machen.

Vincent Kliesch schreibt schon ganz gern blutige Krimis und auch seine Morde sind nichts für zarte Seelen. Severin Boesherz in seiner gewohnt eigenwilligen und nicht ganz teamfähigen Art muss in seinem zweiten Fall grausame Morde aufklären, die eine Verbindung zu seiner ganz persönlichen Vergangenheit herstellen. An der Offenlegung seiner Vergangenheit ist jedoch Boesherz überhaupt nicht interessiert, so dass er alles unternimmt, um diese außen vor zu lassen. 

Die Ermittlungen sind verworren und eigenwillig. Kliesch schafft es immer wieder kleine Überraschungsmomente einzubauen. Einzig das Geheimnis um den Handlungsstrang mit Ferdinand war für mich schnell gelöst. Trotzdem fand ich es spannend, wie es zu der offiziellen Auflösung kommen wird. 

Mir hat der "alte" Boesherz etwas gefehlt. Der erste Teil und in der ersten Hälfte der zweiten Geschichte war er noch da und präsent. Leider verlor er etwas von seiner Bissigkeit, seiner leichten Arroganz und Eigenwilligkeit. Aber vielleicht erholt er sich von diesem zweiten Teil und wird dann wieder der "Alte".

Unterhaltsam, sehr gut geschriebener und vorallem verworrener Krimi, der auch noch zu einer kleinen Tour durch Berlin und Dresden einlädt.

 4 von 5 Sternen

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