Freitag, 24. Juni 2016

Lindbergh

 "Lindbergh" 
von 
Torben Kuhlmann

 
erschienen am 19.10.2015
  Der Hörverlag
ISBN: 9783844520361
 1 CD = 42 Minuten
Inszenierte Lesung mit Musik

Gelesen von Bastian Pastewka
Für Kinder ab 5 Jahren


 Inhalt:

Anfang des 20. Jahrhunderts: In Hamburg lebt eine außergewöhnliche kleine Maus. Eines Tages bemerkt sie, dass es in ihrer Stadt gefährlich geworden ist: Überall lauern Mausefallen und Feinde. Nach und nach verschwinden ihre Mäusefreunde. Aber wohin sind sie geflüchtet? Nach Amerika? Die kleine Maus beschließt, den weiten Weg über den Atlantik zu wagen. Aber dazu braucht sie erst einmal ein Fluggerät ... Der Hessische Rundfunk hat die atmosphärischen Bilderbuchgeschichte um die tapfere kleine Maus, die Fliegen lernt, als bezaubernde Lesung für die ganze Familie inszeniert.


Meine Meinung:


1. CD einlegen, 
2. auf das Sofa legen und 
3. der kleinen Maus folgen. 
Dabei ist es egal, ob man ein Kind oder ein Erwachsener ist. 

Die Maus nimmt den Zuhörer mit und man taucht ab...in die Welt der Maus und der Technik. Man fiebert mit der kleinen Maus mit, ist erschrocken, dass die Familie weg ist, reicht ihr schnell die Schräubchen für den Bau der Maschine und hilft ihr das Papier zu falten. Und am Ende der Geschichte freut man sich mit ihr, dass sie die Familie wiedergefunden hat und winkt ihr zum Abschied mit einem Tränchen im Auge zu.

Das Hörbuch ist so liebevoll und bezaubernd gestaltet wurden, dass nicht nur die Geschichte an sich, sondern auch das Cover und das kleine Booklet Spaß machen. Den Charakteren haucht Bastian Pastewa Leben ein und schafft es diese so gut wiederzugeben, dass man sich alles bildlich vorstellen kann. Die passenden Hintergrundgeräusche und die Musikeinlagen runden die Geschichte perfekt ab.

Wer möchte kann sich das Buch dazu nehmen (ich habe dieses leider nicht) und der  gezeichneten Geschichte beim Zuhören folgen.

5 von 5 Sternen

Mittwoch, 22. Juni 2016

Rosalie und Trüffel

"Rosalie und Trüffel" 
von 
Katja Reider





erschienen am 15.07.2013
  Der Hörverlag
ISBN: 9783844512236 
1 CD = 40 Minuten
Gelesen von Daniela Hoffmann, Hubertus Bengsch
 

 Inhalt:

Eine Buchhandlung an einem verregneten Nachmittag: Die Buchhändlerin Frau Dur und ihr Kunde Herr Siebert tun nichts lieber, als sich gegenseitig Geschichten zu erzählen. Vor allem Geschichten von Rosalie und Trüffel – und ihrer ganz großen Schweineliebe. Doch nach rosaroten Wölkchen unterm Apfelbaum hat die zwei Schweine der Beziehungsalltag eingeholt.


Meine Meinung:

Es ist eine kurze Liebesgeschichte zwischen zwei Schweinen, deren Liebe aber sehr groß ist. Die "schweinische" Liebe hat mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie die Menschen.  

Das Hörspiel ist sehr kurzweilig und unterhaltsam. Die Geschichte zwischen Rosalie und Trüffel wird gut erzählt und die Charaktere kann man sich sehr gut vorstellen. Allerdings fand ich die Geschichte auch etwas kitschig und mir haben die Figuren von Frau Dur und Herrn Siebert nicht so gut gefallen. Sie waren mir für dieses kurze Hörspiel zu dominant, denn es sollte doch um Rosalie & Trüffel gehen.

Trotzdem ist es ein schönes Hörspiel mit liebevollen Charakteren.
  
3 von 5 Sternen

Dienstag, 14. Juni 2016

Provenzialische Intrige

"Provenzialische Intrige" 
von 
Sophie Bonnet



erschienen am 24.05.2016
  Random House Audio
ISBN: 9783837135954 
gelesen von Götz Otto
2 mp3-CD = 7 Stunden 16 Minuten

Inhalt:

Der dritte Fall für Pierre Durand

Das Luberon-Tal überzieht ein Blütenmeer, die Destillerien haben Hochbetrieb. Doch inmitten des Idylls wird die Inhaberin einer Kosmetikfirma tot aufgefunden. Unfall? Mord? Die Verfechterin nachhaltiger Produkte hatte Feinde: Die traditionellen Marseiller Seifenfabrikanten und eine Supermarktkette, die ihre Artikel billig plagiierte. Ein Fall für Pierre Durand, der sich gerade für die Position als Commissaire in Cavaillon beworben hat. Seine Ermittlungen führen ihn quer durch Südfrankreich – und in die Tiefen eines Rosenkriegs zwischen der Ermordeten und ihrem Exmann


Meine Meinung:

 Ein Krimi, der diesmal die Schönheiten und Eigenheiten aus Südfrankreich beleuchtet. Pierre Durand hat auch diesmal mich wieder überzeugt. Ruhig, gelassen und alle Möglichkeiten in Betracht ziehend, versucht er den Fall zu lösen. Er hat es nicht so leicht, denn er steht unter Beobachtung und nicht alle sind ihm wohlwollend gesinnt. Den Fall darf er auch nicht allein lösen, sondern muss sich einer anderen Ermittlerin unterordnen. Sie hat jedoch eine ganz andere Herangehensweise als Pierre, so dass es hier immer wieder zu Ärger kommt. Gut, Pierre hält sich auch nicht immer an die Vorgaben, er ermittelt wie es ihm passt und wird wieder unbequem, aber genau diese Reibereien machen die Geschichte etwas interessanter.

Die Ruhe, die Pierre bei den Ermittlungen hat, hat er jedoch nicht im privaten Bereich. Hier ist er nach wie vor recht eifersüchtig, bildet sich zu schnell eine Meinung und verrennt sich dabei ordentlich. Man bekommt das Gefühl, dass er hier manchmal zum Stier wird. Und das er zudem noch in einem kleinen klatschsüchtigen Ort wohnt, macht die ganze Sache nicht leichter. Jedoch sind gerade die Verwirrungen und Missverständnisse zum Schmunzeln, weil sie so offentlich sind und man schon ahnt, wie die Reaktionen sein werden.

Bei dem Fall bleibt die Spannung bis zum Schluss und das Ende überraschte mich auch etwas. Ich hatte einige in Verdacht, aber nicht diese Person. 

Sophie Bonnet und auch Götz Otto, als Sprecher, haben ein tolles Hörbuch geschaffen. Man löst gern mit Pierre die Fälle und noch viel lieber genießt man das Essen und die Landschaft mit ihm.

5 von 5 Sternen

 

Sonntag, 12. Juni 2016

Allmen und die Dahlien

"Allmen und die Dahlien" 
von 
Martin Suter 



erschienen am 25.06.2013
  Diogenes Verlag
ISBN: 9783257243017 
224 Seiten 

Inhalt:

Ein Dahliengemälde von Henri Fantin-Latour, einige Millionen wert, wurde entwendet. Die steinreiche alte Dame, der es gehörte, Dalia Gutbauer, hat ein auffallend emotionales Verhältnis zu diesem Bild. Johann Friedrich von Allmen soll es wiederbeschaffen – um jeden Preis. Fall Nummer drei führt ihn und Carlos in das Labyrinth eines heruntergekommenen Luxushotels. Und damit in die Welt der Reichen und Schönen – umschwirrt von all denen, die auch dazugehören wollen.


 Meine Meinung:


Wer mit Allmen ermittelt, sollte sich etwas schicker anziehen. Es geht meistens in feine und vorallem teuere Hotels. Natürlich nur zu Ermittlungszwecken muss sich Allmen dort einquartieren und ganz nebenbei verprasst er bei gutem Essen und Wein (wird teilweise sehr ausführlich beschrieben) sein Honorar. Aber genau das macht den Charme von Johann Friedrich von Allmen aus. Der Ermittler von Martin Suter ist kein Polizist oder ähnliches, er hat andere Herangehensweisen. Sein Team Carlos de Leon und mittlerweile auch Maria Moreno sind ihm stets zur Hilfe. Allmen hängt noch der guten alten Zeit nach und schafft es nicht immer sich dem Glanz des Geldes zu entziehen.

Die Fälle, die Allmen lösen muss, sind nicht die spektakulärsten und die spannendsten, aber sie sind interessant. Es dreht sich bei ihm meist um Kunstgegenstände, die nicht so ganz legal zu ihren Besitzern gekommen sind. Und damit die Polizei außen vor bleibt, wird Allmen hinzugezogen. Martin Suter schreibt stets mit einer guten Portion Satire/Ironie seine Geschichten und hält den Menschen gern den Spiegel vor das Gesicht.

Es ist eine leichte Krimigeschichte, die von symphatischen Charakteren getragen wird.  


 4 von 5 Sternen

Donnerstag, 9. Juni 2016

Der Kommissar von Barfleur

"Der Kommissar von Barfleur" 
von 
Maria Dries




erschienen am 07.11.2014
Aufbau Verlag
ISBN: 9783746630779 
 320 Seiten



Inhalt:

Barfleur, Normandie. Eigentlich wollte der ehemalige Commissaire Philippe Lagarde sich hier zur Ruhe setzen, am Meer bei den Fischern, zwischen Austerngärten und Steilküsten. Doch ein deutscher Student verschwindet während seines Urlaubs spurlos. Sein letztes Lebenszeichen: eine Postkarte von Barfleur. Als die besorgten Eltern anreisen, beginnt Lagarde zu ermitteln, zusammen mit einem Freund, der noch bei der Polizei arbeitet. Gemeinsam verfolgen sie die Spuren des Vermissten bis auf eine einsame Insel im Atlantik - genannt Mimosenkastell.


Meine Meinung:


Ein Krimi aus der Normandie. Es gibt schon einige Krimis aus fast allen Gebieten von Frankreich. Die Cover ähneln sich sehr und auch der Inhalt hat mich an die anderen Frankreichkrimi erinnert. Obwohl natürlich auch hier ein Mord und andere Straftaten geschehen, ist es kein blutiger Krimi. Er steigert sich auch erst zum Schluss ein wenig. Ansonsten fließt er recht entspannt durch die Seiten und lässt den Leser an der Natur, dem guten Essen und den französischen Eigenheiten teilhaben. Commissaire Lagarde ist ein symphatischer Ex-Ploizist, der in der Gemeinde respektiert und geachtet ist. Er ist ausgestiegen und möchte eiegntlich nur noch das Leben, die Liebe und das Essen genießen. Doch es kommt anders. 

Ich fand die Geschichte ganz nett und gut zu lesen. Allerdings waren mir die Figuren zu glatt. Besonders der Commissaire ist zwar symphatisch, jedoch ohne wirkliche Ecken und Kanten. Die Geschichte läuft zu gut und zu einfach, selbst die entscheidenen Szenen wirken nicht dramatisch. Man weiß, alles wird gut werden. Es ist mir zu klischeehaft und wenig realistisch. Alle haben sich lieb, alle mögen sich und alles wird gut. 

Ein Buch, welches man mal im Sommer, im Urlaub und zwischendurch lesen kann, aber es wird keine (Krimi-)Serie, die ich verfolgen werde. 
Vielleicht bin ich schon zu sehr von den skandinavischen Krimis geprägt ;-).


3 von 5 Sternen

Montag, 6. Juni 2016

Das Schlossgespinst

"Das Schlossgespinst" 
von 
Hans-Henner Hess



  erschienen am 14.01.2016
  DuMont Buchverlag
ISBN: 9783832163488 
 320 Seiten 
 3. Fall
 
 
Inhalt:
 
Nach seinem turbulenten Ausflug in die Welt des Oberhofer Bobsports ist der Fickel froh, wieder in heimischen Gefilden zu weilen. Jetzt kann alles seinen gewohnt ruhigen Gang gehen. Doch zu früh gefreut! Ausgerechnet im Meininger Schloss Elisabethenburg, in dessen Schloss-Stuben der Fickel immer so gemütlich Gänsebrust verzehrt, machen sich kriminelle Energien bemerkbar. Die Partitur eines unbekannten Brahms-Konzertes ist aufgetaucht und entfesselt einen Streit zwischen der Meininger Stadtverwaltung und der Adelsfamilie. Das könnte dem Fickel herzlich egal sein. Doch schon bald gibt es im Schloss einen Toten zu beklagen – und ausgerechnet er soll es als Anwalt mal wieder richten. Notgedrungen macht sich der Fickel daran, den Fall aufzuklären, und wünscht sich schon bald, seine kulturelle Ader niemals entdeckt zu haben.
 
 
Meine Meinung:
 
 
Endlich einmal ein Buch dessen Fußnoten sich lohnen zu lesen. 
Anwalt Fickel ist ein Anwalt, den man als Leser mag, aber nicht unbedingt als Verteidiger haben möchte. So mancher Laie kennt sich da besser mit dem Gesetz aus als Anwalt Fickel. Doch ausgerechnet er wird wieder in einem Fall hineingezogen. Er, der sich doch einfach nur etwas Ruhe sich gönnen möchte und gern einmal nichts tut. Die Umstände verlangen jedoch etwas mehr Einsatz für den Menschen, den Hund und die Musik.

Hans-Henner Hess kann seine Leser bestens mit Fickel und Co. unterhalten. Ein Krimi, der nicht nur gut gestrickt, sondern auch mit viel Humor, Satire und Ironie ausgestattet ist. Wie schon gesagt, die Fußnoten müssen hier beachtet werden und man sollte stets auf das Augenzwinkern des Autoren beim Lesen achten. Nicht immer kommen die Juristen hier gut weg, aber da der Autor selbst ein solcher ist, kann man wohl von aufgehübschten Insiderinformationen ausgehen ;-). 
Eine gute Protion Ostalgie werden ebenso geliefert wie eine kleine Brise klassische Musik. Beides nicht zu verachten und sehr unterhaltsam. Die Geschichte wird nur langsam aufgerollt und bis dahin lernt man jede Menge skurrile Figuren aus der Meininger High Society kennen. Bis zum Schluss kann Hans-Henner Hess die Spannung halten und am Ende den Leser noch überraschen.

Man sollte (nicht wie ich) bei dieser kleinen Krimiserie mit dem ersten Band "Herrentag" starten. So bringt man sich nicht um viele komische Momente und kann auch so manche Nebenbemerkung besser vestehen. Der "Herrentag" liegt bei mir schon bereit und auch der zweite Band wird bald folgen.
 
 
 
 
 5 von 5 Sternen

Samstag, 4. Juni 2016

Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner

"Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner" 
von 
Claudia Boldt



erschienen am 29.02.2016
Prestel Verlag
ISBN 9783791372433 

 Inhalt:

 Der kleine Fuchs ist nicht so wie andere Füchse. Er ist Vegetarier. Hähnchen frisst er nicht, am liebsten mag er Schweizer Käse. Und am allerliebsten will er Detektiv werden. Doch eines Tages ist es so weit: „Ferdinand“, sagt Vater Fuchs, „bald bist du ein großer Fuchs. Es wird Zeit, dass du dein erstes Huhn fängst.“ Das Fangen ist ein Hühnerspiel, aber das Huhn fressen … Und plötzlich ist das Hühnchen auch noch verschwunden und Papa überträgt Ferdinand seinen ersten Fall: das Huhn finden. Der kleine Fuchs macht sich an die Verfolgung und am Ende hat er eine ganz ausgefuchste Lösung für sein Problem.



Meine Meinung:


 Das Kinderbuch ist sehr schön gestaltet. Mich haben vorallem die Illustrationen überzeugt. Farbenfroh, lustig und kindgerecht werden die verschiedenen Tiere dargestellt und man kann auch ohne den Text die Geschichte erahnen und gut nacherzählen. 

Die Geschichte selber hat mich nicht so richtig überzeugt. Sie war mir zu schnell erzählt. Mir hätten mehr kleine Details, Zwischentexte und Nebenschauplätze gefallen. Auch fand ich den Text zu spärlich für die schönen Bilder. Man hat das Buch beendet und dachte "hier fehlt etwas". Mir persönlich fehlte hier etwas mehr Charme und Kreativität. 

Für die Zeichnungen gebe ich 5 Sterne, die Geschichte an sich hat mich nicht ganz so sehr begeistert, deshalb gibt es dafür 3 Sterne. 

4 von 5 Sternen