Donnerstag, 27. August 2015

Klassische Erzählungen für Kinder

"Klassische Erzählungen für Kinder" 
von 
Hermann Bote



erschienen am 19. November 2012
Gekürzte Lesung (9 CD = 9h 23min.)
ISBN 9783867178990
Gelesen von Jens Wawrczeck,  
Jürgen Thormann, Peer Augustinski,  
Karl Michael Vogler

Inhalt:

Von LAUSBUBEN, LÜGENBARONEN und lustigen NARREN

 In dieser Burg verbirgt sich ein ganz besonderer Schatz: 
Beliebte Schauspieler lassen die Figuren, die in keinem Kinderzimmer fehlen sollten, lebendig werden.

In der einzigartigen Verpackung als Ritterburg.

Enthält:
Till Eulenspiegel von Hermann Bote (2 CD)
Baron Münchhausen von Gottfried A. Bürger (2 CD)
Die Schildbürger (2 CD)
Pinocchios Abenteuer von Carlo Collodi (2 CD)
Max und Moritz von Wilhelm Busch (1 CD)


Meine Meinung: 


In dieser schönen Ritterburg sind die ganz alten Geschichten versteckt. Sie sind nicht nur alt, sondern wirken auch so. So manches Kind, welches mit den Disneyfiguren aufgewachsen ist, wird sich umgewöhnen müssen. Aber es lohnt sich. Ich habe die Geschichten um Max und Moritz, Pinocchio und Till Eulenspiegel als Kind gemocht. Man vergisst jedoch so viel. Aber mit dieser Box kann man seine Erinnerungen auffrischen und wieder lebendig werden lassen. Die Erzähler geben sich viel Mühe den Figuren Leben einzuhauchen und so manche Handlung von den Schildbürgern, Till Eulenspiegel, Pinocchios führen nicht zu Kopfschüttlern, sondern auch zu Schmunzlern.
 
Man muss sich etwas Zeit nehmen, um den Geschichten zu folgen, denn in jeder steckt eine kleine "Moral der Geschichte", die man sonst überhören könnte. 

Für ein besseres Verständnis der Figuren und der Autoren hätte ich ein Booklet gut gefunden. Nicht jedes Kind wächst mit den alten Geschichten auf und weiß, wer was ist und warum manchmal die Figuren etwas "sonderbar" reden. 

Insgesamt ist es jedoch eine schöne Box mit vielen tollen Geschichten, die man nicht vergessen sollte.
 
4 von 5 Sternen

Samstag, 22. August 2015

Die Tarzan-Therapie

"Die Tarzan-Therapie" 
von 
Pascale Graff


http://www.digitalpublishers.de/wp-content/uploads/2015/07/dp_Tarzan_gutsch_sabine_200.jpg 


erschienen am 15. August 2015
ISBN: 9783945298138
330 Seiten
eBook
Schau hier!


Inhalt:


Haben wir nicht alle schon einmal den Drucker angefeuert, wenn er wieder endlos Farbpatronen ausrichtet; Unseren Computer angeschnauzt, wenn das Herunterladen schier ewig dauert; Oder die Kaffeemaschine angefleht, doch bitte nicht ausgerechnet zum Frühstück den Betrieb zu verweigern? Also ist die Kommunikation mit unbelebten Gegenständen streng genommen doch gar nicht exorbitant beängstigend oder schädlich. Gut, man sollte nicht verschweigen, dass es in Martins Fall, einen feinen, kleinen Unterschied gibt. Wahrscheinlich haben Ihnen Drucker, Computer oder Kaffemaschinen niemals geantwortet und erst recht keine Ratschläge erteilt, die ihrem Liebesleben auf die Sprünge helfen sollen. Aber alles schön der Reihe nach.

Martin Weber, 35 Jahre, ein echt netter Kerl! Nur leider weder Til Schweigers noch Matthias Schweighöfers Zwillingsbruder. Statt Alpha- Tier eher ein Z-Tierchen, arbeitet der schüchterne, unauffällige Dauersingle im Wortsparmodus als Ingenieur. Aus Bequemlichkeit wohnt er mit seinem Vater in einer stattlichen Frankfurter Villa, die außer ihrer Bestlage noch mit Original-Tapeten aus den 70ern auftrumpfen kann. Seine heimliche Leidenschaft ist Nina – seine Kollegin; und ein heimliches Hobby. Als sein Vater den überraschenden Entschluss fasst, in ein Seniorenwohnheim umzuziehen, zündet Martins spärliche Aktivierungsenergie. Wäre dies nicht der perfekte Zeitpunkt, jetzt alles anders zu machen und die Weichen völlig neu zu stellen? Warum nicht einfach seine angebetete Kollegin Nina fragen, ob sie ihre Vermieterprobleme lösen möchte, indem sie zu ihm in eine Art „Zweck-WG“ zieht?


 Meine Meinung:


Ach, ja.. so eine kleine leichte Sommer-Liebeskarussel-Lektüre für den Liegestuhl kann schon etwas Feines sein. Leider trifft dies nicht bei diesem Buch zu. 
Pascale Graff bemüht sich sehr alle Klischees in die Geschichte zu packen, aber es funktioniert nicht so richtig. Es will kein Funke überspringen, der Witz und der Charme fehlen, die Figuren sind wenig ansprechend. Es gibt (mal wieder) einen "Looser", die Angebetete, die auf Macho- und Karrieremänner steht, natürlich ein kleines Aschenputtel und den Karrieremann. Leider hebt sich keine Figur ab. Sie wirken alle blaß und farblos und werden bereits nach kurzer Zeit langweilig, da ihre Reaktionen und Handlungen fast schon vorhersehbar sind. Man bekommt das Gefühl, die Geschichte schon einmal irgendwo gelesen zu haben. 

Martin ist frustriert über sein Leben, seine nicht erwiderte Liebe und den Job....der Leser nach 100 Seiten auch. Da nützt auch kein Handy, das Gabriella heißt und sprechen kann. Auch die vielen rrrrr in den Wörtern helfen nicht darüber hinweg, dass es eine zähe Geschichte ist. Die Tipps, die Gabriella gibt, sind altbacken und wenig hilfreich, aber gut...es ist auch bloß ein Handy, wer darauf hört....bleibt wohl ewig Single. 

Wenn der Inhalt der Geschichte nicht neu ist, muss sie wenigstens dynamisch und kurz und knackig sein, damit man Spaß beim Lesen hat. Aber leider schafft es die Autorin nicht, die 70er Jahre Tapete runterzureißen und etwas Frisches und Witziges zu präsentieren. Im Gegenteil die Geschichte schleppt sich über die Seiten und am Ende war ich froh, dass es vorbei war. Schade, aber manchmal ist weniger dann doch mehr.

1 von 5 Sternen

Donnerstag, 20. August 2015

Herbstblond

"Herbstblond" 
von 
Thomas Gottschalk




  erschienen am 27. April 2015

Gekürzte Lesung (4 CD = 4h 33min.)

Gelesen von Thomas Gottschalk
Random House Audio
ISBN 9783837130768


Inhalt:

98 Prozent aller Deutschen kennen Thomas Gottschalk. Zwei Generationen sind mit ihm aufgewachsen. Er brachte frischen Wind ins Radio und prägte einen neuen Stil der Fernsehunterhaltung. Als Kinostar und Werbefigur wurde er zum Kult, als Showmaster ist er Legende.

Zum ersten Mal erzählt er jetzt aus seinem Leben: von der Kindheit und Jugend im fränkischen Kulmbach, von seinem Aufstieg zum Medienstar und seinen Begegnungen mit den Großen dieser Welt, von Rückzugsorten und Glücksvorstellungen, von Familie und Freunden, tragischen und glanzvollen Momenten. – So nah wie in diesem Hörbuch ist Thomas Gottschalk uns noch nie gekommen: nachdenklich, selbstironisch, lebensklug und ehrlich!


Meine Meinung: 

  Ich bin nicht mit Thomas Gottschalk groß geworden, auch haben mich seine Sendungen nie vor den Fernseher gezogen oder mein Abendprogramm bestimmt, aber natürlich kennt man ihn. Er war stets präsent, ob im Fernsehen, Werbung oder Radio. Ihm aus den Weg zu gehen, wäre schwer gewesen. Doch, aus meiner Sicht, musste man dies auch nicht.
Ich wollte nun gern wissen, wer ist dieser Herr Gottschalk wirklich? Was hat er schon alles erlebt und gemacht? 

Das Hörbuch bietet dafür einen kleinen Einblick. Einen Einblick in das Leben eines Showmasters, der mit Glück, Klugheit und Humor seinen Weg gegangen ist. Ich fand das Hörbuch schön kurzweilig und unterhaltsam. Es waren einige mir unbekannte Geschichten dabei, die eine neue Seite von ihm zeigten. Seine Erzählweise fand ich auch gut und man folgte ihm gern durch sein Leben. Wie bisher stellt er eher seine Arbeit als sein Privatleben in den Vordergrund und plaudert munter von seiner Radiozeit und wie die Zusammenarbeit mit den Großen im Showbusiness war. Auch von seinen Niederlagen (Late Night) und den (Fernseh-)Freund-/"Feind"schaften machte er keinen Halt und erzählt wie er es empfunden hat. Manchmal war ich erstaunt, wenn aus dem fröhlichen Plauderer ein nachdenklicher Erzähler wurde. Doch auch diese Seite gehört zu Gottschalk und diese machte ihn mir symphatischer. 

Ein Hörbuch, was sich lohnt (auch für Nicht-Fans).
Denn es unterhält mit viel Humor, Ironie und einer gesunden Einstellung zur Arbeit, Familie und vor allem sich selbst.  

5 von 5 Sternen



Sonntag, 16. August 2015

Bei Zugabe Mord!

"Bei Zugabe Mord!" 
von 
Tatjana Kruse




erschienen am 14.07.2015
Haymon Verlag
ISBN 9783852189772
 248 Seiten 
Kauf hier!



Inhalt:

Bei den Salzburger Festspielen wird neuerdings mehr gestorben als gesungen. Nachdem die exzentrische Primadonna Pauline Miller eine morbide Drohbotschaft erhalten hat - vor ihrer Tür liegt eine tote Maus mit der Nachricht "Aus die Maus" -, verstummt während der Proben zu Mozarts "Entführung aus dem Serail" ein Sänger nach dem anderen - für immer.
Die Millerin, eine echte Operndiva, die ihren Beruf schrill und mit Herzblut ausübt, kann das natürlich nicht einfach so akzeptieren. Also wird die Sopranistin zur Schnüfflerin und fühlt verdächtigen Opernfeinden auf den Zahn. Bis sie sich plötzlich selbst in Gefahr sieht, bald ihre letzten Töne geträllert zu haben.


Die Autorin:
 
Tatjana Kruse, geboren 1960, ist eine deutsche Krimiautorin und Übersetzerin. Sie studierte Geschichte und begann 1996 mit dem Schreiben, erst Kurzkrimis, dann Kriminalromane. Für ihre Krimis wurde sie bereits mit dem „Marlowe“ der Raymond-Chandler-Gesellschaft ausgezeichnet und mehrmals für den Agatha-Christie-Preis nominiert. Sie ist Mitglied im "Syndikat" und tritt regelmäßig bei großen Krimi-Events auf. Tatjana Kruse lebt und arbeitet in Schwäbisch Hall. (Quelle: BloggdeinBuch)


 Meine Meinung:

 Ich kannte Tatjana Kruses "Wuchtbrummen"-Geschichten und freute mich schon auf ihre resolute Operndiva. Wer Tatjana Kruse kennt, weiß, dass sie einen schönen schwarzen Humor hat und mit den vielen wunderbaren Vorurteilen und Klischees des Alltags spielt. Auch in diesem Buch hat sie aus den Vollen geschöpft und mich dabei gut unterhalten. Sie lässt nichts aus und bringt damit den Leser zum Schmunzeln und macht aus einer Geschichte mit recht vielen Leichen einen sehr unterhaltsamen und schwarzen Krimi.

Die Opernsängerin, falsch: die Operndiva Pauline Miller (schon der Name macht Spaß) ist gut gebaut, talentiert und gerade in einer Trennungsphase. Ihre Agentin Bröcki ist klein, langfertig und direkt (hat mich etwas an die Alberich vom Tatort erinnert) und schafft für Pauly die Aufträge heran. Sie ist der ruhende Pol und der klare Geist bei diesem Zweiergespann. Dann gibt es noch Yves und Ramades. Ramades, der wohl eigenartigste Hund in einer Krimigeschichte, hat eine ganz besondere Rolle und nach der Lektüre wissen die Katzenbesitzer, warum sie doch Katzen lieber mögen ;-).

Die Geschichte ist leicht, locker und witzig. Es wird flott hintereinander gemordet und lange tappt man mit der Diva im Dunkeln. Aber Angst kennt sie nicht und somit muss sich auch der Leser nicht fürchten. Man lernt etwas von der Oper und von den vielen Klischees aus der Opernwelt. Die Hauptfiguren sind allesamt symphatisch und speziell. Jedoch lässt man sich gern von ihnen mitnehmen, wenn sie in die Bar gehen, um zu verarbeiten, was gerade geschehen ist (meistens ein Mord) - bei einer Saftschorle und einem Bier. 

Tatjana Kruse hat einen schönen bissigen Krimi geschrieben. Die Morde sind nicht ohne, die Ermittlungen nebensächlich, die Diva im Mittelpunkt und das Ergebnis dann doch überraschend. Da freut man sich auf das nächste Engagement, welches Bröcki gerade verhandelt.

Also, dann doch ZUGABE, Frau Miller!



Vielen Dank an BloggdeinBuch für das Rezensionsexemplar.

Freitag, 14. August 2015

Gärtnern mit quadratischen Beeten

"Gärtnern mit quadratischen Beeten"
 von 
Hubert Fontaine
  
Leicht anzulegen und einfach zu pflegen
 
 
 
 
erschienen am 09. April 2012
Bassermann Verlag
110 Seiten
 ISBN 9783809429623


Inhalt:

Quadratische Beete haben viele Vorteile: Man kann eine beliebige Anzahl davon anlegen, abhängig von der Größe Ihres Gartens und der Zeit, die zur Verfügung steht. Sie sind einfach zu bearbeiten und zu pflegen und anbauen lassen sich die verschiedensten Gemüsesorten. In diesem Buch werden 12 unterschiedliche Beete vorgestellt, teils mit mehreren Fruchtfolgen pro Jahr.



Meine Meinung:

Ein rundum gelungenes Buch über Hochbeete und vor allem über die Fruchtfolgen, die dem kleinen Gärtner eine gute Ernte bringen. 

Ich habe schon seit mehreren Jahren Hochbeete im Garten und bin begeistert von ihnen. Kein Bücken und Hacken mehr, das bisschen Unkraut geht bequem im Stehen zu zupfen und hat schon fast einen entspannenden Charakter ;-). Auch mit den bisherigen Ergebnissen war ich zufrieden. Nach der Lektüre dieses Buches weiß ich: Da geht mehr. Die vielen Pflanzvarianten haben mich begeistert. Vor allem das Kräuterhochbeet mit den vielen leckeren Küchenkräutern hat mir gefallen. 





Auch wusste ich nur wenig über die Kraft der Pflanzen sich gegenseitig die Schädlinge vom Blatt zu halten. Hier ist also eine stress- und chemiefreie Pflanzung möglich. Die Aufteilung in die verschiedenen Fruchtfolgen fand ich gut und vor allem einfach und logisch aufgebaut. Hubert Fontaine stellt u.a. das Erdbeer-, Tomaten-, Melonen- und Artischocken- und Salatquadrat vor.


Die Beschreibungen waren ausreichend (wenn man schon etwas Gärtnererfahrung hat) und auch die Bilder sind  gelungen. Die „Draufsicht“, wie ein Beet von oben aussieht, ist hilfreich. Die Aufteilung in kleine Quadrate fand ich interessant und diese Variante werde ich auf jeden Fall probieren. Ich war erstaunt, wie viel ich auf ein solches Quadrat pflanzen kann. Bisher habe ich recht große Abstände gelassen und somit natürlich auch weniger Ertrag gehabt. Auch die Reihenfolge hatte ich bisher wenig im Auge gehabt. Nun wird mir bei manchen Pflanzen klar, warum sie nur wenig oder gar nicht wachsen wollten. 





Insgesamt ein interessantes Buch mit vielen Bildern zur Anschauung. Es lädt förmlich ein, ein Hochbeet zu zimmern oder zu kaufen und den grünen Daumen zu aktivieren. Wer schon auf kleinsten Raum Erfolge erzielen kann, wird Spaß am Gärtnern bekommen. 

Das Buch zeigt, man braucht nicht viel für etwas Gemüse oder Obst auf dem Balkon, der Terrasse oder im Minigarten. Ich konnte mir viele neue Anregungen holen und werde auch so manchen Rat beherzigen und hoffe dadurch, das ein oder andere Gemüse mehr ernten zu können.


 

5 von 5 Sternen

Mittwoch, 12. August 2015

Tafiti und das Riesenbaby

"Tafiti und das Riesenbaby" 
von 
Julia Boehme




Band 3
 
 
erschienen am 10. März 2014
Ungekürzte Lesung
Gelesen von Christoph Maria Herbst
1 CD = 42 Minuten
ab 4 Jahre
 
 
Inhalt:
 
Die Erdmännchen halten nicht besonders viel von den Elefanten: „Vielfraße, Trampel, Savannenwalzen!“, schimpft Tafitis Omama, als das Kürbisfeld wieder einmal verwüstet wurde. Doch diesmal haben die Dickhäuter versehentlich auch etwas zurückgelassen: ein Elefantenbaby. Tafiti und sein Pinselohrschwein-Freund haben alle Pfoten bzw. Klauen voll zu tun, das Riesenbaby zu seiner Herde zurückzubringen. 
 
 
Meine Meinung:
 
 
So eine Elefantenherde kann der Omama schon viel Ärger bereiten. Alles fressen sie weg und was sie nicht fressen, das treten sie platt. Und das Beben, was sie erzeugen, macht den kleinen Erdmännchen auch keinen Spaß. Tafiti und sein bester Freund das Pinselohrschwein waren gerade dabei einen sehr leckeren Kürbis für den Kuchen von Omama zu besorgen, als sie überrascht wurden.

Doch die Elefanten haben nicht nur den Kürbis gefressen und den Garten zerstört, sondern auch ein Elefantenbaby verloren. Jetzt müssen die zwei Freunde das Baby wieder zur Herde bringen. Dabei treffen sie auf andere Bewohner wie den Löwen und den Geier und vor allem auf die herrlich kurzsichtige Giraffe.

Christoph Maria Herbst gibt wieder jedem einzelnen Tier eine ganz eigene Stimme und schafft, es die Charaktere wunderbar zu vermitteln. Die Figuren zeigen ganz einfach und leicht, was wichtig ist (Freunde, Helfen, Freude an Kleinigkeiten) im Leben. Durch die einfache Sprache, die lustigen Aktionen und den symphatischen Charakteren werden die Kinder direkt angesprochen. Der Witz kommt hier nicht zu kurz, aber auch kurze traurige Momente können tapfer überstanden werden.

Ein Hörspaß nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, die sich gern einmal in eine lustige und sympathische Fantasiewelt begeben wollen. 42 Minuten, um dem Alltag zu entfliehen und mit einem Lächeln neu zu starten.
 
 
5 von 5 Sternen 

Montag, 10. August 2015

Totenfrau

"Totenfrau" 
von 
Bernhard Aichner




Thriller
erschienen am 10. März 2014
Der HörVerlag
ISBN 9783844514155
 1 mp3-CD = 8h 28min.
Ungekürzte Lesung
Gelesen von Christian Berkel


Inhalt:

Blum ist Bestatterin. Sie ist liebevolle Mutter zweier Kinder, sie besticht durch ihr großes Herz, ihren schwarzen Humor und ihre Coolness. Blum fährt Motorrad, sie trinkt gerne und ist glücklich verheiratet. Blums Leben ist gut. Doch plötzlich gerät dieses Leben durch den Unfalltod ihres Mannes, eines Polizisten, aus den Fugen. Vor ihren Augen wird Mark überfahren. Fahrerflucht. Alles bricht auseinander. Blum trauert, will sich aber mit ihrem Schicksal nicht abfinden. Durch Zufall findet sie heraus, dass mehr hinter dem Unfall ihres Mannes steckt ... Blum sucht Rache. Was ist passiert? Warum musste Mark sterben? Als sie die Antworten gefunden hat, schlägt sie zu. Erbarmungslos.


 Meine Meinung:


 Mich hatte bei diesem Hörbuch die Geschichte interessiert. Eine Frau, die ihren ermordeten Mann rächt. Bei den bisherigen Krimis/Thriller waren es doch eher die Männer, die sich rächten. Die neue Konstellation fand ich spannend. Auch kannte ich den Sprecher Christian Berkel aus verschiedenen Filmen und Serien. Von Bernhard Aichner selbst hatte ich noch nichts gelesen oder gehört. Die bisherigen Rezensionen der vielen anderen Leser ließen mich jedoch auf ihn aufmerksam werden.

Die Geschichte startete überraschend und spannend zugleich und machte mich neugierig auf den Rest. Die Spannung wurde jedoch je länger die Geschichte lief immer weniger. Die Wiederholungen fand ich anstrengend und wenig interessant. Für mich verlor sich Blum zu sehr in ihren Gedanken, die sich dann in den Taten wiederholten, so dass man das Gefühl hatte alles doppelt zu hören. 

Auch die Stimme von Christian Berkel war mir zu monoton und wenig ansprechend, was mich selbst auch überraschte. Vielleicht war es so gewollt, um eine andere Form der Spannung zu erzielen, was mich jedoch leider nicht erreicht hat. Die Figuren waren jedoch gut beschrieben und auch interessant, da sie viele Geheimnisse in sich bargen und so manche Wende in dieser Geschichte schaffte es, mich dann doch noch für den Thriller bis zum Ende zu interessieren. 
Das Ende wiederum war auch etwas anders als erwartet, aber leider reichte es trotzdem nicht, mich so richtig für dieses Hörbuch zu begeistern.

3 von 5 Sternen

Freitag, 7. August 2015

Hummer zum Dinner

"Hummer zum Dinner" 
von 
Helen Fielding





erschienen am 01.07.2000
Goldmann Verlag
ISBN: 9783442446872
 413 Seiten



Inhalt:

Rosie Richardsons Affäre mit dem Fernsehmoderator Oliver Marchant ist nur von kurzer Dauer, denn Oliver kennt in Wahrheit nur eine Leidenschaft: sein eigenes Ego. Rosie zieht sich aus der Welt der High Society zurück, um ein Flüchtlingscamp in Afrika zu leiten. Als eine Heuschreckenplage die Region bedroht, greift Rosie zu verzweifelten Mitteln - sie wendet sich an die Medien. Leider folgen nicht nur einige wohlmeinende Prominente ihrem Hilferuf, auch Oliver höchstpersönlich kommt angereist. Peinlichkeiten und Pannen nehmen unaufhaltsam ihren Lauf.


 Meine Meinung:

Ich hatte das Buch ewig auf meinem SUB liegen und nun endlich ist es gelesen. Zuerst musste ich feststellen, dass weder der Titel noch das Coverbild zum Text passen. Auch der Covertext suggeriert eine andere  Geschichte. Anfangs stimmt es noch überein, jedoch wird die Geschichte zur Mitte zu immer trauriger, düsterer und beklemmender. Satire gibt es reichlich, manchmal ist es schon Zynismus und doch passt es zum Geschehen. 

Es ist bedrückend, traurig und das Schlimmste, man weiß, dies gibt es wirklich. Die Hungersnöte, die Menschen auf der Flucht, das Sterben, die Insektenplage und die überforderten Hilfsorganisationen. 
Es hat wenig mit Helen Fieldings Vorgängerbüchern (Bridget Jones) zu tun. Vielleicht steckt etwas Bridget in Rosie, jedoch nur anfangs und schon bald wächst die Figur der guten alten Bridget über den Kopf, denn diese darf sich weiterentwickeln und auch Kritik üben.

Das Buch hat mich mit einem beklemmenden Gefühl zurückgelassen. Man muss manchmal die etwas längeren Phasen der Zähheit überwinden, um dann wieder auf recht gute Passagen zu stoßen. Helen Fielding schafft es leider nicht durchgehend eine gute Spannung und den Humor zu halten, aber die Geschichte und der Gedanke dahinter sind gut. 

 



3 von 5 Sternen