Montag, 27. Juli 2015

Der italienische Geliebte

"Der italienische Geliebte" 
von 
Judith Lennox

 



 erschienen am 09.07.2012

  Der Hörverlag
ISBN: 9783867176460
 
6 CD = 7h 10min.




Inhalt:
 

Italien in den frühen 1930ern: In der Villa Millefiore bei Fiesole erleben die englischen Schwestern Tessa und Freddie Nicolson eine ungetrübte Jugend. Als die 17-jährige Tessa sich zum ersten Mal verliebt, werden die Mädchen nach England ins Internat geschickt. Jahre vergehen, in denen die beiden Frauen ihren Weg machen: Als Italien sich im Zweiten Weltkrieg Deutschland anschließt, wird Tessas lang erträumte Rückkehr zu einem gefährlichen Unterfangen. Und auch Freddie begräbt ihre Sehnsüchte viel zu lange.

Juliane Köhler erzählt mit viel Gefühl diese packende Geschichte von Liebe, Angst und Hoffnung in den Wirren des Zweiten Weltkriegs.



Meine Meinung:




Ich glaube von Judith Lennox werde ich kein Fan mehr. Ich hatte gehofft, dass "Der italienische Geliebte" etwas spannender, packender und interessanter wird als "Alle meine Schwestern". Doch leider hat sich auch diese Geschichte gezogen und wenig Spaß beim Zuhören gebracht. Die Schwestern Tessa und Freddie sind farblos und wenig anziehend. Ihre Geschichten plätschern so dahin, so dass man bereits nach der dritten CD nur noch wenig Interesse mehr hat zu wissen, wie es in ihrem Leben weitergeht. Mich störten die langatmigen Ausführungen und die zu detaillierten Beschreibungen von Nebensächlichkeiten. Die eigentliche Geschichte blieb in den ganzen Details stecken und zog sich unnötig in die Länge. Die Charaktere sind wenig spannend. Die blaßen Figuren haben mich sehr an "Alle meine Schwestern" erinnert und somit gab es leider kaum etwas Neues zu entdecken. Die Zeit, in der die Geschichte spielt, ist eigentlich eine gute Grundlage für eine fesselnde Geschichte, doch leider schöpft Judith Lennox dies nicht aus.

Die Sprecherin Juliane Köhler konnte es leider nicht retten. Obwohl ich sie gern als Schauspielerin sehe, fand ich ihre Stimme über diesen langen Zeitraum eher langweilig. 

Für mich war es wohl das letzte Hörbuch von Judith Lennox. Vielleicht bin ich die falsche Zuhörerin für ihre Geschichten. Schade.

2 von 5 Sternen.

Montag, 20. Juli 2015

Kuschelflosse - Das unheimlich geheime Zauber-Riff

 "Kuschelflosse" 
von 
Nina Müller





erschienen am 20.07.2015
  cbj audio Verlag
ISBN: 9783837131406 
 2 CD = 1h 24min.
Abenteuer gibt es hier!



 Inhalt:

Das unheimlich geheime Zauber-Riff

Willkommen in Fischhausen! Hier leben Kuschelflosse, das Seebrillchen Sebi, Herr Kofferfisch und die Schwimmerdbeere Emmi. Eines Tages hört Kuschelflosse im Unterwasser-Radio von einem geheimnisvollen Riff. Dort soll eine uralte Zauber-Schildkröte wohnen, die Wünsche erfüllen kann. Zusammen mit seinen Freunden macht sich Kuschelflosse auf die abenteuerliche Reise zum Zauber-Riff.
Meine Meinung: 

Wer die Büroluft nicht mehr riechen, den Chef nicht mehr hören kann und dem Alltag endlich mal entfliehen will, kann verreisen oder sich ein Fischglas über den Kopf stülpen und mit  „Kuschelflosse“ in die bunte unheimlich geheime Unterwasserwelt abtauchen. 

Ja, natürlich ist es ein Hörspiel  ab 4 Jahre, aber es ist so witzig und liebevoll gemacht, dass auch ein Erwachsener sich entspannen kann. Ralf Schmitz schafft es in seiner gewohnt humorvollen Art den Figuren Leben einzuhauchen. 

Da ist Sebi, das Seepferdchen, welches gern liest und natürlich eine kleine Brille trägt. Und Emmi, die Schwimmerdbeere, die rosa und pink total schön findet und für ihr Leben gern Mangolutscher isst. Und der Herr Kofferfisch, der sich von so gar nichts trennen mag. Natürlich nimmt man eine Badewanne mit auf Reisen und passend dazu eine Badeblubberkugel und vieles mehr. Und dann ist da noch Kuschelflosse, der sich so gern an jemanden schmust und kuschelt, hauptsache es ist schön weich und flauschig.  Dier vier Freunde wollen sich nun auf die Reise zum unheimlich geheimen Zauber-Riff machen. Dabei geraten sie immer wieder in brenzlige Situationen, die sie aber gemeinsam meistern. 

Die Nebengeräusche und die Musik passen wunderbar zur Geschichte und tragen den Zuhörer durch die Unterwasserwelt. Die Dialoge sind witzig und frech und doch sehr kindgerecht.  Man erkennt in den Figuren, die verschiedenen menschlichen Charaktere und erfährt, was das Wichtigste auf der Welt und unter Wasser ist. 

Ich hoffe, dass Kuschelflosse ein weiteres Abenteuer erleben darf, denn die Unterwasserreise mit den Freunden ist eine fantastische Auszeit für Kinder und Erwachsene.
 
5 von 5 Sternen

Dienstag, 14. Juli 2015

Lauras letzte Party

"Lauras letzte Party" 
von 
J.K. Johansson




erschienen am 06.07.2015 Suhrkamp Verlag
ISBN 9783518740538
267 Seiten 
 
 
Inhalt:
 
 Mia Pohjavirta musste ihren Polizei-Job für Ermittlung in sozialen Netzwerken wegen ihrer Internet-Sucht an den Nagel hängen. Als Sonderpädagogin ist sie jetzt an ihre alte Schule und damit in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Es soll endlich Ruhe in ihr Leben einkehren. Aber am ersten Schultag nach den Ferien macht es schnell die Runde: die 16jährige Schülerin Laura Anderson ist verschwunden. Ihre Eltern richten in ihrer Verzweiflung auf der Suche nach ihrer Tochter eine Facebook Seite ein und lösen damit einen wahren Shitstorm aus. Von Satanskult, Drogen und Sadomaso-Spielen ist die Rede, jemand will Laura in Amsterdam gesichtet haben. Jeder hat seine eigene Theorie, wo Laura steckt, aber am meisten scheint Mias Bruder Niklas zu wissen, der als Psychologe an der Schule arbeitet. Der Sommer, der für Mia so strahlend und hoffnungsvoll begann, wird zum düsteren Albtraum. 
 
 
Meine Meinung:
 
Lauras letzte Party ist der erste Band einer Miniserie rund um Miia Pohjavirta. Miia ist vom Polizeidienst in den Schuldienst als Sonderpädagogin gewechselt. Sie hat die Aufgabe die schwierigsten Schüler zu betreuen und mit ihnen an ihrem Verhalten zu arbeiten. Miia ist dafür in ihre Heimatstadt und sogar an ihre alte Schule zurückgekehrt. Sogar ihr Bruder Nikke arbeitet dort als Schulpsychologe. Gerade als das neue Schuljahr beginnt, verschwindet Laura, eine gute Schülerin mit Talent beim Klavierspielen. Im Laufe der Suche und der Ermittlungen muss das Umfeld feststellen, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Warum ist sie verschwunden? Was ist passiert? Für Miia und ihren Bruder Nikke ist das Verschwinden und die Suche fast eine Rückkehr in ihre Jugendzeit und alte Wunden werden wieder aufgerissen. Besonders als Nikke in Verdacht gerät, wird es für Miia ein Wettlauf gegen die Zeit.

Das Buch ist für einen Krimi nicht sehr dick, aber die Autoren haben alles, was einen Krimi ausmacht, hineingepackt. Die Geschichte kommt ohne Blut, Schießerei oder ähnlichen aus. Die Figuren sind ihm gut gelungen. Miia, Nikke, ihre Freundinnen und auch der alte Korhonen werden so gut beschrieben, dass man sich gut in die Figuren hineinversetzen kann. Noch spielen die Freundinnen nur eine Nebenrolle, jedoch ahnt man schon, dass noch etwas kommen muss. Die Figuren fand ich teilweise herrlich skurril wie z.B. Aikkus Vorgehensweise den geeigneten Mann für ihr Kind zu finden.

Die Mischung aus Krimi, Freundinnenklatsch, Polizeiarbeit und Teenagerproblemen schafft eine interessante Geschichte. Jedoch wird diese nicht direkt zu Ende erzählt, denn die Bände zwei und drei stehen schon in den Startlöchern. Die Verweise auf die nachfolgenden Geschichten wurden schon geschickt in die Laura-Geschichte mit eingeflochten und machen neugierig auf den zweiten Band.
 
 3 von 5 Sternen 
 
 
 

Samstag, 11. Juli 2015

Vogelfrei

"Vogelfrei" 
von 
Felicitas Gruber




Inhalt:


Der Herbst hält Einzug in München und bringt mit kräftigen Böen gleich drei Leichen auf Dr. Sofie Rosenhuths Seziertisch: Einen Selbstmörder, dessen Witwe erstaunlich wenig Trauer zeigt, eine Frau, in deren Brustkorb eine Glasfeile steckt, und einen Priester, der vom Turm der Mariahilfkirche in den Tod gestürzt ist. Die Rechtsmedizinerin glaubt, eine Verbindung zwischen den Fällen zu erkennen, doch ihr Ex, Hauptkommissar Joe, schaltet viel zu lang auf stur und ermittelt in eine ganz andere Richtung. Und da Joe sein Madl immer noch liebt, aber leider nur selten auf Sofie hört, muss sie am Schluss Kopf und Kragen riskieren, damit bei der Polizei was vorwärtsgeht.


Meine Meinung:


Die kalte Sofie hat gerade erst alles aufgeräumt (außer ihr Gefühlschaos), da wird schon wieder a Leich geliefert. Die Geschichte scheint eindeutig und dann doch wieder nicht. Sofie ist doch dafür gar nicht zuständig. Soll doch der Joe sich damit rumärgern. Es gibt schließlich noch anderes als nur die Arbeit. Den Journalisten zum Beispiel. Sehr charmant, aufmerksam, zurückhaltend und kultiviert und so guttuend für die Seele – findet Sofie. Und die Falk? Die ist jetzt auch anders. Irgendwie nicht mehr wiederzuerkennen. Was ist nur passiert? 

Sofie tappt sowohl bei der Leiche als auch beim Gefühlskarussell im Dunkeln und hat dazu noch einen Mops zu versorgen. Es werden wieder ein paar Tote geliefert, etwas Gefühlschaos und jede Menge bayrischer Dialekt. Beim zweiten Fall fällt einem der Dialekt schon leichter und auch die manchmal etwas kauzigen Figuren sind einem schon mehr vertraut und fast schon hat man sie lieb gewonnen. Die Wechselspiele sind nichts Neues und kennt man auch aus den bekannten Liebesromanen und –filmen, aber trotzdem kann man sich gut unterhalten lassen. 

Auch der zweite Fall ist keine komplizierte oder düstere Geschichte, dafür mit bayrischen Humor, Liebeschaos und einen Mops.  

4 von 5 Sternen

Donnerstag, 9. Juli 2015

Die schönsten Hörspielklassiker für Kinder

"Die schönsten Hörspielklassiker für Kinder" 
von 
Lyman Frank Baum



 
erschienen am 07.11.2011
Der Hörverlag
ISBN 9783867178228
  
8 CD = 428 min.




Der Zauberer von Oz 
Der kleine Lord 
Alice im Wunderland 
Der Wind in den Weiden 
Das Gespenst von Canterville

Nur hereinspaziert, hier sind sie alle zu Hause: Im Speisezimmer trinkt Alice Tee mit dem verrückten Hutmacher, im Thronsaal residiert der Zauberer von Oz und über die Schlosstreppe stürmt der kleine Lord. Maulwurf, Wasserratte und Kröterich haben sich für den Winter schon mal einen Bau gegraben. Und auf dem Dachboden spukt jede Nacht das Gespenst von Canterville! Diese aufwändigen Hörspielinszenierungen laden ein zu einem aufregenden Rundgang durch das Zauberreich der Fantasie.


Meine Meinung:



Mit Alice durch das Wunderland hüpfen,  dem rennenden Hasen ausweichen, dabei immer schauen, dass man durch die Türen passt und nicht so viel von den Pilzen nascht. Das könnte natürlich dem kleinen Lord nicht passieren, denn er muss sich mit seinem Großvater auseinandersetzen, dem alten Gram. Dafür haben die Kinder des amerikanischen Botschafters ein Gespenst im Haus. Es lässt die Ketten rasseln und Blutflecke wieder auftauchen. Doch auch ein Gespenst kann traurig sein. Traurig ist der kleine Maulwurf seit er am Uferrand lebt nicht. Er lebt bei der Wasserratte und dem Dachs und findet Spaß am Paddeln und erlebt einiges mit dem Angeber Quarks, dem autofahrenden Kröterich. Von der Weide geht’s direkt in das magische Land Oz. Mit der Vogelscheuche, dem Blechmann und dem feigen Löwen muss man sich durch eine phantastische Welt voll Magie und Fantasie kämpfen, um den Weg zurück zur Farm zu finden.


Die Hörspielbox macht einfach nur Spaß. Die Geschichten sind sehr schön aufbereitet wurden. Die vielen kleinen (geräuschvollen) Details lassen die Geschichten noch lebendiger erscheinen. Die Zeit vergeht wie im Flug und man kann sich für knapp eine Stunde in die Kindheit versetzen lassen. Die Geschichten sind in kleine Tracks eingeteilt, so dass man Pausen einlegen und dann direkt wieder starten kann. 
Leider gibt es kein Booklet zu den Geschichten, um einen kleinen Überblick über die jeweiligen Figuren zu bekommen. 

Trotzdem eine zauberhafte Box für die ganze Familie zum Träumen und Abtauchen.

5 von 5 Sternen

Dienstag, 7. Juli 2015

Die kalte Sofie


 "Die kalte Sofie" 
von 
Felicitas Gruber




Inhalt:

Als die Rechtsmedizinerin Dr. med. Sofie Rosenhuth von Berlin nach München-Giesing zurückkehrt, ist sie gottfroh, wieder dahoam zu sein. Nur dumm, dass sie nun eng mit ihrem Exmann Joe von der Münchner Mordkommission zusammenarbeiten muss. Zu eng vielleicht, aber die Fälle sind knifflig: eine seltsame Vergiftungsserie durch Liquid Ecstasy, eine völlig verkohlte Leiche, der Sofie nur noch auf den Zahn fühlen kann – und die Viecherei mit einem toten Hund, der Sofie schließlich zum Mörder führt.



Meine Meinung:
  

Ja mei, ein Bayernkrimi mit einer scho recht feschen Rechtsmedizinerin, die das Schnüffeln nicht lassen kann. Dr. med. Sofie Rosenhuth kommt zurück. Raus aus Berlin rein ins tiefste Bayern zu der Tante Vroni auf den Hof. Endlich daheim und schon gibt’s eine Leiche. 

Eigentlich freut sie sich auf die Heimat, wenn da nicht ihr Ex Joe wäre. Jetzt sind sie zwar geschieden, aber diese haselnussbraunen Augen sorgen bei Sofie immer wieder für Verwirrung. Diesmal hat sie sich jedoch vorgenommen, nicht schwach zu werden. Sie hat sich getrennt und dabei bleibt’s. 

Kaum ist Sofie angekommen schon weht ihr ein kalter Wind ins Gesicht und ein Toter ist auch schnell gefunden. Frau Dr. Elke Falk, ihre Vorgesetzte, tritt gegenüber Sofie recht frostig auf. Sorgt aber mit ihrer Art für einen schönen Humor in der Geschichte. Generell sind die Figuren recht gut gelungen. Sie sind nicht sehr komplex, auch nicht düster oder gar geheimnisvoll, aber sie sprechen den Leser an. Die meisten Figuren sind sympathisch und jeder hat seinen ganz eigenen bayrischen Humor. Auch die Story ist nicht sehr verzwickt oder extrem spannend, aber bei diesem Buch zählen aus meiner Sicht eher die Geschichten rund um die Rechtsmedizinerin als die Morde an sich. Wer des bayrischen Dialektes nicht mächtig ist, wird es anfangs nicht leicht haben, aber man gewöhnt sich an „mei“, „scho“ usw. Die bayrischen Traditionen werden groß geschrieben und so lernt man als Nichtbayer noch etwas über die Gepflogenheiten des Freistaates. 

Insgesamt ein humorvoller Regionalkrimi, der gut unterhält, sympathische Charaktere hat und dem Leser die bayrische Mundart näher bringt.

3 von 5 Sternen

Mittwoch, 1. Juli 2015

Der Jäger

"Der Jäger" 
von 
Andreas Franz





aktuelle Ausgabe erschienen am 01.03.2012
audio media verlag
ISBN: 9783868047073
 
6 CD = 478 Minuten
gelesen von Julia Fischer



Inhalt:


Julia Durant steht vor einem Rätsel. Innerhalb weniger Tage werden mehrere Frauen ermordet. Besonderes Merkmal: Bei jedem Opfer findet sich eine goldene Nadel. Als Julia Durants Kollege Hellmer plötzlich bemerkt, dass alle Frauen im Sternzeichen Skorpion geboren wurden, beginnt einer der unheimlichsten Fälle, den die Frankfurter Mordkommission je zu bearbeiten hatte.


Meine Meinung:


Ein Serienmörder wird im vierten Fall Julia Durant beschäftigen. Dieser Serienmörder ist gut, sehr gut. Er hinterlässt keine Spuren, ist reinlich und exakt. Stets hinterlässt er eine Nachricht, die jedoch von den Ermittelnden lange nicht erkannt wird. Julia Durant rennt anfangs nur hinterher und kann das Töten nicht stoppen. Als dann nicht nur Frauen ermordet werden, wird es eng für die Polizei. Welches Motiv steckt dahinter? Kann ein Profiler helfen? Es wird langsam ein Wettlauf mit der Zeit.
Und wieder werden Fassaden zum Einsturz gebracht und scheinbar „heile“ Familien zeigen ihr wahres Gesicht. Und mittendrin ist ein Opfer, welches die Fäden in der Hand hat. Die Verbindung zu den einzelnen Männern und deren Familien. Doch wer sind die anderen Frauen? Sie könnten nicht unterschiedlicher sein und doch sind sie alle auf die gleiche Weise ermordet worden. 
Julia Fischer zuzuhören, macht Spaß. Ihrer Stimme folgt man gern und hat diese selbst nach gut 480 Minuten nicht über. Die Spannung bleibt bis fast zum Schluss. Durch kleine Wendungen und einen „Zwischenmord“ verschieben sich die Verdächtigungen noch einmal. Andreas Franz hat einen spannenden, teilweise traurigen (von den Charakteren) und interessanten Krimi geschrieben. Ich hätte mir allerdings etwas mehr Entwicklung für die Figur Julia Durant gewünscht. Im jetzigen Fall fand ich stagnierte sie und wirkte dadurch nicht mehr ganz so interessant. Ich bin aber gespannt, ob sie sich in den nächsten Fällen weiterentwickeln wird. 




4 von 5 Sternen