Mittwoch, 25. Februar 2015

Kleine Cowboys ganz groß

"Kleine Cowboys ganz groß" 
von 
BossHoss



erschienen am 12.02.2015
  Baumhaus Medien
ISBN 9783833903359
 36 Seiten
Inhalt:
Boss und Hoss wissen ganz genau, was sie einmal werden wollen, wenn sie groß sind: Cowboys natürlich! Doch auf einem Pferd zu reiten oder das Lasso zu schwingen ist gar nicht so einfach. Aber sind nicht genau das die Dinge, die man können muss, um ein wahrer Cowboy zu sein? Als Boss und Hoss kurz davor sind, ihren Traum zu begraben, gibt ihnen ein alter, weiser Cowboy einen Rat: Wahre Cowboys müssen mit Herzblut bei der Sache sein. Wer im Herzen ein Cowboy ist, der erreicht sein Ziel, egal wie staubig und steinig die Straße ist und welchen Umweg man gehen muss. Schnell ist klar: Bei Boss und Hoss ist dieser Umweg die Musik.



Meine Meinung:
 BossHoss in Comicform zaubert auch den Erwachsenen ein Schmunzeln in das Gesicht. Die Geschichte ist sehr einfach und ohne Überraschungen, da ja auch schon auf dem Covertext viel verraten wird. Die Geschichte ist für Kinder leicht verständlich und schön groß geschrieben und die Bilder sprechen für sich. Der Illustrator hat hier witzige Figuren geschaffen und selbst die "bösen" Cowboys sind nicht zum Fürchten. In den zwei Hauptfiguren kann man die beiden Sänger der Band wiedererkennen und wenn man sich die Tattoos von Boss anschaut, muss man lachen. Wunderschönes Schaukelpferd ;-).




Ich fand, dass die kleinen Randfiguren wunderbar zur Geschichte passten und das Buch noch lustigster machen. Es lohnt sich hier auf jeden Fall die Bilder genau anzuschauen und die vielen kleinen Details zu entdecken.
 Insgesamt ein witziges und unterhaltsames Buch für Kinder und Erwachsene. Nicht nur für die BossHoss-Fans.



5 von 5 Sternen

Montag, 23. Februar 2015

Die Nacht des Zorns

"Die Nacht des Zorns" 
von 
Fred Vargas





 
erschienen am 01.03.2012
Lübbe Audio
6 CD = 439 Minuten
ISBN 978 3 7857 4700 1


Inhalt:

Ein jahrhundertealter Mythos führt Kommissar Adamsberg in die dunklen Wälder der Normandie. Ein Heer aus Schattengestalten soll dort wüten und ungesühnte Verbrechen strafen. Lina, eine junge Frau aus der Normandie, hat es jüngst in der Nacht über den Waldweg reiten sehen. Und nicht nur das: Die Reiter hatten vier Menschen in ihrer Gewalt, deren Tage der Legende nach gezählt sind. Und tatsächlich dauert es nicht lange, bis das erste Opfer des Wütenden Heeres stirbt. Adamsberg ist überzeugt, dass sich jemand der mittelalterlichen Sage bedient, um ungestört zu morden. 





 Meine Meinung:


Fred Vargas Adamsberg mag man oder nicht. Etwas dazwischen wird es wohl nicht geben.
Ich habe mich mit den Büchern anfangs etwas schwer getan und bin dann deshalb gern auf die Hörbücher umgestiegen. Und genau hier hat es so richtig gefunkt. Adamsberg und seine ganz eigene Art sind als gesprochene Geschichte viel besser zum Vorschein gekommen als in gedruckter Form. 

In "Die Nacht des Zorns" muss Adamsberg sich wieder einem Fall widmen, der eine ganze Familie betrifft. Anfangs zieht es sich ein wenig, doch wer Fred Vargas kennt, weiß das es notwendig ist und vorallem das es sich lohnt, durchzuhalten. Um die Gedankengänge von Adamsberg zu verstehen, benötigt man die vielen kleinen Details und Informationen, die scheinbar wirren Gedankenspiele, den kleinen Exkurs in die Geschichte von Frankreich zum wütenden Heer und der Figuren. Fred Vargas hat wieder Figuren geschaffen, die man sich gut vorstellen kann. Einige mag man, andere nicht und doch faszinieren alle auf ihre Art und Weise, aber an Adamsberg, Danglar und Violet Betancourt kommt keiner ran. Für Betancourt gabe es diesmal leider nur einen kleinen Einsatz und doch hat sie die Geschichte trotz des traurigen Themas belebt. Vargas lässt zudem immer wieder den kleinen feinen Humor und vor allem die Menschlichkeit durchblitzen und schafft es so, die Geschichte interessanter und spannender zu machen. 

Und genau deshalb dürfen Adamsberg & Co. auch weiterhin in meinem Auto ihre Ermittlungen durchführen.




5 von 5 Sternen


Donnerstag, 19. Februar 2015

Journeyman

"Journeyman" 
von 
Fabian Sixtus Körner





erschienen am 11.11.2013
Ullstein extra Verlag
ISBN 9783864930140
280 Seiten
 

Inhalt:

Wie kommt man einmal um die Welt, mit nur 255 Euro auf dem Konto? Fabian Sixtus Körner schnappt sich seinen Rucksack und macht sich auf ins Ungewisse. Sein Plan: alle Kontinente dieser Erde bereisen - und überall für Kost und Logis arbeiten. Ohne Reiseroute und feste Jobs, nur mit dem Drang nach Freiheit und grenzenlosem Optimismus im Gepäck. In seinem mitreißenden Reisebericht erzählt Körner von Hahnenkämpfen in Santo Domingo, permanenten Abschieden, Modelwettbewerben in Malaysia, von Kulturschocks und Gastfreundschaft. Er legt Tausende von Kilometern in Fliegern, Zügen, Bussen, löchrigen Booten und Rikshas zurück und arbeitet dabei mal als Grafiker, mal als Architekt oder Fotograf. Zwei Jahre und zwei Monate, über 60 Orte, querweltein.




Meine Meinung:

Ich hatte dieses Buch während meines Urlaubes gelesen und bin somit doppelt verreist ;-). Fabian Sixtus Körner beschreibt seine Reisen, seine Projekte, mit denen er etwas Geld für die nächste Tour verdient und seine Gefühle und Empfindungen leicht und verständlich. Man kann sich gut seine Erlebnisse vorstellen und ich musste so manches Mal über die kleinen Missverständnisse zwischen den Nationen schmunzeln. Das er 60 Orte bereist hat, merkt man in diesem Buch nicht und auch die Geldangabe ist (aus meiner Sicht) etwas geschummelt. 
Wer einen reinen Reisebericht erwartet, wird zudem enttäuscht werden. Auch ich war es ein kleines bißchen, da ich auch etwas mehr Land und Leute und dafür weniger Party und Nebensächlichkeiten erwartet hatte. Trotzdem hat mich dieses Buch gut unterhalten und man konnte so in ferne Länder reisen - ohne Pass, ohne Hitze, ohne Unterkunftssuche und Essensexotik. 




4 von 5 Sternen

Dienstag, 17. Februar 2015

Abingdon Hall

"Abingdon Hall" 
von 
Phillip Rock



Phillip  Rock - Abingdon Hall. Der letzte Sommer



erschienen am 15.09.2014
Blanvalet Verlag
ISBN 9783442383047
 640 Seiten

Inhalt:
Europa im Oktober 1914. Der Krieg naht, doch in diesem letzten Sommer hat er Abingdon Hall noch nicht erreicht. Hier, auf dem luxuriösen Landsitz der Familie Greville, nehmen die Partys und Romanzen ihren Lauf. Alexandra Greville, die Tochter des Hauses, macht sich für ihre Saison als Debütantin bereit, während ihr Bruder Charles einer hoffnungslosen Liebe nachtrauert. In den unteren Etagen, bei der Dienerschaft, bemüht sich das neue Hausmädchen Ivy, sich den Routinen der eingeschworenen Bediensteten anzupassen – und möglichst wenig aufzufallen. Doch lange kann der Krieg auch auf Abingdon Hall nicht mehr verleugnet werden.


Meine Meinung:

Schaut man sich das Cover an, denkt man an einen leichten Familienroman. Liest man den Titel und den Klapptext freut man sich auf eine Familiengeschichte aus der Welt der Reichen und Schönen und an eine verzwickte Familienchronik. Anfangs hat man auch recht, aber bereits nach einigen Seiten wendet sich das Blatt. Der Autor entfernt sich immer mehr von der Familiengeschichte und richtet dann seinen Blick auf den Kriegsschauplatz. 
Die Geschichte spielt in der Zeit des ersten Weltkrieges und so darf man sich durch ellenlange Kriegsbeschreibungen quälen. Phasenweise bekommt man das Gefühl die Seite schon einmal in ähnlicher Form gelesen zu haben. Es wird alles sehr detailliert und teilweise zu genau beschrieben und man ist noch immer verwirrt, warum jetzt eigentlich nichts mehr von der Familie kommt. Ab und an erfährt man wieder etwas und hofft, dass man das Schlachtfeld verlassen hat. Jedoch folgt die Enttäuschung auf der nächsten Seite. 
Ich habe mich gequält und tapfer durch die Seiten gekämpft, war aber am Ende einfach nur enttäuscht. Cover, Klapptext und Inhalt widersprechen sich leider stark. 


1 von 5 Sternen


Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 8. Februar 2015

Eisprinzessin

"Eisprinzessin" 
von 
Carla Blumberg



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erschienen am 04.01.2015 
dotbooks Verlag
ISBN 9783955208974 
eBook
190 Seiten


Inhalt:

Sofie wird vom Pech verfolgt: Ihr Freund verlässt sie, weil er lieber auf Segeltour geht, statt mit ihr auf der Couch zu kuscheln, ihre Mutter hat mehr Erfolg bei Männern als sie selbst und mit Mitte Dreißig hört sie ihre biologische Uhr immer lauter ticken. Ist es denn wirklich so schwer, sich einfach einmal glücklich zu verlieben? Nein, eigentlich nicht: In ihrem Zeichenkurs begegnet Sofie einem Mann, der bei ihr für Frühlingsgefühle sorgt. Allerdings handelt es sich bei diesem nicht um den Kunstprofessor, sondern das männliche Aktmodell – und das hat ungeahnte Folgen


Die Autorin:

Carla Blumberg, geboren im Saarland, ist Autorin und Übersetzerin. Sie lebt und arbeitet in Hamburg Altona und Sevilla. Mit Bert, der die Protagonistin ihres Romans „Eisprinzessin“ wegen einer Segelreise sitzen lässt, teilt sie die Leidenschaft fürs Segeln, alte Schiffe und das Meer. Während einer langjährigen Reise nach Spanien und Afrika lernte die Hamburgerin nicht nur einige „Paradiesvögel“ kennen, sondern entdeckte auch ihr Talent fürs Schreiben. (Quelle: dotbooks.de)




Meine Meinung:



Diesmal fällt mir das Schreiben der Rezension schwer. Das Cover und der Klapptext hatten mich angesprochen und am Ende wurde ich wirklich enttäuscht. Das Cover hat nichts mit dem Inhalt zu tun und auch der Klapptext verspricht mehr als das Buch dann hält.



Es gibt aus meiner Sicht keine wirkliche Handlung. Die Sprünge zwischen den verschiedenen Orten und Zeiten sind schwer nachzuvollziehen und stören den Lesefluss erheblich. Die Hauptcharaktere sind nicht gut durchdacht und wenig ansprechend. Ich bin nicht mit den Figuren insbesondere der Hauptfigur Sofie warm geworden. Auch ihre Mutter konnte die Geschichte nicht retten. 

Nachdem Lesen der Geschichte konnte ich leider nicht sagen, was die Autorin eigentlich so richtig aussagen bzw. erzählen wollte. Der Schreibstil war gut und leicht zu lesen, jedoch hat mir die Ausdrucksweise nicht gefallen und ich fand sie an manchen Stellen wenig passend. Der Wechsel zwischen verschiedenen Schriftformen (gerade / kursiv) eher störend und verwirrend. Zudem fehlte der gesamten Geschichte der logische Aufbau. Auch hatte man das Gefühl, dass die Autorin die Geschichte schnell "heruntergeschrieben" hatte. Die ganze Geschichte wirkt fad und lieblos. Es fehlten immer wieder die kleinen Brücken, die die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verbinden sollten. 

Für die knapp 190 Seiten wollte die Autorin einfach zu viel Handlung. Dadurch war leider keine Figur wirklich ausgereift und gut dargestellt, die Handlungsstränge viel zu oberflächlich und wie bereits erwähnt ohne Verbindung zueinander. Es konnte kein richtiges Kopfkino beim Lesen entstehen, da man eigentlich nur noch hoffte, dass es möglichst schnell vorbei geht. 


Man kann leider dieses Buch nicht als leichten Schmöker für Regentage empfehlen, sondern nur als ersten Flop in diesem Jahr bezeichnen. Schade.



1 von 5 Sternen

Vielen Dank an dotbooks.de und BloggdeinBuch für das Rezensionsexemplar.