Montag, 28. Juli 2014

Liebesschmarrn und Erdbeerblues

"Liebesschmarrn und Erdbeerblues" 
von 
Angelika Schwarzhuber




erschienen am 16.07.2012
Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN 9783442379552
352 Seiten



Inhalt:

Traumprinz gesucht, Bayer gefunden - Sagt man in Bayern eigentlich auch »Ich liebe dich«? Michi ist ihr Traummann – bis er »Ich liebe dich« zu ihr sagt. Genauer: »I hob mi fei sakrisch in di valiabt«. Lene rennt kopflos davon und kommt zu dem Schluss: Auf Bayerisch gibt es Liebe nicht! Diese Theorie schlägt nicht nur im niederbayerischen Passau hohe Wellen und beschert Lene mehrere Männer, die ihr das Gegenteil beweisen wollen. Da ist Karl Huber, der Sprachwissenschaftler, der die bayerische Kultur durch diesen »Schmarrn« gefährdet sieht. Ernesto, der Spanier, der so schön »Te quiero« sagen kann. Und immer noch oder schon wieder Michi, der zu ihr zurückwill. Doch was will Lene?




Meine Meinung:



An dieses Buch bin ich mit hohen Erwartungen gegangen, denn das erste Buch von Angelika Schwarzhuber hat mich überrascht und bestens unterhalten. Es war leicht und locker und frech. Doch wie es häufig ist, wenn das erste Buch einen so guten Eindruck hinterlassen hat, wird es schwer für das zweite Buch. In "Liebesschmarrn und Erdbeerblues" bringt sich auch wieder eine junge Frau in Schwierigkeiten und nun muss sie sehen, wie sie sich da wieder herauswindet. Immer wenn es ernst wird und die Männer echtes Interesse an ihr zeigen und dies auch mit den berühmten und sehnsüchtig erwarteten Worten sagen wollen, bekommt sie Panik und ergreift die Flucht. Und vorallem, wenn die Worte auch noch auf bayrisch sind. Die berühmten drei Worte gibt es nicht in bayrisch. Das ist ihre These und damit wirbelt sie jede Menge bayrische Wortkreationen auf und bringt auch so manchen gestandenen Bayern gegen sich. Die Welle wird immer größer und Lene weiß langsam nicht, wie sie diese beherrschen soll. Dazu kommt noch der Karl Huber, der sie stets provoziert und mit dem sie sich die heißesten Gefechte liefert. 


Die Idee ist gut und auch mal etwas anderes. Es ist schon erkennbar, wer und warum und mit wem, aber es ist ganz hübsch verpackt und so kann man sich durch die Geschichte treiben lassen. Allerdings treibt man ganz schön lange und dies hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Mir waren manche Drehungen und Wendungen zu ausschweifend und zu sehr in die Länge gezogen. Auch fand ich die Hauptfigur diesmal nicht ganz so sympathisch, wie ihre Vorgängerin (auch wenn diese nichts miteinander zu tun haben). Lene war mir phasenweise eine Spur zu zickig und manchmal schon etwas anstrengend, aber hier hat sie wohl das schwere Los der „Zweiten“ gezogen und muss sich nun mit Hanna aus dem ersten Buch vergleichen lassen. 
Etwas mehr Würze und ein bisschen weniger „Drumherum“ wären gut gewesen, aber insgesamt ist die Geschichte schön leicht und locker zu lesen. 

Mir gefällt jedoch der Schreibstil von Angelika Schwarzhuber gut und so warte ich auch auf das nächste Buch und bin gespannt, was sie sich dann für eine Geschichte ausgedacht hat.





3 von 5 Sternen

Dienstag, 22. Juli 2014

Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod

"Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod" 
von 
Hakan Nesser

 

erschienen am 07.06.2004
Random House Audio
ISBN 9783898306645 
6 CD = 420 Minuten
Sprecher: Dietmar Bär
 
Inhalt:

  Ein Priester, der von einem Zug überfahren wird. Ein Mädchen, das spurlos verschwindet. Eine Mutter, die niemand vermisst. Welche Verbindung besteht zwischen den Schicksalen dieser drei Personen? Als der ehemalige Kommissar Van Veeteren die Geborgenheit seines Antiquariats verlässt, um einigen mysteriösen Todesfällen nachzugehen, stößt er schnell auf ein deutliches Muster aus der Bücherwelt. 




Meine Meinung: 

Van Veeteren findet einfach keine Ruhe. Er ist eigentlich nicht mehr im Dienst und doch laufen bei ihm immer wieder die Fäden zusammen. Doch diesmal suchen nicht die Ex-Kollegen seine Hilfe, sondern ein Priester, den er jedoch abweist. Kurz darauf ist er tot und Van Veeteren kann nicht anders als der Sache auf den Grund zu gehen. Er findet immer wieder versteckte Hinweise aus der Welt der Literatur. Langsam, ganz langsam entwickelt sich ein Bild. Die Puzzelteile sind nicht einfach zu finden und so manches Mal sucht auch Van Veeteren umsonst.

Da ich die Romane von Hakan Nesser sehr mag, kam ich auch gut mit dem gesprochenen Kommissar zurecht. Dietmar Bär verleiht der Hauptfigur eine tolle Stimme und sorgt durch die Variation seiner eigenen Stimme immer wieder für Spannung und ein gutes Hörgefühl. Phasenweise waren mir die Gedankengänge und Überlegungen von Van Veeteren zu lang, aber auch dies ist eine besondere Eigenart, die es zu pflegen gilt und somit schmälert es meine positive Einschätzung nicht. Ich gehe gern wieder mit Van Veeteren auf Suche. Mal sehen, was folgen wird. 

5 von 5 Sternen

Freitag, 18. Juli 2014

Himmelfahrt

"Himmelfahrt" 
von 
Richard Dübell


erschienen am 11.07.2014 
Ullstein TB Verlag
ISBN 9783548284873
416 Seiten
Kauf mich hier!

Inhalt:

 Kruzifix! Hauptkommissar Peter Bernward hat schlechte Laune: Ganz Landshut steht unter Wasser, und die Polizei ist im Dauereinsatz. Noch schlimmer ist aber, dass seine attraktive Kollegin Flora ihn mal wieder abserviert hat. Als dann auch noch die Leiche eines bekannten Bauunternehmers auftaucht, ist die Stimmung auf ihrem Tiefpunkt. Der Polizeichef greift durch und übergibt Flora den Fall. Aber das lässt ein Peter Bernward natürlich nicht auf sich sitzen. Er ermittelt auf eigene Faust und stößt auf einen alten Skandal, den so mancher Landshuter lieber vergessen hätte.


Meine Meinung: 

„Himmelfahrt“ ist der erste Fall, den ich von Richard Dübells Hauptkommissar Peter und seiner Partnerin Flora gelesen habe. Jedoch ist es schon der zweite Fall, den die beiden Hauptkommissare bearbeiten. Obwohl sich der zweite Band immer wieder mal auf den ersten Band bezieht, kann man der Geschichte gut folgen. Während sich Peter und Flora im ersten Fall nähergekommen sind, ist nun die Trennung der beiden im Mittelpunkt. Nur wenige Monate nach dem Zusammenziehen gehen sie wieder getrennte Wege und Flora scheint wieder mit einem neuen Mann an ihrer Seite glücklich zu werden. Nur Peter kommt mit der überraschenden Trennung nicht so gut zurecht. Zudem überträgt sich die Stimmung auf ihre Arbeit und so werden sie im neuen Fall getrennt. 

Es wird mal wieder eine Leiche gefunden. Auf dem Dachboden eines Bordells. Kein schöner Anblick und verbunden mit vielen Fragen und Problemen beginnen die Ermittlungen. Aber es geht schleppend, denn es ist Hochwasser in Landshut und Umgebung und an allen Fronten wird gekämpft. Das Personal ist gereizt, übermüdet und einfach zu wenig. So werden bestimmte Signale nicht bemerkt oder ignoriert bis eine weitere Leiche auftaucht.

Richard Dübell hat einen guten (und sehr nassen ;-)) Krimi geschrieben. Im Mittelpunkt steht hier jedoch weniger der Fall als vielmehr die Beziehung zwischen Peter und Flora. Damit es nicht zu deprimierend und traurig wird, packt Dübell noch einen guten Schuss Humor dazu. Die kleinen Bemerkungen und Zänkereien zwischen den Freunden und Kollegen bringen den Leser immer wieder zum Schmunzeln und machen die Charaktere menschlicher und sympathischer. 

Ich hätte mir etwas mehr Spannung im Fall gewünscht, denn die Komponenten mit dem Hochwasser, den Schlafmangel und der gescheiterten Beziehung waren sehr gut. 

Insgesamt jedoch ist es ein gut zu lesender und schön verstrickter Krimi, auf dessen Fortsetzung man sich durchaus freuen kann.






4 von 5 Sternen 

Vielen Dank an den Ullstein Verlag und BloggdeinBuch für dieses Rezensionsexemplar!!

Dienstag, 15. Juli 2014

Minnesota Winter

"Minnesota Winter" 
von 
Elli H. Radinger



erschienen am 09.09.2013
Rütten & Loening Verlag
ISBN 9783352008672 
 304 Seiten


Inhalt:

Eine Liebe in der Wildnis "Wie zieht man sich sexy an bei minus dreißig Grad? Die Verkäuferinnen, die ich in den einschlägigen Geschäften nach warmer Spitzenunterwäsche gefragt hatte, konnten nur die Schultern zucken. 'Was denn? Warm oder sexy?' Beides gab es wohl nicht." Was bringt eine Frau dazu, zu einem beinahe unbekannten Mann in die Wildnis von Minnesota zu ziehen und dort in einer Blockhütte mit ihm zu leben? Elli Radinger hat es getan. Verliebt und ohne an die Konsequenzen zu denken, folgt sie ihrem Herzen. Was sie erlebt, übertrifft all ihre Erwartungen - und Befürchtungen. Humorvoll und emotional schildert die Autorin ihr Leben fern von den Annehmlichkeiten der Zivilisation. Der Aussteiger Greg Howard ist die Erfüllung ihres Traums vom Leben in der Einsamkeit mitten unter wilden Tieren. Kurz entschlossen bricht sie alle Brücken in Deutschland ab und zieht an einen Ort, der auf keiner Landkarte verzeichnet ist, zu einem Mann, den sie kaum kennt. Sie lebt mit ihm in einer Blockhütte im Revier von Wölfen und Bären und stürzt sich in ein Abenteuer, das sie an ihre Grenzen bringt, körperlich und emotional. 

Meine Meinung: 

Das Cover sprach mich zuerst an. Kälte, Schnee, Weite und Einsamkeit. Der Titel war in Ordnung, nur der Untertitel war nicht meins. Und trotzdem habe ich es gelesen. Es liest sich gut und man steckt sehr schnell in dieser Geschichte drin. 

Elli Radinger packt ihre Sachen und zieht zu einem Mann, den sie kaum kennt. Auch die Umstände, dass sie in Deutschland und er in Minnesota lebt, vereinfacht es nicht. Greg lebt (man kann es spartanisch nennen) in der Wildnis. Kein Strom, keine Heizung (aber gern -10 Grad Außentemperatur), kein fließend Wasser und die Toilette (sofern man diese so bezeichnen kann) liegt außerhalb des Hauses. Für manche mag es total romantisch klingen, aber die Arbeiten für dieses wilde Leben sind hart und schwer und Greg wird sie nicht schonen. Sehr bald merkt sie, was ihr Traum bedeutet und was sie alles ertragen und durchstehen muss. Neben den körperlichen muss sie auch mit den seelischen Strapazen zurecht kommen. Ihr Traummann entpuppt sich immer mehr und die negativen Gedanken und Gefühle werden größer.

Ich gebe zu, dass ich beim Lesen immer wieder mal den Kopf geschüttelt habe und nicht so richtig wußte, was ich davon halten sollte. Warum lässt sie sich ein solches repektloses Verhalten nur gefallen? Was hat dieser Mann, dass man sich quälen und teilweise demütigen lässt? Ich konnte so manche Handlung nicht nachvollziehen oder verstehen. 
Auf der anderen Seite soll jeder Mensch sein Leben so gestalten, wie er/sie es für richtig und gut halten.

Elli Radinger stellt jedes Jahr unter ein Motto, was mir gut gefallen hat und vielleicht lässt sich dies sogar übernehmen. Nicht unbedingt "Lebe gefährlich" (ihr Motto für das Jahr in Minnesota), aber in einer anderen Form kann ich es mir gut vorstellen.

Tolle Einsichten in das "wilde" Leben, aber beklemmend das menschliche Miteinander...



4 von 5 Sternen

Samstag, 12. Juli 2014

Alle meine Schwestern

"Alle meine Schwestern" 
von 
Judith Lennox


 
erschienen am 01.03.2007
Dhv der Hörverlag
ISBN 9783867170529 
8 CD (562 Minuten)


Inhalt:

Vier junge Frauen, vom Schicksal in alle Winde verweht: Marianne, die ihre Liebe in der Kolonie Ceylon wiederzufinden hofft; die attraktive, stolze Iris, deren Wandlung zur Krankenschwester alle überrascht; Eva, die sich in London als Künstlerin und frühe Frauenrechtlerin engagiert; und Clemency, die Jüngste Gekonnt verbindet Judith Lennox vier Lebensträume in stürmischer Zeit zu einer spannenden Familiengeschichte und schafft damit Unterhaltung par excellence. Mit perfekter Beobachtungsgabe und Genauigkeit bis ins kleinste Detail, ausschweifend, aber ohne Geschwätzigkeit erzählt Juliane Köhler die Geschichte von Liebe und Hass,von Angst und Verzweiflung, von Schuld und Vergebung.


Meine Meinung:

Für diese Geschichte braucht man einen langen Atem und Durchhaltevermögen. Judith Lennox baut ihre Geschichte bis ins kleinste Detail aus und versucht alles sehr bildlich zu erzählen. Die Schwestern in dieser Geschichte könnten nicht unterschiedlicher sein. Auch ihr Leben verläuft so ganz anders als sie es sich jemals vorstellten. Viele Schicksalsschläge müssen sie hinnehmen und versuchen zu verarbeiten. Nicht immer gelingt es ihnen, aber sie geben niemals auf. Die Familie wird verstreut durch die Männer, die Einfluss nehmen, durch den Krieg und die Liebe. Und doch versuchen sie zusammen zuhalten. 


Juliane Köhler spricht die verschiedenen Charaktere und versucht jeder Schwester eine ganz eigene Note zu geben. Sie schafft es den Hörer an die Geschichte zu binden. Jedoch leistet sie aus meiner Sicht teilweise Schwerstarbeit, denn Judith Lennox lässt auch die Farbe der Tischdecke nicht aus, um die Geschichte auszubauen. Für mich war die Geschichte phasenweise zu langatmig und zu detailliert. So manches Mal hoffte ich auf ein rasches Ende und Dank Juliane Köhler habe ich auch durchgehalten. Die letzte CD gewinnt an Tempo und dann geht es (gefühlt) Schlag auf Schlag. Dieses Tempo hätte auch den anderen CDs gut getan, denn manchmal ist doch weniger mehr. 

Trotzdem, wer lange und sehr detaillierte Familiengeschichte aus einer anderen Zeit mag, wird hier Spaß und Freude beim Zuhören haben. 

3 von 5 Sternen

Freitag, 11. Juli 2014

Metaphysik der Röhren

"Metaphysik der Röhren" 
von 
Amelie Nothomb



Ausgabe vom 01.01.2004
  Diogenes Verlag
ISBN 9783257233995
160 Seiten

 Inhalt:

Am Anfang war das Nichts. Ein Lebewesen, das sich nicht rührte, nicht schrie. Bis die Großmutter weiße Schokolade aus Belgien brachte. Da wurde das Wesen zum Menschen. Zum Kleinkind im japanischen Garten Eden. Doch mit drei Jahren wird es aus dem Paradies vertrieben - von drei Karpfen.


Meine Meinung:

Amelie Nothombs Bücher sind immer etwas anders und speziell. Sie packen den Leser oder sie lassen einen kalt. Bisher fand ich die Bücher von Amelie Nothomb gut, diesmal jedoch hat es mich nicht so sehr gepackt. Ich kam mit der Geschichte nicht so gut zurecht und fühlte mich (erstaunlicherweise) auch beim Lesen nicht so wohl. Vielleicht lag es an ihrer stummen Kindheit und dem wenig agilen Kind mit der Röhre, das alles emotionslos aufnahm und wenig Anteil am Leben nahm, welches mich irritierte. Ich weiß es nicht. 
Die Geschichte an sich ist wieder gut geschrieben und lässt sich zügig lesen. Aber der Inhalt war diesmal leider nicht meins. Ich hoffe auf das nächste Buch von ihr.



3 von 5 Sternen

Sonntag, 6. Juli 2014

African Queen

"African Queen" 
von 
Helge Timmerberg


erschienen am 06.03.2012
Rowohlt Verlag
ISBN 9783499630262
304 Seiten

Inhalt:

Helge Timmerberg reist durch Afrika: In den Großstädten inspiziert er die Hölle auf Erden, in der Serengeti das Paradies. Er ist mit Buschfliegern unterwegs, mit uralten Dampfern, und bangt bei einem nächtlichen Fußmarsch um sein Leben. Er schwimmt mit Krokodilen, durchstreift den Regenwald, wird mit einem Voodoozauber belegt und lernt das Einmaleins der Korruption kennen. Und er trifft Lisa. Dank ihr verbindet sich seine Liebe zum Abenteuer mit dem Abenteuer der Liebe zu einem faszinierenden Buch über den Schwarzen Kontinent.



Meine Meinung:

  Afrika mal aus einer ganz besonderen Perspektive. Direkt, ehrlich und voll Humor und Ironie. Ich habe jede einzelne Seite des Buches gemocht und musste so manches Mal über Helge Timmerbergs Einschätzungen und Gedanken schmunzeln. Aber auch die nachdenkliche und manchmal melanchonische Seite hat mir gut gefallen. Die Gedanken über sich, das bisherige Leben und seine neue Liebe wirkten ehrlich und greifbar. Die Gefühlsschwankungen und die Trauer, dass er schon so alt und seine Liebe noch so jung war. Doch anders wollte er es nicht.
Bevor es aber zu melodramatisch wurde, kam Timmerberg immer wieder auf den aktuellen Pfad zurück und schilderte in allen Farben und Formen seine Erfahrungen in Afrika. Die Strapazen genauso wie die wunderschönen Landschaften und die Charaktere der Menschen, die er auf den Reisen durch Afrika kennenlernte. 

Wer einmal nach Afrika will ohne sich den Temperaturschwankungen, der tierischen und menschlichen Gefahren und der Strapazen der Reise aussetzen zu wollen, kann sich dieses Buch nehmen und ganz entspannt Timmerberg durch Afrika und seine Gefühlswelt folgen. 



5 von 5 Sternen

Donnerstag, 3. Juli 2014

Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück

"Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück" 
von 
Angelika Schwarzhuber


erschienen am 15.04.2013
Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN 9783442380749
 416 Seiten


Inhalt:

 Aufs Land ziehen und heiraten! Der letzte Wille von Oma Berta hört sich für Hanna wie ein
schlechter Witz an. Zunächst will sie das Erbe erbost ausschlagen, doch ihrem Cousin Max mag sie es auch nicht so einfach überlassen. Hanna beschließt: Ein Ehemann muss her, und zwar schnell. Doch die Suche nach dem geeigneten Kandidaten gestaltet sich turbulenter als sie es sich je hätte träumen lassen – und dann gibt es da noch jemanden, der Hannas Pläne unbedingt vereiteln will


Meine Meinung:

Oma Berta schafft es selbst nach ihrem Tod noch für Chaos und Unruhe zu sorgen. Hanna wird erben. Viel Geld und einen guten Hof, aber nur, wenn sie es schafft sich zu binden und zwar richtig. Mit Hochzeit und bis der Gott sie scheidet. Blöd für Hanna, dass da niemand ist, den sie mal eben schnell heiraten kann. Sie will aber auch nicht so ganz auf das Erbe verzichten und dem Max gönnt sie es erst recht nicht. Also werden Pläne geschmiedet und das Chaos nimmt seinen Lauf.

Ich habe sehr gehofft, dass es nicht platt und offentsichtlich wird. Und tatsächlich hat Angelika Schwarzhuber einen leichten, lockeren und witzigen Roman geschrieben, der mich immer wieder zum Schmunzeln brachte und für ein paar Stunden abschalten ließ. Hanna ist herrlich frech, bockig und manchmal zu laut. Sie nimmt vor den Fettnäpfchen noch mal so richtig Anlauf, um dann mit Schwung hineinzuspringen. Aber genau das macht die Figur so symphatisch und witzig. Sie ist keine Überfliegerin, sie hat gelegentlich ein ramponiertes Selbstbewußtsein (was wohl jeder mal erlebt hat) und sie muss für ihre Träume kämpfen. Gut fand ich, dass man nicht sofort wußte, wer was im Schilde führte und man nur häppchenweise die Wahrheit erfährt. Der Schluß ist zwar dann doch wieder wie gehabt (und wenn man ehrlich ist, erwartet man es auch), aber das schadet der Geschichte weniger als gedacht .

Wer etwas zum Schmunzeln, zum Abschalten und entspannen sucht, kann hier gern zugreifen. Eine wunderbare Geschichte natürlich über die Liebe, deren Wirrungen und vieles mehr.




4 von 5 Sternen

Dienstag, 1. Juli 2014

Rein & Raus Juni 2014

Der Monat war vollgestopft mit vielen Terminen und sehr wenig Freizeit. Das ich trotzdem 10 Bücher gelesen habe, liegt ganz klar an den wenigen Seitenzahlen. Irgendwie muss man sich ja motivieren und anspornen. Ein dickes Buch hilft da ja nicht so viel. Der SUB schrumpfte ein wenig und schon kamen kleine Schwitzperlen auf die Stirn. 
Der wird doch nicht etwa verschwinden? 
Und dann? 
Was kommt nach dem SUB? 
Da ich diese Fragen beim besten Willen nicht beantworten konnte/kann, musste Nachschub her. Mit 4 neuen Büchern und einem ganz frischen Rezensionsexemplar wurde der Untergang des SUBs erstmal gestoppt ;-).


Raus Juni 2014


1. Marcus Luft "Frühstück in Amsterdam"  eBook (nicht auf dem Bild)
2. Maja Keaton "Zwei wie Mokka und Sahne"  eBook (nicht auf dem Bild)
3. Judith Lennox "Alle meine Schwestern" (nicht auf dem Bild)
4. Helge Timmerberg "African Queen" 
5. Jan Costin Wagner "Schattentag" 
6. Sibylle Mulot "Die unschuldigen Jahre" 
7. Amelie Nothomb "Metaphysik der Röhren"  
8. Sabahattin, Ali "Die Madonna im Pelzmantel" (nicht auf dem Bild)
9. Schwarzhuber, Angelika "Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück" 
10. Schwarzhuber, Angelika "Liebesschmarrn und Erdbeerblues" 

Rein Juni 2014 


1. Donna Leon "Auf Treu und Glauben" 
2. Noam Shpancer "Der gute Psychologe"
3. Martin Walker "Femme fatale"
4. Inge Löhnig "Deiner Seele Grab" 
5. Elli H. Radinger "Minnesota Winter"