Mittwoch, 25. Juni 2014

Die unschuldigen Jahre

"Die unschuldigen Jahre" 
von 
Sibylle Mulot



erschienen am 01.12.2000
Diogenes Verlag
ISBN 9783257232479
231 Seiten


Inhalt:
 
Grundverschiedener könnten die beiden Schwestern nicht sein: Deïna ist weltoffen und zärtlich, Astrid kühl und unergründlich. Und doch teilen sie, von den Kleidern bis zu Geheimnissen, vieles. Auch die Wut auf ihre vitale, komische und tyrannische Mutter, die alles lenken möchte, auch den Ansturm der Verehrer und Heiratsanwärter ... Bis der eine kommt, dessen Liebe man nicht teilen kann.





Meine Meinung: 

 Warum hat dieses kleine schöne Buch so lange auf meinem SUB gelegen?
Ich weiß es nicht, aber dafür kann ich jetzt sagen, dass es sich gelohnt hat, es zu lesen. 

Sibylle Mulot erzählt von einer Familie mit drei Töchtern. Astrid,
Deïna und Mimi. Mimi ist die jüngste Tochter und bewundert ihre Schwestern, die bereits im Studium sind und stets zusammen ihre Erfahrungen machen. Obwohl sie so verschieden sind, halten sie gegen ihre Mutter zusammen. Die Mutter ist eher hart, als weich und anschmiegsam, eher streng als milde und sie sieht immer die Fehler ihrer Töchter. Selbst vor anderen stellt sie ihre Töchter nie positiv dar. Unter der Strenge und der Distanz leiden alle Töchter, doch sie finden ihre Schlupflöcher bis ein Mann ihren Zusammenhalt sprengt.

Sibylle Mulot hat einen flüssig zu lesenden Roman über eine Familie geschrieben. Man kann sich schnell in die Charaktere hineinversetzen (besonders in die Töchter). Die Figuren sind sehr gut beschrieben und man fühlt mit ihnen mit. Man hält die Luft an, wenn die Mutter wieder etwas auszusetzen hat und freut sich mit ihnen über ihre Glücksmomente. Ich fand aber auch die Darstellung der Mutter gelungen. Sie will so vieles und versucht dies auch mit aller Macht durchzusetzen und wirkt dabei so manches Mal ungewollt komisch. Die schmerzlichen Trennungen und die Folgen der Liebe stellt Mulot sehr realistisch dar. Das Tempo ist recht hoch und so erzählt Sibylle Mulot auf nur 231 Seiten von einem ganzen Leben ohne dass etwas fehlt.

4 von 5 Sternen

Samstag, 21. Juni 2014

Zwei wie Mokka und Sahne

"Zwei wie Mokka und Sahne" 
von 
Maja Keaton



erschienen am  08.03.2014
  ISBN B00IVGONWG
ebook
 216 Seiten

 Inhalt:

Die ganz große Liebe kommt oft unverhofft. Aber wenn sie dann kommt, versetzt sie Berge. Emma hat eine Abmachung mit ihrem Lieblingskollegen und besten Freund: Auf dem diesjährigen Kongress für Spiele-Entwickler wird sie sich so richtig amüsieren. Und wenn nicht, hagelt es eine empfindliche Strafe. Aber sie will es ja selbst, denn das letzte Abenteuer liegt schon eine ganze Weile zurück. Die Bedingungen für eine amüsante Auszeit sind jedenfalls traumhaft: Der Kongress findet im mexikanischen Urlaubsort Cancún statt, türkisfarbenes Meer und Palmen inklusive - und die Teilnehmer sind zu 99 % Männer. Doch gleich mit dem ersten Exemplar, das ihr über den Weg läuft, gerät sie aneinander. Eigentlich ein Traum von einem Mann. Aber was zum Teufel hat er mit seinen Fingern in ihrem Koffer zu suchen? Die Zeichen stehen nicht gerade auf Liebe und Harmonie.
Jedenfalls zunächst.

Meine Meinung:



Wenn sich die Entwickler von Onlinespielen treffen kann es entweder sehr langweilig werden oder chaotisch. Maja Keaton hat sich für die chaotische Variante entschieden und lässt einige in ein Gefühlschaos rutschen. Sie treffen sich einmal im Jahr und stets sind die Frauen in der Minderheit. Eigentlich ideal für Emma, um endlich den Mann fürs Leben zu finden (meint ihr Kollege). Aber schon der Start der Konferenz ist alles andere als gelungen und so schlittert Emma von einer peinlichen Situation in die nächste. Stets an ihrer Seite ihr liebster schwuler Kollege, der sie immer wieder lenkt und die Augen öffnet. Die Konferenz wird immer mehr zur Nebensache als sie Rafe und Jay, die Besitzer von Mokka & Cream kennenlernt. 

Gutaussehende, intelligente und charmante Männer, die in der Branche bereits so ihren Erfolg gefeiert haben und nun in der Konferenz die Hauptrolle spielen, kommen nur selten vor. Doch auch sie können sich nur schwer auf das Wesentliche konzentrieren, denn sie haben die Bekanntschaft mit Emma und ihren Koffer gemacht. Unsanft, laut, fast schon hysterisch und wenig einsichtig. Was für ein Start. 

Die Geschichte ist kurzweilig, unterhaltsam und genau das richtige für entspannte Sommerabende. Maja Keaton schreibt schön flüssig und witzig und lässt ihre Charaktere so manches Gefühlsauf- und ab erleben. Mir war Emma manchmal zu zickig und hysterisch, so dass ich mich eher über ihren schwulen Freund amüsiert habe. Auch der Schluss war für mich wenig ansprechend. Zu glatt, zu rosa, aber für diese Geschichte dann doch wieder passend. Das ist hier wirklich Geschmackssache. 


3 von 5 Sternen

Donnerstag, 19. Juni 2014

Ich wurde getaggt zum Thema: Bücher und Lesen

Ich wurde getaggt und wußte im ersten Moment überhaupt nicht a) was das ist, b) was ich machen soll und c) wie es weitergeht. Nachdem ich mich aber bei Petra umgeschaut bzw. durch den Blog gewühlt habe, weiß ich jetzt Bescheid ;-).

Hier also meine Antworten:

1. Wie erfährst du von Büchern, die du lesen möchtest?     
 Meistens weiß ich noch gar nicht, was als nächstes auf dem Leseplan steht. Manchmal greife in meinen großen SUB und ziehe einfach ein Buch heraus, manchmal bekomme ich von Verlagen Empfehlungen und Anregungen und häufig tausche ich mich mit meinen Freunden aus. Ich lese regelmäßig die Buchmagazine und schaue mich im Netz bei den anderen Buchbloggern um. 

2. Wie bist du zum Lesen gekommen? 
Ich habe (wie die meisten Buchjunkies) schon als Kind sehr gern gelesen und dies hat sich bis heute gehalten. 

3. Hat sich dein Buchgeschmack verändert, als du älter wurdest? 
Ja. Das bringt schon die Entwicklung mit sich. Während ich früher sehr viele Geschichtsbücher gelesen habe, sind es heute Krimis und Gegenwartsliteratur, die ich sehr mag. 

4. Kaufst du regelmäßig Bücher, wenn ja, wie oft?
    An einem Buchladen vorbeizugehen ohne etwas zu kaufen, ist eine große Herausforderung. Ich kaufe oft Bücher, tausche sie aber auch zwischen meinen Freunden und Bekannten.




5. Wie bist du zum Buchbloggen gekommen?
  Ich wollte gern eine Übersicht über meine gelesenen Bücher haben. Eine einfache Exceltabelle fand ich zu fad und so entstand der Blog. Man kann nachvollziehen, was man gelesen hat und wie die Gedanken zu diesem Zeitpunkt waren. Ich finde es spannend zu sehen, wie sich der Buchgeschmack und die Posts entwickeln.


6. Wie reagierst du, wenn du das Ende von einem Buch überhaupt nicht ausstehen kannst?
    Das hatte ich noch nicht. Manchmal ist mir das Ende zu kitschig usw., aber ich beschäftige mich dann nicht so sehr damit. Es beeinflusst mein Leben nicht ;-).



7. Sei ehrlich: Liest du manchmal schon die letzte Seite, um zu wissen, ob es ein gutes Ende gibt?
    Nein, ich kenne Leser, die dies machen, aber ich lese immer von vorn nach hinten ;-).


8. Hast du manchmal Leseflauten?
    Ja, die sind meistens arbeitsbedingt. Wenn ich viel arbeite und kaum noch Freizeit habe, dann lese ich weniger, da ich mich dann nicht so gut konzentrieren kann. Aber bisher ist jede Leseflaute zu Ende gegangen.


9. Passt sich deine Bücherauswahl an eine Jahreszeit / Fest / Ereignis an?    
Nein, nicht wirklich. Ich lese natürlich selten Weihnachtsgeschichten im Juli, aber ansonsten richte ich mich weniger nach besonderen Gegebenheiten.


So, jetzt kommt wohl der Punkt, wo ich andere Buchblogger taggen soll. Ich werde mal sehen, wen ich finde und "antagge".


Aller guten Blogs sind 5 :-):

1. Anetts Bücherwelt
2. Jenni's Buchgefühl
3. Reni's Bucheckchen
4. Ninas Bücherwelt
5. Katja's Bücherwelt

Freitag, 13. Juni 2014

Frühstück in Amsterdam

"Frühstück in Amsterdam" 
von 
Marcus Luft


 Titel: Frühstück in Amsterdam

eBook
erschienen am Juni 2014
dotbooks.de
ISBN 978-3-95520-317-7
Seiten: 374


Inhalt:

In diesem Moment sehe ich sie zum ersten Mal. Sie strahlt. Nicht, dass sie die ganze Zeit lacht. Nein, es ist etwas anderes. Diese Frau leuchtet.

Das große Glück, was ist das eigentlich? Oliver dachte immer, er könnte diese Frage leicht beantworten: Karriere machen, Geld verdienen und sich hin und wieder mit der Gelegenheitsgeliebten amüsieren. Doch dann endet sein Leben auf der Überholspur unsanft mit einer fristlosen Kündigung. Was tun? Eigentlich wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, in einem Luxushotel in Marrakesch zu relaxen. Stattdessen landet Oliver in Amsterdam – und begegnet dort einem Wunder namens Muk: Die attraktive Holländerin liebt wilde Blumenmuster, näht bunte T-Shirts und träumt von einem eigenen kleinen Laden. Muk ist das komplette Gegenteil von Oliver … und trotzdem genau die Frau, von der er schon immer heimlich geträumt hat. Auf einmal ist es zum Greifen nah, das große Glück. Nur: So einfach ist es nicht im Leben.

Eine warmherzige Geschichte über schlechtes Timing, richtige Entscheidungen und eine ganze Reihe kurioser Persönlichkeiten, die das Herz am rechten Fleck haben.

Autor:

(Copyright: privat)

Marcus Luft, geboren 1969 in Darmstadt, studierte Philosophie, arbeitete als Journalist für verschiedene Magazine und verbrachte einige Jahre in Amsterdam, was ihn zu seinem ersten Roman inspirierte. Heute lebt er in Hamburg, wenn er nicht gerade –als Modechef der Zeitschrift GALA – in New York, Mailand und London unterwegs ist.

Bei dotbooks veröffentlichte Marcus Luft den Roman „Frühstück in Amsterdam“.



Meine Meinung:

Frühstück in Amsterdam ist eine leichte, kurzweilige und entspannte Geschichte von einem Mann, der sich neu orientieren muss und sein Glück findet.

Oliver Schmetter wird von heute auf morgen gekündigt und muss nun damit zurechtkommen, dass er nicht mehr in der Designer-Anzug-Liga mitspielt. Er legt viel Wert auf sein Äußeres, gibt gern Geld aus und arbeitet, wenn es sein muss bis zum Umfallen. Sein Tagesablauf ist ziemlich straff organisiert und Frauen sind nur für das reine Vergnügen eingeplant. Doch mit der Kündigung fängt die Fassade an zu bröckeln und so beginnt Oliver sein Leben zu hinterfragen. 

Er muss erst mal raus. Weg vom Alltag, raus aus der alten Umgebung und rein in das Leben. Er landet in Amsterdam und macht erst mal nichts. Seine gute Position wird noch einmal verstärkt durch sein hohes Erbe, welches er von seinem Großvater erhält. Oliver nimmt sich eine Wohnung in Amsterdam und freundet sich nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit den Nachbarn an. Langsam beginnt er sich zu entspannen, die Gedanken an die Kündigung wegen dem Thüringer Landbrot werden weniger. Doch das Brot bleibt. Es gibt kein gutes Brot in Amsterdam. Das muss sich ändern. 

Wer schon immer mal eine leichte Herz-Schmerz-alles-wird-gut-Geschichte aus der Sicht eines Mannes lesen wollte, kann sich dieses Buch vornehmen. Die inneren Monologe, die Gedankengänge und die geführten Gespräche unterscheiden sich doch erheblich von den „Frauenromanen“. Trotz des einfachen Themas wird Marcus Luft nie zu kitschig und zu romantisch. Es gab einige witzige Begebenheiten, die die Geschichte auflockerten und Figuren auf die man sich immer wieder freute. Now know, Joan?   

Etwas an der Realität schrammt Marcus Luft vorbei, aber zur reinen Unterhaltung ist das Buch gut geeignet. Die letzten Seiten ziehen sich etwas in Länge und natürlich darf auch hier das Finale mit allen Beteiligten und dem Happy End nicht fehlen, aber es war schön geschrieben und dadurch gut zu lesen. Und man erhält ganz nebenbei von einen netten Eindruck von Amsterdam.

3 von 5 Sternen

 Vielen Dank an für das eBook.

Dienstag, 10. Juni 2014

Die blinde Kommissarin

"Die blinde Kommissarin" 
von 
Patrizia Rinaldi



erschienen am 09.05.2014
  Ullstein Verlag
ISBN 9783548286136
224 Seiten

Kauf hier!

Inhalt:

Hochsommer in Neapel. Blanca Occhiuzzi, Hauptkommissarin der örtlichen Polizei - schön, charismatisch und von Geburt an blind - wird immer dann gerufen, wenn ein Fall aussichtslos erscheint. Als der bekannte Musiker und Lebemann Vittorio Vialdi ermordet wird, gibt es viele, die ein Motiv haben. Zu viele. Ein Fall für Blanca und ihr besonderes Gespür für menschliche Abgründe. Lüge und Täuschung: Niemand macht der Kommissarin etwas vor. Diese Gabe bringt oft den Erfolg. In diesem Fall bringt sie Blanca jedoch in höchste Gefahr.



Meine Meinung: 

 Ich lese gern und viele Krimis. Neben den skandinavischen Krimis rangieren die italienischen recht weit vorn in meiner Beliebtheitsskala. Deshalb habe ich mich auch für diesen Krimi entschieden. Die Geschichte spielt in Italien und hat zudem noch eine neue und interessante Komponente – eine blinde Kommissarin. Ich war gespannt, wie Patrizia Rinaldi die Kommissarin ermitteln lässt.


Bereits nach den ersten Seiten wusste ich, dass es kein leichter Krimi wird. Die Charaktere waren (für mich) wenig sympathisch und auch der Aufbau der Handlungen war ungewohnt. Rinaldi hüpft zwischen den Figuren hin und her. Ich hatte Schwierigkeiten ihr zu folgen und verstand auch teilweise ihre Zusammenhänge nicht. Zudem lag der Fokus enttäuschenderweise gar nicht so sehr auf der blinden Kommissarin, sondern auf den Kollegen. Die Geschichte war zäh und wenig spannend, da zu viele Nebenschauplätze existierten und sie sich darin verlor. Es konnte sich keine Spannung aufbauen, da die Handlungen immer wieder unterbrochen wurden und Rinaldi abschweifte. Und warum nur, musste die Kommissarin jetzt schon die Affäre beginnen? Dies wäre ein guter Fortsetzungsstrang für weitere Folgen gewesen.

Die meisten italienischen Krimis haben einen leichten Grundton (wie z.B. Donna Leon), man spürt den italienischen Flair, die Wärme des Landes und der Menschen, die Gelassenheit und man kann förmlich den Espresso riechen. Die Fälle sind auch bei Leon nicht ohne, aber sie schafft es um die Geschichte ein gutes Gerüst zu bauen, welches den Leser begleiten und durchatmen lässt. Rinaldi hat dies leider nicht geschafft. Es kommt wenig beim Lesen von Italien und seinen Besonderheiten an. 

Ich habe mich aber tapfer durchgekämpft, immer in der Hoffnung, dass es doch noch spannend wird. Ich war sehr enttäuscht von diesem Buch und werde wohl auch in Zukunft die blinde Kommissarin allein ermitteln lassen. Schade.




1 von 5 Sternen 

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag und Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar!

Sonntag, 8. Juni 2014

Celeste bedeutet Himmelblau

"Celeste bedeutet Himmelblau" 
von 
Brigitte Pons



erschienen am 03.04.2014
Egmont LYX Verlag
ISBN 9783802593888
350 Seiten


 Inhalt:

Als im kleinen Örtchen Vielbrunn im Odenwald ein Bauer tot auf einem Feld gefunden wird, geht die Polizei zunächst von einem Unfall aus. Doch der junge Polizist Frank Liebknecht entdeckt sehr schnell Ungereimtheiten. Weil ihm niemand glauben will, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln - und gerät schon bald in einen Mahlstrom aus Verrat, Mord und fanatischer Verblendung.





Meine Meinung:


Weder das Cover noch der Titel des Buches verraten, was für eine brisante Geschichte sich dahinter verbirgt. Auch auf den ersten Seiten hat man eher das Gefühl, dass es sich hier wieder um einen Provinzkrimi handelt. Etwas Humor, einen Polizeikommissar, der von der Stadt in die Provinz kommt und auf die verstockten Ureinwohner trifft. Dazu kommt noch, dass die alteingesessene Polizeikommissarin bald in Rente gehen wird und Frank somit das Revier allein beherrschen muss. 
  Frank Liebknecht ist nicht wirklich willkommen Vielbrunn und seine Anerkennung als zukünftiger Vilbrunner Polizist ist noch nicht vorhanden. Seine Nochkollegin Brunhilde Schreiner versucht ihn zu beruhigen und einzuarbeiten. Doch er stößt mit seiner direkten Großstadtart immer wieder an.

Doch dann wird eine männliche Leiche gefunden und die Ermittlungen nehmen seinen Lauf. Ausgerechnet seine alten Kollegen sind für diesen Fall zuständig und wollen ihn nicht dabei haben. Sie ignorieren seine Hinweise und Erkenntnisse, so dass nun Frank auf eigne Faust ermittelt. Eine große Hilfe in der Einsamkeit ist sein Nachbar, ein Künstler, mit ihm zusammen, versucht er die Zusammenhänge zwischen den alten Bauernhof, der Leiche und seinem Gefühl, dass dort etwas nicht stimmt, zu erkennen. Immer wieder stößt er auf einen Mann, der eine wichtige Rolle innerhalb einer Organisation spielt und auch das Testament von der ehemaligen Bauernhofbesitzerin ist eigenartig.
 Und welche Rolle spielt das schweigsame Mädchen? Warum ist sie in Gefahr? Wer ist sie? 

Frank ist verwirrt, unausgeschlafen und ohne Hilfe. Bevor er jedoch die letzten Puzzlesteine zusammenfügt, ruft er ein letztes Mal den alten Kollegen an – Anrufbeantworter. Noch ahnt Frank nicht, dass er beobachtet und benutzt wird. 

Der Krimi startet harmlos und mit ein paar Humoreinlagen richtet man sich ein, dass es unterhaltsam wird. Doch das Blatt wendet sich. Der Krimi nimmt immer düstere Züge an und wird beklemmender und undurchsichtiger. Brigitte Pons schafft es die Spannung bis zum Schluss zu halten. Ihr Schreibstil ist leicht und gut zu lesen. Ihre Hauptcharaktere sind sympathisch und gewinnen im Laufe der Ermittlungen immer mehr an Profil. Ganz ausgereift ist die Figur des Frank Liebknecht noch nicht, aber dafür hat er ja noch in den nächsten Fällen (die es hoffentlich geben wird) Zeit. 



 4 von 5 Sternen

Donnerstag, 5. Juni 2014

Der Garten über dem Meer

"Der Garten über dem Meer" 
von 
Jane Corry



erschienen am 26.05.2014
Blanvalet Verlag
ISBN 9783764504939
604 Seiten

Inhalt:

Ein alter Garten. Ein verwunschener Ring. Ein dunkles Geheimnis.
Südengland am Meer. Die Londonerin Laura Marchmont und ihr frisch angetrauter Ehemann Charles ziehen in ein restauriertes Haus mit einem alten Garten direkt über den Klippen. Als Laura auf einem Sticktuch ihrer Großmutter ein ähnliches Haus und einen geheimnisvollen Schriftzug entdeckt, macht sie sich auf die Spuren der Vergangenheit.

Devon, 1866. Die junge Mary Rose erbt von ihrer Mutter einen Rubinring. Er soll sie beschützen, doch fällt er in die falschen Hände, wird er Unglück über die ganze Familie bringen.
Eine spannende, atmosphärische Familiensaga vor der malerischen Küste Südenglands.


 Die Autorin:




Meine Meinung:



Zwei Handlungen in unterschiedlichen Zeiten, ein Ring mit einem Fluch und rätselhafte Sticktücher haben mich neugierig gemacht. Geheimnisse aus der Vergangenheit aufzudecken und die Verbindungen zu der heutigen Zeit herzustellen, klang spannend und interessant. 

Jane Corry kann schreiben und hat einen sehr angenehmen Schreibstil, jedoch reichte dies nicht aus, um aus den Ideen einen fesselnden Roman zu machen. Sie erzählt immer abwechselnd die Geschichte um Laura, die in der heutigen Zeit lebt und ihr Leben noch einmal umkrempelt. Sie heiratet sehr schnell einen Mann, den sie kaum kennt und zieht mit ihm und seinen Töchtern aus erster Ehe um. Jedoch versteht sie sich mit den Töchtern nicht so gut und so schwebt stets ein Schatten über dem gemeinsamen Glück. 


Auf der anderen Seite der Geschichte befindet sich Mary Rose. Sie lebt im 19. Jahrhundert und muss miterleben, wie ihre tote Mutter durch ihre ehemalige Gouvernante ersetzt wird. Das Verhältnis zwischen den beiden ist schwierig und wird noch kälter als der versprochene Rubinring nicht am Finger der Tochter, sondern der neuen Hausherrin steckt. Der Fluch des Ringes wird ausgelöst und so nimmt die Geschichte seinen Lauf. Mary Rose muss 20 Jahre für etwas büßen, was sie nicht begangen hat. Um nicht durchzudrehen und ihre Unschuld immer wieder zu beteuern, bestickt sie Tücher.


Laura erhält von ihrer Großmutter genau diese bestickten Tücher und entdeckt darauf den mysteriösen Spruch. Sie forscht in der Vergangenheit der Familie und muss dabei etwas Schreckliches erfahren. 


Die Geschichte hätte fesselnd und gut verstrickt sein können, jedoch schafft es Jane Corry nicht den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Sie verliert sich zu sehr in ausschweifenden Beschreibungen über den Alltag von Mary Rose und Laura und so geht die Suche nach dem Geheimnis unter. Ab und an schrieb sie wieder von der Recherche/Suche nach Informationen und der Familiengeschichte, aber stets war dies eher oberflächlich und zu schnell abgehandelt. Ich fand es schade, dass der Fokus zu sehr auf die Alltagsgeschichten gelegt und der eigentlich spannende Teil, die Verknüpfung von gestern und heute, nicht so verfolgt wurde. Was am Anfang sehr langsam, fast schon zäh voranging und sehr detailliert beschrieben wurde, musste am Ende sehr schnell und fast schon überstürzend gehen. Die Balance fehlte aus meiner Sicht und so war es am Ende nur ein Abhandeln der offenen Handlungsstränge. 

Schade, denn die Idee war gut, nur leider hat die Umsetzung mich nicht so sehr begeistert. 



3 von 5 Sternen

Dienstag, 3. Juni 2014

Rein & Raus Mai 2014

Der Monat Mai ging so schnell vorbei. Die Versuchungen waren groß und ich habe mich diesmal hinreissen lassen und so manches Buch in mein Zuhause geholt.
Gelesen habe ich auch wieder einiges...es könnte mehr sein, aber da ich momentan einiges an privaten Kram zu erledigen habe, ist es schon wieder ganz gut. Der Juni wird wahrscheinlich ein noch schwächerer Lesemonat, da ich zwei wichtige Termine habe, die mir momentan fast die gesamte Freizeit rauben.


Raus Mai 2014



1. bibo Loebnau "Schorsch Clooney, die Landluft und ich" eBook (nicht auf dem Bild)  
4 von 5
2. Mary Simses "Der Sommer der Blaubeeren" 3 von 5
3. Charlotte Roth "Als wir unsterblich waren" 5 von 5
4. Franziska Lipp "Glück im Bauch" eBook (nicht auf dem Bild) 3 von 5
5. Hakan Nesser "Münsters Fall" 4 von 5 
6. Brigitte Pons "Celeste bedeutet Himmelblau" 4 von 5
7. Kajsa Ingemarsson "Es ist nie zu spät für alles" abgebrochen
8. Jane Corry "Der Garten über dem Meer" 3 von 5
9. Patrizia Rinaldi "Die blinde Kommissarin" 2 von 5


Rein Mai 2014


1. James Salter "Ein Spiel und ein Zeitvertreib"
2. Silvia Tennenbaum "Straßen von gestern" 
3. Charlotte Link "Schattenspiel" 
4. Ake Edwardson "Das dunkle Haus" 
5. Camille de Peretti "Der Zauber der Casati" 
6. Hakan Nesser "Am Abend des Mordes" (HB) 

Über meine neuen Bücher freue ich mich sehr und hoffe, dass sie nicht allzu lang auf meinem SUB liegen müssen. Da es aber diesmal recht dicke Bücher sind, werden sie wohl mindestens bis zum Urlaub warten müssen. Das Hörbuch werde ich wieder auf meinen Autofahrten hören.