Sonntag, 23. Februar 2014

Ehre

"Ehre" von Elif Shafak


erschienen am 01.01.2014 
Kein & Aber Verlag
ISBN 9783036956763
525 Seiten
Hier kaufen!


Inhalt:

 Zwei Zwillingsschwestern - die eine in London, die andere in einem kleinen kurdischen Dorf. Pembe und Jamila verbindet eine tiefe Liebe, und beide kämpfen sie gegen die Widrigkeiten des Lebens. Während Jamila in der Türkei als Hebamme hart arbeiten muss, wird von Pembe in London als Mutter dreier Kinder ein fester Charakter gefordert. Als Pembes Mann sie verlässt, ihre Kinder eigene Wege gehen und sie selbst eine neue Bekanntschaft macht, wird eine Kette von Ereignissen ausgelöst, an deren Ende ein erschütternder Mord steht. (Kein & Aber Verlag)



Autorin

ELIF SHAFAK, in Straßburg geboren, gehört zu den meistgelesenen Schriftstellerinnen in der Türkei. Die preisgekrönte Autorin von zwölf Büchern, darunter "Die vierzig Geheimnisse der Liebe" (2013), schreibt auf Türkisch und Englisch. Ihre in der Türkei teilweise heftig umstrittenen Bücher sind in über dreißig Ländern erschienen. Elif Shafak lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in London und Istanbul. (Bloggdeinbuch)


Meine Meinung: 

Ich kannte Elif Shafak vor diesem Buch nicht. Jedoch konnte sie mich schon mit der Leseprobe einfangen und begeistern. Das Buch habe ich genossen und konnte es kaum aus der Hand legen. Shafak hat einen so wunderbaren Schreibstil, der einfach nur einlädt beizubleiben. Die Geschichte ist aus einem Guss ohne Störungen oder Ungereimtheiten (zumindest sind mir keine aufgefallen). Elif Shafak zieht mit ihrer Familiengeschichte den Leser in ihren Bann und verschafft ihm einen Platz als stiller Beobachter und Zuhörer. Man muss sich anfangs daran gewöhnen, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und vor allem zwischen den Jahren hin und her wechselt. Eine kleine Hilfestellung bieten hier die Kapitelüberschriften. Hat man sich erstmal daran gewöhnt, ist es nicht mehr schwer der Geschichte zu folgen. 

Elif Shafak greift ein Thema auf, welches in Europa eher auf Unverständnis und Entsetzen stößt. Häufig kann man die Gründe für eine solche Tat - Ehrenmord - nicht nachvollziehen. Es fehlt das Wissen über die Religion und das Leben der Menschen und genau hier setzt Elif Shafak an. Sie erzählt von einer Familie, die ihre Wurzeln in einem kurdischen Dorf haben. Die Familie zieht jedoch bald nach Istanbul und schon dort erfährt man von den vielen kleinen und großen Unterschieden und den Problemen unter Kurden und Türken. 
Pembe, ihr Mann und ihre Kinder (Iskender, Esma und Yunus) ziehen weiter nach London und erst hier werden die kulturellen Probleme so richtig sichtbar. Pembe versucht die Traditionen der Heimat mit in das pulsierende Leben von London mitzunehmen und stößt dabei immer wieder an Grenzen. Doch nicht nur ihre Kinder entwickeln sich weiter, auch sie bekommt die Chance das Leben neu zu entdecken mit Elias. 

Während dessen lebt und arbeitet Jamila, ihre Zwillingsschwester weiter in der alten Heimat als Hebamme und (er)lebt die Traditionen des Landes bewusst mit. Das unterschiedliche Leben der Schwestern und doch die enge Verbundenheit, die sie haben, machen das Buch noch interessanter. Elif Shafak schafft es den Spannungsbogen zu halten und immer wieder kleine Impulse zu setzen. Der Sohn von Pembe, Iskender, erzählt sehr eindrucksvoll aus seiner Sicht über das Leben in London, seiner Erziehung und seiner Einstellung zum Verhalten der Familienmitglieder. Er, der Sultan, wie ihn seine Mutter nannte, muss jedoch auch lernen, dass London nicht das Dorf am Euphrat ist. 

Elif Shafaks "Ehre" wird nicht mein letztes Buch von ihr sein, denn sie schreibt mit so viel Liebe zum Detail ihre Geschichte, dass man das Gefühl bekommt, sie hat sie selbst erlebt. 




5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank an den Kein & Aber Verlag und an
für dieses tolle Buch und die Möglichkeit eine (für mich) neue Autorin kennenzulernen.


Mittwoch, 19. Februar 2014

Der letzte Winter

"Der letzte Winter" von Ake Edwardson


erschienen am  26.10.2010
Ullstein Taschenbuch Verlag
ISBN 9783548610603 
 510 Seiten

Inhalt:

Ein kalter Dezembertag. Völlig in sich versunken, spielt Erik Winters Tochter am Strand. Da treibt plötzlich ein Toter im Wasser. Tagelang quälen die kleine Elsa Alpträume. An Heiligabend erhält Erik Winter eine DVD, mit der ihm der Killer einen weiteren Mord ankündigt. Hilflos muss Winter zusehen, wie das Böse in sein Leben eindringt.


Autor:

Ake Edwardson (Jahrgang 1953) gehört zu den erfolgreichsten schwedischen Autoren und lebt heute in Göteborg. In dieser Stadt spielt auch seine Krimiserie um Erik Winter.
Edwardson arbeitete vor seiner Schriftsteller-Karriere über 20 Jahre als angestellter und freier Journalist. Er schrieb u.a. über Sport, Reisen, Literatur und Außenpolitik.

Meine Meinung:

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich skandinavische Krimis sehr mag. Und so landet auch immer wieder ein Krimi aus Schweden auf meinem Bücherstapel - wie eben jetzt Ake Edwardsons "Der letzte Winter". 
Der letzte Winter ist wie gewohnt beklemmend, kalt und dunkel. Doch diesmal hatte ich das Gefühl, dass Ake Edwardson noch eine Schippe obendrauf gelegt hat. Mir, persönlich, war es stellenweise schon zu viel Dunkelheit, Traurigkeit und Angst. 
 Winter muss Morde an jungen Frauen aufklären. Das Besondere daran ist, dass die Männer während der Morde angeblich geschlafen haben. Oder doch nicht? Und was soll das Video? Welche Verbindungen gibt es zu Spanien und seiner Familie? 
 Die Geschichte kommt nur langsam in Schwung und driftet leider auch phasenweise immer wieder ab. Es waren diesmal sehr viele Gedankeneinschübe und Grübeleien von Winter und seinen Kollegen dabei. Diese Gedankengänge unterbrachen teilweise die gerade in Schwung gekommene Geschichte und so zog sich der Fall diesmal erstaunlich lang. Interessant waren die Lösung und die Gründe für die Morde und vorallem die Verstrickungen der Familien. Auch die Entwicklung von Erik Winter und seiner Familie und die Geschichte rund um die neue Kollegin von Winter fand ich gut. Aber insgsamt hat mich dieser Ake Edwardson Fall nicht 100% überzeugt. Er kann es besser und ich hoffe auf den neusten Fall von Erik Winter.


3 von 5 Sternen

Sonntag, 16. Februar 2014

Zuwachs im Bücherregal

In diesem Monat habe ich so viele schöne Rezensionsexemplare bekommen, dass ich diese hier einmal vorstellen möchte. Jedes Buch bekommt natürlich nach dem Lesen noch seinen ganz eigenen Post, aber hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack, was in den nächsten Tagen, Wochen kommen wird.


Von links nach rechts obere Reihe:

Gavin Extence "Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" vom Limes Verlag
Anna Funder "Alles, was ich bin" vom Fischer Verlag
Robin Sloan "Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra" vom Blessing Verlag

Von links nach rechts untere Reihe

Rudi Jagusch "Amen" vom Heyne Verlag
Elif Shafak "Ehre" vom Kein & Aber Verlag
Brigitte Kanitz "Mord mit Schnucke" vom Blanvalet Verlag (schon rezensiert)

Mittwoch, 12. Februar 2014

Mord mit Schnucke

"Mord mit Schnucke" 
von Brigitte Kanitz





erschienen am 16.12.2013
Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN 9783442382194
 320 Seiten



 Inhalt:



Die Heide bebt!
Die Kommissarin Hanna Petersen wird nach Hassellöhne strafversetzt, einem Örtchen in der Lüneburger Heide. Doch die Idylle trügt... Als ein Tourist bei einer Jagd ums Leben kommt, ist Hanna davon überzeugt, dass es kein Unfall war. Ihre Ermittlungen gestalten sich jedoch schwierig: Eine Heidschnuckenherde verwischt die Spuren im Wacholder, die Hasellöhner schweigen plötzlich wie ein Grab, und der junge Dorfpolizist Fritz Westermann verwirrt Hanna mit seinem Charme. Nur die alte Luise steht ihr bei - mit selbstgebrautem Wacholderschnaps, der alle Probleme dieser Welt lösen soll...


Die Autorin:

Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat nach ihrem Abitur in Hamburg 
viele Jahre in Uelzen und Lüneburg als Lokalredakteurin gearbeitet. 
Inzwischen lebt und schreibt sie in Italien.



Meine Meinung:

Was für ein Spaß in der Heide mit Schnucke. Ein Regionalkrimi mit vielen Verwirrungen, einer guten Portion Misstrauen, einigen Missverständnissen und natürlich einem Mord. 

Hanna Petersen ist nicht die diplomatischste Kommissarin und so wird es für sie schwerer als gedacht - hier in Hasellöhne. Sie ist der "Ersatz" für den geliebten Karl. Dabei wollte sie nicht wirklich nach Hasellöhne in die Provinz, aber sie musste. Weg von der Liebesleiche, weg von der alten Arbeitsstelle, weg von dem Ärger und nun sitzt sie zwischen den Heideschnucken und den verstockten Dorfbewohnern und muss einen Mord an einem Hamburger Jagdteilnehmer aufklären. Was für ein Einstieg. Hanna ist noch gar nicht so richtig angekommen und sticht schon in ein Wespennest. Doch sie beißt sich durch. Mit ihrer direkten und schroffen Art stößt sie so manchen Dorfbewohner vor den Kopf und so muss gelegentlich der neue Mitarbeiter, ein germanischer Gott, die Wogen wieder etwas glätten.

Brigitte Kanitz hat einen witzigen und charmanten Heidekrimi geschrieben. Die Figuren sind sehr gut getroffen. Sie hat Charaktere geschaffen, die man mag und mit denen man gern einen Mord aufklärt. Hanna ist laut, polternd, direkt und doch auch empfindsam, zuhörend und vorallem klug. Sie spürt, wenn sie belogen wird und hinterfragt sehr viel. Ich fand ihre Gespräche mit ihrer inneren Stimme immer wieder witzig. Man hatte das Gefühl, dass sie auch stets einen kleinen Kampf um das "Rechthaben" mit ihrer inneren Stimme führt. Ihre Vorliebe für potthässliche, sitzende Froschaugengäule macht sie noch mehr symphatisch und vorallem nahbar. Auch ihr falterndes Herz schafft eine Nähe, die sie sonst mit ihrer schroffen Art nicht immer hat.

Aber auch die anderen Figuren wissen in diesem Buch zu überzeugen und man kann nur hoffen, dass Frau Kanitz noch einen weiteren Mord in der Heide aufklären möchte und somit die Kommissarin und ihre Dorfbewohner wieder in Action treten können.

5 von 5 Sternen



Montag, 10. Februar 2014

Das witzigste Vorlesebuch der Welt

"Das witzigste Vorlesebuch der Welt" 
von Jürgen von der Lippe




erschienen am 30.07.2009
meine Ausgabe ist vom 01.03.2012 
Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN 9783442376865
250 Seiten


Inhalt:

 Comedy geht auch mit Büchern Muss man mehr sagen als: 
Horst Evers – Dieter Wischmeyer – Frank Goosen – Harald Martenstein – David Sedaris – Katinka Buddenkotte – Guido Mingels – Fanny Müller – Kai Karsten – Linus Reichlin – Tilman Spengler – P.J. O’Rouke? Nein, muss man nicht. 
Vielleicht noch dies: Sieben Jahre lang hat Jürgen von der Lippe die Qualität der Geschichten in seiner TV-Show »Was liest du?« getestet und präsentiert in diesem Band ausgewählte Kurzgeschichten und Glossen, die witzig zu lesen und noch witziger zu hören sind. 

Meine Meinung:

So, nun mal Comedy zum Lesen. Bei den vielen großen Namen muss man doch aus dem Lachen nicht herauskommen. Hm. 
Ich habe mich prächtig mit den Geschichten von Harald Martenstein und Horst Evers amüsiert. Bei Katinka Buddenkotte hat dies eher nicht so gut funktioniert und auch so manch andere Geschichte konnte mich nicht so recht überzeugen. 
Es gab Geschichten, die haben kein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Bei anderen war es fast schon schade, dass sie nur wenige Seiten lang waren. 
 Ich würde sagen, dass Buch ist witzig - ja, aber das witzigste Buch ist es nicht - nein.

3 von 5 Sternen

Freitag, 7. Februar 2014

Eine Liebe zwischen den Zeiten

"Eine Liebe zwischen den Zeiten" 
von Sabine Neuffer

Titel: Eine Liebe zwischen den Zeiten 

 eBook
 442 Seiten
erschienen im Februar 2014
ISBN 978-3-95520-419-8
Format: ePUB

 Kauf hier bei dot.books



Inhalt:

Ihr Blick schweifte erneut über sein Gesicht, bis er, magisch angezogen, wieder in seine Augen tauchte. Warum war ihr dieser Mann so vertraut? 
Er war ein Fremder und schien so nah.

Eine Erbschaft führt die Journalistin Lea nach Jahren in London in ihre deutsche Heimat zurück. Als sie das Haus, das ihr hinterlassen wurde, genauer unter die Lupe nimmt, entdeckt sie einen kleinen Verschlag unter der Treppe. Neugierig betritt sie ihn – und hört plötzlich ein gewaltiges Poltern und Klirren. Beunruhigt verlässt sie die Kammer und findet sich mit einem Mal in einem Treppenhaus wieder, das sich vollkommen verändert hat. Nach und nach begreift Lea, dass sie ins Jahr 1938 gereist ist. Eigentlich will sie so schnell wie möglich in ihre Zeit zurückkehren, doch dann lernt sie den geheimnisvollen Arzt Daniel kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Romanze. Aber wie eine dunkle Wolke schwebt die Gefahr über ihnen, denn Daniel ist Jude.

Eine schicksalhafte Begegnung, zwei Leben und eine Liebe, die wie ein Stern in finsterer Nacht leuchtet!


Wer hat es geschrieben? 

Sabine Neuffer wurde 1953 in Hannover geboren. 
Nach dem Studium arbeitete sie als Lehrerin und für eine PR-Agentur, 
bevor sie ihre Leidenschaft für das Schreiben entdeckte.


Meine Meinung: 

Noch bevor ich mit dem Lesen begann, hielt ich mir selbst die Daumen, dass es nicht zu schnulzig oder anrührig wird. Mich hat bei der Inhaltsangabe besonders die Zeit interessiert. Eine junge Frau "fällt" in das Jahr 1938 zurück und erlebt bewußt die ersten Jahre der Diktatur. Es klang spannend und vielversprechend. Und jetzt nach dem Lesen kann ich sagen, dass es schon streckenweise etwas schnulzig und rührig war, aber es machte auch Spaß sich mit Lea in den engen Verschlag zu quetschen und in die alte Zeit einzutauchen. 

Viele Dinge, die für uns alltäglich sind (z.B. Dampfbügeleisen, Waschmaschine, Mikrowelle), fehlten in dem Haushalt von Daniel, Maxi und Mirjam. Es wird noch so vieles mit der Hand gemacht und bedeutete demnach unheimlich viel Arbeit. Auch die Rollenverteilung ist noch eine andere. Lea muss sich anpassen, wenn sie in das Jahr 1938 reist. Sie muss aufpassen, was sie sagt und tut, wem sie etwas anvertraut. Und dann geschieht es...sie verliebt sich in einen Mann, der 1938 schon in Lebensgefahr schwebt. 

Sabine Neuffer packt viele Fakten aus der NS-Zeit in diese Geschichte und gelegentlich hatte man das Gefühl ein Geschichtsbuch zu lesen. Interessant, aber nicht unbekannt, waren die Gedankeneinschübe von Lea trotzdem. Es wird einem bewußt, wie lange die Juden auf das Gute in Deutschland und ihre Politik hofften. Das Hitler immer noch gestoppt werden kann und nur eine kleiner "Fehltritt" der deutschen Politik sein wird. Und wie schwer es für sie wird, wenn sich die Schlinge auf einmal zu zieht und die Angst Oberhand gewinnt.

Lea hat das Glück zwischen den Zeiten hin und her zu reisen und wird aber dabei fast selber zerrissen von ihren Gefühlen, der Trauer und der Angst um diese Familie, mit der sie sich so verbunden fühlt. Ihr guter Freund Carl steht ihr mit Erfahrung und Weisheit bei. 

Das Buch liest sich wunderbar. Die Seiten blättern sich wie von alleine um und man kann kaum aus der Geschichte auftauchen, denn man möchte wissen, wie es weitergeht. Schafft es die Familie noch rechtzeitig zu emigrieren? Welche Verbindung gibt es zwischen Lea und dem SS-Mann? Trägt ihre Familie die Schuld am Schicksal von Maxi, Mirjam und Daniel? Darf sie überhaupt in das Schicksal eingreifen? 

Man ahnt das Ende und trotzdem bleibt es spannend, da Sabine Neuffer immer wieder kleine Stolpersteine einbaut. Zwischendurch wird es etwas rührig, aber insgesamt passt es ganz gut in die Geschichte. Ich hätte mir gewünscht, dass Carl noch etwas mehr Bedeutung bekommt, da er aus meiner Sicht eine spannende Rolle in dieser Geschichte einnimmt.

Insgesamt eine schöne Familiengeschichte, die sich zwischen den Zeiten abspielt und ein Band zwischen zwei Familien knüpft, was der Leser vielleicht so nicht erwartet hätte.

4 von 5 Sternen

Herzlichen Dank an  http://content-media.static.epidu.net/bdb/de-site/company_media/images/logos/BdB-logo-small2.jpg  und  für das Buch.

Donnerstag, 6. Februar 2014

I can see clearly now

"I can see clearly now" von Brendan Halpin



erschienen am 24.03.2009
meine Ausgabe ist vom 11.10.2011 
Bastei Lübbe Verlag
ISBN 9783404165834
286 Seiten


Inhalt:

Es gibt keinen besseren Weg, um sich kennenzulernen, als gemeinsam Musik zu machen. Jetzt erkläre ich euch, was ich mir von euch wünsche. Erzählt uns, was euch bewogen hat, euch für dieses Projekt zu bewerben, was ihr heute erlebt habt und wann und wo ihr eure Jungfräulichkeit verloren habt. Julie glaubt, im falschen Film zu sitzen, als sie das hört. Eigentlich ist sie engagiert worden, um Songs fürs Pädagogische Fernsehen zu komponieren -und nicht, um ihr Intimleben vor einer Horde Fremder auszubreiten. Das ist jedoch nur der Anfang.



Meine Meinung: 

  Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Jeder Musiker bekommt seine eigenen Kapitel und erzählt aus seiner Sicht, wie er etwas empfindet und was er erreichen will. Das machte die Geschichte spannender, aber leider zog sie sich trotzdem in die Länge und phasenweise hatte man das Gefühl man dreht sich im Kreis. So manche Gedankengänge möchte man abkürzen, da es schon nach ein paar Zeilen deutlich wird - hier kommt wieder nichts dabei raus. 
Auch die Figuren, so war mein Eindruck, entwickelten sich nicht wirklich weiter. Sie stagnierten und drehten wie kleine Planeten immer wieder nur um eine Person - Pamela. 
Ab und an blitzte ein bissiger und teilweise schwarzer Humor durch, der es schaffte mich an das Buch zu binden. Leider waren dies aber seltene Momente. Vielleicht war aber auch der Inhalt der Geschichte nicht meins. Ich bin kein Komponist, kein Texter, kein Musiker....vielleicht fehlt mir der "Draht" zu diesem Business und somit auch zu dieser Geschichte. Ich konnte so manche Handlung nur bedingt verstehen und nachvollziehen. 
Für mich keine Geschichte, die hängenbleiben wird. 

3 von 5 Sternen

Dienstag, 4. Februar 2014

Im Tal des Fuchses

"Im Tal des Fuchses" von Charlotte Link




erschienen am 12.09.2012
Blanvalet Verlag
ISBN9783764503505
575 Seiten

Inhalt:

 Was, wenn dein Entführer spurlos verschwindet und niemand weiß, wo du bist? 
Ein sonniger Augusttag, ein einsam gelegener Parkplatz zwischen Wiesen und Feldern. Vanessa Willard wartet auf ihren Mann, der noch eine Runde mit dem Hund dreht. In Gedanken versunken bemerkt sie nicht das Auto, das sich nähert. Als sie ein unheimliches Gefühl beschleicht, ist es schon zu spät: Ein Fremder taucht auf, überwältigt, betäubt und verschleppt sie. In eine Kiste gesperrt, wird sie in einer Höhle versteckt, ausgestattet mit Wasser und Nahrung für eine Woche. Doch noch ehe der Täter seine Lösegeldforderung an ihren Mann stellen kann, wird er wegen eines anderen Deliktes verhaftet. Und überlässt Vanessa ihrem Schicksal.

Meine Meinung:

Ich hatte dieses Buch empfohlen bekommen und habe mich (leider) ewig davor gedrückt es zu lesen. Warum? Der Covertext hat mich glauben lassen, dass ich den Leidensweg der Vanessa lesen muss. Wie sie langsam verhungert und verdurstet und wie sie um ihr Leben kämpft. Das wäre mir zu hart gewesen. Nachdem ich mich nun aufgerafft und einfach mal losgelegt  habe, wurde ich eines Besseren belehrt. Die Befürchtungen blieben aus, dafür las ich einen spannenden und interessant verstrickten Roman, der mir wieder gezeigt hat, wie gut Charlotte Link schreibt.

Die Geschichte ist spannend, gut aufgebaut und teilweise undurchsichtig. Ich hatte trotzdem schnell einen Verdacht, wer es sein könnte, aber meine Argumente waren andere. Die Figuren sind greifbar und realistisch. Fast alle Figuren entwickeln sich in der Geschichte weiter und zeigen ihre verschiedenen Seiten. Teilweise überraschend, teilweise vorhersehbar, aber immer gut in die Geschichte eingepackt, werden Charaktere gezeigt, die man überall antreffen kann. Mit manchen Personen konnte man sich besser identifizieren, mit anderen Personen und deren Ansichten so gar nicht. Charlotte Link schaffte es, die Spannung sehr lange hoch zu halten. Erst am Ende (auf den letzten Seiten) wird es etwas langatmig. Sie verliert sich dann in zu viele Details und Einzelheiten, die sie sonst in der ganzen vorherigen Geschichte nicht so sehr ausgebaut hat.

Insgesamt ist es aber eine spannende Geschichte mit vielen Verstrickungen und Überraschungen und interessanten Charakteren.

4 von 5 Sternen


Samstag, 1. Februar 2014

Rein & Raus Januar 2014

Schon ist der erste Monat des Jahres wieder vorbei und es ist an der Zeit den Monatsrückblick zu wagen.

Gelesen habe ich 10 Bücher davon 2 Hörbücher und dies finde ich als Start ins neue Jahr recht gut. Leider war auch der Buchzuwachs recht gut...eigentlich ist leider falsch, denn ich wollte sie ja alle haben, aber für den angestrebten SUB-Abbau ist es eher hinderlich. Mal sehen, ob ich im Februar stärker gegen die wilden Rufe der Bücherregale ankämpfen kann ;-).

Januar 2014 - REIN:




1. Jonathan Franzen "Die Korrekturen"
2. Maria Ernestam "Der Kater, meine Nachbarn und ich" (fehlt auf dem Foto)
3. Arturo Pérez-Reverte "Dreimal im Leben"
4. Nora Roberts "Summer Fever" 
5. Julia Bähr / Christian Böhm "Wer ins kalte Wasser springt, muss sich warm anziehen" 
6. Daniela Larcher "Neumond"
7. Stephan Ludwig "Zorn - Wo kein Licht" 
8. Sabahattin Ali "Die Madonna im Pelzmantel" 
9. Jürgen von der Lippe "Das witzigste Vorlesebuch der Welt" 

 
 Januar 2014 - RAUS:



1. Chris Morgan Jones "Die Kunst des Sterbens" 3 von 5
2. Tania Krätschmar "Eva und die Apfelfrauen" 3 von 5
3. Monika Feth "Der Bilderwächter" 2 von 5
4. Amy Chua "Die Mutter des Erfolgs" 4 von 5
5. Jean-Luc Bannalec "Bretonische Brandung" 3 von 5

6. Vargas, Fred "Es geht noch ein Zug von Gare Du Nord" 4 von 5 (fehlt auf dem Foto)
7. Ulla Ziemann "Der Tag, an dem meine Wohnung abbrannte und ich bei meiner kroatischen Putzfrau einzog" 4 von 5
8. Ernestam, Maria "Der Kater, meine Nachbarn und ich" 3 von 5
9. Alexander Söderberg "Unbescholten" 2 von 5
10. Brendan Halpin "I can see clearly now" 3 von 5