Sonntag, 24. November 2013

Lesepreis 2013 - Die besten Bücher 2013


 
Die Abstimmung zum Lesepreis 2013 geht in die nächste Runde, d.h. ihr könnt für die besten Bücher aus den verschiedensten Kategorien stimmen. 

Also ran an die 15 Kategorien mit den jeweils 35 besten Bücher aus dem Jahr 2013!

Alle Leser können dann bis zum 28. November darüber abstimmen, welche Bücher den "Leserpreis - Die besten Bücher 2013" erhalten. Am 29. November werden die Gewinner bekannt gegeben.

Alle Informationen könnt ihr hier noch einmal lesen und natürlich auch HIER abstimmen. 

Mittwoch, 20. November 2013

Frauen und Bücher

"Frauen und Bücher" von Stefan Bollmann
 


 
erschienen am 08.10.2013
DVA Verlag
ISBN 9783421045614
414 Seiten (ohne Anhang)


Worum geht es?
 
Wussten Sie, dass Marilyn Monroe eine passionierte Leserin war und eines ihrer Lieblingsbücher der »Ulysses« von James Joyce? Dass der Studienabbrecher Friedrich Gottlieb Klopstock 1750 die Dichterlesung erfand, als er einer Schar junger Frauen seine Oden vortrug und dafür Küsse kassierte? Dass Jane Austen nur Frauen für voll nahm, die Romane lieben? Oder dass vor 150 Jahren Eugenie Marlitt, eine entlassene Vorleserin, zur ersten Bestsellerautorin der Welt aufstieg?

Diese und eine Fülle anderer Begebenheiten lässt Stefan Bollmann in einem unterhaltsam geschriebenen Panorama lebendig werden, das von Klopstocks Zeit bis in die Gegenwart führt und von aktuellen Phänomenen wie Fanfiction und "Shades of Grey" berichtet. Zugleich erzählt er eine überraschend andere Geschichte des Lesens, seiner Macht und Magie. Lesen kann Leben und Lieben verändern. Ein Buch für Frauen, die leidenschaftlich gern lesen – und aus dem Männer erfahren, was ihre Frauen meinen, wenn sie sagen: »Jetzt nicht! Ich lese!«



Meine Meinung:

Ich lese unheimlich gern Bücher, die eine Geschichte über Bücher, Buchliebhaber oder ähnliches zum Thema haben. Das ist dann wie doppeltes Lesevergnügen. Zweifacher Lesespaß sozusagen. Und genau, dass ist Stefan Bollmann gelungen. Das Abtauchen in verschiedene Lesezeiten, Lesegewohnheiten, Leser und Schriftsteller. Er schafft es den Leser auf eine interessante Zeitreise durch das Leseverhalten der letzen Jahrhunderte mitzunehmen. Wie entstand die Sucht "Lesen"? Und ab wann war es erlaubt öffentlich zu seiner Sucht zu stehen? Vorallem Frauen hatten es anfangs nicht leicht sich dem Lesestoff zu nähern, denn lesende Frauen waren nicht beliebt und nicht erwünscht. Doch schon bald sprengten die Frauen die Lesefesseln und gaben sich dem Vergnügen hin. Bis heute sind Frauen, die wichtigste Lesergruppe für den Buchmarkt und so ist es nicht überraschend, dass sich Stefan Bollmann mit dem Phänomen lesende Frauen beschäftigt hat.

Das Buch ist in insgesamt vier Teile aufgebaut, welche die verschiedenen Jahrhunderte näher betrachten. Bollmann startet mit den 18. Jahrhundert und taucht dann in das 19. Jahrhundert zu Jan Austen und Madame Bovary ein. Spaziert zur E. Marlitt und schlendert dann nach kleinen Abstechern ins 20. Jahrhundert. Dort angekommen, begegnet er Virginia Woolf und landet danach in Paris 1922. Auch Marilyn Monroe wird näher betrachtet und danach kommt Susan Sonntag zu Wort. Es geht weiter ins hier und heute und natürlich zu Shades of Grey. 


Mit viel Vergnügen und Spaß erzählt Bollmann Geschichten rund um die Frau, das Lesen, die Schriftstellerinnen und deren Entwicklung. Es liest sich nicht wie ein Sachbuch, sondern eher wie ein Roman. Die Kapitel werden immer von einem Bild eingeleitet. Zudem kann man auch zwischen durch Bilder finden, die in einem engen Zusammenhang mit der Geschichte stehen. Leider sind die Details der Bilder nicht so gut zu erkennen, denn Bollmann geht öfter auf diese ein. So manches Bild, was man schon kannte, erscheint nach der Erklärung in einem anderen Licht.
Die Mischung aus Anekdoten, geschichtlichen Fakten und literarischen Bonbons ist hier gut gelungen. Viele neue Anregungen bezüglich Autoren, Bücher und Epochen habe ich bekommen und werde mir jetzt und später einige davon zum Lesen bereithalten.


Freitag, 8. November 2013

Leserpreis 2013 - Vote jetzt für dein Lieblingsbuch

Leserpreis 2013 von Lovelybooks - Deine Stimme zählt!

Bis zum 20. November könnt ihr alle Bücher nominieren, die zwischen dem 1. Dezember 2012 und dem 30. November 2013 zum ersten Mal erschienen sind.

In jeder Kategorie kommen die 35 am häufigsten nominierten Bücher in die finale Abstimmungsrunde, die am 21. November startet
Die Preisträger werden am 29. November 2013 bekannt gegeben.
 
Jede Nominierung und jede Stimme zählen!

Vote jetzt und klick hier!

Freitag, 1. November 2013

Die Melodie des Todes

"Die Melodie des Todes" 
von 
Jorgen Brekke

erschienen am 14. 10.2013
Heyne Verlag
ISBN 9783641113865 
352 Seiten




Worum gehts?

Hochspannung aus Skandinavien – düster, grausam, raffiniert 

Ein grausiger Leichenfund versetzt das winterliche Trondheim in Angst und Schrecken. Das Opfer ist eine junge Frau. Ihr fehlen die Stimmbänder, und auf ihrem Leichnam steht eine Spieldose, aus der eine seltsame Melodie ertönt. Kommissar Odd Singsaker nimmt die Ermittlungen auf. Kurz darauf verschwindet ein junges Mädchen in unmittelbarer Nachbarschaft des ersten Tatorts. Hat der Täter wieder zugeschlagen? Als die Eltern des Mädchens im Garten ihres Hauses eine mysteriöse Spieluhr finden, scheint es daran keinen Zweifel mehr zu geben.

Meine Meinung:

Wer, wie ich, gern skandinavische Krimis liest, freut sich immer wieder über diese Krimis, die düster, undurchsichtig, kalt und raffiniert sind. Keine glatten Charaktere, die schon am Anfang des Buches signalisieren, dass alles gut wird. Keine Verbrecher mit alltäglichen Problemen. Nein, hier wird noch in den Tiefen gegraben und das Böse im Menschen hervorgeholt. 

Schon der Prolog ist ein heftiger Einstieg und anfangs konnte ich auch keine Verbindung zur (Haupt-)Geschichte finden. Doch so langsam werden die Knoten gelöst und es wird klarer das Bild...bis man merkt, dass sich Odd verrannt hat.

Der zweite Fall von Odd Singsaker ist verzwickt und so richtig, will sich kein Ermittlungserfolg einstellen. Dann verschwindet auch noch ein junges Mädchen aus der direkten Nachbarschaft des Tatortes. Ist sie abgehauen? Oder doch entführt? Warum? Und vorallem, wer sollte sie entführen wollen? Und was bedeutet das unbekannte Lied aus der Spieluhr?

Spannend bis zum Schluss unterhält Brekke seine Leser. Lässt sie teilhaben an der frustierenden Suche nach dem Mörder, der irgendwie immer ein Schritt voraus ist. Dazu reist man als Leser immer wieder in die Vergangenheit, denn auch 1767 wird ein Mord begangen und der Polizeimeister muss den Mörder eines Mannes finden, der vor den Stadtmauern liegt. Wer war er? Was machte er in Trondheim? Womit verdiente er sein Geld? Die Ermittlungen laufen so ganz anders als in der Parallelgeschichte. Keine Technik, keine (Blut-)Analysen und Spurenhunde. Nein, zu Fuß bzw. auf einem alten Gaul wird ermittelt. Die zwei Geschichten laufen parallel und so erfährt man etwas über die Bänkellieder und deren Bedeutung, denn diese spielen in diesem Krimi eine große Rolle. 
Die Verbindung zwischen den beiden Geschichten wird mit jeder Seite klarer und verständlicher und bald schon findet Odd die Spur.
"Kleiner Carl, schlaf süß, in Fried;
bald wird man dich wecken,
bald lässt unsre Zeit perfid
dich ihre Galle schmecken.
Erde ist ein Jammertal:
Kaum man atmet, kommet fahl
Tod mit seinem Schrecken."
Carl Michael Bellmann

Mir hat das Buch gut gefallen. Einzig die Vergangenheitsgeschichte fand ich etwas langatmig. Aus meiner Sicht könnte sie kürzer sein, doch ansonsten, ist Herrn Brekke eine tolle Geschichte gelungen und ich bin fast schon geneigt mir den ersten Band noch zu organisieren. Denn (nur am Rande) die private Geschichte von Odd ist auch nicht uninteressant.



Ein herzliches Dankeschön an Random House / Heyne!!