Donnerstag, 31. Oktober 2013

Zusammenfassung Oktober 2013

04.10. Das sind eigentlich genau jene Bücher, die ich nicht lese. Aber vielleicht finde ich ja trotzdem etwas ähnliches. Zu Ende gelesen habe ich "Der Koch" von Martin Suter...hat mir gut gefallen. Suter kann einfach super schreiben. Ich lesen seine Bücher so gern. Dafür habe ich jetzt ein Buch "Himmelreich" von Rolf Dobelli abgebrochen, weil es für mich nicht "genial, einfallsreich" oder ähnliches war. Es war mir zu abgehackt. Es las sich wie eine Abfertigung bzw. war es einfach nur das Auflisten von Fakten, Daten und Ergebnissen. Das Leseerlebnis kam für mich nicht auf, so dass ich wenig Lust habe, es weiter zu lesen. Da widme ich mich lieber dem neuen Rezensionsexemplar von Elizabeth Gilbert. Ganz schön dick mit 705 Seiten.

08.10. Die Arbeit frisst mir meine Lesezeit auf. Abends habe ich kaum noch Muse etwas zu schmökern und das soll bei mir etwas heißen. Noch immer lese ich das neue Buch von Elizabeth Gilbert. Es ist sehr schön geschrieben und interessant.  

20.10. Der Monat bleibt arbeitsintensiv, so dass ich wohl im Oktober mein schlechtestes Leseergebnis erzielen werde *grummel*. Aber gut, dies lässt sich erstmal nicht ändern. Elizabeth Gilberts "Das Wesen der Dinge und der Liebe" habe ich beendet und freue mich, dass ich so ein schönes Buch zum Rezensieren bekommen habe. Momentan lese ich ein weiteres Rezensionsexemplar aus dem Hause Heyne "Die Melodie des Todes" von Jorgen Brekke. Ein norwegischer Krimi und der lässt sich wie geschnitten Brot lesen ;-). Abends vorm Einschlafen gibt es "Das Glücksbüro" und mit Albert, dem aufgeräumtesten Beamten ever, kann man prima ins Reich der Träume hinabgleiten. 

26.10. So, die stressigste Woche des Monats liegt endlich hinter mir. Bei 12-14 Stunden Arbeitszeit kam ich nicht wirklich zum Lesen. Dafür habe ich heute den Tag genutzt und endlich mal wieder zwei Bücher beendet. "Die Melodie des Todes" - grundsolider spannender Krimi und passend zum Monatsthema sowie "Das Glücksbüro" über einen sehr symphatischen Beamten. Jetzt freue ich mich auf das neue Rezensionsexemplar "Frauen und Bücher" von Stefan Bollmann. Es ist heute angekommen und die ersten Seiten sind auch schon gelesen. Bin jetzt schon infiziert ;-).  

29.10. "Im Cafe der verlorenen Jugend"...huuuuhaaa...nee, bin froh, dass das Buch nur ein paar 100 Seiten hatte. Dafür macht "Das Frustjobkillerbuch" einen ganz guten Eindruck. Vieles ist bekannt, manches kann "trösten". Der ganz große Kracher ist es noch nicht.  

31.10. Ruckzuck war der Oktober vorbei und damit auch mein schlechtester Lesemonat bisher. Obwohl ich kein Buch gekauft habe, konnte ich aufgrund von Zeitmangel auch nicht wirklich meinen SUB abbauen. Ich hoffe auf einen entspannteren November und etwas mehr Zeit für die Bücher und diesem Blog. 

Gelesen habe ich zum Thema: "Die Melodie des Todes" von Jorgen Brekke. Insgesamt habe ich vier Bücher vom SUB abgebaut und kein neues Buch gekauft oder getauscht. 

Samstag, 26. Oktober 2013

Die lieben Neuen


Obwohl ich keine Bücher in diesem Monat erworben habe, kommen doch immer wieder Bücher bei mir zu Hause an. Neben Rezensionsexemplare (über die ich mich meistens sehr freue) sind es vorallem Bücher, die ich geschenkt bekomme oder auch mit den Worten "musst du mal lesen" ausgeliehen bekomme.

Die letzten vier Bücher möchte ich heute kurz vorstellen. Ein Buch davon habe ich bereits gelesen (die Rezension wird folgen), die anderen Bücher warten noch auf ihren Einsatz.



 
"Frauen und Bücher" von Stefan Bollmann

Lesen kann Leben und Lieben verändern. Ein Buch für Frauen, die leidenschaftlich gern lesen – und aus dem Männer erfahren, was ihre Frauen meinen, wenn sie sagen:
Jetzt nicht! Ich lese!

 "Die Melodie des Todes" von Jorgen Brekke

Ein grausiger Leichenfund versetzt das winterliche Trondheim in Angst und Schrecken. Das Opfer ist eine junge Frau. Ihr fehlen die Stimmbänder, und auf ihrem Leichnam steht eine Spieldose, aus der eine seltsame Melodie ertönt. Kommissar Odd Singsaker nimmt die Ermittlungen auf. Kurz darauf verschwindet ein junges Mädchen in unmittelbarer Nachbarschaft des ersten Tatorts. Hat der Täter wieder zugeschlagen? Als die Eltern des Mädchens im Garten ihres Hauses eine mysteriöse Spieluhr finden, scheint es daran keinen Zweifel mehr zu geben.

"Das Frust Job Killer Buch" von Volker Kitz / Manuel Tusch

Warum so unglücklich im Job? Über 85 % der Berufstätigen würden gerne ihren Job wechseln! Vom Chef unterschätzt, vom Gehalt frustriert, von der Routine gelangweilt und den Kollegen genervt, glaubt so gut wie jeder, dass es woanders bestimmt besser wäre. Dabei ist es ganz egal, für wen oder wo wir arbeiten - die Gründe für unsere Unzufriedenheit sind, früher oder später, dieselben.

"Die wunderbare Welt der Sprache" von Charles Berlitz

Als berufener Kenner und Forscher auf seinem Gebiet geht er den Verbindungen untereinander nach, spürt längst untergegangende Sprachen wieder auf und weist den Einfluß nach, den die Sprache auf die Geschichte und Entwicklung der Menschheit gehabt hat. 

Sonntag, 20. Oktober 2013

Das Wesen der Dinge und der Liebe

"Das Wesen der Dinge und der Liebe" von Elizabeth Gilbert



erschienen am 01.10.2013
Bloomsbury Verlag
ISBN 9783827011565
705 Seiten

Worum gehts?

 Nach ihrem Weltbestseller "Eat, Pray, Love" meldet sich Elizabeth Gilbert mit einem
großartigen Roman zurück. 
"Das Wesen der Dinge und der Liebe" erzählt die Geschichte
von Alma Whittaker, einer Frau, die sich den Pflanzen verschrieb, die Naturgesetze
erforschte und versuchte, das Wesen der Liebe zu ergründen.
Am Ende ihres Lebens wird Alma auf ein großes Jahrhundert zurückblicken. Sie wird in die Aufbruchsphase Amerikas geboren, die Welt wird erforscht und erobert, Altes durch Neues abgelöst. Ihr umtriebiger Vater ist mit Pflanzenhandel reich geworden und der jungen Alma wird es an nichts fehlen, auch nicht an Bildung. Und so wächst sie zwischen den Pflanzen der prächtigen Gewächshäuser heran. Ihre ganze Leidenschaft gilt der Natur, und während ihrer Studien, die sie ihr ganzes Leben begleiten, gelingen ihr ähnlich revolutionäre Einsichten, wie sie dann Charles Darwin der Welt vorführen wird. Doch Alma selbst zweifelt an ihren Erkenntnissen. Gibt es eine wissenschaftliche Erklärung, warum sich der Mensch nach Liebe sehnt? Was ist Liebe überhaupt?
Warum sind wir selbstlos und uneigennützig, wie ihre Adoptivschwester Prudence, die schon früh sich für die Befreiung der Sklaven einsetzt? Alma wird Antworten finden, ebenso wie die Liebe.



Meine Meinung: 
Ich habe bereits das Buch "Eat, pray & love" von der Autorin gelesen und fand es gut. Sie weiß den Leser zu unterhalten und die Geschichte so eindringlich und lebensnah zu beschreiben, dass man das Gefühl bekommt dabei zu sein.

Auch in diesem Buch schafft sie es, dass man sich schnell in die Familie integriert und sich mit Alma auf eine gewisse Art und Weise verbunden fühlt. 

Alma, das kleine schlaue Mädchen, das so viele Fragen hat und nicht immer die notwendigen Antworten bekommt. Alma, die eigentlich eine kleine Erwachsene ist. Ihre Eltern scheinen sie zu lieben, aber sie behandeln sie wie eine Erwachsene. Das Lernpensum ist enorm für ein so kleines Kind, aber nicht unbedingt ungewöhnlich für diese Zeit. Was hätte die Mutter zu der heutigen Erziehung gesagt? Beide Elternteile fördern das Kind auf ihre Weise und so hat man das Gefühl, dass trotz der Gefühlskälte und dem fehlenden Kuscheleinheiten das Kind glücklich ist.

Die Autorin beschreibt ihre Figuren mit so viel Liebe zum Detail, dass man ein Bild im Kopf aufbauen kann. Sie lässt den Leser auf eine lange Reise nach Liebe, dem Glück und der Erfüllung gehen und ganz nebenbei entdeckt man neue Kulturen und erobert die Moose. Alma erlebt sehr harte Jahre und viele Entbehrungen. Sie muss sich immer wieder neu motivieren und erfahren, dass sie nicht jeden Wunsch erfüllt bekommt. Auch verzichtet sie auf so vieles, was manchen Leser als unmöglich erscheinen wird. Sie scheint fast zu Scheitern an der Liebe zu einem Mann, den sie liebt, aber nicht greifen kann.
Doch sie verliert nie ihren Lebensmut, nie ihren Forscherdrang und ihre klaren Ansichten. Die strenge Erziehung und ihre Klugheit lassen sie niemals verzweifeln. So manches Mal habe ich leise beim Lesen den Hut vor ihr gezogen und ihr ab und an Mut zu gesprochen. Ihre klare, ehrliche und strukturierte Weise das Leben anzunehmen und umzugehen, hat mir am besten gefallen.

Da die Autorin die Geschichte so detailliert beschreibt, wird das Lesen zum Kino. Der Film ist manchmal etwas überladen und schwer zu greifen, aber immer wieder fesselnd und spannend, bunt und anziehend. 

Ein tolles Buch über eine bemerkenswert starke und facettenreiche Frau. 


Dienstag, 8. Oktober 2013

Schutzpatron

"Schutzpatron" von Volker Klüpfel und Michael Kobr



erschienen am 26.05.2011
Piper Verlag
ISBN 9783492274838
400 Seiten


Worum gehts?

Eine Arbeitsgruppe für die Sicherung des Altusrieder Burgschatzes, der im Allgäu gefunden wurde und jetzt nach einer weltweiten Ausstellungstour endlich wieder in die Heimat kommt – so ein Schmarrn!, denkt sich Kommissar Kluftinger, der doch gerade den mysteriösen Mord an einer alten Frau aufklären muss. Oder hat das eine gar mit dem anderen zu tun?

 

Meine Meinung:
Sehr geehrter Herr Kluftinger,

Sie haben es nicht leicht. Alle wollen sie etwas von Ihnen und keiner denkt mal an Ihre Bedürfnisse nach Ruhe und dem nahenden Ruhestand. Da arbeiten Sie nun schon in einer Provinz und trotzdem passieren stets vor Ihrer Tür die Morde und andere Straftaten. 
Und zu Hause? 
Die Erika! Nein, denkt sie wirklich, dass ausgerechnet Sie eine Affäre haben? Sie, der eigentlich froh ist, wenn er abends seine Füße unter den Tisch schieben kann? Warum nur kommt sie auf diesen Blödsinn? 
Und was haben Sie sich diesmal für einen Fall an Land gezogen? Eine tote alte Frau - es könnte so einfach sein, wenn es natürlich gewesen wäre - stellt sie vor Rätsel. Was war in der Werkstatt wirklich passiert und in welchem Zusammenhang steht dies mit dem Burgschatz von Altusried? 
Und dann wieder der Dr. Langhammer. Nein, Sie tun mir scho etwas leid. Immer der, mit seinem Einmischen und Rumschnüffeln. Priml, jetzt müssen Sie wegen dem noch das Golfen lernen. Entschuldigen Sie bitte mein kurzes breites Grinsen. Kann schon mal passieren. 
Am meisten hat mich, ich muss es zugeben, Ihr Fahrzeuggeschmack schockiert. Ja, völlig aus der Bahn hats mich geworfen. Ich konnte es nicht fassen, Sie und dieses Vehikel? Wo ist Ihr Stolz, Ihre Ehre und was ist mit dem Passat? 

Lieber Kluftinger, an diesem sechsten Fall, muss ich diesmal doch etwas meckern. Ja, auch das noch. Wo Sie doch so viel um die Ohren haben. Erstens Sie werden, verzeihen Sie es mir, langsamer und manchmal für mich zu langsam und zu weitschweifend. 
Fassen Sie sich kurz - wie bei Ihren Komplimenten an Frau Henske. 
Und was sollte das mit der Schleichwerbung? Nee, immer wieder wurde die Marke erwähnt. Das nimmt Ihnen Ihren Charme und die Glaubwürdigkeit. Okay, auch der Passat wurde immer wieder erwähnt, aber das ganz alte Modell und nun das. Bitte lassen Sie es, wenn ich Werbung möchte, schalte ich den Fernseher ein.

Gut nun, ich werde mich auf den Weg machen zu Ihrem siebten Fall und hoffe auf etwas mehr Würze und alten "Klufti" ohne Schnickschnack und Werbepause!

Bis dahin...


Sonntag, 6. Oktober 2013

Todesengel

"Todesengel" 
von 
Andreas Eschbach


erschienen am 20.09.2013
Bastei Lübbe Verlag
ISBN 9783785724811
544 Seiten

 
 
Inhalt:

Ein strahlend weißer Racheengel geht um in der Stadt, heißt es, der überall dort auftaucht, wo Unschuldige in Gefahr sind, und diejenigen, die ihnen Gewalt antun, brutal bestraft: Ist das wirklich nur die Schutzbehauptung eines alten Mannes, der Selbstjustiz geübt hat?
Ein Journalist deckt auf: Es gibt diese Gestalt tatsächlich – er kann es beweisen.
Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf.

Meine Meinung:

Ich habe dieses Manuskript (siehe Bild) zum Lesen bekommen und muss gestehen, dass ich Andreas Eschbach vorher nicht kannte. Ich hoffte, dass es keine allzu "abgefahrene" Geschichte wird, wenn ein weißer Racheengel mitspielt. 
Und nun nach dem Lesen des Buches kann ich nur sagen: "Lesen!".

Das Buch ist spannend und beängstigend, traurig und schockierend, nachdenklich und brutal. Manchmal an der Grenze, denn immer wieder stellen sich die Fragen: 
"Darf Selbstjustiz sein?"
"Wie sehr darf man sich wehren, um nicht selbst zum Täter zu werden?" 
"Haben Opfer weniger Rechte als die Täter?"

Andreas Eschbach lässt hier einige Beispiele für sich sprechen und immer wieder meint man die Geschichten zu kennen und schon einmal in den Medien gelesen zu haben (nur mit anderen Namen und Städten). Man hat sie jedoch wieder vergessen, aber haben die Opfer jemals eine Chance die Gewalttaten zu vergessen? 
Eschbach lässt hier Opfer und Täter sprechen und strickt daraus einen Thriller, der manchmal ein beängstigend schnelles Tempo aufnimmt. Er rast mit dem Leser durch die Nacht und tötet und rächt und wird zum Täter. Die Opfer sprechen eine traurige und erschütternde Sprache und die Figuren lassen den Leser mitleiden. 
Welche Person kann es jahrelang aushalten allein zu leben? Keinen Kontakt zur Außenwelt, keine Freunde, keine Familie, kein Spaß am Leben - ist das noch ein Leben?

Mich hat dieses Buch gefesselt und abgestoßen zu gleich. Der Journalist Ingo hat mich als einzige Figur nicht begeistert. Er hatte keinen starken Charakter, war eher wie eine Fahne im Wind und machte auf mich keinen guten Eindruck. Sicherlich war dies von Eschbach gewollt, um einen Kontrast zu schaffen, aber ich fand die Figur belastend und nervig. Immer wieder wollte man sagen: "Nun mach doch mal.", aber nein er zog sich zurück. 

Das Buch wirft viele Fragen auf und bietet aber keine Lösungen dafür (was sicherlich auch nicht gewollt ist) an. Sind die Opfer wirklich weniger Wert als die Täter? Nach diesem Buch bekommt man leider den Eindruck, dass sich die Medien und die Justiz mehr für die Täter interessieren und ihnen mehr Hilfe und Unterstützung anbieten als den Opfern. 
Lohnt sich noch Zivilcourage, wenn man dann verurteilt wird? 

Insgesamt hat mich das Buch mit einem beklemmenden und unsicheren Gefühl zurückgelassen.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Neues Buch für den SUB

"Die Lektionen" von Naomi Alderman

Inhalt:


Mit zielstrebiger Selbstverständlichkeit nehmen sie jede Hürde ihres Studiums in Oxford und sie sind die Freunde von Marc, der lässiger ist als alle anderen, entwaffnend charmant, offenkundig promisk und geradezu obszön reich....Keiner widersteht diesem Angebot und bald belebt eine exklusive WG den alten Herrensitz, mit rauschenden Partys und wechselnden Liebschaften. Ohne es selbst zu merken, verstrickt sich James in eine Abhängigkeit von Marc, aus der er sich, auch als die Gemeinschaft auseinandergeht und trotz seiner Liebe zu Jess, kaum befreien kann. Mit scharfem Blick und scharfer Zunge porträtiert Naomi Alderman eine ganz besondere Facette der geschlossenen Gesellschaft einer Eliteuniversität und lotet dabei die Kräfteverhältnisse von Ehrgeiz und Einsamkeit aus, von Liebe und Macht.