Sonntag, 25. August 2013

Bin dann mal weg...

...und werde mich zum Lesen zurückziehen. 
Nebenbei mache ich noch Urlaub und werde abtauchen in fremde Kulturen, um dann wieder mit vielen Ideen und neuen Leseempfehlungen aufzutauchen. 
Es werden hoffentlich lesereiche Tage und Nächte ;-) und bis dahin 
wünsche ich Euch eine gute Zeit, ein gutes Buch zur Hand 
und bis bald.....auf dieser Welle....


Als Mrs. Simpson den König strahl

"Als Mrs. Simpson den König stahl" 
von Juliet Nicolson




 
erschienen am 16.07.2013
392 Seiten
ISBN 9783458359371 

Worum gehts?

England, 1936. Für die 19-jährige May Thomas beginnt das Abenteuer ihres Lebens. Gerade aus Barbados nach England gekommen, tritt sie eine Stelle als Chauffeurin bei Sir Philip Blunt an. Mit ihrer offenen, liebenswürdigen Art findet sie bei den Blunts schnell ein neues Zuhause. Und in dem politisch und sozial engagierten Oxfordstudenten Julian einen Freund, für den sie schon bald mehr empfindet, als ihr erlaubt ist.

Zur selben Zeit hält Evangeline Nettlefold Einzug bei den Blunts. May schließt Freundschaft mit der lebenslustigen Amerikanerin, die mit ihrer impulsiven Art alles durcheinanderwirbelt. Doch Evangeline sorgt für etwas mehr Aufregung, als allen lieb ist. Denn sie steht in engem Kontakt mit Wallis Simpson, deren heimliche Affäre mit dem König nicht nur die Skandalpresse in Alarmbereitschaft versetzt. 

Nach und nach taucht May immer tiefer ein in die Verstrickungen der gehobenen britischen Gesellschaft und hat bald nicht mehr nur mit ihrem Gefühlschaos zu kämpfen. 
(Quelle: Verlagsseite

Meine Meinung:

Hinein ins Vergnügen und abgetaucht in eine Zeit voller Wandel (gerade bei den Frauen), Umbrüchen und Unsicherheit. Ich hatte nach dem Lesen des Covertextes ein gutes Gefühl - ein Buch, welches den Leser fesselt und mitreisst. Auch das Cover fand ich ganz nett gestaltet und interessant aufgebaut. Es verrät nicht zuviel und wirft doch einige Fragen auf. Wer ist die Frau am Steuer? Und die Dame auf der Treppe - wer ist das? Wo befinden sich die beiden Frauen? Die Kleidung und auch das Fahrzeug verraten, dass es sich um eine vergangene Zeit handelt. Die Spannung und Vorfreude wuchs...doch leider konnte die Geschichte, der Ankündigung des Covertextes und des Bildes nicht standhalten. 

Die ersten Seiten sind vollgestopft mit Personen und deren Vorstellung, deren Leben und warum sie bestimmte Entscheidungen treffen und welche Konsequenzen dadurch die Nachkommen ziehen müssen. Die Sprünge zwischen den Figuren und deren Geschichten fand ich nicht so gelungen. Die eigentliche Geschichte verzögerte sich dadurch sehr und so hatte man das Gefühl, dass man eine recht große Hürde überspringen muss, um endlich an die eigentliche Geschichte zu kommen. Doch auch diese entwickelte sich nur schleppend und ohne großen Charme. Ich konnte zu keiner Person eine Verbindung aufbauen. Evangeline fand ich weder spritzig noch witzig, eher war sie eine tragisch-traurige Figur, die keinen wirklich guten Platz in ihrem Leben gefunden hat. Keine Figur konnte mich so richtig überzeugen. Auch fand ich die Charaktere zu oberflächlich (leider haben sie sich, innerhalb dieser Geschichte, kaum weiterentwickelt). Die Freundschaft zwischen den zwei Frauen wirkte nicht echt und man konnte sich kaum vorstellen, dass sie wirklich einen "Draht" zueinander hatten. 

Ich hatte gehofft, dass durch die geschichtlichen Verbindungen und dem drohenden Weltkrieg eine gewisse Spannung erzeugt wird, doch leider konnte die Autorin dies nicht umsetzen. Das es die Figuren in der realen Welt wirklich einmal gab (auch wenn diese Geschichte fiktiv war), hatte eigentlich einen gewissen Reiz, der jedoch durch zuviel Wollen verloren gegangen ist. Ich glaube, dass manchmal eine Figur oder eine Nebenhandlung weniger besser für diese Geschichte gewesen wäre. So schleppt sie sich etwas und man hofft auf ein baldiges Ende. Schade.

Aufgrund der guten Idee und mit dem Wissen, dass es sich hier um ein Debüt handelt, gibt es von mir 3 Sterne. 

Herzlichen Dank an BloggdeinBuch und dem Verlag für das Rezensionsexemplar.


Mittwoch, 14. August 2013

Der Mann im Park

"Der Mann im Park" von Pontus Ljunghill



erschienen am 12.08.2013
  Heyne Verlag
ISBN 9783453268388
560 Seiten

Was passiert?

Ein herausragendes Debüt - fesselnd, originell und stilistisch brillant.Die achtjährige Ingrid wird ermordet aufgefunden. Kommissar John Stierna verspricht der verzweifelten Mutter, den Mörder zu finden. Jahre später hat Stierna dem Kriminaldienst den Rücken gekehrt. Doch der Mord an der kleinen Ingrid hat sich in sein Gedächtnis gefräst. Als ihn ein Journalist kontaktiert, der über den Fall schreiben will, entflammt Stiernas Spürsinn erneut. Was ist damals wirklich passiert? 

Stockholm 1928: Auf einer verlassenen Werft wird die achtjährige Ingrid Bengtsson grausam zugerichtet aufgefunden. Der Fall sorgt für Aufsehen, und der junge Kommissar John Stierna wird mit den Ermittlungen betraut. Es beginnt die Jagd nach einem Mörder, der so gut wie keine Spuren hinterlassen hat. Doch Stierna ist sich seiner Sache sicher, und er verspricht der verzweifelten Mutter des Mädchens, den Mörder ihrer Tochter zu finden. 

Gotland 1953: John Stierna hat dem Kriminaldienst den Rücken gekehrt. Den Mord an der kleinen Ingrid hat er jedoch niemals vergessen, und als er von einem Journalisten kontaktiert wird, der an einem Artikel über spektakuläre Mordfälle arbeitet, beginnt Stierna sich erneut mit dem Fall zu beschäftigen. Doch die Zeit drängt, in wenigen Tagen verjährt der Mord an dem Mädchen, und der Täter könnte für immer entkommen.


Meine Meinung: 

 Krimi, Schweden und Vergangenheit...alles Faktoren, die einen spannenden und unterhaltsamen Krimi versprechen. Ich war sehr gespannt auf dieses Debüt. 

Für ein Debüt fand ich es okay, wenn es auch nicht an Mankell, Edwardson & Co. herankommt. Es fehlte noch der letzte Schliff, die Würze für einen richtig guten Krimi. Schon am Anfang kam ich nicht so richtig gut in die Geschichte hinein. Es holperte etwas und die Figuren waren nicht so richtig greifbar. Der Kommissar John Stierna hatte leider nicht so die Ausstrahlung, die ich mir gewünscht hatte. Auch die anderen Figuren blieben etwas farblos und konnten nur schwer mitreißen. 

Die Geschichte an sich ist nicht schlecht. Es geht um einen Mord an einem jungem Mädchen. 1928 versucht der Kommissar Stierna mit allen Mitteln den Mörder zu finden. Man muss sich bei der Beschreibung der Ermittlungen immer wieder daran erinnern, dass die Geschichte im Jahr 1928 spielt. Kein Hightech, keine Computeranalysen, keine Vernetzung und kein Internet, alles noch mühsame Handarbeit, die mir leider etwas zu sehr ausgeschmückt wurde. 
Auch die Sprünge zwischen 1928 und 1953 fand ich nicht ganz so gelungen. Die Geschichte zog sich etwas und man wartete einfach nur darauf, dass man endlich die Identität des Mörders erfährt. Man weiß die ganze Zeit, dass der Mord 1928 nicht aufgelöst wird und durch die Gedankeneinschübe des Mörders kennt man auch seine Beweggründe, aber es geht nicht voran. 1953 versucht der mittlerweile pensionierte Kommissar noch einmal die Akte neu zu deuten und erzählt einem Journalisten von dieser Geschichte. Dadurch hatte ich erwartet, dass die Geschichte an Schwung und Dynamik gewinnt, aber leider bleibt sie ziemlich emotionslos und langsam.

Ich fand die Idee der Geschichte gut, aber die Umsetzung (Spannung, Charaktere) ist noch nicht so optimal.  

Sonntag, 11. August 2013

Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

"Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" 
von Alex Capus




 Was passiert?

Von drei Helden wider Willen erzählt Alex Capus in seinem neuen Roman: Vom Pazifisten Felix Bloch, der nach 1933 in den USA beim Bau der Atombombe hilft. Von Laura d’Oriano, die Sängerin werden will und als alliierte Spionin in Italien endet. Und von Emile Gilliéron, der mit Schliemann nach Troja reist und zum größten Kunstfälscher aller Zeiten wird.


Nur einmal können die drei einander begegnet sein: im November 1924 am Hauptbahnhof Zürich. Doch ihre Wege bleiben auf eigentümliche Weise miteinander verbunden. Capus treibt seinen Erzählstil des faktentreuen Träumens zu neuer Meisterschaft. Heiter und elegant, lakonisch und zart folgt der Erfolgsautor aus der Schweiz den exakt recherchierten Lebensläufen seiner Helden.


Mein Eindruck?

  Wer schon mal ein Buch von Alex Capus gelesen hat, wird sich schon jetzt auf eine schöne und unterhaltsame Geschichte freuen. Alex Capus schreibt so leicht und locker, dass man fast schon durch die Geschichte gleitet. Die Figuren sind toll beschrieben und entwickeln sich innerhalb der Geschichte weiter. Man folgt ihnen durch die ganze Welt und will immer mehr mit ihnen erleben und durchstehen und entdecken.

Capus gibt jeden seiner drei Hauptfiguren etwas mit, was den Leser fasziniert bzw. bindet. Oft staunt man, wer mit wem zusammengearbeitet hat, wer mit wem befreundet war und wie etwas entstanden ist, was die Menschheit so beeinflusst hat. Ich kann nicht sagen, ob diese Fakten immer der Realität entsprechen, aber für diese Geschichte sind sie wunderbar miteinander verknüpft worden. 

Schliemanns Begleiter Emile fand ich besonders herrlich. Fälschen für den Forscher und dessen Ehrgeiz und Gier und dabei selber gut davon leben können. Die leichte Schlitzohrigkeit steckt in allen drei Figuren und man muss schon ab und zu schmunzeln, wie sie diese einsetzen und dabei (manchmal) gewinnen. Stets schwebt über dieser Geschichte dieses Treffen auf dem Bahnhof. Ob sie sich jemals gesehen haben? Ob sie sich wahrgenommen haben? Oder ist es einfach nur der Aufhänger für diese Geschichte? 
Es ist aus meiner Sicht egal, denn die Geschichte ist schön und sehr gut geschrieben. 

Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt und doch findet man sie fast jedes Mal in jedem Kapitel wieder. Alex Capus springt zwischen seinen Figuren hin und her und strickt dort mal eine Reihe weiter und da mal ein wenig. Und doch kann man ihm gut folgen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Seit längerer Zeit mal wieder ein 5 Sterne Buch, welches sehr gut unterhält, einen schönen leichten Schreibstil hat und wunderbare Bilder schafft. 


Samstag, 10. August 2013

Neuzugänge II

Die Bücher habe ich zum Teil bereits im letzten Monat bekommen, aber sie haben es nicht mehr aufs Foto geschafft ;-). Der Krimi aus Dänemark ist heute gekommen. 


Anna Grue "Die guten Frauen von Christianssund" 

Mit ihren Krimis um den kahlköpfigen Detektiv Dan Sommerdahl führt Anna Grue Dänemarks Bestsellerlisten an. Raffinierte Fälle, Biss und Witz sind die Markenzeichen dieser Serie, bei der es um die Menschen, die Liebe und das Leben geht – das hin und wieder ein gewaltsames Ende findet. In der beschaulichen Kleinstadt Christianssund, malerisch an einem Fjord gelegen, gibt es einen kleinen Hafen, ein schickes Villenviertel, eine hässliche Fußgängerzone – und seit Neuestem eine Leiche. 

Hans Brinkmann "Milchmädchen, rechne dich!"

Fragt sich noch wer, warum die Rechnung nicht aufgeht? Welche Rechnung eigentlich? Warum "nicht"? Und was genau soll "aufgehen" heißen? Gibt's denn überhaupt noch Milchmädchen? Kann man sich die noch leisten? Und sonst so? Alles in Butter? Eine ganz besondere Kost setzt uns Brinkmann mit seinem aktuellen Erzählungsband vor. 

David Seidler "The King`s Speech"

Der britische Thronfolger Prinz Albert (als König Georg VI.) überwindet mit Hilfe des australischen Gelegenheitsschauspielers und Sprachtherapeuten Lionel Logue sein Stottern. Nationalhistorie und privates Schicksal spiegeln sich in einer Weise, die Geschichte lebendig werden lässt.

Dienstag, 6. August 2013

Neuzugänge I

So, wie versprochen, stelle ich heute meine neuen Errungenschaften vor. Die Bücher habe ich geschenkt bekommen und kommen alle von meiner Wunschliste. Manchmal kann das Leben so schön sein ;-).



Hiromi Kawakami "Am Meer ist es wärmer"

Ein Fischerdorf, zwei Bahnstunden von Tokio entfernt: Manazuru. Jenes Wort schrieb Keis Ehemann in sein Tagebuch, bevor er spurlos verschwand. Warum hat er sie verlassen, und wohin ist er gegangen?
Keis Liebe zu ihrem Mann ist immer noch grenzenlos, und so versucht sie, dem Rätsel seines Verschwindens auf die Spur zu kommen. Eine geheimnisvolle Unbekannte scheint mehr als sie selbst zu wissen.

Rainer Moritz "Die Überlebensbibliothek"

Eine seltsame Macht scheint von Romanen auszugehen, auf verschlungene Art und Weise berühren sie uns und verbinden sich mit unserem Leben. Rainer Moritz, Autor, Kritiker und leidenschaftlicher Leser, stellt in seiner ganz persönlichen »Überlebensbibliothek« für fast alle Lagen des Lebens jene kleinen und großen Geschichten der Weltliteratur vor, denen diese Macht innewohnt.

Michel Georges-Michel "Die von Montparnasse"

Paris – ein Fest fürs Leben
Picasso, Moïse Kisling, Georges Braques, Fernand Léger und viele andere Größen der Avantgarde sind die Protagonisten dieser literarischen Wiederentdeckung über die Pariser Boheme. Im Rausch der Nächte am Montparnasse ringen sie um nichts Geringeres, als die Welt neu zu erfinden. In ihrer Mitte: Modrulleau, in dem man den Maler und Bildhauer Amedeo Modigliani erkennt, dessen Aktgemälde für Aufruhr sorgen, und seine Muse, die junge Malerin Haricot-Rouge. Um sie herum versammeln sich die Intellektuellen, Träumer, Literaten, Strichjungen, Tänzerinnen und Verrückten aus aller Herren Länder, angezogen von einer Stadt, die ihren Lebenshunger und ihre Sehnsucht nach einem neuen Leben stillt. 

Nicolas Barreau "Du findest mich am Ende der Welt"

Als der Galerist Jean-Luc Champollion eines Morgens den Liebesbrief einer Unbekannten in der Post findet, ahnt er noch nicht, dass sein wohltemperiertes Leben von jetzt an völlig auf den Kopf gestellt werden soll. Denn bald schon hat Jean-Luc nur noch ein Ziel: Er will die kapriziöse Unbekannte finden, die sich »Principessa« nennt und die verführerischsten Briefe der Welt schreibt. Doch wer ist diese Frau, die ihn mit zarter Hand und spitzer Feder durch eine turbulente Liebesgeschichte lenkt?




Emma Becker "Monsieur"

Die 20-jährige Ellie interessiert sich nicht im Geringsten für ihre Mitstudenten, ihre Phantasien kreisen um erotische Literatur und die Anziehungskraft erfahrener, älterer Liebhaber. Letzteren findet sie in einem 45-jährigen Chirurgen und Freund der Familie, genannt »Monsieur«. Es beginnt mit einem verspielten Austausch erotischer Zitate, es führt durch zerwühlte Hotelbetten, es endet in einer aufreibenden, grenzüberschreitenden Amour fou ...

Katherine Pancol "Die gelben Augen der Krokodile"

Joséphine, Ehefrau, Mutter und Historikerin mit Fachgebiet Mittelalter, glaubt, sie stünde auf der sicheren Seite des Lebens. Doch dann zerbricht alles: Ihr Mann betrügt sie, ihre Tochter rebelliert, und die Bank macht Druck. Da kommt ihr das ungewöhnliche Angebot ihrer schönen Schwester Iris gar nicht mal so ungelegen. Diese hatte einen Verleger angeschwindelt, an einem schwülstigen historischen Roman zu arbeiten. Jetzt soll Joséphine dieses Buch schreiben, die das Geld auch gut gebrauchen kann, weil sie das mit der Scheidung, den beiden Töchtern und dem Alleinsein schaffen muss. Womit keiner rechnen konnte: Der Roman wird zu einem absoluten Bestseller, und das Leben der beiden Schwestern steht plötzlich Kopf.

Rainer Moritz "Madame Cottard und die Furcht vor dem Glück"

Zeit für die Liebe, Sonne und die salzige Luft des Atlantiks – so hatte sich Nathalie ihre ersten Ferien mit Robert vorgestellt. Fühlen, ob das mit ihm Zukunft haben könnte. Doch dann ist schon die Gegenwart allzu rasch zu Ende: Robert muss beruflich zurück nach Paris. Ist ihm seine Arbeit wichtiger? Nathalie beginnt zu prüfen, wie groß ihre Sehnsucht nach ihm ist.