Mittwoch, 31. Juli 2013

Zusammenfassung Themenmonat Juli 2013

Da der Juli fast schon vorbei ist und ich wohl auch das Buch nicht mehr schaffe, werde ich mich jetzt schon mal selig und moralisch auf den August vorbereiten. Aber dafür sind heute noch mal 8! Buchgeschenke eingetroffen (siehe 30.07.). Jubel! Bilder wird es erst im August geben ;-).

Juli 2013: Bücherkette, die Titel der Bücher müssen immer mit dem letzten Buchstaben aus dem letzten Buchtitel beginnen. 



02.07. Momentan lese ich "Schöne Ruinen" von Jess Walter. Das Cover ist furchtbar kitschig und wenig ansprechend, aber der Text zwischen den Klappen umso mehr. Tolle Geschichte mit vielen schönen Charakteren 

05.07. "Nilpferde unter dem Haus" von Hansjörg Schneider war nicht so ganz mein Lesestoff.  Aber beendet habe ich es trotzdem. "Schloss aus Glas" von Jeannette Walls wird nun folgen, da ja der letzte Buchstabe vom letzten Buchtitel ein "s" war. 

07.07. "Schloss aus Glas" hat mir nicht wirklich gefallen. Wiederholend und wenig einfangend das Buch. Bin jetzt bei "Schwarze Diamanten" von Martin Walker. Schon besser. 

09.07. "Schwarze Diamanten" habe ich fast fertig gelesen und schon mal nebenbei "Nur zur Ansicht" begonnen. Roger Willemsens kurze Ansichten und Geschichten mag ich sehr gern. Kurz, klar und teilweise schön bissig. 

10.07. Ich habe gestern ein eBook vom Unsichtbar-Verlag erhalten und konnte nicht widerstehen das Buch anzulesen. Es ist aber nicht beim Anlesen geblieben und so habe ich bereits mehr als die Hälfte von "Warten auf..." von Marcus Ertle gelesen.  

12.07. So, heute war ich Frustshoppen. Eigentlich versuche ich so etwas zu vermeiden, aber diese Woche kam es mal wieder knüppeldick und wenn dann der Siedepunkt erreicht ist, muss man sich auch mal etwas Gutes gönnen. Manche essen ein Eis, andere kaufen Schuhe oder neue Kleider - ich kaufe Bücher. Auch wenn das Motto in diesem Monat 3:1 ist. Ich werde zwar das Motto mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren, dafür habe ich vier Bücher bekommen. Ein Buch ist sogar von meiner Wunschliste. Etwas gelesen habe ich auch "Schwarze Diamanten" und "Warten auf..." beendet sowie "Nur zur Ansicht" zu 3/4 gelesen. 
Jetzt folgt "Gold" ein Rezensionsexemplar. Freue mich darauf. 

16.07. "Gold" lässt sich gut lesen und entwickelt sich anders als gedacht. Als zweites Buch lese ich gerade "Tod auf dem Jakobsweg" von Petra Oelker. Das Buch passt wieder zum Monatsziel. 

21.07. Nachdem mein gestriger Eintrag sich so garnicht speichern lassen wollte, werde ich es heute noch einmal versuchen. "Gold" habe ich gelesen und siehe Rezension auch für sehr gut empfunden. "Mut für zwei" lese ich gerade und bin bis jetzt noch etwas uneins, wie ich es finden soll. Ich lass mich mal überraschen, wie es weitergeht. 

23.07. Langsam wird es quälend mit der Mutti & dem Kind. Ich kann mich nicht für Julia erwärmen und finde so manche Aussage von ihr fragwürdig. Mich kämpfe mich noch etwas weiter und hoffe auf die Mongolei. Ansonsten sind heute meine zwei letzten Rezensionsexemplare gekommen ;-) und dazu noch zwei Leihbücher von meiner Mom auf meinem SUB gelandet. So wird das nichts mit dem Abbau.

26.07. In den letzten Tagen war sehr viel los, so dass ich kaum zum Lesen gekommen bin. Nun hoffe ich auf das Wochenende und etwas mehr Ruhe und Zeit. "Mut für zwei" habe ich aber geschafft. Es wurde nicht besser...die Reisebeschreibungen waren gut, aber der Rest war nicht meins. Zwei neue Bücher erhöhen meinen SUB, da es aber Geschenke waren...herzlich willkommen ;-). Dieser Monat ist aus der Sicht des SUB-Abbaus sowieso völlig schief gelaufen. Da muss ich mich im August echt ranhalten. 

28.07. Es ist soooo heiß, dass man sogar beim Blättern eines Buches schwitzt. Ich habe mich aber trotzdem in die Geschichten gestürzt (was anderes wäre nicht möglich gewesen ;-)) und zwei Bücher beendet. "Tod auf dem Jakobsweg" von Petra Oelker  war gut, aber mehr ein Reisebericht mit Krimikomponente als ein Krimi pur. Und "Ein bisschen Kowalski gibt es nicht" von Shannon Stacey. War sehr vorhersehbar, einfach zu lesen und das richtige Buch für 38°C im Schatten. 

30.07. Schon ist der Monat wieder rum. Ich lese momentan "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" von Alex Capus. Ein tolles Buch und wieder sehr gut geschrieben. Auch wurde in der Lesegruppe entschieden, dass wir die Buchkette weitermachen, d.h. im August wird es kein neues Thema geben. Gestern durfte ich mir für schlappe 100€ Bücher aussuchen. Ich habe erstmal für knapp 68€ Bücher ausgesucht, da die Bilanz in diesem Monat eh schon hinüber ist. 

Schöne Ruinen - Nilpferd unter dem Haus - Schloss aus Glas - Schwarze Diamanten - Nur zur Ansicht - Tod auf dem Jakobsweg

Sonntag, 28. Juli 2013

Ein bisschen Kowalski gibt es nicht

"Ein bisschen Kowalski gibt es nicht" 
von 
Shannon Stacey


erschienen am 01.06.2013  
Mira Taschenbuch im Cora Verlag
ISBN 9783862787265 
300 Seiten 




Was passiert?

Moment mal die hübsche Lady da am Tresen wird belästigt! Doch als Kevin Kowalski, Besitzer der Sportsbar, ihren aufdringlichen Verehrer k.o. schlägt, erlebt er gleich mehrere Überraschungen. Die erste: Das Opfer, Beth Hansen, ist sauer auf ihn, statt dankbar zu sein. Der Typ da auf dem Kneipenboden ist nämlich ihr Boss! Und dank Kevin ist sie jetzt ihren Job los. Die zweite: Nicht lange, und er sieht Beth wieder was in einem heißen One-Night-Stand endet. Die dritte: Kevin wird Daddy! Und die vierte Überraschung: Beth denkt gar nicht daran, ihn in ihr Leben zu lassen. Aber Kevin nimmt es sportlich. Gewinner ist schließlich der, der zuerst am Ziel ankommt. Und seines ist glasklar: Beth, Baby und Flitterwochen.

 Mein Eindruck?

Komplexe Geschichte? 
Nein! 
Komplizierte und eigenwillige Charaktere? 
Nein!
Anspruchsvolle Literatur?
Eher nicht!

Was dann?
Eine schöne kitschige und vorhersehbare Geschichte über Liebe, Familie und Babys. 

Wer darf mitspielen?
Vorallem Beth, die gern von Stadt zu Stadt zieht, um der Fürsorge ihrer Eltern zu entgehen. Die es bisher nicht geschafft hat, sich zu finden und zur Ruhe zu kommen. Sie wohnt spartanisch, jobbt, wo es geht und zieht einfach weiter, wenn es kompliziert wird.

Kevin Kowalski, der Besitzer einer Bar und ein Prachtkerl ohne Makel. Ein Traum für die Frauen, doch er will nur die Eine und eine Familie. Die eigene chaotisch-laute Familie liebt er abgöttisch und hilft ihr, wo er kann.

Paulie, die nicht wirklich Paulie ist und auch so ein kleines Päckchen Vergangenheit mit sich rumschleppt.

Familie Kowalski, chaotisch, laut, zusammenhaltend, kinderlieb und symphatisch...alle Mann.

Und diese Figuren mische man nun in eine Geschichte. Zwei Menschen treffen sich, schlafen miteinander und trotz Verhütung passiert es. Was soll Beth jetzt nur tun? Sie wendet sich an Kowalski und dieser zeigt ihr, was ein Prachtkerl ist. Verschafft ihr eine Wohnung, bezahlt die Arztrechnungen usw. Er bietet ihr den Himmel auf Erden, doch ihr fehlt der Glaube an die Liebe, an das Vertrauen und die Zukunft. Sie verweigert ihm, was sie sich selbst auch wünscht und so wohnen sie Tür an Tür und leiden beide still vor sich hin. Er kassiert einen Korb nach dem anderen und doch bleibt er am Ball und zeigt ihr monatelang, was sie ihm bedeutet. Und Beth? Sie muss noch viel lernen...vorallem Vertrauen.

Eine leichte, phasenweise witzige Geschichte über zwei Menschen, die sich das Leben schwer machen. Wie so oft sind die Nebenfiguren fast noch ein Stück interessanter und beleben die Geschichte immer wieder. Manchmal war mir Kevin Kowalski zu viel Gutmensch und zu wenig Mann, der die Schnauze voll hat (wie es wohl eher im echten Leben vorkommt) und Beth hätte ich so manches Mal gern wachgerüttelt. Aber, Gott sei Dank, haben sie es beide doch noch geschafft..oder nicht? Denn es gibt noch einen dritten Band...man kann schon eine Leseprobe testen. 
Insgesamt eine leichte Lektüre für warme Sommertage, die einen in eine heile schöne Welt abtauchen lässt und so für ein paar Stunden Friede, Freude und Sonnenschein beschert.



Das Buch habe ich vom Mira Taschenbuch Verlag und BloggdeinBuch bekommen. 
Vielen Dank für die entspannten Lesestunden.

Samstag, 27. Juli 2013

Mut für zwei

"Mut für zwei" von Julia Malchow


Worum gehts?

 15000 Kilometer allein mit Baby von München durch Sibirien und die Mongolei bis nach Peking, auf der Suche nach einem individuellen, zeitgemäßen Verständnis von Familie.§Mit der Transsibirischen Eisenbahn auf der Suche nach einer Welt für zu Hause jenseits der typischen Familienklischees. Auf diese Reise begibt sich Julia Malchow mit ihrem zehn Monate alten Sohn Levi. Denn Reisen ist für sie mehr als Unterwegssein: der Schlüssel zu neuen Ideen und zum Einssein mit sich selbst. Und genau danach sucht sie nach der Geburt ihres Sohnes, der erst mal alles in Julias Leben auf den Kopf stellt. Aber funktioniert Reisen in abgelegene Winkel auch mit Kind? Ein großes Abenteuer, das mit gängigen Familienvorstellungen aufräumt und den Kopf frei macht für die Welt und für zu Hause.

Mein Eindruck:

Ich bin, was dieses Buch angeht, hin und her gerissen. Einerseits haben mir die Reisebeschreibungen, das Näherbringen von Ländern und Leuten gut gefallen. Auch die Erzählungen aus dem Leben einer Zugfahrenden haben mir gut gefallen, jedoch die Erzählende und ihre Suche nach dem Sinn des Lebens haben mich gestört. Gestört ist vielleicht der falsche Ausdruck...ich konnte die Suche, die Hast und den Zwang nicht nachvollziehen. Das ständige Betonen, dass alle gegen diese Reise waren, das sie meinten sie solle mit dem Baby zu Hause bleiben oder wenigstens eine weniger anstrengende Reise unternehmen. Das wiederholte "Jetzt-erst-Recht" konnte ich nicht verstehen. Ich fand die Bedenken der anderen durchaus angebracht und nachvollziehbar- weniger die chaotische und hektisch wirkende Organisation der Reise.
Durch das ganze Buch wollte sich mir nicht erschließen, warum sie das Ganze nun auf sich nimmt. Um den anderen zu beweisen, dass es geht? Nur deshalb? Und das Einssein mit sich selbst, hat sie es durch die Anstrengungen und Belastungen wirklich gefunden? Aber gerade das Sich-finden-mit-Kind fand ich anstrengend und teilweise nervend, da ich es teilweise nicht nachvollziehen konnte. 
Die Ländergeschichten, die verschiedenen Kulturen, die Beschreibungen der Regionen dagegen waren interessant und machen Lust auf Reisen konnten aber die Zwischentöne leider nicht ausgleichen.

Aufgrund der Zwiespältigkeit gibt es 3 Sterne von 5.

Freitag, 26. Juli 2013

Neuzugänge IV

Zwei Buchgeschenke habe ich die letzten Tage bekommen und nun sollen sie auch vorgestellt werden. Mal wieder zwei Schweden im Haus...

Weiß jemand, wo man noch eine gute Tüte Zeit bekommt?



Hjorth & Rosenfeldt "Die Toten, die niemand vermisst"

In den Bergen von Jämtland stürzt eine Wanderin ab. Sie überlebt doch aus der Erde vor ihr ragen die Knochen einer Hand. Die Polizei birgt kurz darauf sechs Leichen, darunter die zweier Kinder. Sie alle wurden zur gleichen Zeit verscharrt. Als man Stockholm um Verstärkung bittet, reist Kommissar Höglund mit seinem Team in die Provinz. Aber nicht nur die Spannungen zwischen dem Kriminalpsychologen Bergman und seiner Tochter Vanja belasten die Arbeit. Die Identität der Toten gibt viele Rätsel auf. Niemand scheint sie zu vermissen.

Die ersten beiden Bände waren super...ich freue mich schon auf den dritten Fall.

Asa Nilsonne "Der Psychologe"

Diesmal ermittelt die Stockholmer Polizistin Monika Pedersen in eigener Sache: In dem Buch eines renommierten Psychologen stößt sie auf die Lebensgeschichte ihrer früh verstorbenen Mutter. Bisher glaubte sie, diese sei bei einem Unfall ums Leben gekommen, doch was sie dann herausfindet, lässt sie anderes vermuten. Denn schon bald stößt sie auf dunkle Machenschaften, die sie auf die Spur eines skrupellosen Mörders führen.

Ich kenne weder die Autorin noch den kleinen Verlag, umso neugieriger bin ich, wie es wird...das Lesevergnügen. 


 

Dienstag, 23. Juli 2013

Neuzugänge III

Diesen Monat purzeln die Bücher nur so in mein Regal und ich bekomme das Freudestrahlen nicht mehr aus dem Gesicht. Heute nun die nächsten vier Bücher, die einen Platz im Regal gefunden haben. 

Mary Kay Andrews "Die Sommerfrauen"

Ellis, Dorie und Julia sind grundverschieden und beste Freundinnen, seit sie denken können. Jetzt haben sie endlich einmal den ganzen Sommer Zeit füreinander: vier Wochen lang, in einem Ferienhaus direkt am Meer mit Sonne satt – ein Urlaub zum Träumen. Oder vielleicht auch nicht?

Nicole Drawer "Allein mit deinem Mörder"

Ein Serienkiller geht um. Seine Opfer: attraktive, junge Frauen. Alarmstufe Rot bei der Hamburger SOKO, denn es gibt keine Zeugen, keine Beweise und kein Motiv für die Morde. Erst als Psychologin Johanna Jensen zu den Ermittlungen hinzugezogen wird, gibt es eine heiße Spur - bis ein Kollege spurlos verschwindet und ein makabres Lebenszeichen das Schlimmste befürchten lässt ...Packend, abgründig, verstörend.







Alex Capus "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer"

Von drei Helden wider Willen erzählt Alex Capus in seinem neuen Roman: Vom Pazifisten Felix Bloch, der nach 1933 in den USA beim Bau der Atombombe hilft. Von Laura d'Oriano, die Sängerin werden will und als alliierte Spionin in Italien endet. Und von Emile Gilliéron, der mit Schliemann nach Troja reist und zum größten Kunstfälscher aller Zeiten wird. Nur einmal können die drei einander begegnet sein: im November 1924 am Hauptbahnhof Zürich. Doch ihre Wege bleiben auf eigentümliche Weise miteinander verbunden. Capus treibt seinen Erzählstil des faktentreuen Träumens zu neuer Meisterschaft. Heiter und elegant, lakonisch und zart folgt der Erfolgsautor aus der Schweiz den exakt recherchierten Lebensläufen seiner Helden.

Ich hoffe, die Geschichte ist genauso gut wie das letzte Buch von ihm. Hier habe ich hohe Erwartungen.

Shannon Stacey "ein bisschen kowalski gibt es nicht"

Moment mal die hübsche Lady da am Tresen wird belästigt! Doch als Kevin Kowalski, Besitzer der Sportsbar, ihren aufdringlichen Verehrer k.o. schlägt, erlebt er gleich mehrere Überraschungen. Die erste: Das Opfer, Beth Hansen, ist sauer auf ihn, statt dankbar zu sein. Der Typ da auf dem Kneipenboden ist nämlich ihr Boss! Und dank Kevin ist sie jetzt ihren Job los. Die zweite: Nicht lange, und er sieht Beth wieder was in einem heißen One-Night-Stand endet. Die dritte: Kevin wird Daddy! Und die vierte Überraschung: Beth denkt gar nicht daran, ihn in ihr Leben zu lassen. Aber Kevin nimmt es sportlich. Gewinner ist schließlich der, der zuerst am Ziel ankommt. Und seines ist glasklar: Beth, Baby und Flitterwochen.

Samstag, 20. Juli 2013

Gold

"Gold" von Chris Cleave

   erschienen am 01.04.2013
  DTV Verlag
ISBN 9783423249584
400 Seiten

Worum gehts?

Kate und Zoe: Sportlerinnen, Konkurrentinnen und Freundinnen. Seit sie sich vor vierzehn Jahren für das englische Nationalteam der Radrennfahrer beworben haben, sind sie eng befreundet. So unterschiedlich sie auch sind, wissen sie doch, dass sie sich auf ihre Freundschaft verlassen können. Jetzt steht der entscheidende Wettkampf ihrer Karriere bevor. Sie sind die Besten im Land - aber wer ist die Bessere von ihnen beiden? In dieser aufgeladenen Situation kommt es zu einer Auseinandersetzung, die alles in Frage stellt. Es geht um Sophie, Kates kleine Tochter, die schwer krank ist. Und um ein Geheimnis, das seit Jahren zwischen ihnen steht und immer schwerer auf ihnen beiden lastet. Sollte es jemals enthüllt werden, wäre nichts in ihrem Leben mehr so, wie es war...

 Mein Eindruck:

Vorweg, ich habe mich bisher nicht mit dem Thema Radsport beschäftigt bzw. mich dafür interessiert. Umso überraschter war ich, dass man darüber so spannende und interessante Bücher schreiben kann. Gut, Chris Cleave hat zum Thema Radsport noch eine verzwickte Freundschaft von zwei Frauen und einem "gemeinsamen" schwerkranken Kind hinzugefügt. 
Die drei Hauptthema hat Cleave wunderbar miteinander verbunden und eine tolle und fesselnde Geschichte daraus gemacht. 

Durch den sehr guten Schreibstil kann man gut in die Geschichte abtauchen, mitfiebern, mitkämpfen und traurig sein. Er beschreibt die verbissenen Wettkämpfe, die kleinen und großen seelischen und körperlichen Verletzungen so genau, dass man sie fast spüren kann. Sie sind so realistisch - fast greifbar. Sophie, die Tochter, hat mich beeindruckt. Die Erkrankung so zu akzeptieren und vorallem immer daran zu denken, dass man stark sein muss für Mom und Dad. Ihre Gedankengänge waren nicht wehleidig und voller Selbstmitleid, sondern stark und sehr reif für ihr Alter. Ob ein Kind wirklich so denkt, wer weiß das? Ich fand die Perspektive interessant und sie passte sehr gut in diese Geschichte. Die Wendungen, die diese Geschichte immer wieder einschlägt, machen das Buch schwer vorhersehbar und dadurch kam immer wieder Spannung auf. 
Cleave hat mich mit seinem Buch sehr gut unterhalten und gefesselt und am Ende eine kleine Gänsehaut hinterlassen. Jetzt wage ich mich an "Little Bee" von ihm heran.


Donnerstag, 18. Juli 2013

Schwarze Diamanten

"Schwarze Diamanten" von Martin Walker


erschienen am 28.12.2010
Diogenes Verlag
ISBN 9783257067828
352 Seiten

Worum gehts?

Was haben Trüffeln mit Frankreichs Kolonialkrieg in Vietnam und mit chinesischen Triaden zu tun? Die Lösung von Bruno Courrèges' drittem Fall ist so tief vergraben wie die legendären schwarzen Diamanten unter den alten Eichen im Périgord – und genauso schwer zu finden. 

Das Périgord ist die Heimat der schwarzen Trüffeln – sie sind, bei einem Preis von 1000 Euro pro Kilo, der wichtigste Bodenschatz der Region. Als ruchbar wird, dass die schwarzen Diamanten auf dem Trüffelmarkt des Nachbarorts mit billigen Importen aus Asien verschnitten werden, muss Bruno als Chef de police ermitteln. Der Fall nimmt eine dramatische Wendung, als ein furchtbarer Mord begangen wird – an Brunos altem Jagdfreund Hercule, dem größten Trüffelexperten der Region. Bruno steht nun vor der Herausforderung, die Verbindung zwischen diesem und einigen lange zurückliegenden Verbrechen zu finden, die eng mit Frankreichs unrühmlicher kolonialer Vergangenheit in Indochina verknüpft sind. Eine Geschichte mit Dominoeffekt, die als beschauliche Erzählung über eine kulinarische Spezialität beginnt, steigert sich zu einem rasanten Thriller, der mehrere Kontinente und ein halbes Jahrhundert umspannt.

Mein Eindruck:

Es ist schon der dritte Fall, den man mit Bruno lösen muss und immer wieder muss man feststellen, dass innerhalb einer kleinen Region doch allerhand Verbrechen geschehen kann. Diesmal muss Bruno den Verlust eines Freundes verkraften und dazu noch einen Trüffelskandal aufklären.

Das Buch startet recht gemächlich und plätschert so langsam vor sich hin. Ab der Hälfte des Buches wird es spannender und verzwickter. Zwischenzeitlich hatte ich fast schon Probleme die Gruppen und Kriege auseinander zu halten. Aber es war trotzallem sehr gut geschrieben und spannend aufgebaut. Bruno darf seine Isabelle wiedersehen und seinen kleinen inneren "Frauen"Kampf führen. Auch seine Kochkünste werden wieder teilweise sehr detailliert beschrieben. Man könnte fast nach dem Lesen das Gericht nachkochen. Der Wein wird auch wieder genossen und natürlich darf der Trüffel nicht fehlen. 
Die Beschreibungen der Region haben mir auch sehr gut gefallen und fast schon hat man Lust dort einmal Urlaub zu machen.





Mittwoch, 17. Juli 2013

Neuzugänge II

In den letzten Tagen sind meine Rezensionsbücher eingetroffen und die möchte ich natürlich gern kurz vorstellen.


Julia Malchow "Mut für zwei" vom Malik Verlag

Inhalt:

15000 Kilometer allein mit Baby von München durch Sibirien und die Mongolei bis nach Peking, auf der Suche nach einem individuellen, zeitgemäßen Verständnis von Familie. Mit der Transsibirischen Eisenbahn auf der Suche nach einer Welt für zu Hause jenseits der typischen Familienklischees. Auf diese Reise begibt sich Julia Malchow mit ihrem zehn Monate alten Sohn Levi. Denn Reisen ist für sie mehr als Unterwegssein: der Schlüssel zu neuen Ideen und zum Einssein mit sich selbst.

Pontus Ljunghill "Der Mann im Park" vom Heyne Verlag

Inhalt:

Die achtjährige Ingrid wird ermordet aufgefunden. Kommissar John Stierna verspricht der verzweifelten Mutter, den Mörder zu finden. Jahre später hat Stierna dem Kriminaldienst den Rücken gekehrt. Doch der Mord an der kleinen Ingrid hat sich in sein Gedächtnis gefräst. Als ihn ein Journalist kontaktiert, der über den Fall schreiben will, entflammt Stiernas Spürsinn erneut. Was ist damals wirklich passiert? 

Chris Cleave "Gold" vom dtv Verlag

Inhalt:

Kate und Zoe: Sportlerinnen, Konkurrentinnen und Freundinnen. Seit sie sich vor vierzehn Jahren für das englische Nationalteam der Radrennfahrer beworben haben, sind sie eng befreundet. So unterschiedlich sie auch sind, wissen sie doch, dass sie sich auf ihre Freundschaft verlassen können. Jetzt steht der entscheidende Wettkampf ihrer Karriere bevor. Sie sind die Besten im Land - aber wer ist die Bessere von ihnen beiden?

Samstag, 13. Juli 2013

Warten auf....

Warten auf ...
"Warten auf...Zufallsinterviews" von Marcus Ertle

erschienen am 01.03.2013
im Unsichtbar-Verlag
ISBN 9783942920223 

E-Book: 286 Seiten

Mein erstes komplett gelesenes E-Book habe ich vom Unsichtbar-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Herzlichen Dank dafür.  

Worum gehts?

Marcus Ertle findet seine Interviewpartner an den verschiedensten Orten, und doch haben alle eines gemeinsam: Sie warten gerade auf irgendetwas und Ertle will wissen, worauf.

In 40 Einzelinterviews nähert sich Marcus Ertle der Wahrheit immer sehr schnell und zielstrebig. Dabei sind es keine berühmten Persönlichkeiten, sondern Zufallsbekanntschaften, die er beim Warten auf... an Straßenecken, Cafes und Bushaltestellen trifft.


Was daraus entsteht, sind überraschende Gespräche, die den Leser mal zum Weinen und mal zum Lachen bringen. 


Mein Eindruck?

Die Idee hat mir gut gefallen. Ich kannte sie bereits aus unserer Regionalpresse, denn auch hier gibt es eine/n Journalist/in, die/der einfach wildfremde Menschen anspricht und interviewt. Oftmals kommen witzige, spannende und lustige Geschichten zu Tage, die einem ganz unterschwellig auch noch die eigene Stadt näher bringen.

Und auch in diesem Buch passiert es...diesmal ist es Augsburg und seine Einwohner. Ertle spricht, ihm unbekannte, Menschen an, um mit ihnen dann ein Interview zu führen. Er redet mit ihnen über Gott und die Welt, über Religion, die Arbeit, Politik und Beziehungen. 
Es gibt die eher oberflächlichen Fragen (Hallo, wie gehts?, Was machst du so?) und die tiefergehenden Fragen, die den Leser anregen einmal darüber nachzudenken und vielleicht entdecken sie ja ganz neue Seiten und Ideen an sich und anderen. Manche Geschichten wie z.B. vom Fotografen Fabian S., der aus New York kam, von Lisa B., die die Begriffe aus dem Fußball so fast richtig erklären kann oder den englischsprechenden Mönchen bleiben im Gedächtnis, andere eher nicht so sehr. Was aber auch, aus meiner Sicht, nicht schlimm ist denn sie alle unterhalten gut und lassen den Leser für ein paar Minuten abschalten.

Das Buch ist unterhaltsam, kurzweilig und interessant. Man merkt dem Autoren an, dass auch er viel Spaß bei der Arbeit und den Interviews hatte. Der Schreibstil ist leicht und locker und man liest sich mit Freude durch die Interviews. Was allen Geschichten gut tut, ist das "Echte" und "Lebensnahe", denn diese Menschen sind so wie "DU" und "ICH" und man kann sich gut in sie hinversetzen. Keine gestellten Interviews (hoffe ich zumindest) mit vorgefertigten Fragen und vorbereiteten Anworten, wo man nicht weiß, was davon ist echt und kommt vom Herzen und was ist gut für das Image.  

Eine feine Sommerlektüre, die gern auch im Winter fortgesetzt werden darf ;-).


Freitag, 12. Juli 2013

Neuzugänge I

Nachdem ich ja geschrieben habe (Monatsziele), dass ich Frustshoppen war, will ich nun auch die Bücher aus den Sack lassen ;-) und hier einmal vorstellen. 


"Das Rätsel der Masken" von Elia Barceló war auf meiner Wunschliste und umso mehr freue ich mich nun auch auf das Buch.

Inhalt: Was Amelia und Raúl verband, scheint unzerstörbar und hinter einer Mauer des Schweigens verborgen. Bis ein anderer Mann in Amelias Leben tritt und die Schatten der Vergangenheit heraufbeschwört. Ein Roman wie ein tödlicher Maskenball mit wechselnden Verkleidungen und unvorhersehbarem Ausgang –  die Geschichte eines diabolischen Spiels namens Liebe.

"Emma" von Maria Barbal fand ich einfach interessant und ansprechend. Mal sehen, ob der Inhalt hält, was das Cover verspricht.

Inhalt: Emma lebt in Barcelona. Sie hat einen Mann, eine Tochter, einen Job. Ein sorgloses Leben in geregelten Verhältnissen. Doch eines Tages bricht Emma aus. Lässt alle Angepasstheit, alle Enttäuschungen und Routine hinter sich und wagt einen radikalen Neuanfang — auf der Straße. Und neben aller Demütigung und Armut findet sie dort wieder, was sie verloren glaubte: Liebe, Würde und das zarte Gefühl des Glücks.

"Der Elfenmörder" von Silke Barden klang spannend und ist mal wieder ein Regionalkrimi. In der Eifel sind aber auch viele Mörder unterwegs ;-).

Inhalt: Edna Beck ist mit Leib und Seele Kriminalhauptkommissarin. Als in dem Eifeldorf Dreisig ein Mädchen tot aufgefunden wird, dringen sie und ihr Partner Max tief in das Gespinst örtlicher Verflechtungen ein - und finden heraus, dass vor vielen Jahren schon einmal ein Mädchen in Dreisig unter ungeklärten Umständen starb. Aber was haben die toten Raben mit dem Fall zu tun? Die alten Märchen der Dorfhexe Anni Jöck bringen Edna schließlich auf eine Idee ... Meisterhafte Charakterzeichnungen und eine ungewöhnliche Story, dazu ein Schuss Lokalkolorit - Silke Bardens Debüt hat es in sich!

"Papa, der Wein korkt" von Kathryn Borel klang nach Humor, leckeren Wein (inkl. Tipps) und einer leichter entspannten Geschichte für den Abend zum Abschalten und Runterfahren. 

Inhalt: Zwei Wochen mit dem Auto durch Frankreichs berühmteste Weinanbaugebiete, vom Elsass bis nach Bordeaux – das klingt paradiesisch. Doch nicht, wenn man Philippe an Bord hat. Kathryns Vater, Ende sechzig, ist ehemaliger Chefkoch und Sommelier, weiß alles besser und wird unausstehlich, wenn er im Lokal nicht binnen Sekunden die Weinkarte gereicht bekommt. Und täglich drei Weinproben mit entsprechendem Kater machen das Ganze auch nicht leichter...

Erstaunlicherweise sind alle Autoren B-Nachnamenträger. Und nein, ich stand nicht nur vor dem Regal mit dem Buchstaben B! Irgendwie sind aber genau diese in meinen Korb gehuscht. Egal, wie die Autoren heißen...Spaß beim Lesen müssen sie machen.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Schöne Ruinen

"Schöne Ruinen" von Jess Walter




erschienen am 01.04.2013 Blessing Verlag
ISBN 9783896674999
448 Seiten


 Diese wunderbare Geschichte habe ich vom Blessing Verlag und von BloggdeinBuch zur Verfügung gestellt bekommen. 
Vielen herzlichen Dank!



Inhalt:

Ein verschlafener Ort an der ligurischen Küste im Frühjahr 1962: Pasquale hat von seinem Vater eine Pension geerbt, und wenn er nicht gerade in der Brandung steht, um mühsam einen Strand anzulegen, vermisst er ein Felsplateau, auf dem ein Tennisplatz entstehen soll. Denn Pasquale hat eine Vision: Er will aus Porto Vergogna einen glamourösen Ferienort machen, der Touristen aus aller Welt anlockt, am liebsten aus Amerika.
Dann checkt tatsächlich eine junge amerikanische Schauspielerin in seiner Pension ein, und Pasquale verliert sein Herz an sie. Mit ihr kommt die Welt nach Porto Vergogna – die Verheißungen des fernen Amerika, der Glamour von Cinecittà und schließlich sogar ein sturzbesoffener Richard Burton. Und als die Amerikanerin wieder abreist, ist für Pasquale nichts mehr, wie es war. Ein Steinchen ist ins Mittelmeer gefallen, das noch Jahrzehnte später seine Wellen an die Pazifikküste spült, als der alte Pasquale in Kalifornien nach dieser längst verlorenen Liebe seines Lebens sucht – zusammen mit einem abgebrühten Hollywood-Produzenten, dessen resignierter Assistentin und einem selbstverliebten Möchtegern-Drehbuchautor, der zufällig Italienisch kann. Ein erfrischender und lebenskluger Roman voller Witz und Dolce Vita um hochfliegende Träume, tiefe Abgründe und die Ironie unserer Existenz.

Meine Rezension: 

 Was für eine schreckliche Covergestaltung. Es wirkt kitschig und altbacken und macht wenig neugierig auf den Inhalt. Auch der Schrifttyp hätte passender ausgewählt werden können. So wirkt das Cover eher unscheinbar und langweilig. 
LEIDER! 

Denn die Geschichte ist toll, wunderbar und unterhaltsam. Ganz das Gegenteil von der Covergestaltung. Auch wenn das Auge mitliest ;-), hier darf man sich nicht täuschen lassen. In diesem Buch steckt eine wunderbare Sommergeschichte, die so leicht geschrieben ist, dass man durch die Geschichte getragen wird. Die Charaktere werden mit viel Liebe (für sie) beschrieben und entwickeln sich auch innerhalb der Geschichte weiter. Sie sind symphatisch und ansprechend, in ihrer Art nachvollziehbar und realistisch. Manche Charaktere mag man mehr, andere weniger, aber ich hatte keinen Charakter dabei, den ich nicht irgendwie mochte. Selbst wenn sie einiges in ihrem Leben falsch gemacht haben. So haben sie doch alle auch ihre menschliche Seite behalten. In dieser Geschichte hatte jeder Charakter seine Schattenseiten, sein Säckchen zu tragen und Fehler begangen. Das hat mir gut gefallen, denn so ist es im Leben. Es gibt nicht nur schwarz und weiß. 
Es wird auch das harte Leben der Regiesseure und Schauspieler, der Autoren und Assistenten beschrieben und wie schnell man aufsteigen kann und das der Abstieg noch schneller gehen kann. Welche Fäden im Hintergrund gestrickt werden, um unliebsame Personen verschwinden zu lassen, Lügen werden verbreitet und Menschen verstoßen...alles für den Erfolg und kurzen Ruhm. 

Aber auch die Liebe und Zuneigung hat ihren Platz in dieser Geschichte gefunden. Nicht kitschig und überladen, sondern teilweise sehr leise und im Hintergrund mit Zweifeln und Nachdenken, mit Fragen und Unsicherheit. Und doch war sie stets in irgendeiner Form präsent und sehr schön in die Geschichte eingebaut.

Gut haben mir auch die Beschreibungen der Insel, der Natur und Umgebungen gefallen. Man hat direkt Lust bekommen mal wieder nach Italien zu reisen. Frischen Fisch zu essen, am Wasser die Füße abzukühlen und die Seele baumeln zu lassen.

Ein tolles Buch, dessen Geschichte 1962 startet und bis heute geht. Es werden fast 50 Jahre Leben erzählt und es wird dabei nie langweilig.