Sonntag, 30. Juni 2013

Zusammenfassung Themenmonat Juni

Juni 2013: Bücher, die sich inhaltlich oder im Titel oder auf dem Cover eines der 4 Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) befassen

01.06. Das Thema ist dieses Mal nicht so einfach. Ich muss erstmal abtauchen, was in meinem SUB dazu vorhanden ist.

03.06. "Brautflug" von Marieke van der Pol gelesen und für gut befunden. Das erste Elemente-Buch, da für mich Flug = in der Luft ist. Heute werde ich wieder etwas von "Monuments Men" lesen. Es ist ja kein Buch zum Durchschmökern, sondern erschreckende Geschichte.  

05.06. "Gegensätze ziehen sich aus" von Kerstin Gier ist na,ja...der Mütter-Blog gefällt mir davon noch am besten. Ansonsten lese ich weiter an "Monuments Men". 

07.06. "Gegensätze ziehen sich aus" war solala. Es gab ganz witzige Passagen, aber im Großen und Ganzen habe ich schon bessere Bücher von Kerstin Gier gelesen. Jetzt beginne ich "Am Ende eines Sommers" von Isabel Ashdown. Das Wetter kippt ja gerade mal wieder. Es donnert und wird schwarz am Himmel...aber eigentlich reicht es mit dem Wasser von oben.  

09.06. "Am Ende eines Sommers" habe ich gestern ausgelesen. Es war gut geschrieben, aber ich fand es etwas langatmig und phasenweise langweilig, obwohl es ein eher trauriges Familienbild beschrieben hat. Auch das Ende ist anders als erwartet. Jedoch mehr als 3 Sterne würde ich für dieses Buch nicht geben. "Fördewasser" von Kirstin Warschau habe ich fast zu 2/3 schon gelesen und bis jetzt finde ich es ganz spannend. Ein paar Wasserleichen zum Sonntag...so mit Regen von oben (mal wieder).  

10.06. "Fördewasser" habe ich beendet. Ein leicht zu lesender Regionalkrimi, der wenig aufregt und trotzdem Spaß macht zu lesen. Im Übrigen mein zweites Themenbuch!
Nun habe ich mir "Ich könnte am Samstag" von Mark Watson ausgesucht. Ich bin gespannt. Mein Rezibuch ist irgendwie in den weiten des Universums verschwunden. Vielleicht findet es den Weg ins Irdische wieder ;-).  

14.06. In den letzten vier Tagen habe ich nicht so viel gelesen. Aslo auch kein weiteres Buch beendet oder angefangen. Am WE wird es hoffentlich etwas mehr, zumal ich noch zwei Rezensionsexemplare bekommen habe.  

16.06. "Ich könnte am Samstag" von Mark Watson habe ich beendet. Ein gutes Buch, mal traurig, mal nachdenklich und dann wieder zum Schmunzeln. "Schokolade für dich" habe ich bis jetzt zu 2/3 gelesen. Einfach, süß und vorhersehbar. Ein Schlechtwetter-Couchbuch. 

17.06. "Schokolade für dich" war schnell gelesen. Leider wenig überraschend. "Bis in den Tod hinein" gibt sich bis jetzt spannend. Schon auf den ersten Seiten lernt man einen sehr gestylten Kommissar kennen und noch ein paar Seiten einen sehr reinlichen Mörder. Bis jetzt gut zu lesen. 

23.06. "Bis in den Tod hinein" von Vincent Kliesch hat mir gut gefallen. Ich kann mir vorstellen auch den zweiten Band einmal zu lesen. "Der fremde Gast" von Charlotte Link hat mich etwas enttäuscht. Zwischendurch wollte ich das buch auch schon mal weglegen, da es doch recht langatmig war. Aber der Schluss wiederum war sehr gut und überraschend.  

25.06. "Liebe und Marillenknödel" von Emma Sternberg  habe ich gelesen. Mich hat es leider nicht so sehr begeistert. Es war zu langatmig und teilweise doch recht vorhersehend. Momentan lese ich "Schmoltke & ich" von Raymund Kauleidis.

27.06. Der Monat neigt sich dem Ende zu und bis jetzt bin ich ganz zufrieden mit meiner Lesestatistik. Zwar sind diesen Monat einige neue Bücher (stelle ich heute vor) auf dem SUB gelandet, aber da ich mich über jedes einzelne Buch sehr gefreut habe, kann ich den Zuwachs verschmerzen ;-).  

30.06. Uppsss....wo ist die Zeit hin. Man darf gar nicht daran denken, dass in 6 Monaten das Jahr schon wieder vorbei ist. Der Juni war gefühlt 4 Tage lang und in den Tagen hatten wir alles dabei. Satte 8°C und zack ins Wasser angereichert mit Schlamm und Chaos und Unruhe, Hektik und Verzweiflung, um wenig später wieder bei knapp 39°C im Büro dahin zu fließen und Kolleginnen zum Arzt zu fahren, da die Kreisläufe einfach mal Feierabend machten. Das Auf und Ab hatte ich auch beim Lesen. Ein paar Tage schleppte ich ein Buch nur mit und dann wieder gab es Zeiten, wo das Lesen nur so flutschte....Willkommen, Juli!

Donnerstag, 27. Juni 2013

Tolle Neuzugänge

In den letzten Tagen sind einige sehr schöne Neuzugänge in einen Postkasten gelandet. Nun wird es Zeit diese Bücher kurz vorzustellen. Neben einem Rezensionsexemplar und zwei Tauschbüchern habe ich noch vier geschenkte Bücher auf diesem Stapel.

  
Auf dem ersten Bild sieht man alle Bücher auf einmal.....einfach mal wirken lassen ;-).




Dieter Hildebrandt / Roger Willemsen "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort"

200mal am Tag lügt ein Mensch im Durchschnitt. Die Urkunde, die den Kirchenstaat begründet hat – gefälscht! Möglicherweise ist sogar das halbe Mittelalter eine Erfindung. Nicht zu vergessen, dass niemand vorhatte, in Berlin eine Mauer zu bauen oder eine „sexual relation with that woman“ hatte ... Dieter Hildebrandt und Roger Willemsen führen durch die Geschichte der Menschheit und fördern Staunenswertes zu Tage.

 Jess Walter "Schöne Ruinen" 

Eine herzzerreißende, komische und verrückte Liebesgeschichte
Ein verschlafener Ort an der ligurischen Küste im Frühjahr 1962: Pasquale hat von seinem Vater eine Pension geerbt, und wenn er nicht gerade in der Brandung steht, um mühsam einen Strand anzulegen, vermisst er ein Felsplateau, auf dem ein Tennisplatz entstehen soll. Denn Pasquale hat eine Vision: Er will aus Porto Vergogna einen glamourösen Ferienort machen, der Touristen aus aller Welt anlockt, am liebsten aus Amerika....

Elizabeth Haran "Im Schatten des Teebaums"

Australien, 1900: Die junge Eliza bricht auf zu dem abgelegenen Ort Tantanoola in Südaustralien. Sie will einen Artikel über einen mysteriösen Tiger schreiben, der in der reizvollen australischen Landschaft angeblich sein Unwesen treibt. Doch zwei schicksalhafte Begegnungen bringen ihr Leben und ihre Pläne durcheinander...

 


Connie Palmen "Ganz der Ihre"

"Dies ist das sehr persönliche, sehr liebevolle und sehr vielschichtige Portrait eines begnadeten Verführers."

Miklós Vámos "Meine zehn Frauen"

Die höchst amüsanten Irrungen und Wirrungen eines Schürzenjägers Der Goethe-Spezialist János Mester hat weder in der Forschung noch bei den Frauen wirklich Fortune: als Wissenschaftler wartet er bisher vergebens auf den großen Durchbruch, und seine dritte Ehe steht vor dem Aus. Umso willkommener ist ihm da ein Forschungsaufenthalt in Berlin...
Brendan Halpin "I can see clearly now"

Es gibt keinen besseren Weg, um sich kennenzulernen, als gemeinsam Musik zu machen. Jetzt erkläre ich euch, was ich mir von euch wünsche. Erzählt uns, was euch bewogen hat, euch für dieses Projekt zu bewerben, was ihr heute erlebt habt und wann und wo ihr eure Jungfräulichkeit verloren habt. Julie glaubt, im falschen Film zu sitzen, als sie das hört....

Andrea Camilleri "Die Spur des Fuchses"

Das Verschwinden eines kostbaren Turnierpferds gibt Commissario Montalbano Rätsel auf. Schließlich hatte die erfolgreiche Reiterin Rachele Estermann es beim Züchter Lo Duca untergebracht, der immerhin Schutz von höchster Stelle genießt. Wie sich zeigt, hat Lo Duca so manches zu verbergen, nicht zuletzt den mysteriösen Tod eines seiner Angestellten. Doch ehe der Commissario Lo Ducas dunkles Geheimnis enttarnen kann....

Dienstag, 25. Juni 2013

Bis in den Tod hinein

"Bis in den Tod hinein" von Vincent Kliesch



 400 Seiten
Blanvalet Taschenbuch Verlag
erscheint am 15.07.2013
ISBN 3442377986

Inhalt: 

 Eine Serie von grausamen Hinrichtungen erschüttert Berlin. Jede der Leichen ist mit einer Zahl versehen, die keiner ersichtlichen Logik folgt. Hauptkommissar Severin Boesherz und sein Team ermitteln. Offenbar steht jede Zahl für eine Eigenschaft, die dem Täter so sehr an seinen Opfern missfällt, dass er sie dafür tötet: Einer der Toten ist ein Brandstifter, der in seinem eigenen Feuer stirbt, ein anderer ein Lügner, dem die Zunge abgetrennt wird. Als immer mehr Leichen gefunden werden und eine Frau verschwindet, zerrinnt Boesherz die Zeit zwischen den Fingern. Können ihm die Zahlen den Weg zum Mörder weisen?

Meine Rezenion: 

 Severin Boesherz hat alle Hände voll zu tun. Zu viele Leichen innerhalb zu kurzer Zeit bringen eine ganze Stadt (Berlin) in Aufregung. Wer tötet scheinbar wahllos und so grausam? Und was bedeuten die Zahlen, die immer wieder neben den Leichen auftauchen? Boesherz und sein Team müssen sich beeilen, wenn es nicht noch mehr Tote geben soll. Oder kommen sie schon zu spät?

Severin Boesherz ist ein neuer Kommissar am deutschen Ermittlermarkt und unterscheidet sich doch um einiges von den bisherigen Ermittlern. Er ist schick, sehr schick und eitel. Achtet auf die Etikette (wenn es geht), liebt den Luxus und den Wein. Auch die Frauen und die Opernmusik weiß er zu schätzen. Und trotzdem hat er wieder etwas mit den anderen Kommissaren gemein. Er ist etwas eigen und zieht sich gern zurück und geht immer wieder seinen Weg ohne das Team und ohne Absprache. Bis es auch für ihn gefährlich wird.

Vincent Kliesch schafft bereits nach nur wenigen Seiten eine gute Spannung, die auch bis zum Schluss anhält. Er gibt immer wieder kleine Puzzelteile frei und lässt so den Leser an der Suche teilhaben. Der Schreibstil ist gut zu lesen und man kann sehr gut in die Geschichte abtauchen. Manchmal waren mir die Art der Tötungen zu brutal, aber es passte dann doch immer wieder in diese Geschichte. Vorallem das Ende hat mich überrascht.

Einen Stern bekommt er von mir abgezogen, weil ich die ständige Erwähnung und Beschreibung eines großen Autos und eines Weines nervig und vorallem unnötig fand. Fast hatte man das Gefühl er macht dafür Werbung. 

Insgesamt (ohne Werbung) fand ich den Thriller sehr gut und spannend und würde auch den zweiten Fall (den es hoffentlich geben wird) gern lesen.



Sonntag, 23. Juni 2013

Der fremde Gast

"Der fremde Gast" von Charlotte Link


erschienen am 01.05.2005
meine Ausgabe: 01.04.2012
Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN 9783442379279
480 Seiten
 


Inhalt:

Rebecca Brandt hat beschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch ein unerwarteter Besucher hält sie von ihrem Vorhaben ab. Ein alter Freund besucht sie in ihrem Haus in Südfrankreich – im Gepäck die beiden gestrandeten Studenten Inga und Marius, die ans Meer trampen wollten. Rebecca mag die beiden und überlässt ihnen ihr Boot. Aber während des Segeltörns kommt es zu einem schrecklichen Streit. Marius fällt über Bord und ist verschwunden. Wochen später erscheint sein Bild in der Zeitung. Im Zusammenhang mit einem furchtbaren Verbrechen in Deutschland wird nach ihm gesucht.




Meine Rezension:

Charlotte Link verspricht (fast) immer Spannung, verzwickte Handlungsstränge, undurchsichtige Verwicklungen, sehr guten Schreibstil und gut ausgearbeitete Charaktere. Auch diesmal schafft sie es eine gewisse Spannung aufzubauen. Sie lässt Figuren verschwinden und spontan wieder auftauchen, bringt jede Menge Konfliktpotential in die Geschichte und lässt am Ende einen überraschten und (teilweise) zufriedenen Leser zurück. 

Jedoch hat sie es diesmal (zumindest für mich) nicht geschafft die Spannung über das ganze Buch zu halten. Zwischendurch wurde es etwas langatmig. 
Aus meiner Sicht hätte sie ein, zwei Figuren und deren Geschichte (Karen & Familie) reduzieren oder weglassen können. So zog sich die Geschichte um Inga, Marius und Rebecca teilweise unnötig in die Länge und die Spannung litt etwas darunter. Die Verwicklungen zwischen Marius, Rebecca, Clara und Agneta waren gut aufgebaut. Je tiefer man in die Geschichte eintauchte, desto mehr verstand man die Zusammenhänge. 

Erschreckend waren die Tatbestände und deren Auswirkungen, was alles in den ersten Lebensjahre zerstört werden kann. Wie Menschen versuchen ihre Position im Leben über andere zu stellen und dabei über Grenzen gehen, die unmenschlich sind. 

Man schließt die Buchdeckel und weiß, dass man gerade ein gutes Buch gelesen hat, aber man behält auch ein bedrückendes Gefühl bei sich, wenn man an das Thema des Buches denkt.

Bewertung: 3***

Dienstag, 18. Juni 2013

Schokolade für dich

"Schokolade für dich" von Sheila Roberts

 
erschienen am 01.03.2013 MIRA Taschenbuch Verlag
ISBN 9783862785094 -> Bestell hier!
400 Seiten

Dieses Buch habe ich vom Mira Taschenbuch Verlag und BloggdeinBuch erhalten. 
Vielen Dank dafür!


Inhalt:

Aus der Traum! Samantha`s "Sweet Dreams Chocolates" steht vor der Pleite. Weder mit geballtem Charme noch mit ihren süßen Kreationen kann sie den Bankdirektor Blake Preston verführen. Jedenfalls nicht zu einem Kredit. Trotzdem gibt sie nicht auf. Ein großes Schokoladen-Festival soll Geld in die leeren Kassen bringen. Erstaunlicherweise wird sie bei der Planung von Blake tatkräftig unterstützt. Logisch, dass man sich dadurch näherkommt. Aber niemals würde Sam sich in einen Banker verlieben - auch wenn er noch so sexy ist...


Meine Rezension:

Schokolade, Romantik und eine Familiengeschichte - was will man mehr? Also freute ich mich auf einen schönen Schmöker, klopfte mein Couchkissen zurecht und schon konnte es losgehen. 

Der Schreibstil war schön flüssig und einfach zu lesen. Doch die Geschichte an sich war leider voll mit Klischees und wenig romantischen Szenen. Die Figuren (besonders die Hauptcharaktere) wirkten manchmal etwas hölzern und wenig realistisch. Witzige Momente bescherten vorallem die Nebencharaktere wie Bailey und Cecily, die Schwestern von Samantha. 

Bereits nach gut 50 Seiten wusste man wie die Geschichte ausgehen wird (was ja nicht selten bei diesen Büchern ist), aber der Weg dahin war schon manchmal etwas anstrengend. Vorallem Samantha fand ich zum Ende wenig symphatisch. Und Blake, die ehemalige Sportskanone (was sonst), arbeitete nun als Banker und musste sich gegen den Chef behaupten und mit den Anschuldigungen von Samantha leben. Warum hat er sich nicht durchgesetzt? Als Filialleiter erwartet man einen durchsetzungsstarken und eloquenten Menschen. Doch leider wirkte Blake hier deplatziert, unschlüssig und teilweise auch verschüchtert. Es passte nicht so richtig zusammen. Die Schwestern hatten mehr Glück mit ihrem Charakter. Sie waren (natürlich) der Gegenpol von Samantha, nicht so zielstrebig, nicht so fleißig, nicht so pflichtbewußt, nicht so ehrgeizig und nicht so gut in allen Dingen. Dafür waren sie etwas chaotisch, etwas kreativer, etwas symphatischer, etwas witziger und lebensnaher. Ihre Parts habe ich ganz gern gelesen und ich fand auch das Zwischenspiel von Cecily und Todd ganz nett. Zwar war auch hier die Romantik und Leidenschaft etwas hölzern und platt, aber durchaus zu erkennen (im Gegensatz zu Blake und Samantha). Zum Ende hatte man das Gefühl, dass der Autorin die Luft ausgeht und sie sich dann in Kleinigkeiten verrennt. 

Das Beste an dem Buch waren die Pralinenrezepte am Ende des Buches. Ausprobiert habe ich sie noch nicht, aber gut klingen schon mal.

Insgesamt aber, ist es eine eher oberflächliche Geschichte, der die Romantik fehlt, die Charaktere sind zu flach und die Handlung war mir zu vorhersehbar und mit zu vielen Klischees. Auch die Covergestaltung fand ich nicht so sehr ansprechend. Schon gar nicht die eigenartig aussehende Praline. Ich hatte eine Geschichte á la "Chocolate" erwartet und bin doch etwas enttäuscht wurden.
 Bewertung: 2**


Freitag, 14. Juni 2013

Neu, neu, neu...

...im Regal und die Freude ist groß. Lange hat es diesmal bei BloggdeinBuch gedauert, aber nun ist Sheila Roberts Werk "Schokolade für dich" da. Es klingt sehr süß und leicht zu lesen. Dazu soll es noch zum Lachen sein und gut unterhalten.


Das zweite Buch ist ein Thriller. Ein deutscher Thriller aus dem Hause blanvalet und von Vincent Kliesch. Der Name kam mir irgendwie bekannt vor und so habe ich mal gestöbert und siehe schau, er steht bei mir im SUB-Regal. Da dieser Thriller aber nicht auf die Vorgängerbücher aufbaut (puh, Glück gehabt), kann ich dieses Buch ganz entspannt als erstes lesen. Ich bin gespannt auf Kommissar Boesherz.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Fördewasser

"Fördewasser" von Kirstin Warschau

- Ein Kiel-Roman -


 
erschienen am 17.10.2008
Piper Verlag
ISBN 9783492252294
316 Seiten


Inhalt:

An einer Staumauer bei Kiel wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Kommissarin Olga Island, soeben aus Berlin nach Schleswig-Holstein versetzt, übernimmt die Ermittlungen. Der Tote arbeitete auf einer Kieler Werft, war hoch verschuldet und betrieb einen regen Handel mit Schiffsschrott. Als in der Kieler Förde eine weitere Wasserleiche entdeckt wird, sprechen die Medien von einem Serienkiller. Die Jagd nach dem Täter führt Olga Island in entlegene Winkel der Landeshauptstadt und ihrer ländlichen Umgebung. Dabei hat sie nicht nur mit den Vorurteilen ihrer Kollegen zu kämpfen, sondern auch mit einem gefährlichen Mörder, der vor weiteren Taten nicht zurückschreckt.




Meine Rezension:

Olga muss ihre Taschen packen und Berlin schnellstmöglich verlassen. Denn Berlin ist für sie kein sicherer Ort mehr. Erst recht nicht, als sie einen Kollegen in Notwehr erschießt. 
Sie wird nach Kiel versetzt. Ausgerechnet. Denn aus dem hohen Norden stammt Olga Island (wie passend der Name) und eigentlich wollte sie so schnell nicht wieder zurück. Doch nun muss sie direkt in einem Mord ermitteln - keine Zeit für Umstellung und Eingewöhnung, für Kennenlernen und Wohnung suchen. Eine Pension muss reichen und schon startet sie in eine turbulente Woche mit wenig Schlaf, feuchten Leichen und noch weniger Spuren. Das Team läuft noch nicht reibungslos und als Neue muss sie erst noch ihren Weg finden.

Auch die Autoren braucht ein paar Seiten, um "warm zu laufen", aber dann schreibt sie in einem flüssig zu lesenden Stil eine Geschichte rund um Kiel (wahrscheinlich gerade für Kieler interessant) und einem Mörder, der kaum Spuren oder Hinweise hinterlässt. Kein spektakulärer oder atemraubender Krimi, aber ein guter, solider "Schlechtwetter-Couchkrimi", der gut unterhält und nachts schlafen lässt ;-).

Sonntag, 9. Juni 2013

Kleine Lichter

"Kleine Lichter" von Roger Willemsen



208 Seiten
Fischer Verlag 
erschienen am 24. März 2005
ISBN 978-3100921024

Inhalt:

 Seit sechs Monaten liegt der Geliebte im Koma, jetzt bespricht Valerie am Krankenhausbett ein Tonband, das ihn wieder ins Leben zurückführen, zurückverführen, soll. Nun, wo es um alles geht, ist alles in ihrer Sprache Liebe. Wie kann man fühlen und sich nicht verlieren? Wie kann man dem Mangel begegnen, der alle Liebe treibt? Wie kann man erhalten, was man nicht halten kann? Zwischen Wien, wo sie liebt, und Tokio, wo sie arbeitet, hin und her gerissen, beschwört Valerie die eigene Liebesgeschichte noch einmal herauf und zeichnet die Veränderung ihrer Gefühle akribisch nach - bis zu dem Punkt, an dem sie fast überwunden scheinen.

Meine Rezension: 

 Eine Frau beschwört die Liebe des Mannes noch einmal hervor, der nun im Koma liegt. Sie erzählt die Entstehung der Liebe und ihre Gefühle zu ihm aus ihrer Sicht und dreht und wendet alles in ihrer Liebe und Zuneigung zu ihm noch einmal um. Das ganze Buch handelt ausschließlich von ihnen und der Liebe zueinander. 
Ich muss zugeben, dass ich wohl für dieses Buch nicht die richtige Leserin war/bin. Mir war es teilweise zu viel und zu schwer (zu lastig?). Ich kam mit Roger Willemsens Gedanken nicht immer mit und konnte mich phasenweise auch nicht in die Person hineinversetzen. Teilweise empfand ich das Buch schleppend und ermüdend (und das bei Roger Willemsen!). 
Gern lese ich seine Bücher und fand auch seinen Schreibstil immer angenehm. Besonders sein Humor hat mir immer gefallen, aber diesmal hat die Chemie zwischen der Geschichte und mir leider nicht gestimmt. 



Freitag, 7. Juni 2013

Warten auf die Barbaren

"Warten auf die Barbaren" von J.M.Coetzee




erschienen am 01.10.2003 (erstmals 1988)
  Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 9783596155859
284 Seiten

 
Inhalt:

Jahrzehntelang ist der Magistrat ein loyaler Diener des Staates gewesen und hat die Amtsgeschäfte der winzigen Garnisonsstadt in einem Grenzdistrikt des Reiches geführt, ohne sich von der vermeintlichen Bedrohung durch die "Barbaren ", einem benachbarten Nomadenstamm, beirren zu lassen. Als jedoch eine Spezialeinheit der Staatspolizei eintrifft, um den Nachweis für kriegerische Absichten der "Barbaren "zu erbringen, wird er Zeuge der grausamen und ungesetzlichen Behandlung von Gefangenen. Vom Mitleid mit den Opfern aufgerüttelt, will der alte Mann ein Zeichen setzen. Gleichsam in einem Akt privater Wiedergutmachung nimmt er ein schwer misshandeltes "Barbaren "-Mädchen bei sich auf, um es schließlich zu seinem Volk zurückzubringen. Diese Expedition brandmarkt ihn als Verräter, er wird nun seinerseits Opfer von öffentlicher Demütigung und Folter.
 


Meine Rezension:


Ein, für mich, stark beklemmendes und schwer zu lesendes Buch, welches mit seinem Schreibstil und den Worten unter die Haut geht. Man ist mittendrin und leidet mit, ist entsetzt und genauso hilflos wie der Magistrat. Zwischendurch musste ich das Buch beiseite legen, um das Gelesene zu verarbeiten und die Bilder im Kopf zu ordnen. Es ist kein leichtes Buch, es erschüttert, auch wenn man weiß, dass es sich hier um eine fiktive Geschichte handelt. Denn die Parallelen zu bestimmten Ländern und deren Regierungen sind da und machen deutlich, dass in der Realität so manches beschriebene Verhalten leider doch stattfindet.

Bewertung: 4 ****

Montag, 3. Juni 2013

Brautflug

"Brautflug" von Marieke van der Pol



erschienen am 06.02.2009
Krüger Verlag
ISBN 9783810515803

507 Seiten


Inhalt:

Auf einem Weingut in Neuseeland treffen sich drei Frauen wieder - zu einer Beerdigung. Vor Jahren sind sie mit dem "Brautflug" auf die Inseln am anderen Ende der Welt ausgewandert: Die lebensfrohe Marjorie, die sich nach einer Zukunft voll Liebe und Sonne sehnt. Die sinnliche Ada aus der gottesfürchtigen Familie, über die sie Schande gebracht hat. Und die rätselhafte, elegante Jüdin Esther, die niemals mehr zurückblicken will. Jede mit ihrem eigenen Schicksal im Gepäck und ihrer ganz eigenen Hoffnung auf das Glück. Und mit dem geheimnisvollen Frank in ihrer Mitte auf dem Flug, der sie für immer aneinander binden wird.


Meine Rezension:

Ein Buch zum Versinken und Abtauchen in eine andere Zeit (ab 1953) und in ein anderes Land. Drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, wagen den Sprung ins Unbekannte. Sie verlassen ihre Heimat, ihre Familien und hoffen auf eine bessere Zukunft bei ihren zukünftigen Männern in Neuseeland. Diese sind bereits in Neuseeland, um Arbeit zu finden und etwas aufzubauen. Nun sollen sie, die Bräute, folgen. Sie haben zum ersten Mal die Möglichkeit statt mit dem Schiff wochenlang auf See zu sein, mit dem Flugzeug zu reisen. Mehrere Stunden (eigentlich schon Tage) später kommen sie kaputt, müde, aber voller Hoffnung an. Doch schon im Flugzeug passieren Dinge, die das Leben der drei Mädchen beeinflussen. Sie starten ihr Leben unabhängig voneinander und doch laufen sie sich immer wieder über den Weg. Und Frank, der Mann zwischen ihnen, bindet sie zusammen (ohne, dass er dies selber bemerkt). 

Die Autorin hat einen schönen flüssigen Schreibstil, der so leicht zu lesen ist, dass man das Buch förmlich verschlingen kann. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und mit einigen Ecken und Kanten ausgestattet. Niemand in dieser Geschichte ist glatt und langweilig. Jede Figur hat ihr Schicksal und hadert ab und an mit dem Leben in der Fremde, mit den starren Ansichten der Zeit und mit sich selbst. 

Ein rundum gelungenes Buch über drei Frauen, die mutig in ein neues Leben gestartet sind und dabei viel gewonnen, aber auch so manches verloren haben.

Bewertung: 4****

Sonntag, 2. Juni 2013

Alte Liebe

"Alte Liebe" von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder

 
erschienen am 07.09.2009 
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 9783596512027
192 Seiten







Inhalt:


Alte Liebe rostet nicht. Aber die Zeit ist nicht spurlos vorbeigegangen an Lore und Harry. Die leidenschaftliche Lore hat Angst, bald mit dem frisch pensionierten Harry untätig im Garten zu sitzen. Unterdessen heiratet ihre Tochter Gloria in dritter Ehe einen steinreichen Industriellen, der ihr Vater sein könnte. Wie konnte es so weit kommen? Elke Heidenreich und Bernd Schroeder erzählen in umwerfenden Dialogen die Geschichte eines Ehepaars. Komischer sind die Szenen einer Ehe noch nicht erzählt worden.


Meine Rezension:

Elke Heidenreich und Bernd Schroeder zusammen in einem Buch verspricht kluge und witzige, traurige und bissige Dialoge, nachdenkliche Momente, erschreckend ehrliche Ansichten und Lesevergnügen.
Auch diesmal haben sie es geschafft, die Ehe, die Liebe und die Wahrheit ohne Schnörkel klar darzustellen. Elke Heidenreich als die leidenschaftliche Lore, die es vor der Gemeinsamkeit mit ihrem Ehemann graut, weil sie nun beide zu Hause sein werden. Sich jeden Tag sehen, nicht mehr aus dem Weg gehen können und all seine Macken ertragen zu müssen. Vielleicht kommen noch neue hinzu und was hat sie überhaupt einmal an ihn geliebt. Harry (Bernd Schroeder) sieht es nicht ganz so dramatisch-aus männlicher Sicht. Doch auch er hadert mit sich, der Gemeinsamkeit und dem Leben. Beide müssen nun noch eine Hochzeit der eigenen Tochter hinter sich bringen. Die 3. Warum, wieso und was ist falsch gelaufen? Werden die Vorstellungen für ein gemeinsames Rentnerdasein sich erfüllen? Werden sie auf ihre letzten Jahre glücklich sein (oder wieder werden)?
Das Buch wird einmal aus der Sicht der Lore und einmal aus der Sicht von Harry geschrieben. Es ist schon erstaunlich wie unterschiedlich (oder auch mnachmal nicht) die Geschlechter (selbst nach so vielen gemeinsamen Jahren) denken und fühlen. Man mag beide sehr gern und wünscht sich immer wieder, dass sie endlich miteinander reden würden. Das Ende stimmt traurig und nachdenklich und hinterlässt einen beklemmenden Moment. Gut so, einfach mal die eigene Beziehung überdenken und Fragen stellen. Manchmal hilft es.

Samstag, 1. Juni 2013

Zusammenfassung Themenmonat Mai 2013

Mai 2013: Bücher, die auf dem Cover oder im Titel einen Blumen- bzw. Pflanzennamen haben

04.05. Ich hatte richtig motiviert mit "Das Buch der Kinder" von A.S.Byatt begonnen und nach gut 155 Seiten legte ich es wieder weg. Es ist einfach nichts für mich. Sehr detaillierte Beschreibungen der Familien und deren Umgebung sind zwar schön, aber nach einer Weile auch langweilig. Ganze 894 Seiten werde ich so nicht durchhalten, will ich auch nicht. 

05.05. Ein dünnes Buch "Champagner und Kamillentee" gelesen. Keine großen Lacher, keine großen Tränen oder Emotionen. Es war okay- mehr nicht. Donna Leons 16. Fall war wieder gut und spannend. Sie schafft es immer wieder den Leser zu fesseln, auch ohne großes Blutvergießen oder anderen Horror. 

11.05. "Neue Schuhe zum Dessert" von Marian Keyes habe ich beendet. Ein dickes Buch über drei Frauen und deren Leben. Alle sind irgendwie miteinander verbunden und erleben ihre ganz eigenen Krisen und Höhepunkte. Momentan lese ich den 17. Fall von Donna Leon (den letzten, den ich auf meinem SUB habe) und ein Buch von Rona Jaffe.  

15.05. Der 17. Fall von Donna Leon ist beendet und war wieder ein gutes Buch. Ich mag ihren  Schreibstil, ihre leisen Töne und die Geschichte rund um die Familie Brunetti. "Der Weg der Rose" ist bisher auch ganz gut. Rona Jaffe hat ebenfalls einen sehr guten Schreibstil, so dass das Lesen ihrer Bücher richtig Spaß macht.

18.05. Rona Jaffe begleitet mich nachwievor und bis jetzt ist es eine schöne Familiengeschichte. Zudem habe ich "Der Selbstversorger" von Wolf-Dieter Storl gelesen. Tolles Buch mit vielen kleinen und großen AHA`s aus dem Gärtnerleben. Nun habe ich "Wir Deutschen" von Matthias Mattusek begonnen. 

20.05. "Der Weg der Rose" von Rona Jaffe habe ich beendet. Es war eine schöne große Familiengeschichte, die aber leider immer wieder Durststrecken hatte. Es hat mich nicht ganz so sehr gepackt wie beim ersten Buch, was ich von ihr gelesen hatte. Jetzt wird es kalt, dunkel und nass und gruselig, denn jetzt ist wieder mal Thrillerzeit. Diesmal kommt er aus Island - "Geisterfjord" von Yrsa Sigurðardóttir (manchmal bin ich froh die Namen nur schreiben zu müssen ;-)).

24.05. Ich bin nach wie vor fleißig am Lesen von "Wir Deutschen" und habe mich schon schön amüsiert über das Interview mit Harald Schmidt & Co. Ein neues Buch ist auch in das Regal gezogen "Der große Gatsby" in deutsch/englisch. Mal sehen, wann ich mich daran wage. 

26.05. Das Wetter ist ja alles andere als berauschend. Bei uns regnet es seit gestern abend durch und mit satten 3,5°C lockt es nicht wirklich vor die Tür. Also bleibt man mit dem Buch am Sofa kleben und steht nur für den Kaffee oder Tee und dem Stück Kuchen auf. Aber immerhin schafft es Platz auf dem SUB :-). "Wir Deutschen" ist beendet, ebenso "Geisterfjord" und "Kleine Lichter"...zwei Bücher waren super, das dritte Buch hat mich nicht ganz so sehr begeistert. Die Rezensionen werden folgen. Momentan lese ich "Das große Lesebuch" von Arthur Schnitzler (hach, na,ja...) und "Elizabeth Costello" von J.M.Coetzee (schon besser) und "Niagara" von J.C.Oates (auch bis jetzt ganz nett).

30.05. Ich habe "Niagara" erstmal zur Seite gelegt und mich dem Dieter Moor Buch gewidmet. Es ist wieder herrlich ironisch und mit viel Liebe zum Brandenburger geschrieben. Allerdings packt er diesmal ganz schöne viel Schwitzerdütsch mit rein. Da holpert es beim Lesen ;-). 

31.05. Der Monat geht zu Ende und ich bin so richtig zufrieden mit dem Lesezahlen. 14 Bücher gelesen (was wohl auch mit an den Regentagen liegt) und 6 Bücher aussortiert und nur 4 Bücher sind neu dazugekommen. Den Dieter Moor lese ich heute noch zu Ende und darauf freue ich mich jetzt schon. Ich wußte gar nicht wie lange man über einen Traktor schreiben kann und witzig noch dazu.