Montag, 8. April 2013

Oberwasser

"Oberwasser" von Jörg Maurer

 

ISBN 9783596188956
395 Seiten erschienen am 21.02.2012
bei Fischer Taschbuchverlag




Inhalt: 

Wer drunten schwimmt, ist länger tot: Kommissar Jennerweins vierter Fall

Nachts in einem idyllischen alpenländischen Kurort: Dunkle Gestalten schleppen eine leblose Person zur Höllentalklamm. Kommissar Jennerwein erhält einen heiklen Auftrag. Er muss einen verschwundenen BKA-Ermittler finden, aber niemand darf wissen, dass er nach ihm sucht. Während er mit seinem bewährten Team offiziell einem Wilderer nachstellt, forscht er in Gumpen und Schluchten nach dem Vermissten. Derweil erzählen die Einheimischen düstere Legenden von Flößern, die einst das Wildwasser in eine Höhle sog, ein neugieriger Numismatiker entdeckt kryptische Zeichen auf einer alten Goldmünze, und ein Scharfschütze lauert am Bergbach. Kommissar Jennerwein gerät beinahe ins Strudeln

Meine Rezension:

Mit Jennerwein auf Verbrecherjagd zu gehen, macht einfach nur Spaß und schafft ein entspanntes (trotz Krimi) Lesevergnügen.

Wer Jennerwein kennt, weiß, dass er manchmal etwas anders als die Anderen ist. Er hat so seine ganz eigenen Methoden die Verbrechen anzupacken und wenn er sich einmal festgebissen hat, gibt es kein Entrinnen mehr. Sein Team ist stets an seiner Seite und erträgt mit stoischer Gelassenheit seine Macken, denn sie wissen seine Ideen und Einfälle haben schon so manchen verzwickten Fall (siehe Jennerwein 1-3) geknackt. Diesmal wird es aber so richtig brenzlig und kalt und nass. Doch das macht die ganze Geschichte umso spannender und interessanter. 

Es gibt mehrere Handlungsstränge, die vielleicht anfangs etwas irritieren. Doch zum Ende zu verstricken sich die Handlungen immer mehr und so langsam kommt dann Licht ins Dunkel. Die Charaktere baut Jörg Maurer weiter aus und gibt ihnen immer mehr "Leben". Der bekannte Humor ist natürlich auch wieder dabei und stellenweise auch schwarz, aber trotzdem oder gerade deshalb gut. Herrlich lachen konnte ich über den eingeschobenen Briefwechsel zwischen Herrn POM Hölleisen und Franz Himpsel, Sachbearbeiter in der Verwaltung. Herr Hölleisen versucht hier seine Leberkäsesemmeln als "Sonderausgaben im laufenden Einsatz" abzusetzen.

Und damit man nicht vergisst in welcher Region man sich mit seinen Ermittlern befindet, bekommt man gelegentlich noch einen feinen tiefsten bayrischen Dialekt serviert mit vielen einzelnen Buchstaben und Apostrophen und eigenwilligen (für Nichtbayern) Wörtern.

Die Geschichte ist spannend, witzig, etwas schräg und abenteuerlich und einfach nur gut zu lesen. Für mich ein schöner Regionalkrimi. Ich freue mich auf Band 5.


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