Freitag, 29. März 2013

Bin dann mal weg....

Ich bin dann mal weg und lasse mir den Wind um die Nase wehen. Dazu noch ein Rauschen im Ohr und eine steife Prise ins Haar ;-). 
Mit anderen Worten ich fahre in den Urlaub und komme hoffentlich mit vielen gelesenen Büchern (ich werde zumindest viele Bücher mitnehmen) und Ideen wieder.

Vorher  

wünsche ich Euch allen eine schöne und entspannte OSTERZEIT mit ein paar bunten (Schoko-) Eiern und ein paar freien Stunden zum Lesen und Ausruhen und Nichtstun.

Bis bald auf dieser Welle.....

Dienstag, 26. März 2013

Sichtschutz im Garten

"Sichtschutz im Garten" von Tanja Ratsch

 
80 Seiten
Kosmos Verlag
erschienen am 07. Februar 2013
ISBN 978-3440134573

Inhalt:
Verschaffen Sie sich Rückendeckung. Schneller Sichtschutz durch bunte Wände und rasch wachsende Pflanzen. Kletterkünstler oder mobile Hecken viele Ideen, die zum Nachmachen einladen. Einfach & schön gestalten: Terrassen - Balkone - Sitzplätze. Praxis: Kletterpflanzen hochziehen Rankgitter aufstellen - Hecken schneiden. Die wichtigsten Pflanzen: bunte Clematis romantische Rosen - wilder Wein. Extra. Experten-Tipps von der Autorin.

Meine Rezension: 

KOSMOS-Bücher sind in der Regel ziemlich gut und hilfreich und so trifft es auch (fast) auf dieses Büchlein zu. Hier dreht sich diesmal alles um den Sichtschutz im Garten mit vielen Ideen und Anregungen für den Anfänger. 
Das Buch ist untergliedert in die Kapitel Gestaltung, Praxis und Porträts. Das Kapitel Gestaltung beschäftigt sich mit den Möglichkeiten des Sichtschutzes. Dabei geht die Autorin auf die verschiedenen Arten des Sichtschutzes ein z.B. aus Holz, Mauern & Wände, Stahl & Co. oder Hecken. 



Man muss dazu sagen, dass es nur ein Überblick ist, keine sehr detailierten Beschreibungen.

Im Kapitel Praxis zeigt sie, wie man einen Sichtschutz selbst baut, eine Hecke pflanzt und wie sie gepflegt werden muss. Auch der Heckenschnitt und der Schnitt von Kletterpflanzen wird erwähnt. Auch auf Rosen und Clematis wird kurz eingegangen. Immer wieder wird das Geschriebene durch Bilder unterstützt und dadurch verständlicher. 

Im Kapitel Porträts stellt die Autorin die Pflanzengruppen vor und geht auf die verschiedenen Arten kurz & bündig ein. Man darf keine langen Beschreibungen erwarten, sondern nur kurze Informationen zum Bild. 




Wer mehr wissen möchte, sollte den QR-Code nutzen oder dem angegebenen Link folgen. 


Auf 80 Seiten kann man keine umfassende Beschreibung von Pflege, Anbau & Co. erwarten. Es ist ein Büchlein zur Hilfe, zum Ideensammeln und als Anregung für die weitere Informationssuche. 

Montag, 25. März 2013

Die nachhaltige Pflege von Holzböden

"Die nachhaltige Pflege von Holzböden" von Will Wiles





erschienen am 25. März 2013
im carl`s books Verlag
285 Seiten 
ISBN 9783570585054


Inhalt:

Britischer Humor par excellence: sehr skurril, höchst originell

Oskar ist Komponist moderner Stücke, wie etwa seinen Variationen über Trambahnfahrpläne, und mit einer amerikanischen Kunsthändlerin verheiratet. Er lebt in einer osteuropäischen Hauptstadt mit seinen beiden Katzen, die er nach russischen Komponisten benannt hat. Aber eigentlich geht es in diesem Buch nicht um Oskar, denn der ist gerade in Kalifornien, um sich scheiden zu lassen. Deshalb beauftragt er einen alten Freund aus Studienzeiten, in seiner Abwesenheit auf die exquisit eingerichtete Wohnung aufzupassen, auf dass seine Katzen und besonders der kostbare Holzboden keinen Schaden nehmen. Aber natürlich geht schief, was schiefgehen kann, eine Katastrophe reiht sich an die nächste, und trotzdem geht die Geschichte dann am Ende gut aus.

Meine Rezension:

Schräg, schräger, Oskar. 
Der alte Freund weiß nicht worauf er sich eingelassen hat. Oder doch? Er hat doch mit Oskar zusammengelebt. Früher einmal. Doch es schreckt ihn nicht ab und so übernimmt er die verantwortung für eine Wohnung, zwei Katzen und den Holzboden. Er reist an und muss feststellen, dass die Wohnung sehr edel und teuer eingerichtet ist. Also macht er erstmal einen Rundgang und erfährt, dank der vielen kleinen zauberhaften Post-Its, was er machen darf und was nicht. Dumm nur, dass er die Zettelchen meist erst dann liest, wenn es schon zu spät ist. 

"Sie dürfen aufs Bett, ABER KEINESFALLS AUFS SOFA... Mist. Ich sah hinüber zum Sofa. Die Katzen flackten dort noch immer hochzufrieden und genossen die verbotenen Freuden."

Wer Katzen hat, kann sich jetzt deren kleines feines (fieses) Grinsen sehr gut vorstellen.

Und so geht es munter weiter, was muss er tun, wenn er dieses oder jenes nutzen möchte. Was darf er keinesfalls benutzen. DAS PIANO. Klipper! Und was passiert, wenn etwas auf den guten Boden kommt. 
Es stellt sich ganz automatisch die Frage, wie kann man denn in einer solchen Wohnung leben? Schwebt Oskar über den Boden? Und wer ist er, dass er eine solche Macke hat? 

"Frage: Was nimmt Oskar mit ins Grab?"
Antwort: Einen Untersetzer."

Und so kommt, was kommen muss. Es geht so einiges schief und der arme Freund schlittert von einer Katastrophe in die nächste und kann einem fast schon wieder leid tun. Wenn man nicht immer wieder über genau diese Patzer lachen müsste und schon auf das nächste Malheur warten würde. Auch Oskar wird dem Leser vorgestellt und aus der gemeinsamen Vergangenheit erzählt. Hier erfährt man dann, warum ein Holzboden so wichtig sein kann.

Anfangs sind die Missgeschicke und Katastrophen noch recht witzig und gut geschrieben. Zum Ende zu werden die Gags etwas flacher und zu slapstickmäßig. Zu viel gewollt, zu wild und zu unrealistisch werden die Handlungen von dem Freund und so verschwindet am Ende leider auch etwas von dem Charme des Buches. 



Sonntag, 24. März 2013

In einer anderen Haut

"In einer anderen Haut" von Alix Ohlin



erschienen am 21. Januar 2013
ISBN 978 3 406 64703 1
351 Seiten 


Inhalt:

Als die engagierte Therapeutin Grace beim Langlaufen auf einen Mann stößt, der gerade versucht hat, sich zu erhängen, folgt sie instinktiv ihrem Impuls zu helfen. Doch binnen Kurzem muss sie erkennen, dass ihre Gefühle für diesen faszinierenden, aber verschlossenen Mann keineswegs nur therapeutischer Natur sind. Unterdessen ist Annie, ihre junge, verstörte Patientin, von zu Hause weggelaufen, um sich bald darauf in New York als aufstrebende und dabei rücksichtslose Schauspielerin neu zu erfinden und sich möglichst auf keine menschliche Beziehung wirklich einzulassen. Und Mitch, Grace’ Exmann, ebenfalls Therapeut, verlässt die Frau, die er liebt, um in der Arktis einer Inuit-Gemeinde bei ihren Problemen zu helfen. Diesen vier fesselnden, komplexen Charakteren folgen wir gebannt von Montreal und New York nach Hollywood und Ruanda, denn jeder von ihnen ist auf seine Weise überzeugend und doch nicht Herr seines eigenen Lebens. Kunstvoll werden die Geschichten ineinander verwoben und wird die Spannung bis zuletzt gehalten. 

Meine Rezension:

 Montreal, Ruanda, New York, Hollywood und zurück. Nicht nur durch verschiedene Städte und Länder reist der Leser mit der Autorin, sondern auch durch verschiedene Jahre. Immer wieder springt sie in die Vergangenheit oder wieder ein paar Jahre vor...ins Jetzt. Was vielleicht anfangs etwas verwirrend erscheint, wird bald Klarheit und Struktur erzeugen. 

Grace, eine engagierte Therapeutin will sich mal wieder beim Langlauf auspowern, den Kopf freibekommen und nicht mehr an ihre Patienten denken müssen. Sie genießt die Natur und wird dann doch wieder eingeholt als sie über ihn stürzt. Einen jungen Mann mit einem Strick um den Hals. Er überlebt und wird von nun an das neue "Hilfsprojekt" von Grace. Sie kann sich nun endlich wieder in etwas hineinsteigern und ihrem Helfersyndrom nachgeben. 

Doch will er es auch? 
Will er die Hilfe, die sie ihm aufdrängt? 
Ist es gut für ihn? Für sie? 
 Grace überschreitet immer wieder Grenzen, die zwischen Therapeuten und Hilfesuchenden gelten, denn eigentlich will Tug kein Hilfesuchender sein. Er schweigt beharrlich, wenn es um seinen Selbstmord geht.

Neben Grace lernt der Leser noch Annie kennen. Eine junge Frau, die von ihren Eltern immer wieder klein gehalten wird. Sie verletzt sich selbst, um den Schmerz zu genießen. Annie bricht eines Tages aus und geht nach New York, sie will Theaterschausoielerin werden und kämpft sich durch. Sie reagiert auf verschiedene Situationen gefühlskalt und emotionslos. Erst bei einem Teenagerpärchen bricht bei ihr das Helfersyndrom aus. Sie nimmt sie auf und versorgt sie. Sie lässt sich vieles von dem Paar gefallen und findet doch bei ihnen fast eine Familie. Auch hier geht das Helfersyndrom zu weit und bis an die Grenze des Schmerzes. 

Ein weiterer Charakter ist Mitch, Graces Ex-Ehemann, der in einer eigenwilligen Beziehung lebt und doch dann ausbricht, um in der Arktis den Menschen helfen zu wollen. Er scheitert mit seinem Projekt und muss nun damit leben, dass nicht immer die angebotene Hilfe gewollt und verstanden wird.

Alle Charaktere leben von und mit dem starken Wunsch zu helfen und Beziehungen aufzubauen. Häufig versuchen sie ihre eigenen Probleme zu verstecken und benutzen lieber andere Menschen, um sich gut zu fühlen. Sie brauchen die Abhängigkeit anderer, um sich vollständig, verstanden und wertvoll zu fühlen. Ein Kreislauf, der nichts Gutes erahnen lässt.

Alix Ohlin hat einen beeindruckenden und sehr gut zu lesenden Roman geschrieben. Nachdenklich und traurig, teilweise tragisch und fesselnd sind die einzelnen Geschichten der Figuren. Die Verknüpfungen und Verstrickungen der einzelnen Figuren miteinander sind sehr gut dargestellt und ausgearbeitet wurden. Der Leser kann sich auf ein wunderbares Buch mit einem klaren Schreibstil und vielen traurigen und trotzdem schönen Szenen freuen. 



Das Buch wurde mir vom C.H.Beck Verlag und BloggdeinBuch zur Verfügung gestellt.
Herzlichen Dank!
Wer mehr erfahren oder es bestellen möchte, klickt hier.

Freitag, 22. März 2013

Das Schmetterlingsmädchen

"Das Schmetterlingsmädchen" von Laura Moriarty


ISBN 9783404167814  
462 Seiten
erschienen am 15.02.2013 
im Bastei Lübbe Verlag

Inhalt:

New York in den Goldenen Zwanzigern: Eine turbulente Metropole voller Leben, Musik, Abenteuer - ein aufregendes Versprechen. Als die fünfzehnjährige Louise aus dem verschlafenen Kansas dorthin reist, um Tänzerin zu werden, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Hals über Kopf stürzt sich das neugierige, unkonventionelle Mädchen in diese berauschende Welt - sehr zum Missfallen ihrer Anstandsdame Cora, einer Frau mit traditionellen Wertvorstellungen. Doch hinter Coras korrekter Fassade verbirgt sich ein trauriges Schicksal, von dem niemand ahnt. Die Reise nach New York ist für sie eine Reise in die Vergangenheit. 


 Meine Rezension:

Zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die zusammen einen Sommer in New York verbringen. Es sind die 20er Jahre in den USA, Louise Brooks sieht in New York endlich ihre Chance berühmt und (ge-)beliebt zu werden. Sie will tanzen und spielen und möglichst schnell weg von zu Hause - ihrer ehrgeizigen und gefühlskalten Mutter Myra und dem "Kleinstadtmief" von Wichita. Cora Carlisle wird für diesen Sommer ihre Anstandsdame sein, doch eigentlich sieht sie die Reise nach New York als ihre Chance Licht in das Dunkel ihrer Vergangenheit zu bringen. Sie will endlich mehr erfahren. Woher kommt sie? Wer sind ihre Eltern? 
Trotz aller eigenen Probleme versucht sie für Louise da zu sein und ihr ein Gefühl von Geborgenheit und Verständnis zu geben. Doch Louise ist schwierig und eigensinnig und wenig gefühlvoll mit sich und ihren Mitmenschen und so wird das Zusammenleben anstrengend und nervenzehrend.

Etwas Nachdenklichkeit, etwas Humor, eine Prise Liebe und Aufregung und eine gute Portion Familiengeschichte und amerikanisches Leben sind die Zutaten dieses Buches und es macht Spaß dies zu lesen. 
Laura Moriarty hat insgesamt einen rundum schönen Roman geschrieben. Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig zu lesen und man kann sehr schnell abtauchen und sich in die Figuren hineinversetzen. Ich hatte etwas mehr Biografie von Louise Brooks über ihr Leben und Schaffen als Stummfilm-Ikone erwartet, aber trotzdem hat mir das Buch gut gefallen.

Donnerstag, 21. März 2013

Die weißen Schatten der Nacht

"Die weißen Schatten der Nacht" von Sabine Klewe

 

Goldmann Verlag
ISBN 9783442479481  
352 Seiten
erscheint am: 20.05.2013  

Inhalt:

Ein ermordetes Mädchen. Eine schockierende Entdeckung. Und zwei Ermittler, die mit ihrer eigenen Vergangenheit kämpfen.

Düsseldorf in der Vorweihnachtszeit. Die zehnjährige Antonia Bruckmann wird mit gebrochenem Genick zu Hause aufgefunden. Zahlreiche Hämatome und Abschürfungen sprechen gegen einen Unfall. Bei der Obduktion stellt sich obendrein heraus, dass das Mädchen nach seinem Tod missbraucht wurde. Die Kommissare Lydia Louis und Christopher Salomon stehen vor einem Rätsel: Ist Antonia das Zufallsopfer eines Perversen geworden, oder haben sie es mit einem Fall von häuslicher Gewalt zu tun? Ihre Ermittlungen führen Louis und Salomon zu der mysteriösen Leonie – und zu einer Wahrheit, die sie lieber nie herausgefunden hätten.


Meine Rezension:
 
Ich lese sehr gern deutsche Krimis und so habe ich mich auch auf das neue Buch von Sabine Klewe gefreut. Zwar kannte ich die Autorin bisher nicht, aber dies wollte ich nun ändern. Ein Ermittlerduo, dass sich nicht sonderlich gut versteht, ein Kind mit Genickbruch und viele offene Fragen. Das klang doch gut. 

Doch leider ist die Geschichte unausgereift und holprig. Das Ermittlungsduo bestehend aus Lydia Louis und Christopher Salomon entpuppt sich als hölzernes und (mir) wenig symphatisches Paar, welches sich nicht nur gegenseitig, sondern auch schnell den Leser nervt. Die Dialoge zwischen den verschiedenen Charakteren sind lustlos und wenig ansprechend. Auch die Handlungen sind ohne Spannung und manchmal (zumindestens aus meiner Sicht) unlogisch und nur schwer nachvollziehbar. Es ist eher eine Aneinanderreihung von Geschehnissen, um die Geschichte am Laufen zu halten. Ich konnte mich mit dem Schreibstil und den eher blassen Figuren nicht anfreunden und habe das Buch nun weggelegt, da es mich auch nicht mehr interessierte, wer es war und was die Motive für das Handeln waren. 

Schade.

Mittwoch, 20. März 2013

Neue Bücher II

Zwei neue Bücher haben sich durch den Schnee gekämpft und sich auch nicht von meiner Grippe abschrecken lassen ;-).

"Das Schmetterlingsmädchen" von Laura Moriarty handelt von zwei Frauen, die zusammen einen Sommer in New York verbringen. Beide haben genaue Ziele, die sie verfolgen und jede für sich hat ein Geheimnis, was sie schützen wollen. Das Buch spielt in den 20er Jahren in den USA.


"In einer anderen Haut" von Alix Ohlin spielt in Montreal und handelt von einer Therapeutin, die beim Skilanglauf über einen Selbstmörder "stolpert" und nicht nur therapeutisches Interesse an ihm hegt.

Vielen Dank an die Verlage C.H.Beck und Bastei Lübbe!

Mittwoch, 13. März 2013

Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner

"Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner " von Edward Kelsey Moore

ISBN 9783809026235
448 Seiten
erscheint am 18.03.2013 
bei Limes

Inhalt:

Seit fast vierzig Jahren gehen die drei Freundinnen Odette, Clarice und Barbara Jean miteinander durch dick und dünn. Und ungefähr genauso lang ist das Dreiergespann nur als die »Supremes« bekannt. Jeden Sonntag treffen sie sich gemeinsam mit ihren Ehemännern in Earl’s Diner, wo sie einst ihren Spitznamen erhielten. Unter den wachsamen Augen von Big Earl, dem Besitzer des Diners, wuchsen sie zu dem heran, was sie heute sind: drei kluge, witzige und starke Frauen. Und auch nach seinem Tod hat Big Earl weiterhin ein Auge auf seine »Supremes« – so wie auch andere gute Geister, denn dem Charme dieser außergewöhnlichen Ladys kann einfach niemand widerstehen ...

Meine Rezension: 

 Selten war ein Buch über drei Frauen und deren Leben so unterhaltsam und schön geschrieben wie von Mister Moore. 
Schon der Titel hat mich förmlich angeschrieen, dass Buch in die Hand zu nehmen und den Klapptext zu lesen. 
Hoffentlich nicht zu kitschig, war mein erster Gedanke. 
Doch den Gedanken konnte ich schnell beiseite schieben, denn man taucht in eine warmherzige und witzige Geschichte ein und wünscht sich, dass sie so schnell nicht wieder endet. 
Der Leser sitzt förmlich mit am Diner Tisch und beobachtet wie sich die Frauen entwickeln und so manches Problem zusammen lösen. Immer mit dabei sind ihre Männer. Odette, Clarice und Barbara Jean sind sehr verschieden und so kann jeder Leser seinen Favoriten finden, seine Figur mit der er sich am meisten identifizieren kann. Jede dieser Frauen hat ihren ganz eigenen Charme und menschliche Schwächen, die durch Moore sehr gut beschrieben werden. Alle drei Frauen kämpfen mit ihrer Vergangenheit und für ihre Zukunft. Dies aber immer mit einer guten Portion Humor und vorallem mit viel Unterstützung der Freundinnen. 
Immer wieder fügt Moore auch politische Aspekte in die Geschichte ein. Es geht dabei um die Rassenproblematik der 50er/60er Jahre in den USA. Sie dominiert nicht die Geschichte, ist aber durch die Geschichten der Frauen immer leicht präsent. 
Und Mrs Roosevelt? 
Sie taucht immer dann auf, wenn etwas geschehen soll. Sie ist als Geist der Zuschauer und kommentiert mal allein, mal zusammen mit anderen Geistern das Geschehen und wartet auf die Menschen, die ihr folgen sollen.

Witzig, traurig, charmant und warmherzig...einfach lesen!


Montag, 11. März 2013

Neue Bücher

Die letzten zwei Eroberungen wollen noch vorgestellt werden :-).

"Die Mutter des Erfolgs" von Amy Chua habe ich mir bereits im Februar gekauft. Die Bewertungen fielen ziemlich unterschiedlich aus, auch die Rezensionen in den Zeitungen waren nicht einstimmig. Ich bin gespannt, wie es mir gefallen wird.


Das zweite Buch habe ich am Samstag bekommen und ist ein Rezensionsexemplar. Diesmal ein deutscher Krimi, der in Düsseldorf spielt und wieder gibt es ein Ermittlerduo, welches auch so seine privaten Probleme hat.

Sonntag, 3. März 2013

Das fremde Haus

"Das fremde Haus" von Sophie Hannah


ISBN 9783404167692
496 Seiten
erschienen am 01.01.2013
bei Bastei Lübbe 

Inhalt:

Als Connie »Zuhause« in das Navi im Auto ihres Mannes eingibt, wird sie an einen Ort geführt, der ihr vollkommen fremd ist: Bentley Grove 11, Cambridge. Sie stellt Kit zur Rede. Der behauptet, sie muss die Adresse selbst eingegeben haben. Kurze Zeit später steht das Anwesen zum Verkauf. Connie gelingt es, einen Blick in das Haus zu werfen. Sie entdeckt eine blutüberströmte Frauenleiche, die ihr verdammt ähnlich sieht!




















Meine Rezension:

Das Buch hat mich verwirrt. Zwischenzeitlich hatte ich auch mal den Faden verloren und musste noch einmal kurz zurück, um noch mal nachzulesen wer mit wem und warum. Es gibt in diesem Buch mehrere Handlungsstränge aus verschiedenen Perspektiven und Charaktere, die nicht so leicht zu greifen sind. Nicht eine Figur aus diesem Buch ist mir sonderlich symphatisch gewesen und doch musste ich wissen, wie es ausgehen wird. Ich musste mich die ersten 80 Seiten motivieren dran zu bleiben und mich durchkämpfen durch das Wirrwarr an Handlungssträngen und schleppenden Dialogen, aber danach kam die Geschichte ins Rollen. Die Spannung wurde immer größer und die vielen kleinen Hinweise luden immer mehr zum Spekulieren ein. Hatte man seinen "Täter" schwenkte die Geschichte um und man suchte wieder mit den Polizisten nach neuen Anhaltspunkten und winzigen Details, die vielleicht helfen könnten das Geschehene zu verstehen. Alles dreht sich um Cambridge und die Bentley Grovve 11. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr verstricken sich die Figuren mit Cambridge und dieser Straße und die Indizien verdichten sich immer mehr. Fast bis zum Schluss ist man sich nicht sicher, wer in Frage kommt und erst ab Seite 400 werden die kleinen und großen Geheimnisse gelüftet.

Der Schreibstil war für mich anfangs gewöhnungsbedürftig auch die Sprünge zwischen den Handlungssträngen. Wenn man aber erstmal in der Geschichte drin ist, liest sie sich gut und flüssig und man hat den Drang einfach das Wochenende oder den Abend nur zu lesen. Ich würde empfehlen, dass Buch möglichst zusammenhängend zu lesen. 

Die Gestaltung des Buch fand ich gut...mal etwas anderes. Ein Taschenbuch mit einem Umschlag. Nur auf dem Umschlag sind die blutigen Fingerabdrücke und der Grundriss zu sehen. Macht man den Umschlag ab, stehen nur der Titel des Buches und die Autorin mit wackliger Schrift auf dem Cover. (siehe Bilder)