Donnerstag, 31. Januar 2013

Madame Cottard und eine Ahnung von Liebe

"Madame Cottard und eine Ahnung von Liebe" von Rainer Moritz


ISBN 9783492259644
237 Seiten
erschienen am 01.10.2009 
bei Piper 

Inhalt:

Ein Appartement am Montmartre, ein erfüllender Beruf, Freunde: Eigentlich könnte Nathalie Cottard glücklich sein. Warum aber bringt sie dann ein Wasserschaden so aus der Fassung? Fehlt ihr doch etwas? Als ihr Wohnungsnachbar, der scheue Robert Bernthaler, auf den Plan tritt, muss sie sich eine ganz neue, entscheidende Frage stellen: eine Pariser Buchhändlerin und ein deutscher Korkenverkäufer – kann das gut gehen? 

Meine Rezension:

 Wer hätte gedacht, dass ein deutscher Autor eine so schöne französische Geschichte schreiben kann. Gut, ganz so fluffig und zart wie es die "echten" Franzosen können, ist sie nicht ganz, aber trotzdem fand ich sie entspannend und lesenswert. 
Sie lässt den Leser auf Entdeckungstour durch Paris und die Gefühlswelt von Robert und Nathalie gehen. Rainer Moritz steigt mit Robert, den korrekten und ordentlichen deutschen Korkenverkäufer ein. Bei ihm wirkt selbst der Text ein wenig steif. Danach wechselt er zu Nathalie, der französischen Buchhändlerin, die zart und leicht wirkt und (scheinbar) recht selbstbewußt ist. Beide leben allein, im gleichen Haus und doch kennen sie sich nicht. Erst der Wasserschaden sorgt dafür, dass das Haus "zusammenrückt" und die Liebe bei den beiden einzieht. 
Der Leser liest mal aus der Sicht von Nathalie und dann wieder aus der Sicht von Robert. Man muss schon schmunzeln, wenn man seine manchmal doch recht unbeholfenen Handlungen und unsicheren Gedankengänge liest. Aber auch Nathalie hat so ihre Probleme mit der Veränderung. 
Geht alles zu schnell? 
Ist er der Richtige?
Und dann passiert es...Robert bekommt ein Angebot nach Deutschland zurückzukehren um dort die Karriereleiter hinaufzuklettern. 
Was wird er tun? 
Wie wird Nathalie reagieren? 
Eine schöne Geschichte, die sich leicht liest und Spaß macht. Mir hat der Schreibstil von Rainer Moritz gut gefallen. Das andere Madame Cottard Buch steht schon auf meiner Wunschliste.  


Dienstag, 29. Januar 2013

Die Rache des Chamäleons

"Die Rache des Chamäleons" von Ake Edwardson


ISBN 9783550080227
255 Seiten
erscheint am 15.02.2013 
bei Ullstein HC 

Inhalt: 

Dein Mann liebt dich. Eure Kinder. Er ist erfolgreich, und ihr habt ein schönes Leben. Doch eine Nachricht verändert alles.
Ein alter Freund glaubt, dass dein Mann ihm noch etwas schuldet. Und das fordert er jetzt ein. Weil du ihn liebst, gehst du mit ihm auf diese tödliche Mission. Doch wer ist der Mann an deiner Seite?
Der neue Thriller von Åke Edwardson führt nach Andalusien und in eine terroristische Vergangenheit.


Meine Rezension:

Endlich wieder ein Ake Edwardson und endlich wieder verzwickte Handlungsstränge und dunkle Vergangenheiten. Ich habe mich auf den "Neuen" gefreut. Die Leseprobe war anfangs gewöhnungsbedürftig, denn die ersten Seiten starten mehr oder weniger ohne Punkt und Komma. Etwas irritierend und merkwürdig. Aber sicherlich nicht ohne Grund. Der anschließende Text startet, wie gewohnt bei Edwardson, harmlos und noch ohne große Aufregung. Doch je weiter man liest, desto mehr spitzt sich die Lage zu. Etwas stimmt nicht und diese Idylle kann nur trügerisch sein. Man ahnt es als Leser und dann kommt der Briefumschlag. Mit Fotos...keine selbstgemachten Fotos. Auch die Frau hat einen Umschlag erhalten..mit Tickets...keine selbstgekauften Tickets. 
Was hat das zu bedeuten? 
Wer spielt hier welches Spiel? 
Und warum? 

So war mein erster Eindruck nach dem Lesen der Leseprobe. Doch leider hat Ake Edwardson nicht so ganz durchgehalten. Vielleicht habe ich auch zuviel erwartet. Bisher habe ich seine Bücher immer gern gelesen und konnte auch gut "abtauchen" in die Geschichte, in die Figuren und deren Handlungen. Doch diesmal war ich wie ein Zuschauer, durfte nicht mitspielen, nur zuschauen. Die Charaktere waren mir zu distanziert und abgeklärt. 
Wie schnell kann sich wirklich eine Frau auf eine so schwierige und neue Situation einstellen? Und würde sie wirklich so etwas mitmachen? 
Auch Peter Matthéus war mir bis zum Ende fremd geblieben. Die Sprünge zwischen der Vergangenheit und dem Jetzt waren mir zu hastig und manchmal zu undurchsichtig. Immer wieder gab es zwar Verstrickungen, die ich ganz interessant fand, aber leider reichten diese nicht aus, um mich vollends zu fesseln. 
Die bisherigen Bücher von Ake Edwardson fand ich gelungener und spannender und so hoffe ich auf das nächste Buch.

Freitag, 25. Januar 2013

Tagebücher 1982-2001

"Tagebücher 1982-2001" von Fritz Raddatz


ISBN 9783499258992
944 Seiten
erschienen am 01.11.2012 
bei Rowohlt TB. 

Inhalt:

Ein Buch wie dieses hat es noch nicht gegeben. Von Augstein bis Marion Dönhoff, von Grass bis Enzensberger zeigt es die deutschen Intellektuellen und die ganze bundesdeutsche Gesellschaft, wie sie so hellsichtig nie beschrieben worden ist: wahrgenommen mit dem Sensorium eines Hochempfindsamen, subjektiv und zutreffend, anteilnehmend, scharfzüngig. Ein Buch, das von den Romanciers nie geschrieben worden ist der große Gesellschaftsroman der Bundesrepublik, das balzacsche Porträt unserer Zeit , hier ist es.

Meine Rezension:  

 Wie fange ich an? 
Man sollte Fritz Raddatz und die deutsche Literatur ein wenig kennen, sonst fühlt man sich wohl bald verloren zwischen den Damen und Herren der Literatur, des Journalismus und der Verlagshäuser. Raddatz schafft mit seinen Tagebüchern einen unglaublich interessanten und spannenden Einblick in die Welt der Literatur und der Verlage. Viele bekannte Namen tauchen in seinem Leben auf und er zeigt recht schonungslos deren wahres Gesicht. Hart und präzise geht er dabei vor. Die kleinen und großen Intrigen werden aufgezeigt, die manchmal hochgelobten Autoren bekommen durch ihn eine menschlichere Seite und wirken dadurch nicht mehr allzu distanziert und entfernt. Viele Macken und Eigenarten einiger Autoren z.B. Grass, Gaus, Brasch und Kempowski schreibt er nieder...manchmal regt er sich auf und manchmal sorgt er sich, um seine guten Freunde. Oft wirkt er unsicher und mit sich hadernd, wenn er wieder über Macht, Geld, Liebe und Tod nachdenkt. Seine große Liebe hat er verloren und selbst nach Jahren bedrückt ihn das Geschehene. Er macht sich Gedanken über die Entwicklung, über die Auswirkungen des Mauerfalls (denn er ist ein DDR-Ausreisender) und was mit ihm passiert, wenn er mal nicht mehr schreiben kann oder keiner ihn mehr lesen will. Immer kämpft um seine Anerkennung und den Respekt für seine Arbeit.
Das Buch war für mich sehr interessant und durch Herrn Raddatz habe ich so manches jetzt besser verstanden (in selten steht es in dieser ehrlichen und direkten Form in der Zeitung).

Wer sich nicht vor den vielen Seiten scheut, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Eine bisher (für mich) unbekannte und spannende Sicht auf die Literatur- und Verlagswelt.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Bauernhaus sucht Frau

"Bauernhaus sucht Frau" von Carole Matthews


  
ISBN 9783499255441
 462 Seiten
erschienen am 21.02.2011 
bei Rowohlt Taschenbuch 

Inhalt: 

In Highheels auf Landpartie! Amy und ihr Mann William sind typische Stadtmenschen. Doch nach einem Zusammenbruch beschließt William, mit seiner Familie aufs Land zu ziehen. Für Amy ist es eine ungeheuerliche Vorstellung, ihre After-Work-Drinks in der City gegen ein Bauernhaus mit Hühnern, Ziegen und einer Katze mit Serienkiller-Allüren einzutauschen. Und so kann sie dem neuen Leben in der etwas düsteren Moorlandschaft von Yorkshire anfangs wenig abgewinnen. Das soll es jetzt gewesen sein? Nein, denn das Schicksal hat noch einige Überraschungen für Amy parat …

Meine Rezension:

Ach, ein Buch zur Entspannung...einfach nur schmökern und abtauchen, ein bißchen mitleiden und sich freuen, ein bißchen den Kopf schütteln über die Ansichten einer Londoner Medienkarrierefrau und ein bißchen lachen über die ersten Erfahrungen dieser Frau auf dem Lande. 
Ein Buch, welches fast ohne Blut und Mord, sieht man mal von Milly Molly Mandy (die Katze, eine (!) Katze) und ihren Mäusetötungswahn ab, auskommt. Neben der klassischen Stadtfamilie, William und Amy, beide Karrieremenschen und den beiden Kindern, beide brav und wohlerzogen, gibt es noch jede Menge Getier...die drei reizenden alten Schafdamen, die blinden Hühner und die Ziegen und vorallem Hamish. Hamish begleitet den Leser durch das Buch und lässt ihn (den Leser) durch fast alle Gefühlsstimmungen gehen. Das ist kein Hund, nein, eher eine Zerstörungsmaschine ohne Erziehung.
 Doch nicht nur durch den Hund muss Amy einiges durchmachen, auch das Schicksal geht nicht gerade nett mit ihr um. Doch sie hat Glück, denn die Menschen vom Lande helfen ihr und bauen sie wieder auf. 
Es ist eine leichte, manchmal traurige Geschichte, doch man weiß bereits nach den ersten Seiten, dass alles gut wird. Die Geschichte ist vorhersehbar. Es gibt keine komplizierte oder verzwickte Handlung und deshalb ist sie ganz entspannt zu lesen. 
Ein netter Schmöker für die schlechten Wettertage auf der Couch...mehr will es vielleicht auch gar nicht sein.


Dienstag, 22. Januar 2013

Im Totengarten

"Im Totengarten" von Kate Rhodes

ISBN 9783548284620
448 Seiten
erschienen am 05.10.2012 
bei Ullstein


Inhalt:

...eine Hand: direkt neben meinem Fuß auf dem dunklen Gehweg. Sie war klein und lag geöffnet da, als warte sie darauf, dass irgendein Passant ihr ein paar Münzen gab ... In den Straßen Londons treibt ein brutaler Killer sein Unwesen. Er tötet junge Frauen. Sein Markenzeichen: Er ritzt blutige Kreuze in die Haut seiner Beute. Sie könnte sein nächstes Opfer sein: Alice Quentin, Psychologin im Dienste der Polizei. Die Jägerin wird zur Gejagten. Erst gerät ihr Bruder unter Verdacht, dann verschwindet ihre Freundin. Und bald beherrscht Alice nur noch ein Gedanke: Er wird mich nicht bekommen.


Meine Rezension: 

 Eine Kriminalpsychologin als Hauptfigur...hmmm...bisher habe ich solche Bücher nur wenig gelesen, da sie mich nicht so richtig fesseln konnten. 
Doch diesmal wollte ich es "wagen" und habe mich auf das Abenteuer Kriminalpsychologin Alice Quentin eingelassen. 
Und? Nicht bereut. 
Ein grundsolider Krimi mit Spannung, etwas Humor und einer klugen, symphatischen Hauptfigur. Kate Rhodes verzichtet auf zuviel Blut und zuviel Details und konzentiert sich eher auf den Charakter der Alice Quentin. Sie ist nicht makellos und über allem erhaben, im Gegenteil auch sie kämpft gegen Ängste, Panikattacken, gegen die Ablehnung durch die eigene Mutter und mit dem verzweifelten Bruder sowie gegen enge Beziehungen. 
Sie ist eigen und doch kann man sich gut in sie hinversetzen (außer vielleicht in ihren Sporttick ;-)).
Der Schreibstil von Kate Rhodes ist sehr gut und flüssig, so dass man beim Lesen die Zeit (fast) vergisst. Zwar ahnt man schon in der Mitte des Buches, wer es sein könnte, der Jäger, aber die Auflösung kommt erst zum Schluss. 
Da es der erste Fall der Kriminalpsychologin ist, werden wohl bald weitere Fälle folgen und man kann nur hoffen, dass sie so gut weitergehen. 


Donnerstag, 17. Januar 2013

Wer hier stirbt, ist wirklich tot

"Wer hier stirbt, ist wirklich tot" von Maximo Duncker

ISBN 9783442379774
320 Seiten
erschienen am 19.11.2012 
bei Blanvalet Taschenbuch Verlag 
bestellbar hier

Vielen Dank an BloggdeinBuch und dem Randomhouse Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Inhalt:



Skurril, heiter, unterhaltsam!
Wäre der Journalist Kai van Harm nicht vor knapp einem Jahr entlassen worden, hätte er jetzt nicht so viel Zeit. Hätte er jetzt nicht so viel Zeit, wäre er nicht ständig mit seinen Gedanken allein. Warum nicht ein Buch schreiben? Die Sehnsucht nach einem Neuanfang führt van Harm erst ins proletarische Neukölln, später in sein Landhaus in Brandenburg. Doch statt friedvoller Joggingrunden bei Sonnenaufgang erwarten ihn entflammte Gotteshäuser, vegetarisch gesinnte Antifas, ein Todesfall und allerlei skurrile Verwicklungen, wie es sie nur in der Provinz geben kann. 


Meine Rezension:


Montag, 14. Januar 2013

Der kleine Prinz - Der Planet der Winde

"Der kleine Prinz - Band 1: Der Planet der Winde" von Antoine Saint-Exupéry



ISBN 9783864580093
53 Seiten
erschienen am 05.03.2012 
bei balloon 

Inhalt:

Der kleine Prinz wurde in 257 Sprachen übersetzt, hat sich weltweit 134 Millionen Mal verkauft, und wer kennt es nicht, das berühmte Zitat „Man sieht nur mit dem Herzen gut“! Im Oktober wurden die ersten 4 Folgen der neuen TV-Serie im Ersten ausgestrahlt und nun folgt die auf 24 Bände angelegte Comicreihe mit neuen Abenteuern des kleinen Prinzen. Ein junges, ausgezeichnetes Autorenteam sorgt in der brandneuen Comicadaption für einen frischen, kindgerechten Look des kleinen Prinzen, passend zur 3D-animierten TV-Serie, die im Frühjahr 2012 startet! Kreativ und originell wird die Aussage des Meisterwerks von Antoine de Saint-Exupéry als Comic für Kinder umgesetzt. So wird der kleine Prinz erneut viele Kinder begeistern!

Meine Rezension:

 Ein berühntes Buch wird zu einer Comic-Serie. Ich war skeptisch als ich mir das Buch holte, aber es ist ganz gut gelungen. 
Zu 100% hat es mich nicht überzeugt, da mir die Figuren von der Optik nicht so gut gefallen, aber aus Kindersicht kann dies ja schon wieder ganz anders sein. 

Der kleine Prinz und sein bester Freund der Fuchs gehen auf die Suche nach der bösen Schlange, die die Planeten ins Dunkel stürzen und die Macht an sich ziehen will. Das Abenteuer beginnt beim Planeten der Winde und birgt so manche Gefahr für den kleinen Prinzen.

Am Anfang der Geschichte werden die wichtigsten Figuren vorgestellt und charakterisiert. Und dann gehts auch schon los. Wenig Text und viele Bilder, die eine rasante Geschichte erzählen. Und am Ende....wer den kleinen Prinzen kennt, weiß es schon.

Als kleiner Bonus wird noch eine Kurzgeschichte erzählt. 
Der kleine Prinz aus der Sicht von Moebius...die Figuren sind eckiger, kantiger...abstrakter, dafür fand ich sie frecher und witziger als die Hauptgeschichte...vielleicht wird dies ja in den nächsten Bänden fortgesetzt. 


Samstag, 12. Januar 2013

Neue Bücher

Drei meiner Rezensionsexemplare sind nun angekommen. "Der kleine Prinz" ist schon gelesen, was ja bei einem 53 Seiten Comic nicht lange dauert. Und bei "Wer hier stirbt, ist wirklich tot" bin ich auf Seite 113 angekommen. 


oben:

Antoine de Sanit-Exupéry "Der kleine Prinz" vom Egmont Balloon Verlag

unten links: 

Maximo Duncker "Wer hier stirbt, ist wirklich tot" vom blanvalet Verlag

unten rechts:

Kate Rhodes "Im Totengarten" vom Ullstein Verlag

Freitag, 11. Januar 2013

Beziehungskrankheiten, die nur der Schlussmacher heilen kann

"Beziehungskrankheiten, die nur der Schlussmacher heilen kann " 
von  
 Matthias Schweighöfer, Axel Fröhlich, Alexandra Reinwarth


 ISBN 9783868832891
 192 Seiten
erschienen am 26.11.2012 
bei Riva Verlag 

Inhalt: 
Beziehungen sind das größte Glück. Das ändert sich erst, wenn eine der zahlreichen Beziehungskrankheiten akut wird. Die Bandbreite reicht von grassierender Kontrollitis über willkürliche Knutschose bis hin zur berüchtigten Sockolore. Aber zum Glück gibt es Paul. Er ist Trennungsagent. Ihn kann man rufen, wenn man seinem Partner nicht selbst sagen möchte, dass es vorbei ist und man den Anblick seiner herumliegenden Socken einfach nicht mehr erträgt. Dieser lustige Ratgeber zum Kinohit mit Matthias Schweighöfer bietet umfassende Information über alle bekannten Beziehungskrankheiten und gibt Hilfestellung bei Fragen wie: 
- Wie gefährlich ist Morbus Müll? 
- Was tut man gegen sonntägliche Tatorta? 
- Wie behandle ich Couchlägrigkeit?



Meine Rezension: 

 Was hat mich dazu gebracht mir dieses Buch zu holen? Wahrscheinlich die Vorstellung, dass Matthias Schweighöfer nicht nur witzige Filme macht, sondern auch noch lustige Bücher (mit-)schreibt. Mit diesen (doch recht hohen) Erwartungen bin ich an das Buch herangegangen und wurde schlicht weg enttäuscht.
Es ist kein typischer Roman, den man in einem Rutsch durchliest, sondern es sind viele kleine Texte, die sich mit den (angeblichen) Beziehungskrankheiten beschäftigen. 
Viele Beziehungskrankheiten kann man nachvollziehen, da man sie vielleicht schon einmal selber erlebt hat oder noch mittendrin steckt, auch ab und an darüber schmunzeln, aber mehr leider auch nicht. Was anfangs vielleicht noch ganz interessant und witzig war, wurde mit jeder Krankheit etwas langweiliger. Es fehlte die Sponanität und das Freche, was eigentlich sonst den Herrn Schweighöfer ausmacht.
Ich war schon etwas enttäuscht vom Buch und hoffe auf einen besseren Film.

Dienstag, 8. Januar 2013

Unverkäufliche Muster

"Unverkäufliche Muster" von Roger Willemsen

ISBN 9783596167333
497 Seiten
erschienen am 01.09.2005 
bei Fischer Taschenbuch 















Inhalt:

In Roger Willemsens ebenso komischen wie nachdenklichen Texten aus den Jahren 1988 bis 2005 ziehen mehr als anderthalb Jahrzehnte noch einmal vorüber - mit ihren großen und kleinen Ereignissen. Stars, Skandalen und Absurditäten. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Welt der medien und hier vor allem dem "Fernsehen im Tierversuch". Willemsens Sprachwitz, das Umfassende seiner Bildung und die virtuos vorgeführte Akrobatik des Denkens machen diesen Sammelband zu einem reichen Schatz und reinen Lesevergnügen. (Quelle: Covertext) 






















Meine Rezension:

Roger Willemsen sieht man wenig im Fernsehen, man muss ihn lesen. Und dies macht einfach nur Spaß. Nicht jeder Text trifft den eigenen Nerv oder die eigenen Ansichten, aber ich konnte bei vielen Texten bzw. -passagen lachen, nachdenken und zustimmend nicken. Ich bin immer wieder begeistert von seinen Gedankengängen und der Sprache, die er verwendet. Manchmal ist es nicht ganz so leicht seinen Gedanken zu folgen, aber meistens lohnt es sich. Kein Buch, was man durchgehend lesen muss, da es kleine abgeschlossene Texte sind. Man kann sich Herrn Willemsen also einteilen ;-).