Sonntag, 30. September 2012

Die Herrenausstatterin

"Die Herrenausstatterin" von Mariana Leky


208 Seiten
Buch-Nr. 01251107
erschienen 2012
Bertelsmann Verlag
















Inhalt:

Katja Wiesberg verschwimmt die Welt vor Augen. Ihr Mann ist fort, sie ist ihren Job los und allein. Da sitzt auf einmal ein älterer Herr auf dem Rand ihrer Badewanne. Und noch ein Fremder taucht auf: ein Feuerwehrmann, der behauptet, zu einem Brand gerufen worden zu sein, und nicht wieder geht. Eine abenteuerliche Dreiecksgeschichte nimmt ihren Lauf – zwischen einer aus dem Alltag gefallenen Frau, einem überaus selbstbewussten Liebhaber und einem lebensweisen Toten. Lekys Roman entführt in eine Welt, die komischer und trauriger ist als unsere.

Meine Rezension:

Katja Weisberg wird von ihrem Mann verlassen und verliert zudem noch ihre Arbeit. Jetzt ist sie allein und kämpft gegen die Tränen und die Mutlosigkeit. Sie bekommt einen Anruf aus einem Krankenhaus und muss dort erfahren, dass der Mann, der sie gerade verlassen hat, bei einem Unfall tödlich verunglückt ist. Nun ist sie Witwe und er kommt unwiderruflich nicht wieder. Zu Hause stellt sie jedoch fest, dass sie gar nicht allein ist, denn es sitzt ein Mann -Blank- am Rand der Badewanne und wird sie nun begleiten. Auch Armin schneit in ihr Leben und wirbelt es durcheinander. Sie entdeckt neue Seiten an sich und sieht ein, dass das Leben noch mehr zu bieten hat. 

Leicht, traurig, humorvolle Geschichte über die Liebe und deren Vergänglichkeit, über Freunde und das Leben.

Der Ginsengjäger

"Der Ginsengjäger" von Jeff Talarigo


ISBN 9783630621364
187 Seiten
erschienen am 04.04.2008 
bei Sammlung Luchterhand 









Inhalt: 

Poetisch, ergreifend, erhellend An der Grenze zwischen China und Nordkorea lebt einer der letzten Ginsengjäger, der die Kunst, diese seltene und wertvolle Wurzel aufzuspüren, von seinem Vater gelernt hat, wie dieser wiederum von dem seinen. Der schon ältere Mann führt ein bescheidenes Leben, nur einmal im Monat verlässt er seine Hütte im Wald, um in der nächstgelegenen Stadt einzukaufen und das dortige Bordell zu besuchen. Als er sich in eine junge Prostituierte verliebt, die aus Nordkorea hierher geflohen ist, bekommt seine festgefügte kleine Welt Risse, und er muss schwerwiegende Entscheidungen treffen … Eine bewegende Geschichte über Menschen, die an der Grenze leben – an der Grenze zum Nichts und an der Grenze zum Glück.

Meine Rezension:

Traurig, beklemmend, bedrückend und aufwühlend ist dieses Buch und doch sollte man es lesen. 

Es geht um den Machtkampf zwischen China und Nordkorea und wie dieser auf dem Rücken der Menschen ausgetragen wird. Der letzte Ginsengjäger lebt genau an der Grenze und sucht jedes Jahr aufs neue die Wurzel. Er richtet sein Leben nach der Wurzel und den Jahreszeiten. Bescheiden und sehr zurückgezogen lebt er für sich allein. Einzig sein monatlicher Besuch in der Stadt und der damit verbundene Gang zum Bordell sind seine Abwechslung im Leben. Bis er eine Prostituierte kennenlernt, die ihn durcheinander bringt. Er muss feststellen, dass es ein trauriges und teilweise menschenverachtendes Leben außerhalb seines Radiuses gibt. Die Prostituierte ist eine Geflohene aus Nordkorea. Würde man sie finden, sie müsste sofort wieder zurück. Dann aber erwartet sie wieder das Elend, der Hunger, die Not. Sie erzählt dem Ginsengjäger aus ihrem Leben und ihrem Land...und ab diesem Moment muss der Ginsengjäger erkennen, dass sein Weltbild immer mehr wackelt.

Samstag, 29. September 2012

Die 500

"Die 500" von Matthew Quirk


ISBN 9783896674722
416 Seiten, 
erschienen am 01.08.2012 
bei Blessing, Karl 

Inhalt: 

 Wenn der Traumjob zum Albtraum wird ...
Mike Ford hat seine kriminelle Jugend hinter sich gelassen und es bis nach Harvard geschafft. Neben dem Jurastudium arbeitet er jede freie Minute in einer Bar, um seinen Schuldenberg abzutragen. Bis ihn sein Dozent Henry Davies mit viel Geld in seine Beraterfirma lockt: Mikes neuer Boss ist ein Haifisch im politischen Becken von Washington. Zu seinen Klienten gehören die 500 mächtigsten Männer des Landes, und sein Geschäftsmodell besteht darin, jede Leiche im Keller dieser Männer zu kennen, um sie gefügig zu machen und ihren Einfluss zu nutzen. Jede Methode ist ihm recht, und Mike ist sein Mann fürs Grobe. Als der die Machenschaften durchschaut, steckt er schon bis zum Hals im tödlichen Spiel um Macht und Geld. Sein einziger Ausweg besteht darin, Davies’ dunkle Geheimnisse aufzudecken und ihn mit den eigenen Waffen zu schlagen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, und um den zu gewinnen, muss Mike lügen, stehlen, betrügen und vielleicht sogar töten.

Meine Rezension: 

 Die 500 mächtigsten Menschen haben viele Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit und sind zudem immer wieder bereit viel Geld für das Schweigen einer Company zu zahlen. Auch kleine Gefälligkeiten und Gesetzesänderungen sind willkommen. So lässt es sich in Washington gut leben und seine Macht erhalten. Doch wer steckt dahinter? Es ist Henry Davies, der mit seinem Partner, Informationen über die 500 wichtigsten und mächtigsten Menschen sammelt und sie im geeigneten Momenten einsetzt. Für diesen Job brauchen sie viele fleißige Zuarbeiter. Einer davon ist Mike Ford, ein junger Mann, der es geschafft hat seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und an der bekannten Havard University Jura zu studieren. Doch Mike ist neugierig und ehrgeizig und hinterfragt. Leider zuviel. Und so stößt er in ein Wespennest. Er ahnt, dass hier nicht immer mit legalen und sanften Methoden gearbeitet wird und gerät dadurch selber zum Zielobjekt. 

Freitag, 28. September 2012

Das Büro - Direktor Beerta

"Das Büro - Direktor Beerta" von J. J. Voskuil





ISBN 9783406637339
845 Seiten
erschienen am 16.07.2012 
bei C. H. Beck 






Inhalt: 

Als Maarten Koning eine Stelle als wissenschaftlicher Beamter in einem volkskundlichen Büro antritt, ändert sich sein Leben schlagartig. Von nun an beschäftigt er sich mit Wichtelmännchen – und mit den lieben Kollegen. Der graue Büroalltag wird aufgelockert durch ergebnislose Sitzungen, nutzlose Dienstreisen und feuchtfröhliche Kongresse. Und bei alledem versteht es Direktor Beerta meisterhaft, immer neue Projekte und Stellen zu schaffen... Was Joanne K. Rowling für England war, war J. J. Voskuil für die Niederlande: Sein monumentaler Büro-Roman loste eine wahre "Büromanie" aus mit Fanklubs und langen Schlangen im Morgengrauen vor den Buchhandlungen. Mit seinen knappen Schreibtischdialogen, lakonischen Schilderungen von Arbeitsabläufen.


Meine Rezension: 

Was habe ich mich auf das Buch von J. J. Voskuil gefreut. „Das Büro- Direktor Beerta“ war so hoch gelobt geworden, dass man fast nicht daran vorbeikam. Deshalb war ich auch glücklich, dass ich bei BloggdeinBuch ein Exemplar gewinnen konnte. 




Wer möchte, kann dieses Buch hier kaufen und sich eine ganz eigene Meinung dazu bilden.

Montag, 24. September 2012

Final Cut

"Final Cut" von Veit Etzold


 ISBN 9783785746141
Audio CD
6 CDs|449 Minuten|82 Tracks
gesprochen von Franziska Pigulla
erschienen am 01.05.2012 
Audio Lübbe




Inhalt:

Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und einen Feind. Die Freunde sind virtuell, der Feind ist real. Er wird Dich suchen. Er wird Dich finden. Er wird Dich töten. Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und keiner wird etwas merken. Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis. Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose.


Meine Rezension: 
 

Montag, 17. September 2012

Das Arroganzprinzip

"Das Arroganzprinzip" von Peter Modler


ISBN 9783596184330
239 Seiten
erschienen am 04.09.2009 
bei Krüger Verlag 









Inhalt: 


So nicht, Mann! - Wie Frauen das Spiel um die Macht gewinnen Im Gegensatz zu Frauen nutzen Männer Sprache viel öfter als Machtinstrument, senden völlig andere Körperbotschaften und zeigen ein ausgesprochenes Revierverhalten. Diesen Machtdemonstrationen begegnet Frau am besten mit Arroganz - nicht als Lebenshaltung, wohl aber als effektives Werkzeug. Wie das konkret funktioniert, zeigt Peter Modler seit Jahren in seinen Arroganztrainings für Frauen, in denen typische Situationen aus dem Berufsleben nachgestellt werden. Seine erstaunlichen Erkenntnisse veranschaulicht Modler mit Hilfe zahlreicher Beispiele und Tipps, mit denen Frauen lernen, wie sie sich im Alltag besser durchsetzen können.

Meine Rezension: 

Frauen in der Geschäftswelt haben noch immer nicht den Ruf taff und durchsetzungsstark zu sein, obwohl sie vieles sehr gut beherrschen, folgen sie (erstaunlicherweise) im geschäftlichen Bereich den ausgetretenen Generationspfaden. Unterordnen, unaufdringlich und höflich. Doch nicht immer wird dies richtig verstanden bzw. manches Mal bewußt fehl interpretiert. 

Wie können sich also Frauen besser durchsetzen? 

Welche kleinen Regeln des Machtkampfes müssen sie beachten, um am Ende akzeptiert und als "Rudelführerin" respektiert zu werden? 

Peter Modler geht auf verschiedenen Situationen aus dem Geschäftsbereich ein und zeigt Aktion & Reaktion auf. Er macht deutlich, wie bestiummte Körperhaltungen und Signale interpretiert werden und wie man sie vermeiden kann. Dabei spricht er vorrangig die weiblichen Arbeitnehmer an (egal ob in einer Führungsposition oder nicht). Er zeigt auf, wie Frau sich für Meetings, Diskussionen und Machtdemonstrationen rüsten kann und erklärt das Denken und Handeln aus männlicher Sicht.

So manche Leserin wird erstaunt sein, wie einfach bestimmte Konflikte oder Reaktionen vermieden werden können. Und wie man mit einfachen Mitteln sein "Revier" verteidigen kann und dadurch mehr Respekt erhält. Schade ist, das zeigt dieses Buch auch, dass nicht immer Intelligenz und Wissen im Vordergrund bei Entscheidungen stehen, sondern häufig das Auftreten und Verhalten in Konkurrenzsituationen. (Oh, Gott schon wieder weibliches Denken ;-).) 


Insgesamt jedoch ein interessantes Buch, welches zum Nachdenken und Überdenken der eigenen Aktionen und (Körper-) Haltungen anregt.

Freitag, 14. September 2012

Wer das Schweigen bricht

"Wer das Schweigen bricht" von Mechthild Borrmann




Bestellnummer: 01259365
224 Seiten
erschienen im Jahr 2012
im Bertelsmann Verlag








Inhalt:

August 1939: Sechs junge Menschen geben sich das Versprechen, füreinander da zu sein. Während der Nazi-Zeit wird ihre Freundschaft auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Denn Verrat wird mit dem Tod bestraft. Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einen Wehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vater zu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die sofort eine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch noch bevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt. Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen.


Meine Rezension: 

Mechthild Borrmann hat einen Krimi geschrieben, der kurz und doch sehr berührend ist. Robert Lubisch findet nach dem Tod des Vaters einen SS-Ausweis und ein Foto von einer unbekannten Frau in dem Schrnak seines Vaters. Wer ist diese Frau? Und was hat der Ausweis zu bedeuten? Er begibt sich auf die Spurensuche und reißt unbewußt damit auch die Wunden einiger Menschen auf. Denn 1939 lebten in einem Dorf sechs gute Freunde zusammen. Sie verbrachten viel Zeit miteinander und schworen sich nicht aus den Augen zu verlieren. Doch der Zweite Weltkrieg zerstörte ihre Illusion und sie wurden fast Gegner. Während die Einen sich dem Nationalsozialismus anschlossen, verweigerten die Anderen den Gehorsam und die Gleichschaltung. 

Eine Journalistin, die Lubisch ihre Hilfe anbietet, ahnt die Bedeutung der Geschichte und recheriert auf eigene Faust weiter. Doch dies wollen manche Menschen unbedingt verhindern.


Lubisch ahnt, dass er hier wohl eine dunkle Seite seines Vaters entdeckt hat und will das Ganze stoppen...doch nun ist es zu spät.


Montag, 10. September 2012

Später Frost

"Später Frost" von Voosen und Danielsson



ISBN 9783462044492
384 Seiten
erschienen am 10.09.2012 
bei Kiepenheuer & Witsch









Inhalt: 

Der erste Fall für Ingrid Nyström und Stina Forss Die junge Deutsch-Schwedin Stina Forss verlässt Freund und Berlin und tritt eine Stelle in Växjö an, im schwedischen Småland. Kaum hat sie ihre neue Chefin, die gerade frisch beförderte Ingrid Nyström, kennengelernt, wird der greise Engländer Balthasar Frost grausam verätzt und verstümmelt in seinem Gewächshaus aufgefunden. 
Wer tötet einen hochbetagten Insektenforscher? 
Und warum? 
Als die besonnene und erfahrene Nyström und ihre impulsive junge Kollegin die Ermittlungen aufnehmen, ahnen sie nicht, wie weit diese sie führen werden: tief hinein in die bewegte schwedische Geschichte, in die höchsten Stockholmer Kreise und Forss sogar bis nach Jerusalem. Die beiden Frauen erkennen, dass in ihrer Heimat nichts so ist, wie es scheint – und dass der Fall mehr mit ihnen zu tun hat, als ihnen lieb ist.Zwei ungewöhnliche Kommissarinnen, eigenwillige Kollegen, eine vom langen Winter gezeichnete Provinzstadt und ein hochspannender, psychologisch komplexer und gesellschaftlich brisanter Fall: Der erste Kriminalroman des deutsch-schwedischen Autorenpaars ist ein großer Wurf.

Meine Rezension:

Ich habe schon einige schwedische Krimis gelesen und bisher bin ich kaum enttäuscht worden. Auch dieses Buch hat sich wieder gut lesen lassen und entsprach einen guten soldien schwedischen Krimi mit zerrissenen Personen wie Stina Forss, Balthasar Melchior Frost und andere, einer Suche gegen die Zeit und schwedischer Natur. 

Stina Forss wechselt nicht nur das Land (von Deutschland nach Schweden), sondern will auch ihr bisheriges Leben ändern. Sie weiß, sie muss ihren kranken Vater besuchen, doch bisher hat sie es noch nicht geschafft, weniger aus Zeitmangel, vielmehr aus Angst vor dem Wiedersehen. Ihre Beziehung in Deutschland hat sie beendet und doch folgt sie ihr auch bis in die südschwedische Provinz. 


Kaum ist sie angekommen, muss sie sich um einen Mord an einen alten Schmetterlingszüchter kümmern. Zusammen mit ihrer neuen Chefin Ingrid Nyström, die selbst gerade erst befördert worden ist, versucht sie den Mörder zu finden, denn der Schmetterlingszüchter wurde stark misshandelt. Was beide Frauen finden, verwirrt sie und bringt sie immer wieder in neue Sackgassen. Bis Stina auf eigene Faust nach Jerusalem fliegt und einige Entdeckungen macht, die den Fall in eine neue Richtung lenken.


Die Geschichte an sich ist gut und auch sehr gut geschrieben, jedoch verlieren sich die Autoren manchmal zu sehr in Details und Naturbeschreibungen. Dadurch zog sich die Geschichte unnötig und wurde leicht langatmig. Insgesamt würde ich den beiden Autoren allerdings noch einmal eine "Chance" geben, denn die Geschichte war gut und schön verzwickt aufgebaut.

Sonntag, 9. September 2012

Pflanzenschnitt

"Pflanzenschnitt" von Peter Himmelhuber



ISBN 9783440132388
128 Seiten
erschienen am 06.08.2012 
bei Kosmos















Inhalt:

Alles was man wissen muss, wird auf einer oder zwei Doppelseiten in Schritt-für-Schritt-Fotos mit Aha-Effekt gezeigt. So gibt es kein langes Suchen und Blättern, keine Querverweise oder Durcharbeiten langer Texte und der Erfolg, wenn es ums Schneiden von Obstbäumen, Ziersträuchern, Rosen und Hecken geht, ist garantiert. Reiche Ernte und üppige Blüte inklusive.
















 Meine Rezension:

Das ich die Kosmos-Bücher mag, kann man aus meinen Rezensionen entnehmen. Ich finde sie einfach nur gut und praktisch. Keine langen und komplizierten Erklärungen in einem Gärtnerlatein, welchen der Anfänger bzw. Hobbygärtner kaum noch folgen kann oder will. Kosmos entscheidet sich für den bebilderten Weg und zeigt die Arbeitsschritte anschaulich. Man kann auch ohne großem Gartenwissen nachvollziehen, wie etwas durchgeführt wird und vorallem wann.
















Es werden die verschiedenen Schnittzeitpunkte, das richtige Schneiden und mit welchem Schnittwerkzeug es am besten funktioniert beschrieben. Zudem erhält man viele Tipps und Anregungen welche Pflanzen, was mögen und was man lieber sein lassen sollte. Zudem geht der Autor auch auf die unterschiedlichen Arten von Sträuchern und Bäumen ein. Auf der rechten Seite gibt es immer einen sogenannten KOSMOS-Soforthelfer, der für ein manches Ahhh und Ohhh sorgt, aber auch (vielleicht) hilft, dass der Garten im nächsten Jahr mehr Früchte und Blüten bringt bzw. das mehr Pflanzen den Winter überleben ;-).
















Wie bei den meisten KOSMOS-Büchern ist auch dieses Buch keine Fachliteratur für den Profigärtner oder den erfahrenen Hobbygärtner, sondern eine Hilfe für diejenigen, die sich gerade in der Gartenaufbauphase befinden oder nur ein bißchen gärtnern wollen. Für den schnellen Überblick mit den bebilderten Anleitungen ist dieses Buch sehr gut geeignet und toll aufgebaut. Auch die Bilder sind gut gemacht und hilfreich...man erkennt seine Pflanzen wieder und kann direkt loslegen...wenn die Zeit dafür reif ist ;-).

Neuzugänge

Es sind wieder einige Bücher bei mir eingezogen. Das Kerstin Gier-Paket habe ich von einer Freundin ausgeliehen bekommen. Die anderen Bücher sind mir während eines Streifzuges durch die Bücherläden in die Tasche gesprungen ;-).


von oben nach unten:

Kerstin Gier "Männer und andere Katastrophen"
Kerstin Gier "Ehebrecher und andere Unschuldslämmer"
Kerstin Gier "In Wahrheit wird viel mehr gelogen"
Kerstin Gier "Für jede Lösung ein Problem"
Viveca Sten "Tödlicher Mittsommer"
Mechthild Borrmann "Wer das Schweigen bricht"

Drei Bücher passen sogar zum aktuellen Themenmonat...vielleicht schaffe ich diese zu lesen.

Mittwoch, 5. September 2012

La Cucina Siciliana oder Rosas Erwachen

"La Cucina Siciliana oder Rosas Erwachen " von Lily Prior



ISBN 9783404921553
253 Seiten
erschienen am 20.04.2004 
bei Lübbe 









Inhalt: 

Wer sagt denn, dass eine Bibliothekarin nicht sinnlich sein kann? Rosa Fiore bringt ihre Leidenschaft zum Kochen. 

"Eine Liebeserklärung an Sizilien, das Essen, Familie, die Mafia, Sex und Leidenschaft. So erfrischend wie und doch ganz anders (schärfer und stärker) als 'Bittersüße Schokolade' wird dieses Buch das Herz des Lesers zum Pochen bringen: erotisch, sinnlich und köstlich für Frauen und Männer." Bookseller

Meine Rezension:

Eine Frau, Rosa, entdeckt, dass ihr bisheriges Leben eher langweilig und fad war. Sie arbeitet in der Bibliothek und hat nur wenige Freunde und Leidenschaften. Eine davon ist die italienische Küche. Bald lernt sie einen Mann kennen und mit ihm die (sexuelle) Leidenschaft. Sie kochen zusammen, sie lieben sich und sie leiden. Besonders sie, denn er verschwindet und sie ist wieder allein mit ihren Gefühlen und Gedanken. Um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, kocht und bäckt sie sich die Trauer und Sehnsucht weg.

Leichte Lektüre, die nicht immer "leidenschaftlich" wirkt, denn manchmal ist die Sprache (mir) zu hölzern.

Sonntag, 2. September 2012

Jetzt

"Jetzt" von Morris Gleitzman


ISBN 9783551311290
224 Seiten
erschienen am 01.09.2012 
bei Carlsen 









Inhalt:

Felix hat den Krieg überstanden und lebt seit vielen Jahren in Australien. Als seine Enkelin Zelda für eine Weile bei ihm wohnt, werden in Felix schmerzhafte Erinnerungen an die eigene Kindheit und die Flucht vor den Nazis wach. Doch dann bricht ein gewaltiges Buschfeuer aus. Felix und Zelda durchleben große Angst, erfahren aber auch, was Zusammenhalt und Liebe bewirken können. Und am Ende wissen beide: Trotz allem, was war, und bei allem, was kommt - das Leben ist schön.

Meine Rezension:

Zelda, ein seltener Name für ein Mädchen und auch ein trauriger Name, wenn man ihn mit dieser Geschichte in Verbindung bringt. Zelda ist die Enkelin von Felix. Felix ist Anfang 80 und musste als Kind den Zweiten Weltkrieg miterleben bzw. versteckt überleben. Seine beste Freundin Zelda hat diesen Krieg nicht überlebt und nun schwebt sie wie ein Geist über der lebenden Zelda. Diese wohnt seit kurzem bei ihrem Großvater in Australien und muss sich in einer neuen Stadt und in einer neuen Schule behaupten. Leider finden manche Mädchen sie nicht so symphatisch und ärgern sie auf dem Weg nach Hause. Zelda versucht die Zähne zusammenzubeißen, um den Geburtstag ihres Großvaters nicht zu zerstören, wo sie sich doch einiges dafür hat einfallen lassen. Doch am Ende kommt es ganz anders...ein großes Buschfeuer lässt alle zusammenrücken und den Blick aufs Wesentliche richten.

Ich hatte mir von diesem Buch mehr versprochen. Es lässt sich gut und leicht lesen und ist auch jugendgerecht geschrieben worden. Doch der Inhalt hat mich weniger überzeugt. Die Vergangenheit von Felix wird nur bruchstückhaft erwähnt und im interessanten Moment wieder beiseite gelegt, was ich schade finde. Auch fand ich manche Entscheidungen von Zelda etwas verwirrend und nicht unbedingt realistisch. 

Insgesamt ein unterhaltsames Buch, was sich schnell lesen lässt, mir aber einen zu stark erhobenen Zeigefinger und zu wenig Tiefgang hat.

Samstag, 1. September 2012

Der Geiger

"Der Geiger" von Mechthild Borrmann


ISBN 9783426199251
296 Seiten
erschienen am 01.08.2012 
bei Droemer Knaur 









Inhalt:

In einer Nacht im Mai 1948 verliert der begnadete Geiger Ilja Grenko seine beiden wertvoll­s­ten Schätze: seine Familie und seine Stradivari. Erst dem eigensinnigen Sascha Grenko, Iljas Enkel, wird es viele Jahrzehnte später gelingen, Licht in das grausame Geschehen von damals zu bringen. Doch der Preis dafür ist hoch - viel zu hoch... 

Meine Rezension:

Zusammenfassung Monat August

August 2012: Lange Titel

Mindestens ein Buch soll gelesen werden dessen Titel aus mindestens vier Wörtern besteht. Da es mit der Random-House-Challenge im letzten Monats nichts geworden ist, kommt diese wieder mit hinzu. Auch hier soll mindestens ein Buch gelesen werden.

04.08. "La Cucina Siciliana oder Rosas Erwachen" von Lily Prior war mein erstes Buch mit einem langem Titel und dazu hat es noch recht lange auf meinem SUB gelegen. Nun nicht mehr ;-). Der neue Buch von Hjorth & Rosenfeldt ist angekommen und dies wird neben dem engl. Buch erstmal die nächste Lektüre werden. 

06.08. "Die Geschichte von General Dann und Maras Tochter, von Griot und dem Schneehund" von Doris Lessing ist als 4. Aufgabe der August-Aufgaben-Challenge von mir gelesen worden. Es lag schon ewig auf dem SUB und hatte zudem noch einen langen Titel. Eine weitere "SUB-Leiche" ist "Cross-Cultural Encounter" von Reinhard Gratzke. Hier wird es etwas länger dauern...ist auf englisch *pfff*. "Ich arbeite in einem Irrenhaus" von Martin Wehrle habe ich noch einmal gestartet, da ich es zwischenzeitlich wieder auf den SUB gelegt hatte. Nun ist es komplett gelesen und ich fand es gut.

11.08. "Begrabt mich hinter der Fußleiste" von Pawel Sanajew hat mich nicht überzeugt und ich bin froh, dass Buch geschafft zu haben. Momentan lese ich "Da gehen doch nur Bekloppte hin" und "Der Stoff, aus dem die Männer sind". Beide Bücher passen zum Themenmonat und sind zudem aus dem Randomhouse Verlag. 

19.08. Lange war es ruhig bei mir, aber nur, weil ich mir eine klitzekleine Urlaubspause gegönnt habe. Gelesen habe ich sehr viel "Die Frauen, die er kannte" von Hjorth & Rosenfeldt, "Da gehen doch nur Bekloppte hin" von Andrea Jolander, "Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah" von Haruki Murakami, "Cross-Cultural Encounter" von Reinhard Gratzke und "Der Stoff, aus dem die Männer sind" von Maeve Haran...jetzt werden so langsam alle Rezensionen folgen. 

23.08. "Wovon wir träumen" von Julie Otsuka war traurig und bewegend. Jetzt kommt das Gegenteil "Mayas Tagebuch" von Isabel Allende.

30.08. "Jetzt" von Morris Gleitzman und "Der Geiger" von Mechthild Borrmann beendet.  Insgesamt ein recht guter Lesemonat mit einem guten SUB-Abbau und einigen schönen neuen Zugängen.