Sonntag, 29. Juli 2012

Willkommen auf Skios

"Willkommen auf Skios" von Michael Frayn


ISBN 9783446239760
288 Seiten
erschienen am 30.07.2012 
bei Carl Hanser Verlag 









Inhalt:

Ein herrlich schräges Lesevergnügen über vertauschte Männer, Manuskripte und Matronen: Auf einer Ferieninsel in Griechenland bereiten sich die Gäste einer amerikanischen Stiftung auf die Ankunft des diesjährigen Gastredners vor. Dr. Norman Wilfred, Autorität auf dem Gebiet der Szientometrie, erweist sich als erstaunlich jung und gutaussehend und ist alles andere als ein verknöcherter Gelehrter. Das findet insbesondere Nikki, die attraktive rechte Hand von Mrs. Toppler, der Mäzenin. Als Nikkis leichtsinnige Freundin Georgie auf einem anderen Teil der Insel auf einen kahlen, missmutigen und orientierungslosen Mann namens Dr. Norman Wilfred trifft, bricht der nackte Wahnsinn aus - englischer Humor pur!

Meine Rezension:

Ich habe das Cover gesehen und fühlte mich angesprochen. 
War es der Esel? 
Was es das Orange? 
Ich weiß es nicht - außer, dass mir die Leseprobe gut gefallen hat.

Eine junge Frau, an der so ziemlich alles dezent und nett ist, bereitet eine Rede vor. Schon in den ersten Zeilen und Seiten spürt der Leser die kleinen und feinen Seitenhiebe auf so manches abgehobene Seminar, welches Menschen für viel Geld besuchen. 

Auch Nikki bereitet ein solches Seminar vor und muss nun einen Redner vom Flughafen abholen. Der Herr Doktor sieht jedoch so ganz anders aus als gedacht. Und schon geht eine ganz schön schräge Verwechslungskomödie los. Denn nicht den Herrn Doktor nimmt sie mit, sondern Oliver Fox. Er, der nie etwas Richtiges auf die Reihe bekommen hat und sein Leben als Hochstapler verbringt. Der echte Doktor wartet noch auf seinen Koffer, der jedoch schon weg ist und somit sind auch seine Unterlagen für dieses Seminar weg. Nein, nicht seinen Vortrag, den trägt er immer bei sich, aber die Adresse der Veranstaltung und so kommt es, dass er an einen Taxifahrer gerät, der nicht viel versteht, denn wir sind in Griechenland und zum Schluss in einer Villa, ab vom Schuss landet. Dort landet auch die Freundin von Oliver, die Frau, die er erst 5 Minuten kannte und schon mit ihr in den Urlaub fährt. Die Villa wiederum gehört aber den Freunden seiner Freundin, die er schon länger kennt, die ihn aber rausgeschmissen hat- aus ihrer Wohnung in England.

Eine recht überdrehte und doch irgendwie witzige Geschichte, deren Charaktere man nicht immer verstehen muss, die aber dann so herrlich skurril sind, dass man trotzdem weiter liest. Gut geschrieben, mit einigen bösen Seitenhieben und vielen Stellen zum Schmunzeln und manchmal ist auch Fremdschämen inklusive.

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