Dienstag, 6. März 2012

Im Mittelpunkt steht der Mitarbeiter

"Im Mittelpunkt steht der Mitarbeiter" 
von 
Christina Bösenberg und Bernhard Küppers



ISBN 9783648023914
247 Seiten
erschienen am 07.10.2011 
bei Haufe

Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar von BloggdeinBuch und dem Haufe-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen.

Vielen herzlichen Dank!







Inhalt:

Innovative Personalentwicklung für die Zukunft. Trends wie der demografische Wandel, die Entwicklung zur Wissensgesellschaft und der zunehmende Fachkräftemangel erfordern radikale Veränderungen in der Personalarbeit. Mit visionärer Kraft stellen sich die Autoren diesen Themen und beschreiben Wege in die Personalarbeit der Zukunft. Sie zeigen, wie Führungskräfte nicht nur gewonnen, sondern auch langfristig gehalten werden können und erläutern, worauf Personalverantwortliche achten müssen.


Inhalte:

- zeitgemäßes Führen und Managen
- flexibel gestaltete Arbeitsumgebungen
- innovative Bildungs- und Lernkonzepte
- maßgeschneiderte, lebensphasenorientierte Entwicklungsmodelle


So gewinnen und binden Unternehmen engagierte, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter und erzielen damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Meine Rezension:

Bösenberg und Küppers beschäftigen sich mit der Problematik des demografischen Wandels und des damit verbundenen Fachkräftemangels. Sie zeigen auf, dass die gegenwärtige Personalpolitik vieler Unternehmen nicht mehr ausreicht, um den Ansprüchen, der vor allem jungen Mitarbeiter standzuhalten.

Das die Arbeitswelt sich im Umbruch befindet, hat sicherlich so manches Unternehmen bereits bemerkt und vielleicht auch selbst schon zu spüren bekommen. Jedoch die Einstellung zur Umstellung, weg von der konventionellen Personalpolitik hin zu neuen Wegen, scheint bei vielen Unternehmen und deren Personalbüros noch nicht getreten zu sein.

Bösenberg und Küppers stellen den Wertewandel der einzelnen Generationen (Babyboomer, Generation X und Y) gegenüber und zeigen damit, dass sich die Prioritäten der Arbeitnehmer verschoben haben und es nicht mehr nur ausreicht „gutes Geld“ zu zahlen, sondern auch die Motivation, der Sinn der Arbeit und die so genannte Work-Life-Balance stimmen muss.

Die Autoren versuchen zudem auch verständlich zu machen, dass ältere Mitarbeiter keine Belastung, sondern eine Bereicherung für das Unternehmen darstellen und somit auch gefördert und gefordert werden sollten. Hier zählt die Kunst der Verknüpfung von jungen unerfahrenen, jedoch sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern mit den älteren und erfahrenen Mitarbeitern.

Auch der Wandel weg von den starren Bürojobs und –zeiten, hin zu mehr Freiräumen und besserer eigener Zeiteinteilung ist noch nicht abgeschlossen bzw. hat in vielen Unternehmen noch nicht einmal begonnen. Das „Loslassen“ der Mitarbeiter, weniger Kontrolle und mehr Eigenständigkeit fallen vielen Unternehmen schwer, werden jedoch für die zukünftige/ z. T. auch jetzige Generation von Mitarbeitern ein wichtiger Punkt sein.

In dem Buch werden Statistiken zu bestimmten Themen aufbereitet und ausgewertet. Die Autoren geben immer wieder Beispiele aus der Wirtschaft, um die Ideen und Ansätze besser darstellen zu können. Die Einteilung in viele kleinere Kapitel finde ich gut, so dass man gezielt nach Fakten, Ansätzen usw. suchen kann. Jedoch die Abbildungen entsprechen nicht wirklich einem Fachbuch. In jeder Diplom-/Bachelor- oder Masterarbeit wird an die Abbildungen ein höherer Anspruch gesetzt. Sie sind hier einfach zu schlicht ausgefallen.

Insgesamt ist es ein gutes Buch über das Thema, jedoch ohne große neue Erkenntnisse. Die meisten Fakten kennt man bereits aus anderen Büchern oder auch aus Tageszeitungen (denn das Problem des Fachkräftemangels und des Wandels der Arbeitswelt ist nicht neu.). Es ist übersichtlich aufgebaut und aufbereitet und schafft einen guten Überblick über den Stand der Forschung. Wer sich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt hat, wird hier einige gute Anregungen finden und kann auch das recht umfangreiche Literaturverzeichnis zur weiteren Lektüre nutzen.

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