Dienstag, 6. Dezember 2011

Die irische Meerjungfrau

"Die irische Meerjungfrau" von Carolin Römer





Conte Krimi 24
272 Seiten

ISBN 9783941657250







Inhalt:

Für Detective Sergeant Fin O'Malley kommt es knüppeldick. Frau und Tochter lassen ihn sitzen und sein Chef schiebt ihn aufs Abstellgleis. Er soll in einem Nest an der nordwestlichen Küste Irlands einen Verdächtigen aufspüren, der schon zehn Jahre tot ist. Hier in Foley, zwischen redseligen Iren und schweigenden Lämmern, beißt Fin erstmal auf Granit. Besonders bei Charlotte Quinn, die Kirchenfresken repariert und in einem einsamen Leuchtturm wohnt. Spannend und mit viel Humor erzählt Carolin Römer in ihrem Krimierstling eine Story, wie sie nur in Irland spielen kann. Hier tauchen ehemalige Piraten auf, atheistische Pfarrer, untergetauchte IRA-Leute, trinkfeste Großmütter, unsichtbare Kobolde, verschwundene Rennpferde – und eine geheimnisvolle Meerjungfrau.

Meine Rezension:

„Die irische Meerjungfrau“ von Carolin Römer ist ein nasskalter und eigenwilliger Krimi   aus dem Conte Verlag.

Das Cover zeigt schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Geschichte und vor allem auf das Wetter, denn dunkle graue Wolken werden fast durchgehend am Himmel hängen. Aber dies ist nur das kleinste Problem von Fin O´Malley, dem Detective Sergeant. Er wurde gerade von seiner Frau verlassen und auch im Job steht er auf dem Abstellplatz. Nun wird er auch noch in das nordwestliche Irland geschickt, um einen seit 10 Jahren verschwundenen Mann und einen gerade gestohlenen van Gogh nachzujagen. Keiner glaubt an seinen Erfolg und er am wenigsten.
Schon bei seiner Anreise fällt er auf und wird argwöhnisch beobachtet. Die Foley-Gemeinde hält zusammen und lässt ihn immer wieder gegen eine Mauer aus Schweigen und Märchen laufen. Doch er gibt nicht auf. Was hat er schon zu verlieren?

Carolin Römer lässt ihn keine wirkliche Pause, immer wieder stolpert er und steht kurz vor dem Ende, welches er gern mit seiner liebsten braunen Flüssigkeit zelebriert. Doch er steht immer wieder auf und dann trifft er Charlie…die grauen und nassen Wolken bleiben und die düsteren Landschaften sind noch immer da, doch Fin steht nicht mehr am Anfang. Stimmen etwa die Geschichten von Nora?

Der Krimi ist gut geschrieben und erinnert etwas mit seiner Düsternis und dem
angeschlagenen Sergeant an die skandinavischen Autoren. Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen, aber danach bin ich gern mit Fin in die Kneipe gegangen und habe Noras Geschichten über Feen und Meerjungfrauen mit roten Haaren gelauscht.

Carolin Römer hat die etwas düstere Geschichte mit einem Augenzwinkern geschrieben und man muss schon schmunzeln über Fin (und seine etwas linkische Art) und wie ihn die Einwohner von Foley hinters Licht führen.
Die Charaktere hätte sie aus meiner Sicht noch etwas mehr ausbauen können. Die Beschreibungen der Landschaft und vom Meer (Ebbe und Flut) waren teilweise zu langatmig und wiederholten sich. Jedoch das Ende überrascht, passt aber gut zu der ganzen Geschichte.

Herzlichen Dank noch mal an BloggdeinBuch und den Conte-Verlag für diese gelungene Krimigeschichte, die vielleicht zu einer guten und unterhaltsamen Serie werden kann.
Ich bin gespannt, was als nächstes von Carolin Römer kommt.

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