Montag, 31. Oktober 2011

Zusammenfassung Oktober 2011 Monat des "Dicken Buches"

Für den Monat Oktober hatte ich mir den "dicken-Buch-Monat" auserkoren. Möglichst nur Bücher mit mehr als 700 Seiten sollen in diesem Monat gelesen werden. Aufgrund der Seitenzahl werden es wohl nicht so viele Bücher, aber wer kennt es nicht, ein sehr dickes Buch schreckt schon gelegentlich ab, wenn man den Sandmann vielleicht noch 10min. Zeit abringen kann. Davon mal abgesehen, sind dicke Hardcover auch nicht unbedingt bequem im Bett oder auf der Couch zu lesen. Aber die Geschichten, die zwischen diesen Buchdeckeln stecken, will man ja auch nicht verpassen...also kommt nun der "dicke-Buch-Monat", um das dicke Buch zu würdigen :-).

Hier sollen nun die Erfolge aufgelistet ;-) (und da wärs sie wieder-die Liste) werden.

10.10. "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe (791 Seiten)

13.10. "Von Danzig nach Istanbul" von Jason Goodwin ist zwar kein dickes Buch mit "nur" 388 Seiten, aber ich hatte es schon im September begonnen, so dass ich es endlich zu Ende lesen wollte.

16.10. "Verlockung" von János Székely (811 Seiten).

18.10. "Die dunkle Seite der Liebe" von Rafik Schami (895 Seiten).

20.10. Ich habe die letzten zwei Tage das Testlesebuch "Einsteins Versprechen" von Rovira & Miralles gelesen. Gut, aber nicht überragend. Werde jetzt ein weiteres Testlesebuch anfangen und nebenher noch John Irvings "Witwe für ein Jahr" (dickes Buch ;-)) lesen.

24.10. Das Testlesebuch von Ursula Timea Rossell habe ich heute beendet. Meine Meinung siehe Rezension. John Irvings "Witwe für ein Jahr" (761 Seiten) habe ich heute auch noch schafft. Es war manchmal etwas zäh und langweilig, aber insgesamt doch eine ganz gute Geschichte.

25.10. Ich werde heute mit "Tintentod" von Cornelia Funke anfangen. Mal schauen, ob ich es bis zum 31.10. schaffe.

28.10. "Tintentod" (768 Seiten) war ein richtig guter Abschluss der Triologie und ließ sich auch sehr gut lesen. Man kann so richtig abtauchen und einmal mit den Glasmann (oder mit einer anderen Figur aus dieser Geschichte) die Welt erleben. Jetzt werde ich mein Testlesebuch lesen, da ich bis zum 31.10. wohl auch kein dickes Buch mehr schaffen werde.

31.10. Das Testlesebuch werde ich heute nicht mehr schaffen. Aber bisher ist es ganz gut zu lesen.

Freitag, 28. Oktober 2011

Tintentod

"Tintentod" von Cornelia Funke



ISBN 9783791504766
768 Seiten
erschienen am
bei Dressler






Inhalt:

Es sind erst wenige Wochen vergangen, seit die Weißen Frauen Staubfinger mit sich genommen haben. Meggie und ihre Eltern leben auf einem verlassenen Hof in den Hügeln östlich von Ombra. An diesem friedlichen Ort lässt sich fast vergessen, was auf der Nachtburg geschehen ist. Doch in der Dunkelheit, wenn Meggie am Fenster steht und auf Farid wartet, hört sie den Eichelhäher schreien. Und dann verschwindet ihr Vater mit dem Schwarzen Prinzen und dem Starken Mann im Wald, denn es muss alles getan werden, damit die Schatten über Ombra weichen...

Meine Rezension:

Wer einmal aus seiner Welt mit dem Alltag, dem Stress und den Pflichten flüchten will, sollte die Tintenwelt-Triologie lesen und abtauchen. Abtauchen in eine phantastische Welt voller Feen, Kobolde und Moosweibchen, voll mit Räubern und garstigen Wesen, mit Feuerspuckern und Soldaten, Frauen und Kindern und dunklen Mächten. Sollte sich bereithalten für lange unbequeme Reisen, lange kalte Nächte, in denen es knackt und knirscht und die unheimliche Wesen hervorrufen kann. Sollte Lagerfeuer mögen und Spielleute schätzen und vorallem Bücher und deren Bilder lieben. Zusammen mit Fengolio, Elinor, Resa, Meggie und Mortimer eine neue Welt entdecken, die nicht nur Gutes beherbergt, sondern auch die Welt des mächtig bösen Natterkopfes, des Hänflings, Orpheus, Mortola und des Pfeifers ist. Viele Tode muss man ertragen können und die weißen Frauen fürchten, aber man kann auch glückliche Momente erleben und genießen voller Zauber, Lieder und Liebe. Eine rundum gelungende Reise in das Reich der Fantasie. 

Small World

"Small World" von Martin Suter


ISBN 9783257061468
323 Seiten
erschienen am
bei Diogenes








Inhalt:

Das Leben des reichen Fabrikantensohns Thomas Koch und das seines ärmlichen Freundes aus Kindertagen, Konrad Lang, hat sich nie sehr weit auseinander entwickelt.
Konrad war stets zur Stelle, wenn Thomas nach ihm verlangte. Mittlerweile sind die beiden sechzig und Konrad hat immer mehr Probleme mit seinem Kurzzeitgedächtnis. Nachdem er das Ferienhaus der Familie Koch aus Unachtsamkeit abbrennen ließ, reist er zu Thomas, da ihn immer mehr Kindheitserinnerungen plagen. Die betagte Mutter von Thomas, Haupt der Familie und unumschränkte Alleinherrscherin, möchte um keinen Preis, daß die Vergangenheit nochmals heraufbeschworen wird - aus gutem Grund.

Meine Rezension:


Konrad Lang lebte auf Griechenland bis er ausversehen eine Villa in Brand steckte. Wieder in Deutschland muss er in einer kleinen Wohnung und mit dem Wohlwollen der Familie Koch leben. Mit den Kochs verbindet ihn seit Jahrzehnten eine Hassliebe, die viele Geheimnisse verbirgt. Doch nun muss er mit seinem eigenen großen Problem kämpfen - Alzheimer. An viele Dinge kann er sich nicht mehr erinnern, jedoch seine frühesten Kindheitserinnerungen werden nun wieder erweckt. Das löst nicht nur Staunen, sondern auch Angst bei manchen Personen, besonders bei Elvira Koch aus. Was hat sie zu verbergen? Woran soll sich Konrad nicht erinnern?


Spannend, humorvoll, beklemmend und liebevoll. Tolles Buch.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Abgebrannt in Mississippi

"Abgebrannt in Mississippi" von Mark Childress


ISBN 9783442301140
479 Seiten
erschienen am
bei Goldmann Verlag







Inhalt:

Als es Daniel Musgrove im Jahre 1970 mit seiner Familie in das kleine Provinzstädtchen Minor in Mississippi verschlägt, gewöhnt er sich nur langsam an das Leben in den Südstaaten. Denn hier gehen die Uhren viel langsamer als im amerikanischen Norden, und die Menschen sind von gänzlich anderem Schlag. Doch dann findet Daniel in dem gleichaltrigen Tim Cousins einen Freund. Die beiden gehen durch dick und dünn, teilen jedes Geheimnis. Erst als Daniel sich in ein schönes farbiges Mädchen verliebt, bekommt ihre Freundschaft Risse. Ohne es zu ahnen, beschwört Daniel eine Kette dramatischer Ereignisse herauf - und wirbelt nicht nur sein eigenes, sondern auch das Leben seiner Freunde gehörig durcheinander ?

Meine Rezension:

USA, in den 70er Jahren. Daniel`s Vater ist Vertreter und zieht mit seiner Familie durch die USA. Zwei Jahre hier, zwei Jahre dort. Jetzt ist mal wieder ein Umzug notwendig und die Familie zieht nach Mississippi. Ein Kulturschock für Daniel. Er lebte bisher friedlich mit weißen und schwarzen Menschen zusammen. Hier ist die Gleichstellung gerade erst eingeführt worden. In der Schule lernt er Tim kennen. Eine enge Freundschaft beginnt, die jedoch Risse bekommt als der Unfall passiert und Daniel sich in das Unfallopfer verliebt. Arnita ist schwarz...in Mississippi noch ein Skandal. Aber nicht nur das treibt Tim immer weiter.....Das Buch beginnt mit einer typischen Jungenfreundschaft und spitzt sich zum Ende immer mehr zu. Das Ende stimmt nachdenklich und hinterlässt einen kleinen Schauer.

Montag, 24. Oktober 2011

Witwe für ein Jahr

"Witwe für ein Jahr" von John Irving



ISBN 9783257062007
761 Seiten
erschienen am
bei Diogenes






Inhalt:


Liebe und Tod, Leidenschaft und Vergänglichkeit, Wirklichkeit und Fiktion sind die Pole, zwischen denen der Puls des neuen Romans von John Irving schlägt. Im Mittelpunkt steht die Schriftstellerin Ruth Cole, eine starke und verletzliche Frau, die mit ihren Büchern Erfolg und mit ihren Freunden Pech hat... Umwerfend komisch und aufwühlend.

Meine Rezension:

John Irvings "Witwe für ein Jahr" handelt von einer Familie und deren Problemen. Ted Cole wird von seiner Frau verlassen. Sie hinterlässt ihn ein fotoloses Haus. Die Fotos zeigen immer wieder die zwei tödlich verunglückten Söhne. Marion nahm die Söhne mit und hinterließ ihn die (lebende) Tochter. Ihre Ehe war am Ende, er fotografierte und zeichnete pornografische Bilder von traurigen Frauen und schlief mit ihnen, sie schlief mit seinem Assistenten Eddie - 60mal. Die Charaktere ziehen sich durch das gesamte Buch. Man begegnet ihnen in verschiedenen Lebenszeiten (1958,1990,1995) und erfährt von ihrem Leben und ihren Büchern, denn alle sind oder werden mehr oder minder gute Schriftsteller.

Trotz einiger Wiederholungen und zähen Abschnitten fand ich die Geschichte ganz gut. Werde noch ein weiteres Irvingsches Buch wagen.

Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz

"Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz" von Ursula Timea Rossell


ISBN 9783037620182
338 Seiten
erschienen am
bei Bilger







Inhalt:

Einer fragte mich: »Ist das wirklich wahr?«
Ich sagte: »Ich weiß es nicht.«

Der letzte Tag des Kartographen Wigand Behaim; die Metamorphosen der Sibylle Blauwelsch; das Martyrium der Heiligen Ursula und wie Schrödingers Katze ihnen allen übel mitspielt.

Wigand Behaim ist Kartograph mit Leib und Seele und hat sich der Aufgabe verschrieben, die gesamte Erde akkurat zu kartieren. Er will damit seiner Urangst, sich zu verirren, etwas entgegensetzen. Wigands Lebenspartnerin Sibylle Blauwelsch wird von der Zeit durch immer neue Metamorphosen gepeitscht, lebt unter Guerilleros im mittelamerikanischen Dschungel, züchtet Rennkamele in der arabischen Wüste, macht Jagd auf den Schneelöwen und strandet als schwarzafrikanischer Flüchtling im Land der Berge und Zeiger.

Es werden in diesem Buch so einige Laufkilometer Stoff besungen, und nur selten passt orientalischer Brokat zum schottischen Tweed. Wenn hier etwas verbogen wird, dann Zeiträume und Raumzeiten. Man erfährt endlich, wo Atlantis liegt, hört von der Globuskrankheit, von Schrebergärten, Expeditionen und Schneckenversuchen.


Meine Rezension:

Das Buch war für mich anstrengend zu lesen, da verwirrend und manchmal scheinbar ohne Zusammenhang. Es ist in verschiedene Kapitel mit recht eigenwilligen Überschriften (nach einer Weile kann man den Sinn und Zweck erahnen) unterteilt und behandelt verschiedene Fachrichtungen z.B. Astrologie, Mythologie, Mathematik und Weberei. Ich bin nicht immer schlau geworden aus den einzelnen Kapiteln. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass der rote Faden der Geschichte gerissen ist. Doch dann tauchte ein paar Seiten weiter wieder eine Verbindung auf. Wäre der Inhalt, welcher manchmal auch richtig gut und spannend war, besser strukturiert gewesen, hätte man die Geschichte besser greifen können, aber so wie sie ist, habe ich mich mit ihr nicht so wohl gefühlt.

Samstag, 22. Oktober 2011

Und da kam Frau Kugelmann

"Und da kam Frau Kugelmann" von Minka Pradelski


ISBN 9783627001230
254 Seiten
erschienen am
bei Frankfurter Verlagsanstalt/PRO







Inhalt:

Überraschend erhält Zippi die Nachricht, daß ihre kürzlich verstorbene Tante Halina ihr ein altes Fischbesteck vererbt hat. Sie reist nach Tel Aviv, um ihr Erbe selbst in Empfang zu nehmen. Kaum angekommen, da klopft es an der Tür ihres Hotelzimmers: Eine freundliche ältere, vor allem sehr dicke Dame bittet darum, eingelassen zu werden. Bella Kugelmann, so stellt sie sich vor. Zippis ungeduldiger Versuch, sie abzuwimmeln, schlägt fehl. Aber dann beginnt Frau Kugelmann zu erzählen: von ihrer Jugend im polnischen Bedzin, von Eltern und Verwandten, Schulfreunden, dem schönen Adam und der stolzen Polin, von Fettauge, von Gonna und Kotek dem Kätzchen, vom noblen jüdischen Fürstenberg-Gymnasium, dem trickreichen Mantelverkäufer Teitelbaum, den starken Bachmanns. Es herrscht ein pulsierendes, sorgloses, scheinbar völlig unbeschwertes und fröhliches Leben in dieser Kleinstadt, so kurz bevor die Deutschen Polen überfielen und das Grauen begann.

Elke Heidenreich in Lesen!, 06. September 2005

"Das ist wunderschön – können wir Ihnen sehr empfehlen!" "Zippy merkt, ihre Eltern hatten eine glückliche Lebensgeschichte – sie waren einmal Kinder! Nicht nur eine Lagergeschichte, sie haben auch einmal gelebt, sie waren verliebt. Dass das alles zusammengehört – das ist wunderschön!" "Frau Kugelmann sagt einmal, seinen eigenen Kindern kann man sowas nicht erzählen, man muss es fremden Kindern erzählen. Wir sind auch die fremden Kinder, die durch solche Bücher ganz viele großartige Dinge erfahren."

Meine Rezension:

Ein leises Buch, was von Freundschaften, Liebe und Krieg erzählt. Frau Kugelmann erzählt der Erbin eines unvollständigen Fischbesteckes die Geschichte ihrer Stadt vor und während des Krieges. Die Auseinandersetzungen mit der Religion und den Einmarsch der Nazis werden ebenso leise dem Leser erzählt, wie die Liebesgeschichten der Städter. Ein empfehlenswertes Buch...das Leben der jüdischen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg einmal anders...aber auch mit der harten Realität.

Freitag, 21. Oktober 2011

Erdbeermond

"Erdbeermond" von Marian Keyes

ISBN 9783453722774
557 Seiten
erschienen am
bei Heyne








Inhalt:


"Vorsicht: Suchtgefahr!" (cosmopolitan.de) Urkomisch und zugleich herzzerreißend erzählt Marian Keyes die Geschichte von Anna Walsh, die einen schweren Schlag hinnehmen musste. Mithilfe ihrer liebenswert-verrückten Familie versucht Anna, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Eine erschütternde Enthüllung, zwei Geburten und ein kleines Wunder später ist sie schon fast am Ziel!

Meine Rezension:

Anna, eine junge erfolgreiche Frau, die versucht bunte peppige Kosmetik an die Frauen zu bringen und ganz nebenbei noch den perfekten Mann für sich zu finden, ist hier die (teilweise tragische) Hauptfigur. Mit Aidan scheint es ihr gelungen den Mann für das Leben gefunden zu haben und auch das Glück scheint auf ihrer Seite zu sein...bis zu dem Unfall. Alles verändert sich und nichts wird wie es einmal war. Sie kämpft sich durch das Leben und kann dabei auf die Unterstützng ihrer leicht chaotischen Familie und ihrer Freunde hoffen. Keyes schreibt ein dickes Buch über die Trauer, die Freude und die Freundschaft. Wie wichtig der Zusammenhalt der Familie und Freunde ist und das es auch ein Leben "danach" gibt - auch wenn man es anfangs nicht glaubt.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Testlesebuch!

Ich habe heute die Nachricht bekommen, dass ich von BloggdeinBuch ein neues Testlesebuch bekomme.

"Bauchgefühle sind Kopfsache" von Rike Reinau


ISBN: 9783942584104
273 Seiten
EPIDU Verlag








Inhalt:

Eine schöne Harmonie zwischen Liebe, Erotik und Humor.
Florentine ist darum bemüht, nach einer gescheiterten Beinahe-Beziehung dem anderen Geschlecht aus dem Weg zu gehen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Ob in ihrem Stammcafé, der Disko oder dem Zeichenkurs: Hinter jeder Tür lockt das vermeintliche Glück. Es umgarnt sie, schmeichelt ihr und flüstert verheißungsvolle Beschwörungen. Dabei spart es nicht mit tragischer Ironie und einladenden Fettnäpfchen, in deren Tiefen sie ein ums andere Mal zu versinken droht. Flo muss sich feigen Helden und nackten Tatsachen stellen. Sie besucht alte Ruinen, trifft obskure Schauspieler und ist dabei stets bemüht, zwischen Traum und Wirklichkeit zu unterscheiden. Wird es ihr am Ende gelingen, ihren realen Traummann zu finden?

Herzlichen Dank an den Verlag und BloggdeinBuch!

Einsteins Versprechen

"Einsteins Versprechen" von Àlex Rovira & Francesc Miralles

ISBN 9783471350515
384 Seiten
erschienen am
bei List









Inhalt:

Kurz vor seinem Tod machte Albert Einstein eine revolutionäre Entdeckung. Er fand heraus, was die Welt im Innersten zusammenhält. Doch er behielt diese Wahrheit für sich. Die junge Einstein-Biographin Sarah Brunet und Wissenschaftsjournalist Javier Costa suchen nach dem Geheimnis des Genies. Ihre magische Reise in die Vergangenheit führt sie um die halbe Welt. Sie stoßen auf ein Mädchen, das Einstein viel bedeutete und seinem Leben eine neue Wendung gab. Wer war die Unbekannte?

Meine Rezension:

Der Journalist Javier Costa hangelt sich von Job zu Job. Er ist unzufrieden mit seiner Arbeit und seinem Leben...zu wenig Geld, zu wenig Erfolg. Für eine Radiosendung muss er einen Kollegen vertreten. Das Thema "Einstein" scheint spannend zu sein, aber der Autor des Werkes "Einstein relativ einfach" ist einfach nur ein arroganter und nervender Zeitgenosse. Die Sendung verläuft nicht so gut wie gehofft, aber bei nur 40.000 Zuhörern kann es nicht geschadet haben. Javier bekommt nach der Sendung einen Umschlag mit einer Nachricht, die ihn irritiert. Doch er lässt sich auf das "Spiel" ein und fährt nach Cadaqués. Dort trifft er auf Personen, die sich schon jahrelang mit Einstein und seinen Forschungen beschäftigen. Als der Gastgeber tot aufgefunden wird, beginnt das Rad sich zu drehen und Javier muss aufpassen, dass er nicht überrollt wird.

Die Geschichte um Einsteins letzte Erkenntnis fand ich gut aufgebaut und auch interessant mit den vielen kleinen Hinweisen und Verwicklungen (fast schon eine Schnipseljagd). Die etwas plump wirkende Liebesgeschichte zwischen Javier und Sarah war dagegen (aus meiner Sicht) unnötig. Sie hatte keine Spannung und wirkte einfach nur flach und trostlos.

Insgesamt eine gut zu lesende, da einfach geschriebene, Geschichte - für einen Schmökerabend zu Hause.

Neue Bücher im Regal

Ich habe wieder Zuwachs bekommen. Zwei Empfehlungen, deren Autoren und Geschichten ich noch nicht kenne. Bin gespannt.


           

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Die dunkle Seite der Liebe

"Die dunkle Seite der Liebe" von Rafik Schami


ISBN 9783446205369
895 Seiten
erschienen am
bei Hanser







Inhalt:


Rafik Schami erzählt die dramatische Geschichte der Liebe zwischen Farid Muschtak und Rana Schahin, die in Damaskus von Verfolgung und Mord bedroht wird. Er spannt einen weiten Bogen über ein Jahrhundert syrischer Geschichte, in dem Politik und Religionen ein Volk nicht zur Ruhe kommen lassen. Ein Roman von ungeheurer Wucht und zugleich eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt Damaskus.

Meine Rezension:

Rafik Schami hat eine opulente Geschichte über zwei Familienclans, die sich über die Jahrzehnte hinweg Schmerzen und Verluste (Familie und Geschäft) zufügen, geschrieben. Jede aufkeimende Liebe zwischen den Clankindern wird erstickt und die Frauen zwangsverheiratet. Eine Liebe kann jedoch trotz Verbote und Heirat nicht unterbunden werden. Rana und Farid finden immer wieder Helfer und Wege, um ihre Liebe zu leben. Neben der Familie, die immer wieder Stolpersteine setzt, müssen Rana und Farid auch politische Schikanen aushalten. In Syrien finden immer wieder politische Machtwechsel statt, so dass die Bevölkerung langsam nicht mehr weiß, wer ist Freund und wer ist Spitzel. Etliche Syrier haben sich in Untergrundgruppen zusammengefunden, um gegen das Regime zu kämpfen. Auch Farid tritt den Kommunisten bei. Doch es dauert nicht lange und auch er wird verfolgt und ins Gefängnis gesperrt. Dort erlebt er viel Leid, Hunger und Prügel. Selbst nach dem Austritt aus der Partei findet er keine Ruhe, denn nun ist ein Mann an der Macht, der andere Motive, als die politischen, für seinen Hass hat.

Eine schön geschriebene Geschichte, die viele geschichtliche Hintergrundinformationen über Syrien bereithält und das Schönste im Leben gewinnen lässt – die Liebe.

Montag, 17. Oktober 2011

Frostnacht

"Frostnacht" von Arnaldur Indridason


ISBN 9783785715932
395 Seiten
erschienen am
bei Lübbe







Inhalt:

Ein offenbar kaltblütig ausgeführter Mord lässt den Menschen in Island das Blut in den Adern gefrieren mehr noch als die eisigen Stürme, die in diesem ungewöhnlich kalten Winter über die Insel im Nordatlantik hinwegfegen: Ein kleiner Junge isländisch-thailändischer Abstammung wird erstochen aufgefunden. Im eigenen Blut am Boden festgefroren. Wie kann es zu einem derart grausamen Mord kommen? Wer bringt so etwas fertig? Die Ermittlungen von Erlendur, Sigurður Óli und Elinborg von der Kripo Reykjavík konzentrieren sich zunächst auf das direkte Umfeld des Kindes: die Lehrer, die Mitschüler und die Angehörigen. Je mehr sie dabei in Erfahrung bringen, desto tragischer erscheint der Tod des kleinen Jungen. Kommissar Erlendur Sveinsson ermittelt in seinem siebten Fall, der ihm auch aus persönlichen Gründen schwer zu schaffen macht ...

Meine Rezension:

"Frostnacht" erzählt die Geschichte von Sunee und ihren beiden Söhnen Elias und Niran. Sie zieht von Thailand nach Island in der Hoffnung auf ein besseres Leben. In Island heiratet sie einen Isländer und bekommt mit ihm Elias. Niran kommt erst später aus Thailand nach. Er kann sich jedoch nicht in die isländische Gesellschaft einfügen und erlernt auch kaum die Sprache. Seine Eltern lassen sich bald darauf scheiden und sie müssen nun allein zurecht kommen. Doch dann wird Elias tot aufgefunden und Niran ist verschwunden. War es Fremdenhass? Ein Kindermörder?

Arnaldur Indridason beschreibt in "Frostnacht" eher die Probleme eines kleinen stolzen Volkes, welches Angst hat seine Identität durch Ausländer zu verlieren als einen Krimi. Die Auflösung des Mordes an Elias rutscht hier in den Hintergrund und stellt eher die Gesellschaftsstudie "Island" in den Vordergrund.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Verlockung

"Verlockung" von János Székely


ISBN 9783442735105
811 Seiten
erschienen am  
bei btb Verlag







Inhalt:

Die Geschichte ist spannend und bedrückend und durch den guten Schreibstil kann man sehr gut in die Geschichte eintauchen. Die Umstände werden detailliert beschrieben und der geschichtliche Hintergrund gut eingebaut, so dass man mit Béla und den anderen Charakteren mitfühlen kann.

Ein großer Roman über die schillernde Budapester Gesellschaft in den wilden 20er Jahren. Ungarn zwischen den Weltkriegen. Der Bauernjunge Béla zieht vom Land zu seiner jungen, lebenshungrigen Mutter in die Budapester Vorstadt. Sein Entschluss ist gefasst: Er will die Armut hinter sich lassen und sie erobern, diese märchenhafte, andere Welt. Als Liftboy in einem Luxushotel taucht er in die dekadente Gesellschaft der Reichen und Schönen ein. Als eines Nachts die schöne, geheimnisvolle Gattin seiner Exzellenz nach ihm klingelt, glaubt Béla seine Stunde gekommen …


Meine Rezension:

Budapest in den 20iger und 30iger Jahren: Hunger, Leid, Not, Arbeitslosigkeit und illegaler Untergrund.

Béla muss sich, als Hotelboy in einem der besten Hotels Budapests, sein Geld verdienen, aber eigentlich verdient er nichts, sondern er darf nur sein Trinkgeld mit nach Hause nehmen. Zu Hause ist die Wohnung, die er sich mit seinen Eltern (Mutter immer, Vater gelegentlich da) und Manci teilt. Zwei Zimmer und kaum Platz für sich. Manci hat sich das Bett gemietet - zahlender Schlafgast, was in dieser Zeit nichts ungewöhnliches war, da die Mieten sehr hoch waren. Der Hunger und die Angst vor dem Verlust der Wohnung und damit auch der soziale Abstieg in die Gosse sind immer allwärtig. Die Mutter hungert für den Sohn und wäscht für andere die Wäsche. Béla sieht jeden Tag die Klassenunterschiede und muss doch immer lächeln und den gnädigen Damen und Herren zu Diensten sein. Seine Wut auf die Ungerechtigkeit wächst, wie auch die Arbeitsosigkeit in Ungarn. Es brodelt und immer mehr Menschen verlieren ihre Arbeit, ihr Zuhause und ihr Leben. Auch für Béla wird es immer härter und er muss Verluste aushalten.

Samstag, 15. Oktober 2011

Die Nachhut

"Die Nachhut" von Hans Waal


ISBN 9783938442432
332 Seiten
erschienen am
bei Plöttner Verlag Leipzig







Inhalt: 

Als der letzte Büchsenöffner abbricht, kommt es in einem geheimen Bunker nahe des Autobahndreiecks Wittstock zur Meuterei: Nach mehr als 60 Jahren unter der Erde ist die eiserne Disziplin von vier alten Männern der Waffen-SS endgültig erloschen und sie beschließen den Ausstieg. Ans Tageslicht treten vier schwer bewaffnete Gespenster der Vergangenheit. Verfolgt von begeisterten brandenburgischen Neonazis, gejagt von Ärzten und der Polizei und begleitet von Fernsehleuten, die zunächst die große Story wittern, bevor sie das ganze Drama der verstörten Opas begreifen, schlagen sie sich durch das wiedervereinte Deutschland bis in die „Reichshauptstadt“ vor.

Hans Waal erzählt diese raffiniert konstruierte Geschichte aus drei Perspektiven, die zugleich unseren Umgang mit der Vergangenheit symbolisieren: der Tagebuch-Perspektive eines alten Nazis, der einer enagierten Politikerin aus dem 68er-Milieu und der eines jungen Kameramannes.

Meine Rezension:

Schuld war der Büchsenöffner, dass vier Altnazis den Weg aus ihrem Bunker an die Erdoberfläche wagen und nun das gesamte Ausmaß des Krieges erleben müssen/dürfen. Die Herren leben noch völlig in ihrer Ideologie und für sie ist der Zweiten Weltkrieg noch nicht abgeschlossen und so ziehen sie nun los zum Führerhauptquartier und das über 60 Jahre nach Ende des Krieges. Waal beschreibt die Begegnungen zwischen dem Gestern und dem Heute mit viel Ironie und Satire. Das Buch zu lesen, lohnt sich schon für den bissigen Humor im Umgang mit dem Thema.

Freitag, 14. Oktober 2011

Endlich da.

Mein Testlesebuch "Einsteins Versprechen" ist endlich angekommen und ich freue mich auf die Lektüre. Zusätzlich habe ich noch zwei weitere Bücher gekauft.

"Die Riemannsche Vermutung" von Atlas Naess und "Das Bonus-Geheimnis" von Martin Suter

Beide Bücher müssen nun noch etwas warten und können es sich im SUB-Regal gemütlich machen, denn mit 204 und 186 Seiten zählen sie nicht zu den dicken Büchern.

                 

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Von Danzig nach Istanbul

"Von Danzig nach Istanbul"  von Jason Goodwin



ISBN 9783890293448
387 Seiten
erschienen am 01.11.2008
bei Malik







Inhalt:

»Auf unserer Wanderung haben Kate und ich jeden Tag miteinander geredet, undefinierbare Mahl­zeiten geteilt und uns wochenlang nicht die Haare gewaschen. Wir sind gelaufen, bis unsere Schuhe auseinan­derfielen. Und am Ende haben wir geheiratet.« Jason Goodwin und seine zukünftige Frau gingen nach dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs von Danzig bis zum Goldenen Horn. Sie ka­men durch Polen und die Tschechoslowakei, zogen über die Hohe Tatra nach Ungarn, Siebenbürgen, Ru­mänien und Bulgarien. Sie durchquerten endlose Son­nenblumen­felder, Flussau­en und die Karpaten. Sie gingen mit Mönchen schwimmen, begegneten neugierigen Kin­dern, verblüfften Dorfbewohnern und mü­den Bauern. Sie wanderten untrainiert, aber voller Am­bitionen und folgten einer Landkarte, die es heute schon nicht mehr gibt.

Meine Rezension:

Ein Reisebuch, dass dem Leser auch die weniger bekannten Details eines Landes näher bringt. Die drei Wanderer starten in Polen und laufen dann durch Tschechien und die Slowakei. Danach folgen sie den Empfehlungen und gehen durch Ungarn nach Rumänien und kommen schließlich zu ihrem Ziel Istanbul (Türkei). 1990 zog das Trio los, so dass man hier noch viele interessante geschichtliche Details in Bezug auf die Landespolitik, dem Umbruch und dem Leben der Menschen erfährt. Manchmal verliert sich der Autor in zu viele Details und es wird etwas langatmig, aber insgesamt ein gelungenes Reisebuch.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Zusammenfassung des Fastenmonats September 2011

Wie viele SUB Besitzer habe auch ich schon an einer Fastenzeit (z.B. bei http://www.lovelybooks.de/) teilgenommen und da dies eine gute Zeit ist, um endlich einmal den SUB zu minieren, werde ich genau so eine "Bücherfastenzeit" im September 2011 einlegen.

Innerhalb dieser Zeit darf ich keine Bücher kaufen, ausleihen oder tauschen. Testlesebücher, gewonnene oder geschenkte Bücher sind hingegen erlaubt.
Sollte ich "rückfällig" werden, muss ich für jedes gekaufte Buch ein sogenanntes "Strafbuch" lesen und zwar bevor ich die neuerworbenen Bücher lesen darf. *Schluck*

Ich werde also am 01.09. starten und hoffe zum 30.09. meinen SUB um mindestens 8 Bücher verringert zu haben.

Mein aktueller SUB-Stand (31.08.2011) ist 337 Bücher und 2 Testlesebücher. Mal schauen, was ich nun abbauen kann.

03.09. Die ersten 3 Tage meiner Fastenzeit sind vorbei und schon geht es los. Das erste Buch habe ich geschenkt bekommen. "Der weiße Tiger" von Aravind Adiga. Ich habe mich riesig gefreut. Meinen SUB lässt es, Gott sei Dank, nicht steigen, da ich nun auch schon mein erstes SUB-Buch gelesen habe. "Engel aus Eis" von Camilla Läckberg. Stand: 337 + 2

04.09. Das erste Testlesebuch ist gelesen und so kann nun der SUB weiter abgebaut werden. Stand: 337+1

06.09. Ein weiteres Buch verlässt meinen SUB-Stapel und darf nun in das Regal der gelesenen Bücher einziehen. "Der weiße Tiger" von Aravind Adiga. Stand: 336+1

08.09. Zwei weitere Bücher verlassen den Stapel :-). Leonardo Padura "Ein perfektes Leben" hat mir gut gefallen, aber Andrea Camilleri`s "Eine Sache der Ehre" überhaupt nicht. Deshalb auch schon nach 70 Seiten der Abbruch. Ich bin auch nicht mehr der Meinung, dass man jedes Buch zu Ende lesen muss. Wenn es mir nicht gefällt, quäle ich mich auch nicht mehr durch. Stand: 334+1

09.09. "Das Ekel aus Säffle" von Sjöwall/Wahlöö verlässt den SUB-Stapel. Das Buch war gut und spannend, aber ich würde wahrscheinlich nicht noch die restlichen Beck-Bücher lesen. Das Testlesebuch ist gestern gekommen, so dass dies nun mein nächstes Buch sein wird.
Stand: 333+1

11.09. "Im Eis" von McGrath war spannend und richtig gut. Die "kalten" Krimis sind doch mit die Besten. Meinen SUB verändert es nicht, aber dafür sind jetzt alle Testlesebücher gelesen und der Abbau kann weitergehen. Stand: 333

12.09. Ich habe beim Durchschauen meines SUB`s festgestellt, dass sich zwei gelesene Bücher darin verirrt haben. Nun sind sie wieder im "Gelesenregal". Damit sinkt der SUB auch ohne zu lesen ;-). Stand: 331

13.09. Ein weiteres Buch verlässt meinen SUB und es hat Spaß gemacht es zu lesen. "Die Sehnsucht der Schwalbe" ist schön verträumt und doch sehr realistisch. Heute habe ich eine Email erhalten, dass ein neues Testlesebuch auf den Weg zu mir ist :-). Stand: 330+1

15.09. "Meine kleine Cityfarm" von Novella Carpenter verlässt den SUB-Stapel und zieht in das Regal der gelesenen Bücher um. Stand: 329+1

20.09. "Der Sünde Sold" von Inge Löhnig war spannend und sehr gut zu lesen. Stand: 328+1

22.09. Ich bin immer noch fleißig am Lesen, aber die Bücher (1xSUB, 1xTest) sind diesmal ziemlich dick, so dass ich wohl noch eine Weile dafür benötige. Ein neues Testlesebuch wird in den nächsten Tagen bei mir eintreffen *freu*. Stand: 328+2

23.09. Ich habe meinen Fastenmonat gebrochen und könnte mich schon etwas ärgern, aber dafür habe ich zwei Bücher von meiner Wunschliste bekommen. Also wächst mein SUB nun auf 330 Bücher. Die zwei "Neuen" darf ich ja erst dann lesen, wenn ich zwei "Strafbücher gelesen habe. Ich schau jetzt mal, welche zwei Bücher ich als nächstes vom SUB lesen werde. Stand: 330+2

25.09. "Das geheime Spiel" von Kate Morton habe ich endlich ausgelesen und nun wandert es von meiner SUB-Liste. Die nächsten Bücher werden erstmal die Testlesebücher sein. Also muss der SUB-Stapel erstmal warten. Stand: 329+2

28.09. Ein neues Testlesebuch kommt und lässt meinen SUB stagnieren. So soll es halt sein ;-). Stand: 329+3

30.09. Heute ist mein letzter Fastentag. Gestern habe ich noch das Buch "Eine Frau bei 1000°" beendet. Schockierend, brutal, direkt...muss noch einmal darüber nachdenken, dann kommt die Rezension. Ein weiteres Buch werde ich heute nicht mehr schaffen. Also wird der Endstand wie folgt sein 329+2.

Start-SUB: 337+2
End-SUB: 329+2

Das B-Regal bekommt Zuwachs

Neue Bücher ziehen bei mir ein *Freude* und erhöhen meinen SUB *Grmpf*.


Der zweite Fall für Bruno, Chef de police
von Martin Walker

Der erste Fall hat mir gut gefallen und somit musste nun auch der zweite Fall in mein B-regal. Der dritte Fall ist ja auch schon auf dem Markt, aber dieser muss noch etwas warten.






Tiefe Wunden
von Nele Neuhaus

Zwei Bände (2 und 4) habe ich bereits gelesen...nun kommt der dritte Band.







Montag, 10. Oktober 2011

Ich bin Charlotte Simmons

"Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe


ISBN 9783896672728
791 Seiten
erschienen am 16.09.2005
bei Blessing, Karl






Inhalt:

Charlotte Simmons ist überglücklich, als sie ein Stipendium für die traditionsreiche Dupont University erhält. Voller Idealismus beginnt die hochintelligente Achtzehnjährige ihr Studium an diesem Olymp des Wissens, doch statt in der ersehnten Welt des Geistes findet sie sich in einem Mahlstrom aus Saufgelagen und sexuellen Ausschweifungen.

Meine Rezension:

Charlotte Simmons zieht aus einer kleinen Stadt (900 Einwohner) in die große weite Welt (zumindest für sie). An der Dupont Universität will sie ihre sehr guten Leistungen bestätigen und als Beste abschließen. Sie hat hohe Ansprüche an ihre Leistungen und Moral. Schockiert muss sie feststellen, dass die "Elite" säuft und gröllt und Sex mit jedem hat. Besonders mit den Basketballspielern, die hier wie Götter behandelt und verehrt werden. Empört wendet sie sich ab und zieht sich in die Bibliothek zurück, sie ist einsam mit ihrer Moral und den (manchmal sehr prüden) Ansichten, ausgeschlossen von den "In"-Gruppen und als Freshman sowieso in der Hackordnung ganz weit unten. Doch dann lernt sie Hoyt kennen - ein Basketballspieler. Lange wehrt sie sich gegen ihn. Will keine von den Mädchen sein, die sich hinlegen...bis zum Jahresball....danach lebt sie anders.

Tom Wolfe hat einen dicken Schmöker geschrieben, der das amerkanische Unileben zeigt und so manche böse Situation deutlich darstellt. Immer wieder liest man einen Seitenhieb auf die Politik und die Bildung, die Hackordnung und die Moral des Landes. Manche Stellen ziehen sich etwas, sind zu detailliert und ausschweifend, aber insgesamt liest es sich gut und flüssig.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Die Ludwig-Verschwörung

"Die Ludwig-Verschwörung" von Oliver Pötzsch


ISBN 9783548282909
571 Seiten
erschienen am 11.02.2011
bei Ullstein Taschenbuch Verlag








Inhalt:
Steven Lukas, ein Antiquar aus München, findet in seinen Regalen ein ihm unbekanntes altes Buch. Schon bald merkt er, dass es sich dabei um das Tagebuch eines engen Vertrauten von Ludwig II. handelt, den Assistenten des königlichen Leibarztes Max Schleiß von Loewenfeld. Das über hundert Jahre alte Buch ist in einer geheimen Kurzschrift verfasst, die Lukas nur Stück für Stück entziffern kann. Der ungeheuerliche Fund könnte die wahren Umstände des Todes von Ludwig II. verraten! Doch offenbar haben verschiedene Parteien ein Interesse daran, die Veröffentlichung des Tagebuchs zu verhindern. Und ein Fanatiker geht dabei über Leichen. Gemeinsam mit der Kunstdetektivin Sara Lengfeld gelingt es Lukas, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen – eine Rätselreise, die die beiden zu sämtlichen Schlössern des Märchenkönigs führt.

Meine Rezension:

Oliver Pötzsch strickt eine leicht verworrene Geschichte um den König Ludwig II - Mythos.

Ein Professor ersteigert einen kleinen Kasten mit einem Tagebuch und einer Locke darin. Das Tagebuch ist in einer Geheimsprache geschrieben und nicht ganz so einfach zu entschlüsseln. Der Professor ist jedoch nicht der einzige, den das Buch interessiert. Er wird verfolgt und gefoltert und stirbt für dieses Buch. Die Mörder jedoch können es nicht mehr bei ihm finden. Der Antiquar Steven Lukas findet das Buch zwischen seinen Bücherreihen und ist sofort fasziniert davon. Doch auch er wird nun verfolgt und gejagt. Jedoch bekommt er Unterstützung von einer jungen Frau, die sich als Kunstdetektivin ausgibt. Gemeinsam versuchen sie, trotz der Überfälle und Verfolgungen der Königstreuen, das Rätsel im Buch zu lösen. Denn dahinter verbirgt sich ein Geheimnis, das nicht an die Öffentlichkeit gelangen soll.


Es ist ganz spannend mit den beiden auf Rätseljagd zu gehen. Auch kann man noch etwas über Ludwig II und über diese Zeit erfahren. (Sofern es wahr ist.) Die Schlösser von Ludwig II werden zum Teil sehr detailliert beschrieben, so dass man sie sich (sofern man sie noch nicht kennt) gut vorstellen kann. Ich fand das Ende allerdings viel zu langatmig und herausgezogen. Die letzten 50-100 Seiten waren mir zu langweilig, da das Rätsel gelöst war und die nachfolgenden Zusammenhänge zu sehr "an den Haaren" herbeigezogen wurden.

Samstag, 8. Oktober 2011

Ein dicker Monat

Ich lese gerade Tom Wolfe "Ich bin Charlotte Simmons" (791 Seiten)und dazu noch János Székely "Verlockung" (811 Seiten). Beides sind ja recht "dicke" Bücher und so habe ich mir gedacht, mache ich den Oktober zum "dicken-Buch-Monat", d.h. ich versuche nur Bücher zu lesen, die mehr als 700 Seiten haben.




Meine Testlesebücher werde ich natürlich weiterhin fleißig lesen, egal wie "dick" oder "dünn" sie sind.

10.10. Das erste Buch meines "dicken-Buch-Monats" habe ich geschafft. Tom Wolfe "Ich bin Charlotte Simmons" mit 791 Seiten verschwindet vom SUB.

Freitag, 7. Oktober 2011

Verbrechen

"Verbrechen" von Ferdinand von Schirach


ISBN 9783492053624
208 Seiten
erschienen am
bei Piper






Inhalt:

Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er ...

Meine Rezension:

Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem Buch einige Fälle, die er vertreten hat. Manche sind so eigenwillig, dass man es kaum glauben kann. Andere Fälle lösen sogar Mitleid mit dem Täter aus. Alle sind jedoch sehr gut erzählt und kurzweilig. Von Schirach bringt die interessanten Fälle in einem fast nüchternen Ton an den Leser, was wiederum gut zu den Geschichten passt. Ein kurzer spannender Einblick in das Leben und Arbeiten eines Strafverteidigers.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Neue Bücher!

Ich habe nicht widerstehen können und mir zwei neue Bücher gekauft.

"Nur die Stärksten überleben" von Helene Uri



Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste und nun steht es in meinem Regal.


ISBN 9783492051149
428 Seiten
erschienen am 13.03.2008
bei Piper




"Das Mädchen seiner Träume" von Donna Leon



ISBN 9783257066951
350 Seiten
erschienen am 26.05.2009
bei Diogenes

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Neues Testlesebuch :-)

In den nächsten Tagen flattert eine neue Buchsendung bei mir ein. Ein neues Testlesebuch von TUBUK gesponsert. Herzlichen Dank!! Ich freue mich darauf.

"Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz!" von Ursula Timea Rossel



Kurzbeschreibung (Quelle: TUBUK)

Ursula Timea Rossel erzählt vom letzten Tag des Kartographen Wigand Behaim, der Metamorphosen der Sibylle Blauwelsch und dem Martyrium der Heiligen Ursula. Wie Schrödingers Katze ihnen allen übel mitspielt, kannst du selbst erleben: Es werden in diesem Buch so einige Laufkilometer Stoff besungen, und nur selten passt orientalischer Brokat zum schottischen Tweed. Wenn hier etwas verbogen wird, dann Zeiträume und Raumzeiten. Man erfährt endlich, wo Atlantis liegt, hört von der Globuskrankheit, von Schrebergärten, Expeditionen und Schneckenversuchen.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Guðjón Ólafssons Zeitreise als Laborratte

"Guðjón Ólafssons Zeitreise als Laborratte" von Hermann Stefansson





ISBN 9783940331076
320 Seiten
erschienen am  
bei litteraturverlag roland hoffmann







Inhalt:

Der Schriftsteller Guðjón Ólafsson wacht im Krankenhaus auf, ohne Sprache und ohne Erinnerung daran, wie und warum er dorthin gekommen ist. Sein Vater hilft ihm, den Weg zurück in die Wirklichkeit zu finden, doch um welche Wirklichkeit geht es eigentlich? Allmählich gewinnt Guðjón seine Sprache wieder und findet heraus, dass Helena, die ihm sein Vater als seine Freundin vorstellt, und er am europäischen Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz einem durch Medikamente unterstützten Experiment unterzogen worden sind, bei dem es um Zeitreisen in die Vergangenheit ging.

Meine Rezension:


Ich habe das Buch von der Seite http://www.bloggdeinbuch.de/ zugeschickt bekommen, nachdem ich mir das Buch aussuchen durfte.

Ich bin eigentlich ein Fan von den „kalten“ Autoren, d.h. Autoren aus dem skandinavischen Gebiet oder eben Island. Bisher habe ich auch gute Erfahrungen mit ihren Büchern gemacht und wusste, dass sie einen speziellen Humor bzw. auch Schreibweise haben. Deshalb nahm ich auch an, dass  „Guðjón Ólafssons Zeitreise als Laborratte" von Hermann Stefansson eine gute Wahl wäre.
(Erwerben könnt ihr es unter: http://www.litteraturverlag.com/bestellen.html).

Doch leider erwies sich das Buch als meine bisher langweiligste und enttäuschendste Erfahrung in Sachen isländischer Autoren.

Das Buch beginnt verwirrend und für den Leser durcheinander, denn es gibt keinen so richtigen Einstieg in das Buch. Wenn man den Klapptext nicht gelesen hat, weiß man auf den ersten Seiten nicht, worum es eigentlich gehen könnte. Die ersten Seiten quält man sich durch, in der Hoffnung, dass es besser und interessanter werden könnte. Doch leider erfüllt sich diese Hoffnung nicht, denn der Autor bleibt bei seinem verworrenen Stil und schiebt nur gelegentlich mal ein paar Seiten klarer Handlung dazwischen. Sie handeln meist von der Ex-Freundin Guðjón, Helena, die mit der Situation und dem (Denk-)Verhalten von Guðjón überfordert ist (und nicht nur sie) und dankbar ein Angebot für eine Buchübersetzung annimmt und somit ihm ausweichen kann. Sie selbst gerät dabei auch in das Visier eines krankhaften Mannes, dessen Buchskript sie als schlecht bewertet hat. Nach diesen kurzen Abschnitten des „angenehmen“ Lesens muss der Leser wieder in das Wirrwarr des Verunglückten Guðjón einsteigen und mit ihm leiden, wenn er wieder einmal Realität und Fiktion/Träume nicht auseinander halten kann. Auch die Bezeichnung von Personen mit „der Hinzugekommene“ ist für das Verständnis wenig hilfreich und schafft keine zusätzliche Spannung und Anregung, sondern noch mehr Unverständnis. Der Schreibstil des Autoren strengt sehr an, so dass ein flüssiges Lesen des Buch kaum möglich war.

Ich hätte das Buch bereits nach gut 20 Seiten weglegen können ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Es war für mich eher eine Qual des Lesens als eine Freude. Die Handlung war für mich mehr als chaotisch und unlogisch gewesen. Mit anderen Worten: an den Haaren herbeigezogen. Was wollte mir der Autor vermitteln? Ich weiß es nicht. Und am Ende wollte ich einfach nur fertig werden, um mich anderen Büchern widmen zu können.

Für Leser, die noch nie isländische Autoren gelesen haben, sollte dies kein Einstiegsbuch werden.