Mittwoch, 31. August 2011

Das letzte Buch vorm Fasten

Ich habe mir noch schnell ein Buch ertauscht, welches ich auf meiner "Haben-wollen"-Liste hatte. Morgen werde ich es aus der Packstation befreien und mit auf den Stapel legen.

"Rauhnacht" von Volker Klüpfel und Michael Kobr


ISBN 9783492259903
361 Seiten
erschienen am 03.11.2010
bei Piper

Kluftingers fünfter Fall.





Willkommen und ich bin gespannt, ob Klufti noch genug Puste für diesen Fall hat.




Neues Testlesebuch :-).

Gestern kam die Information, dass ein weiteres Buch unterwegs wäre. Ich freue mich riesig. Mal eine gute Nachricht, denn sonst läuft es leider nicht so gut. Werde bald zur OP müssen und dann "schläft" auch dieser Blog etwas. Muss sich, wie ich, ausruhen.

Nun, aber zu den schönen Dingen im Leben...den BÜCHERN.

"Im Eis" von Melanie McGrath



ISBN 9783463405940
464 Seiten
erschienen am 01.09.2011
bei Kindler








Inhalt:

Ellesmere Island, ein paar hundert Kilometer südlich des Nordpols. Eine gewaltige, einsame Eislandschaft. Zwei amerikanische Touristen reisen zu einem Jagdausflug an. Sie werden geführt von Edie Kiglatuk, einer Inuk-Frau und erfahrenen Arktis-Jägerin. Der Ausflug endet für einen der Männer tödlich. Die Umstände seines Todes bleiben ungeklärt. Ayaynuaq heißt es in der Sprache der Inuit: Schlafende Hunde soll man nicht wecken. Als die Dorfältesten beschließen, die Sache auf sich beruhen zu lassen, geht Edie ihren eigenen Weg. Sie will die Wahrheit. Und ahnt nicht, dass sie sich damit mächtige Feinde macht. Sehr mächtige Feinde …

Herzlichen Dank an den Kindler Verlag und "vorablesen"!!

Montag, 29. August 2011

Das Regenmädchen

"Das Regenmädchen" von Gabi Kreslehner

ISBN 9783550088605
295 Seiten
erschienen am 16.12.2010
bei Ullstein Buchverlage







Inhalt:


Eine regennasse Fahrbahn. Einzelne Autos, die vorbeirauschen. Ein grauer Morgen. Als Kommissarin Franza Oberwieser an den Tatort kommt, trifft sie der Anblick der Toten wie ein Schlag. Ein schönes junges Mädchen in einem glitzernden Ballkleid liegt verrenkt am Straßenrand. Franza beginnt Fragen zu stellen und begegnet nur Menschen, die etwas zu verbergen haben. Dunkle Seiten, Abgründe, Lügen. Die Tote kannte sie alle. Musste sie deshalb sterben?

Meine Rezension:

Franza (von Franziska) Oberwieser und Felix Herz sind Kripobeamte in einer Kleinstadt an der Donau. Sie sind Mitte 40 und kennen sich gut. Beide sind (mehr oder weniger glücklich) verheiratet (allerdings nicht miteinander) und verstehen sich zum Teil blind, was in ihrem Beruf vom Vorteil sein kann.
Eines Tages wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie ist im Dunkeln vor ein Auto gelaufen. Es regnete und der Fahrer hatte sie nicht kommen sehen. Schnell stellt sich heraus, dass sie nicht nur durch den Aufprall gestorben war.

Jetzt beginnt die Suche nach dem wann und wo und warum. Wann wurden ihr die anderen Verletzungen zugefügt? Wo fand das Verbrechen satt? Und vor allem, warum musste so ein junges Mädchen sterben?
Franza und Felix gehen den wenigen Spuren, die sie haben, nach und Franza muss eine Verbindung zu ihrer eigenen Familie feststellen. Sie decken nach und nach viele kleinere Verzweigungen auf und müssen auch gelegentlich feststellen, dass sie verrannt haben.

Die Angst von Franza, um ihre Familie, die Zweifel an ihrer Ehe, die Last von Felix und die Sorgen des jungen Kripobeamten Arthur werden gut mit in die Geschichte eingebaut. Die Autorin lässt immer wieder den Mörder und den Freund des Mädchens sprechen und so weiß der Leser, was die Kripobeamten noch suchen bzw. stellt so die Verbindung her, die dem Leser vielleicht bis dahin noch gefehlt hat.

„Das Regenmädchen“ von Gabi Kreslehner ist ein rundum gelungener und spannender Roman, der hoffen lässt, dass noch weitere Romane folgen werden.

Sonntag, 28. August 2011

Vor dem Regen kommt der Tod

"Vor dem Regen kommt der Tod" von Lieneke Dijkzeul

ISBN 9783423248556
334 Seiten
erschienen am 01.09.2011
bei dtv








Inhalt:

Ein schauriges Ende eines schwülheißen Sommertages: Die junge Polizistin Renée wird an ihrer Wohnungstür überfallen und brutal niedergestochen. Sie überlebt mit knapper Not. Ein paar Tage später findet man eine Studentin in einem Keller, ermordet. Die Frauen scheinen wenig gemeinsam zu haben - bis auf ihre roten Haare. Inspector Paul Vegter stürzt sich in diesen Fall, denn er hegt für Renée mehr als nur kollegiale Gefühle. Bald ahnt er, dass der Mörder erneut zuschlagen wird. Auch Galeristin Vivienne ist rothaarig. Als sie ihren Mann immer wieder beim Lügen ertappt, wird sie von quälendem Misstrauen erfasst: Ist er der Killer? Ist sie sein nächstes Opfer?

Meine Rezension:

Renée, eine junge Polizistin, wird in ihrer eigenen Wohnung überfallen. Sie wehrt sich und kämpft um ihr Leben und muss sich am Ende doch geschlagen geben. Doch sie hat Glück und überlebt den Überfall. Der Täter verschwindet mit einem Teil ihrer Kopfhaut samt der schönen langen roten Haare. Er hinterlässt ihr viele Gewaltspuren und eine römische Zahl auf dem Bauch. Die männlichen Kollegen sind entsetzt und fast schon gelähmt. Fieberhaft suchen sie nach den Täter während die junge Frau versucht wieder auf die Beine zu kommen. Doch dann geschieht ein zweiter Mord. Ebenfalls eine junge Frau mit langen roten Haaren. Die Galeristin Vivienne hat ihren "Traummann" gegen den Willen der Mutter geheiratet. Sie stammt aus einem wohlhabenden Hause und muss zeitlebens mit einer Behinderung leben. Doch nun hat sie endlich auch mal Glück in der Liebe - oder doch nicht? Sie wird mit jedem Zeitungsartikel und jeder Ausrede ihres Mannes John misstrauischer. War er es? Nein, er geht fremd, er lebt über seine Verhältnisse, dass ja, aber einen Mord planen und ausführen? Nein. Sie sucht und findet Informationen, die ihr Angst machen...wird sie die Nächste sein? Warum?

Lieneke Dijkzeul beginnt ihren Thriller mit der "Jagd" und dem Kampf der jungen Polizistin und somit mit dem blutigsten Teil der Geschichte. Spannend baut sie die Handlungen auf und verbindet zeitig die verschiedenen Stränge. Der Leser erfährt recht schnell, wer der Täter ist. Sie schreibt aus der Sicht des Täters und der Opfer. Aus meiner Sicht ist das Ende nicht so ganz gelungen. Sehr schnell und zum Teil doch recht unrealistisch wird das Ende "vollzogen", aber trotzdem eine gute Geschichte zum Schmökern.

Donnerstag, 25. August 2011

Becks letzter Sommer

"Becks letzter Sommer" von Benedict Wells

ISBN 9783257066760
453 Seiten
erschienen am 01.09.2008
bei Diogenes







Inhalt:

Der siebzehnjährige Rauli aus Litauen ist ein Außenseiter in der Klasse, bis sein Musiklehrer Robert Beck bemerkt, dass der Junge eine sagenhafte Begabung hat: Er singt und spielt E-Gitarre wie ein junger Gott. Beck, der selbst als Musiker gescheitert ist, will dem Jungen zu einer steilen Karriere verhelfen. Nicht nur aus Selbstlosigkeit: Als Raulis Entdecker und Manager könnte auch der siebenunddreißigjährige Beck doch noch zur Welt des Glamours zurückfinden. Aber wie Beck hat auch der rätselhafte Rauli seine Geheimnisse. Weitere Akteure: die junge Kellnerin Lara, die ebenfalls dabei ist, die Welt zu erobern, und dagegen ankämpft, sich in Beck zu verlieben. Eine litauische Familie mit undurchsichtiger Vergangenheit. Anna Lind – der »fleischgewordene« erotische Traum eines jeden Lehrers und Schülers. Der hünenhafte Deutschafrikaner Charlie, Becks einziger Freund, in dem ein Philosoph steckt und der gerade als Türsteher gescheitert ist. Und ein alternder Rockstar als Schutzengel. Alle Figuren sind auf einem langen Weg zu sich selbst, und sie werden ankommen – wenn auch nicht immer da, wo man es erwartet. ›Becks letzter Sommer‹ ist Künstlerroman, Roadmovie und Odyssee durch die Anfechtungen von Genialität und Mittelmaß.

Meine Rezension:

Seite A: Die Geschichte gefällt mir gut, auch wenn ich so gar keine Ahnung von Musik und Bob Dylan habe. Natürlich hat man von der Musik gehört und auch schon angehört, aber ich hätte, zugegeben, die Titel nicht erkannt. Die Geschichte an sich baut sich gut auf, so dass man eigentlich nur weiterlesen kann. Am besten gefällt mir die Figur des Charlie. Warum? Ich weiß es auch nicht so genau, vielleicht ist es die Zerrissenheit, das Überfordertsein, die Angst. Charlie habe ich am ehesten vor meinem bildlichen Auge als alle anderen Figuren. Die Sprünge zwischen den verschiedenen Ansichten und Perspektiven lockern den Text auf, allerdings finde ich den Schreibstil so fließend, dass keine Auflockerung notwendig wäre.

Seite B: Leider ist es schon vorbei, aber ich habe gern die Hauptfiguren Lehrer Beck, Chaot Charlie und den litauischen Schülermusiker Rauli auf ihrer Reise begleitet. Die Geschichte hat eine andere Wendung genommen als ich es nach der Seite A gedacht habe.
Die Handlung hat an Dynamik zugenommen und die Reise in die Türkei war teilweise sogar spannend. Teilweise traurig (Charlie), teilweise zweifelnd (Herr Beck) und manchmal doch etwas kitschig, aber insgsamt ist es ein rundum gelungenes Buch, was neugierig macht auf die anderen Werke des Autoren.

Neues Testlesebuch!!

Habe soeben eine Mail bekommen, dass ein neues Testlesebuch auf dem Weg.

*kleiner Freudenhüpfer*

Dann schon mal jetzt: Herzlich willkommen im Regal.

"Und in mir der unbesiegbare Sommer" von Ruta Sepetys

                                           

 

ISBN 9783551582546
304 Seiten,
erschienen am 24.08.2011
bei Carlsen Verlag GmbH



Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag und "Buchbotschafter.de".

Freitag, 19. August 2011

Der SUB wächst und wächst und wächst...

...unaufhörlich und so langsam muss ich mal darüber nachdenken, ob ich nicht einen Fastenmonat einlegen sollte. Man kann aber auch nicht einfach so an einem Stapel guter Bücher vorbeigehen...geht doch nicht!!!

Nun, es ist zum Grübeln eh zu spät...also hier die "Neuen" im alten Regal ;-).

Codex Regus
von Arnaldur Indridason

ISBN 9783785716236
448 Seiten
erschienen am 29.11.2008
bei Lübbe







Die letzte Konkubine
von Lesley Downer

ISBN 9783570009864
508 Seiten
erschienen am 22.09.2008
bei Bertelsmann





Das süße Lied des Todes von Alicia Giménez-Bartlett

ISBN 9783785715925
400 Seiten
erschienen am 15.05.2007






Der Kavalier der späten Stunde
Commissario Montalbano wundert sich
von Andrea Camilleri

ISBN 9783785715338

251 Seiten
erschienen am 09.09.2002
bei Lübbe





Der nützliche Freund
von Ulrich Wickert

ISBN 9783492050203

312 Seiten
erschienen am 07.08.2008
bei Piper





Todesrosen
Erlendur Sveinssons zweiter Fall

von Arnaldur Indridason

ISBN 9783785716120
301 Seiten
erschienen am 10.06.2008
bei Lübbe





Auf Andrea Camilleris Spuren durch Sizilien
Die Lieblingsplätze des Commissario Montalbano

von Christiane von Bechtolsheim, Schahrzad Assemi, Maurizio Clausi, Davide Leone

ISBN 9783785715895

384 Seiten
erschienen am 13.03.2007
bei Lübbe




Die Drachen von Montesecco
von Bernhard Jaumann

ISBN 9783351032081

278 Seiten
erschienen am 01.02.2007
bei Aufbau Verlag






Das Spiel des Patriarchen Commissario
Montalbano lernt das Staunen
von Andrea Camilleri

ISBN 9783785715253

315 Seiten
erschienen am 07.08.2001
bei Lübbe





Dinner für eine Leiche
Honey Driver ermittelt
von Jean Goodhind

ISBN 9783746625645

310 Seiten
erschienen am 11.12.2009
bei Aufbau TB


Dienstag, 16. August 2011

Isla Schwanenmädchen

"Isla Schwanenmädchen" von Lucy Christopher




ISBN 9783551520173
304 Seiten
erschienen am 01.09.2011
bei Carlsen









Inhalt:

Jedes Jahr warten wir auf sie. Sie kommen, wenn es kalt wird. Papa sagt, sie kündigen Wundervolles an. Wir stehen ganz früh auf und beobachten, wie sie über dem See kreisen, im Wasser landen und dann weiterziehen. Sie sind so schön und stolz - und auch ein bisschen unheimlich. Aber in diesem Jahr ist gar nichts wundervoll. Papa muss ins Krankenhaus, weil er was Schlimmes am Herzen hat. Und ein einzelner Schwan bleibt einfach auf dem See zurück, ganz allein. Irgendwas stimmt nicht mit ihm, so wie bei Papa. Wenn ich es schaffe, dass der Schwan wieder fliegt und seine Familie findet, vielleicht wird Papa dann ja wieder gesund ...

Meine Rezension:

Isla (gesprochen: Eila) und ihr Vater beobachten am liebsten Schwäne, die sich in Schwärmen sammeln und dann durch die Lüfte schweben. Aber immer wieder muss Isla feststellen, dass dem Vater die Ausflüge nicht guttun. Was hat er? Und warum sagt er nichts? Bei einem Ausflug bricht er neben Isla zusammen und ist kaum ansprechbar. Er wird in ein Krankenhaus gebracht und dort stellen die Ärzte ein Herzproblem fest. Für Isla und ihre Familie beginnt das bange Warten und Zittern. Jeden Tag ins Krankenhaus und hoffen, dass die Ärzte etwas Neues sagen. Im Krankenhaus lernt Isla einen Jungen kennen. Harry, rote Haare und dünn, freundet sich mit ihr an und sie verbringen nun viel Zeit zusammen auf der Kinderkrebsstation. Sie schwärmt von den Schwänen und erfährt von einem Schwanenweibchen unten am See. Neugierig entdeckt sie sie und für beide ist es "Liebe" auf den ersten Blick. Sofort fasst das Schwanenweibchen Vertrauen und Isla besucht es immer wieder. In der Schule haben sie zudem ein Projekt zum Thema "Fliegen". Isla muss sich etwas dazu einfallen lassen.

Ein teilweise bedrückendes, aber auch interessantes Buch über Familienbanden, Krankheiten und Schwäne. Die zwei Krankheiten (Herz und Krebs) beherrschen neben dem Schwan das Buch. Immer wieder werden die Ängste und Hoffnungen von Isla, Jack und ihrer Mutter beschrieben. Aber auch die Freude und Faszination an den Vögeln und der Kraft, die daraus geschöpft werden kann.

Trotz des schweren Themas ein gut zu lesendes Buch, welches nie den Optimismus und die Hoffnung verliert.

Samstag, 13. August 2011

Ich kann nichts dafür!

Wirklich! Sie riefen mich und zwinkerten mir zu - die Bücher. Sie wollten gern mit und ich hatte ganz zufällig noch Platz in der Tasche.

Die neuen in der Gruppe:

Meine kleine Cityfarm von Novella Carpenter

ISBN 9783404606573
379 Seiten
erschienen am 15.10.2010
bei Bastei Lübbe





Der verbotene Ort von Fred Vargas

ISBN 9783746626444
423 Seiten
erschienen am 26.07.2010
bei Aufbau Taschenbuch






Fliehe weit und schnell von Fred Vargas

ISBN 9783351029708
399 Seiten
erschienen am 01.01.2004
bei Aufbau-Verlag







Mord ist schlecht fürs Geschäft von Jean G. Goodhind

ISBN 9783746625157
311 Seiten
erschienen am 01.02.2009
bei Aufbau TB


                                                                                                                                                                                                                      

Der Mann mit dem Fagott

"Der Mann mit dem Fagott" 
von 
Udo Jürgens


Udo Jürgens und Michaela Moritz

ISBN 9783809024828
702 Seiten
erschienen am 19.08.2004
bei Limes Verlag


Inhalt:

„Die Geschichte meiner Familie hat mich seit meiner Kindheit geprägt und mein Weltbild entscheidend mitbestimmt, die Suche nach ihren Spuren hat mich seit vielen Jahren begleitet, die Idee zu diesem Buch trage ich schon beinahe mein ganzes Leben mit mir herum. Es erzählt die Wahrheit und ist doch ein Roman: Es erzählt die Geschichte so, wie ich sie sehe, sie recherchiert oder erlebt, sie aus den Erzählungen meiner Kindheit und Jugend rekonstruiert habe.“ Udo Jürgens

Meine Rezension:

Als erstes: Ich kann kein einziges Lied von Udo Jürgens mitsingen, ich habe nicht seine Karriere oder sein Privatleben in der Regenbogenpresse verfolgt und begeistere mich auch nicht wirklich für diese Musikrichtung. Und doch habe ich seine Familiengeschichte gelesen und nicht bereut.

Ein dickes Buch vollgepackt mit vielen Geschichten aus der Zeit der Väter und Großväter. Udo Jürgens-Bockelmann startet seine Geschichte im Jahre 1891 und erzählt wie sein Großvater gelebt und gearbeitet hat. Von der Reise nach Rußland, in der Hoffnung, dass man dort besser leben kann. Von dem Aufstieg in Rußland bis zum ersten Weltkrieg. Dann die Flucht und der Versuch eines Neubeginns in Schweden/Deutschlands. Immer wieder werden Kapitel aus seiner Anfangszeit als Musiker dazwischen geschoben und man kann als Leser zum einen der Karriere Udo Jürgens folgen und zum anderen das Leben seiner Vorfahren erkunden. Viele traurige Stationen (erster und zweiter Weltkrieg, Gefangenschaft, Spätheimkehrer) werden aufgearbeitet, aber auch die schönen Seiten des Lebens (Schloß Ottmanach, Musik, Theater, Familie, Liebe) werden erzählt.

Die Autorin Michaela Moritz hat die Erlebnisse gut lesbar zusammengefasst und eine spannende Familiengeschichte daraus gemacht. Man kann sich gut in die Figuren hinversetzen und leidet und freut sich so manches mal mit ihnen. Da ich mich mit Udo Jürgens bisher nicht beschäftigt habe, konnte ich unvoreingenommen an das Buch herangehen. Fans werden das Buch vielleicht mit anderen Augen lesen.

Freitag, 12. August 2011

Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen

"Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen" von Francesc Miralles

ISBN 9783471300046
301 Seiten
erschienen am 01.07.2008
bei List








Inhalt:


Am Neujahrsmorgen wacht Samuel in der festen Überzeugung auf, das neue Jahr werde ihm nichts Außergewöhnliches bescheren. Doch dann dringt ein eigenwilliger Besucher in seine Wohnung im Herzen Barcelonas ein: Mishima. Mit der jungen Katze verändert sich das beschauliche, aber einsame Leben Samuels von Grund auf. Er freundet sich mit seinem Nachbarn Titus an und begegnet nach dreißig Jahren seiner ersten Liebe Gabriela wieder. Mit ihr kommt die Erinnerung an einen längst verloren geglaubten Moment zurück. Ein bezauberndes Buch für alle, die sich auf unterhaltsame Weise mit den großen Fragen des Lebens beschäftigen wolle.

Meine Rezension:

Samuel lebt mit sich und der deutschen Literatur in Barcelona. Sein einziger Kontakt mit der Außenwelt ist seine Arbeit als Literaturdozent an der Uni. Er hat keine Freunde, keine Frau und nur eine Schwester, die er sieht, wenn es nötig ist. Eigentlich hat er sich mit seinem einsamen Leben abgefunden - bis Mishima in sein Leben kommt. Besser sie kratzt sich in sein Leben. Mishima, eine junge Katze, hat sich Samuel als neues Herrchen ausgesucht und zieht nun bei ihm ein. Durch die Katze wird er aus seinem Trott und der Einsamkeit herausgerissen. Er lernt durch sie den Nachbarn Titus und die Tierärztin und einen skurrilen Herrn,Valdemar, kennen und entdeckt immer mehr die kleinen schönen Dinge im Leben - vielleicht auich eine neue Liebe?

Schönes leises Buch, dass sich gut lesen lässt und einem die Augen etwas öffnet, sich auch mal wieder an den einfachen (kleinen) Dingen im Leben zu erfreuen und weniger nur dem vermeintlich "Großen" hinterher zu jagen.

Neue Bücher finden ein Zuhause :-)

So, mal wieder suchen ein paar Bücher ein neues Zuhause und da bei mir für sie die Türen und Regale offen stehen, haben sich für die nächste Zeit bei mir "eingenistet".

Wo konnte man gleich noch mal eine Tüte Zeit kaufen?

Hier kommen sie - die Neuen:

Engel aus Eis von Camilla Läckberg

ISBN 9783471350157
503 Seiten
erschienen am 08.09.2010
bei List






Pralinen im Bett von Marian Keyes
Schuhdiebe, Mutterliebe, Seitenhiebe und weitere Tücken des Alltags

ISBN 9783453404687
448 Seiten
erschienen am 06.06.2006
bei Heyne




Bestseller von Klaus Modick


ISBN 9783821857459
271 Seiten
erschienen am 01.08.2006
bei Eichborn

Donnerstag, 11. August 2011

Neues Testlesebuch!!!

Ein neues Testlesebuch wird in den nächsten Tagen bei mir einziehen und ich bin schon sehr gespannt darauf. Die Leseprobe fand ich schon gut und spannend.

"Vor dem Regen kommt der Tod" von Lieneke Dijkzeul
ISBN 9783423248556
280 Seiten
erschienen am 01.09.2011
bei Deutscher Taschenbuch Verlag
Inhalt:

Es ist das schaurige Ende eines schwülheißen Sommertages: Eine junge Polizistin wird an ihrer Wohnungstür überfallen und brutal niedergestochen. Die Stichwunden auf ihrem Bauch ergeben die römische Ziffer I. Sie überlebt mit knapper Not.
Ein paar Tage später findet man eine tote Studentin in einem Keller, ermordet. Ihr wurde eine römische II in die Haut geritzt. Die Frauen scheinen wenig gemeinsam zu haben – doch beide sind rothaarig, und das zweite Opfer wurde skalpiert ... Inspecteur Paul Vegter ist persönlich von diesem Fall betroffen, denn bei dem ersten Opfer handelt es sich um seine Kollegin Renée, für die er mehr empfindet, als er sich selbst eingestehen mag. Bald ahnt er, dass ihm nicht viel Zeit bleiben wird, bis der Mörder wieder zuschlägt ... Auch die Galeristin Vivienne hat rote Haare - und sie ertappt ihren Mann dabei, ihr ständig Lügen zu erzählen. Sie wird von quälendem Misstrauen erfasst. Und von Angst. Ist sie das nächste Opfer?

Mittwoch, 10. August 2011

Englischer Harem

"Englischer Harem" von Anthony McCarten

ISBN 9783257066401
592 Seiten
erschienen am 01.03.2008
bei Diogenes








Inhalt:

Eine junge Frau zu ihren Eltern, untere Mittelschicht im Londoner Vorort: »Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Ich heirate, die schlechte: Er ist Perser. Und übrigens: Er hat bereits zwei Frauen.« So beginnt ein provozierender Roman über Heimat, Kochen und die Faszination des Fremden ... und eine Liebesgeschichte wie keine andere – für diese Zeit.

Meine Rezension:

Als ich das Buch zu lesen begonnen hatte, dachte ich, das es ein lustiges und entspanntes Buch wird. Aber weit gefehlt. Die Geschichte ist voll von Gefühlen, Liebe, Treue, Intoleranz, Neid, Gier, Macht, Kontrolle, Rache, Wut und Angst.

Sam hat zwei Ehefrauen und lebt zudem in England, besitzt ein Restaurant für vegetarisches Essen und hat eine Schwäche für schöne Dinge. Tracy, eine englische Supermarktkassiererin, verliert ihren Job und landet während ihrer Suche nach einem neuen Job im Restaurant bei Sam. Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf. Tracy wird die dritte Ehefrau von Sam. Ihre Eltern sind entsetzt, der Ex-Freund will Rache und die Menschen aus dem Umkreis irritiert. Ein großes Problem stellen die britischen Behörden dar, die sehen in dieser Konstellation eine Gefahr für die vier Kinder des Hauses und so beginnt ein erbitterter Kampf, um das Recht so zu leben, wie man möchte oder so zu leben, wie anderes es als konform ansehen.

Ein Buch, was nachdenklich macht, die eigene Toleranz anspricht und neues Wissen anbietet..

Sonntag, 7. August 2011

Neue Bücher ziehen bei mir ein.

Gestern kam mein Bücherpaket an. Man könnte natürlich meinen, dass ich schon genug Bücher im SUB hätte, aber wie sollte ich an diesen schönen Büchern vorbeigehen können? Nein, ab und an muss man sich (wider jeder Vernunft) ein oder zwei (oder mehr) Bücher gönnen.

Das sind die neuen Mitbewohner im Regal 7 ;-):


Wie ich einmal versuchte, reich zu werden 

Mein Jahr unter Spekulanten

von Heike Faller


Kuchen backen in Kigali 

von Gaile Parkin




Von Danzig bis nach Istanbul 

Zu Fuß durch das alte Europa

von Jason Goodwin


Die Hunde und die Wölfe 

von Irène Némirovsky

Samstag, 6. August 2011

Das andere Kind

"Das andere Kind" von Charlotte Link

ISBN 9783764502799
667 Seiten
erschienen am 28.08.2009
bei Blanvalet


Inhalt:

Eine alte Farm, eine einsame Landschaft, ein düsteres Geheimnis aus vergangener Zeit. Mit tödlichen Folgen für die Gegenwart.

In der beschaulichen nordenglischen Küstenstadt Scarborough wird eine Studentin grausam erschlagen aufgefunden. Monatelang tappen die Ermittler im Dunkeln - dann geschieht ein ähnliches Verbrechen. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Opfern ist dennoch kaum herzustellen. Die ehrgeizige Polizistin Valerie Almond klammert sich an das allzu Offensichtliche: an ein Zerwürfnis innerhalb der Familie des zweiten Opfers. Lange Zeit ist ihr der Blick jedoch verstellt für das Gift, das in dieser Familie wirkt, und dessen Ursprung sie bis weit in die Vergangenheit hinein zurückverfolgen müsste. Bis hin zu einer grausamen Entdeckung an einem kalten Dezembertag vor dreißig Jahren. Und sogar bis in die Jahre des Zweiten Weltkriegs, als ein Kind auf geheimnisvolle Weise verschwand.

Es dauert fast zu lange, bis Valerie Almond begreift, dass ein kranker Täter seinen Hass und seinen Rachedurst noch nicht gestillt hat. Entsetzt erkennt sie, dass es für ihr Eingreifen schon zu spät sein könnte.

Meine Rezension:

In meinen Augen hat Charlotte Link mit dem Buch "Das andere Kind" weniger einen Krimi oder Thriller, als vielmehr eine Familientragödie, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt, geschrieben. Sie geht dabei sehr ins Detail und schmückt auch viele Dialoge und Szenen sehr stark aus. Die Spannung ist gegeben, aber weniger durch die Mördersuche, mehr durch die Neugier des Lesers, wie es mit der Familie weitergehen könnte.

Fiona und Chad dominieren die Geschichte, denn sie sind die Hausgangspunkte der Familien Barnes und Beckett. Sie verbindet ein Wissen, was sie bisher nicht preisgegeben haben, um weitere negative Erfahrungen oder gar Verurteilungen von sich zu halten. Fiona muss aber ihr Gewissen beruhigen und schreibt Chad E-Mails mit ihrer gemeinsamen Geschichte. Der Leser ahnt, dass bestimmte Charaktere aus dieser Vergangenheit Schaden nehmen werden, doch inwieweit und in welchem Umfang, wird erst am Ende beschrieben. Die Kreise werden im Laufe der Geschichte immer größer und die Verwicklungen gehen dann auch auf die Enkelin von Fiona , Leslie, und Gwen, der Tochter von Chad, über. Am Ende steht der "Knall", der alles offenlegen wird...aber nicht alles bereinigen kann.

Freitag, 5. August 2011

Neues Testlesebuch!!!

Ein neues Testlesebuch wird bald in meine Bücherregale einziehen und ich freue mich darauf.
Diesmal handelt es sich um ein Jugendbuch und erzählt die Geschichte von "Isla Schwanenmädchen".

ISBN 9783551520173
336 Seiten
erschienen am 01.09.2011
bei Carlsen






Inhalt:

Jedes Jahr warten wir auf sie. Sie kommen, wenn es kalt wird. Papa sagt, sie kündigen Wundervolles an.
Wir stehen ganz früh auf und beobachten, wie sie über dem See kreisen, im Wasser landen und dann weiterziehen. Sie sind so schön und stolz - und auch ein bisschen unheimlich. Aber in diesem Jahr ist gar nichts wundervoll. Papa muss ins Krankenhaus, weil er was Schlimmes am Herzen hat. Und ein einzelner Schwan bleibt einfach auf dem See zurück, ganz allein. Irgendwas stimmt nicht mit ihm, so wie bei Papa. Wenn ich es schaffe, dass der Schwan wieder fliegt und seine Familie findet, vielleicht wird Papa dann ja wieder gesund ...

Die Autorin:
 
Lucy Christopher wurde 1981 in Wales geboren und wuchs in Australien auf. Bis zum Hauptstudium lebte sie in Melbourne. Nachdem sie sich als Schauspielerin, Kellnerin und Wanderführerin versuchte hatte, zog sie nach England und machte ihren Magister in Kreativem Schreiben. Sie unterrichtet an der Bath Spa University. Ihr Debüt "Ich wünschte, ich könnte dich hassen" wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Weitere Informationen unter: http://www.lucychristopher.com/
 
Herzlichen Dank an Buchbotschafter.de und dem Carlsen-Verlag!

Donnerstag, 4. August 2011

Die alltägliche Physik des Unglücks

"Die alltägliche Physik des Unglücks" von Marisha Pessl

ISBN 9783100608031
601 Seiten
erschienen am 01.03.2007
bei Fischer







Inhalt:


Blue hat den Blues. Ihr Vater, der Universitätsprofessor, zieht schon wieder um. Nie länger als ein Semester bleiben Tochter und Vater an einem Ort. Bald kennt Blue jedes College. Zum Glück hat sie die Bücher – ihre engsten Vertrauten. Und so hungrig wie sie Geschichten auf Papier verschlingt, so lustvoll stürzt sie sich ins pralle Leben: Charmant und witzig besticht sie als wandelndes Lexikon und läßt zugleich keine Wodkaflasche an sich vorbeiziehen. Jeder weiß, Blue ist besonders. Man liegt ihr zu Füßen. Und dann passiert ein mysteriöser Mord und ihr Leben gerät aus den Fugen. Ein Aufsehen erregender und temporeicher Roman und ein spannend komischer Streifzug quer durch die Sätze von Shakespeare bis Cary Grant.

Meine Rezension:

Das Buch ist nichts für Bücherjunkies ;-).

Die Autorin lässt ihre Hauptdarstellerin stets und ständig andere Autoren und Figuren zitieren. Sie baut die Bücher vieler bekannter und unbekannter Schriftsteller in ihre Geschichte mit ein. Ich habe noch nie so viele Anregungen zum Lesen bekommen wie in diesem Buch.

Was passiert?

Blue van Meer und ihr Vater ziehen aufgrund des Berufes vom Vater ständig um. In ihrem letzten Jahr an der Schule werden sie fast seßhaft. Sie lernt eine Gruppe Jugendlicher kennen, die alle ein wenig anders sind. Die Lehrerin Hannah sorgt für weiteren Gesprächsstoff und verbringt viel Zeit mit der Gruppe. Blue bleibt skeptisch und doch fühlt sie sich angezogen von ihnen.

Eine Geschichte, die harmlos beginnt...wie eine High-School-Story und immer spannender und verworrener wird. Das Ende ist so ganz anders als man es sich am Anfang vorstellen mag. Gutes Buch mit vielen Facetten, die Spaß beim Lesen bringen.

Mittwoch, 3. August 2011

Die 64-$-Tomate

"Die 64-$-Tomate" von William Alexander


Ein Mann riskiert seinen Verstand
und sein Vermögen für den perfekten Garten

ISBN 9783442367412
365 Seiten
erschienen am 08.05.2007
bei Blanvalet Taschenbuch Verlag


Inhalt:


Die Kosten einer selbstgezogenen Tomate: 64 Dollar. Das Vergnügen, einen Gärtner zu entdecken, der noch verrückter ist als man selbst: unbezahlbar!

Meine Rezension:

Wer gärtnert, wird nicken und mitleiden. Wer nicht gärtnert, wird nach dem Buch nicht damit anfangen ;-).

Ein herrlich komisches Buch über die Lust und Last des eigenen Gartens. William Alexander erzählt von seinem eigenen (Alb-)Traumgarten. Er legte sich einen Gemüsegarten mit 200qm an und gönnte sich zusätzlich noch ein Frühlingsbeet, ein Blumenbeet, einen Kräutergarten, einen großen Rasen und viele Blumen. Man geht mit ihm in den Gartencenter und baut mit ihm einen Schutzwall gegen Hirsche und Murmeltiere (am Ende mit 10.000 Volt). Man begleitet ihn auf der Jagd nach Eichhörnchen, Raupen und Insekten und muss mit ansehen, wie er den Kampf um einen ökologischen Garten immer mehr verliert.
Alexander erzählt seine Erfahrungen mit viel Humor, Selbstironie und Charme.

Dienstag, 2. August 2011

Föhnlage

"Föhnlage" von Jörg Maurer

ISBN 9783596182374
336 Seiten
erschienen am 04.03.2009
bei Fischer







Inhalt:

Bei einem Konzert in einem idyllischen bayerischen Alpen-Kurort stürzt ein Mann von der Decke ins Publikum – tot. Und der Zuhörer, auf den er fiel, auch. Kommissar Jennerwein nimmt die Ermittlungen auf: War es ein Unfall, Selbstmord, Mord? Er schlägt sich mit widersprüchlichen Zeugenaussagen herum, die Einheimischen spekulieren genussvoll bei Föhn und Bier. Was hatte der Gestürzte oben auf dem Dachboden zu suchen? Und warum ist der hoch angesehene Bestattungsunternehmer Ignaz Grasegger auf einmal so nervös? Derweil muss Jennerwein einen verdächtigen Trachtler durch den ganzen Ort jagen und stößt unverhofft auf eine heiße Spur...
Der Alpen-Krimi mit Atmosphäre und schwarzem Humor vom bekannten Münchner Musikkabarettisten Jörg Maurer.


Meine Rezension:

Hubertus Jennerwein ist ein unscheinbarer Kommissar, der zudem an einer seltenen Krankheit leidet. Trotzdem ist er der beste Kommissar mit einer 100%igen Aufklärungsquote. Der neue Fall hat es jedoch in sich. In einem idyllischen Kurort in Bayern fällt während eines Konzertes ein Mann durch eine Decke und erschlägt dabei einen anderen Mann. Das Chaos bricht aus und die vielen wirren Zeugenaussagen müssen überprüft werden. Nebenbei werden durch den Sturz noch die Bestatter Ursel und Ignaz Grasegger aufgeschreckt. Nicht wegen den zwei neuen Leichen, sondern wegen den versteckten Geheimnissen. Was verbergen die Bestatter und warum fiel der sächsische Türöffner durch die Decke? Alles Fragen, die der Kommissar zu lösen hat.
Maurer hat einen Krimi mit schwarzem Humor und einer Liebe zum Detail geschrieben.

Montag, 1. August 2011

Shantaram

"Shantaram" von Greogry David Roberts

ISBN 9783442311538
1087 Seiten
erschienen am 21.08.2008
bei Goldmann Verlag (HC)








Inhalt:


"Ein Mann auf der Flucht - Eine Stadt, die nie schläft - Und die Gnade einer befreienden Liebe. Ein Roman, so leidenschaftlich wie der Herzschlag Indiens, voller Wahrheit und Poesie. Der Weltbestseller aus der Justizvollzugsanstalt in Frankfurt-Preungesheim - (...) rasant und unterhaltsam, kitschig, da es großes Hollywood-Kino auf über 1000 Seiten ist."
Die Zeit, Literatur

"Er ist ein großartiger Erzähler mit hohem mimischem Talent und würde live im Fernsehen weit präsenter sein als die meisten professionellen Nasen. Er ist auch ein starker Erzähler auf dem Papier. Mit Blick fürs Detail und Gefühl für spannende Inszenierung. Am besten schreibt er da, wo er die tausend Facetten und Absurditäten von Mumbai schildert und seine eigenen Irrwege und Begegnungen in diesem lächelnden, gleichzeitig bedrohlichen Chaos" Stern

"Shantaram' - ein fesselndes Buch, eine packende Lektüre - Sie werden Spaß damit haben." Matthias Matussek, Spiegel Online"

Meine Rezension:

Shantaram = Krieg, Freunde, Feinde, Verbrechen, Mord, Klans, Slums, Krankenheiten, Waffen, Drogen, Verständnis, Treue, Hilfe, Liebe, Glücke, Unglück, Macht....

In knapp 1100 Seiten packt Roberts alles und noch mehr hinein und nimmt den Leser mit auf eine unglaubliche Reise durch Indien und sein Leben. Man ist erstaunt und begeistert von der Kultur Indiens - kann die Farben sehen und die Düfte riechen, die Freundschaft zwischen Lin und Prabaker spüren und die Liebe zu Karla mitfühlen. Man ist angeekelt und entsetzt über das Leben in den Slums, den Dreck, die Armut und die katastrophale Hygiene, die Krankheiten und den Tod der unschuldigen Menschen. Man ist erschrocken, angewidert und abgeneigt über die brutalen Kämpfe zwischen den Klans, dem Krieg in Afghanistan, den Rachemorden, der Prostitution, den Drogen in Bombay. Und doch liest man weiter, will wissen wie es ausgeht und steckt in einer solch anderen Welt, dass sie einem nicht mehr los lässt.