Freitag, 8. Juli 2011

Tiefe

"Tiefe" von Henning Mankell

ISBN 9783552053434
368 Seiten
erschienen am 04.03.2005 
bei Zsolnay, Paul
(Original: , Schwedisch, "Djup")







Inhalt:

Lars Tobiasson-Svartman ist Marineoffizier und Seevermessungsingenieur, ein Mann der Abstandmessung und des Abstandhaltens. Es ist die Zeit des Ersten Weltkriegs und er hat den militärischen Auftrag, in den Stockholmer Schären neue Fahrwasser auszuloten. Eines Tages trifft er auf einer der äußersten Schären eine einsam lebende Frau, Sara Fredrika. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch bald geht sein Auftrag zu Ende, und zu Hause erwarten ihn seine Frau und ein geordnetes Heim. Um zu Sara Fredrika zurückkehren zu können, ersinnt er einen dreisten Betrug. Wie immer bei Mankell entwickelt die Geschichte einen unwiderstehlichen und unheimlichen Sog.


Ein Mann zwischen zwei Frauen. Ein Mensch, der über Leichen geht, um ans Ziel seiner Wünsche zu gelangen. Ein Roman über die finsteren Abgründe der Seele und das Böse in uns.



Meine Rezension:

Henning Mankells "Tiefe" ist ein düsteres Buch. Lars Tobiasson-Svartman vermisst die Meerestiefen, damit die Flotte des schwedischen Militärs gerüstet ist, um evtl. in dem bestehenden Krieg (1.WK) eingreifen zu können. Noch verhält sich Schweden neutral. Svartman ist verheiratet und liebt seine Frau, der er regelmäßig Briefe schickt. Doch auf einer seiner Vermessungsreisen rudert er auf eine kleine Insel. Dort stellt er überrascht fest, lebt eine junge Frau. Sie ist allein auf dieser Insel und fasziniert ihn. Er rudert nun mehrmals auf diese Insel und bald bekommt er diese Frau nicht mehr aus seinem Kopf. Er erfindet immer wieder Aufträge, für die er seine Frau verlassen muss und zu der Insel reisen kann. Er steht zwischen den Frauen, die mittlerweile beide ein Kind von ihm erwarten. Doch so langsam bekommt seine Fassade Risse und die Menschen um ihn herum werden misstrauisch.

Wer die Wallander-Bücher kennt, dem wird die düstere und zum Teil kalte Stimmung des Buches nicht überraschen. Trotzdem war das Buch (für mich) teilweise beklemmend gewesen.


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